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Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Gemeinsames Ziel ist es, für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.

Die 1994 gegründete Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung aller in der Palliativmedizin Tätigen: Knapp 60 Prozent der annähernd 5.000 DGP-Mitglieder kommen aus der Medizin, fast 30 Prozent aus der Pflege und insgesamt über zehn Prozent aus weiteren in der Palliativversorgung tätigen Berufsgruppen.

Anliegen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft ist es, die Fortentwicklung der Palliativmedizin interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend auf allen Ebenen zu fördern. In English

Aktuelles / März 2015: Die DGP nimmt zum Gesetzentwurf für ein Hospiz- und Palliativgesetz Stellung:

 Teil 1Teil 2Palliativgesetz 3

DGP Aktuell
DGP betont Notwendigkeit der bundesweiten Vereinheitlichung der SAPV-Vertragsstrukturen - Besonders in ländlichen Regionen fehlt es an qualifizierter ambulanter Versorgung von schwerkranken Patienten PDF Drucken
Mittwoch, den 25. März 2015 um 13:30 Uhr

„Ein sterbender Mensch braucht insbesondere zuhause die Gewissheit, dass bei akuten Beschwerden, Verschlechterungen, Ängsten oder Nöten jemand kommt und ihm hilft.“, betont Achim Rieger, niedergelassener Palliativmediziner und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Jemand, der mit dem Erkrankten, seiner Familie und deren Wünschen und Bedürfnissen vertraut ist. Ein spezialisiertes Team, welches unabhängig von Tageszeit, Feiertagen, Witterungsverhältnissen und der Entfernung bis zur nächsten Arztpraxis erreichbar ist und bei Bedarf einen Hausbesuch veranlasst.

Konzepte und Verträge zur ambulanten Palliativversorgung sind in Deutschland ausgesprochen heterogen. Dadurch unterscheidet sich die Qualität und Quantität der Versorgung von schwerkranken Patienten in Abhängigkeit vom Wohnort (u.a. Bundesland, ländliche oder städtische Region).

  1. Die DGP begrüßt das im aktuell vorgelegten Gesetzentwurf formulierte Ziel, durch Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung ein flächendeckendes Angebot in ganz Deutschland zu verwirklichen. Insbesondere für den Ausbau im ländlichen Bereich sind die im Gesetzentwurf vorgesehenen Schiedsverfahren für die SAPV-Versorgungsverträge hilfreich.

  2. Die DGP sieht die Notwendigkeit einer bundesweiten Vereinheitlichung der Vertragsstrukturen für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV).

  3. Die DGP unterstützt den Ausbau der vergüteten Leistungen in der Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung (AAPV). Neben der Beratung der Betroffenen und ihrer Angehörigen sollten auch Koordinationsleistungen sowie weitere Leistungen insbesondere der Pflege in der AAPV finanziert werden.

  4. Die DGP begrüßt und unterstützt ausdrücklich alle Bestrebungen, die zu einer besseren Vernetzung aller Akteure im Bereich der ambulanten Palliativversorgung führen. Dazu müssen verbindliche Mindestanforderungen an die Form der Zusammenarbeit formuliert werden.

  5. Zur Entwicklung innovativer Versorgungsstrukturen gerade in ländlichen Regionen istes dringend notwendig, Modellprojekte (z.B. mit Satellitenteamsbestehender SAPV-Teams) zu initiieren, zu finanzieren und zu evaluieren. Auch fehlt es nochan tragfähigen Konzepten, wie Berufsgruppen wie z.B. Sozialarbeiter, Physiotherapeuten, Psychologen oder Seelsorger strukturell in SAPV-Teamszu verankern sind.

  6. SAPV-Teams müssen zur Qualitätssicherung verpflichtet werden. DasNationale Hospiz- und Palliativregister stellt hierfür ein geeignetes Medium dar. Die Kosten der Registeranbindung sollten durch die Kostenträger übernommen werden.
 
Entwurf Palliativgesetz: DGP fordert mehr Personal für Palliativstationen: Patienten müssen sich rund um die Uhr gut aufgehoben fühlen PDF Drucken
Dienstag, den 24. März 2015 um 13:00 Uhr

„Sterbende Patienten und deren Angehörige müssen sich rund um die Uhr gut und sicher aufgehoben fühlen." betont Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), und bekräftigt: „Wir brauchen mehr Personal für die schwerstkranken und sterbenden Patienten auf einer Palliativstation. Durch zu wenig Personal kann es zu belastenden Situationen für Betroffene und Mitarbeiter kommen, z.B. in den Nachtstunden ist dies leider häufig der Fall."

Im Tätigkeitsfeld der stationären Palliativversorgung brauche es verbindliche Vereinbarungen für eine quantitative und qualitative Personalausstattung sowohl für die Palliativstationen als auch für die auf anderen Stationen tätigen Palliativdienste. Die Sicherstellung der Finanzierung muss gewährleistet sein, unterstreicht die DGP anlässlich der Vorlage eines Gesetzesentwurfes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland.

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DGP: Jeder schwerstkranke Patient muss unabhängig von Alter, Grunderkrankung, Familienstatus oder Wohnort gut versorgt werden PDF Drucken
Donnerstag, den 19. März 2015 um 11:19 Uhr

Anlässlich aktueller Medienberichte zur Vorlage eines Gesetzentwurfs für ein Hospiz- und Palliativgesetz unterstreicht Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): „Die Zeit ist reif für einen umfassenden Rechtsanspruch auf eine ambulante wie stationäre Palliativversorgung.“

Jeder Mensch mit einer schweren lebensbegrenzenden Erkrankung muss sich darauf verlassen können, im Krankenhaus, im Hospiz, im Pflegeheim und zuhause Zugang zu einer allgemeinen oder spezialisierten Palliativversorgung zu haben, wann immer er diese im Laufe seiner Erkrankung benötigt. Ein derartiger Rechtsanspruch böte erhebliche Entlastung für sterbende Patienten und ihre Angehörigen, erklärt der Bonner Palliativmediziner als einer von 5.000 in der Palliativversorgung tätigen Mitgliedern der DGP: „In diesem Sinne wäre die baldige Verabschiedung eines Hospiz- und Palliativgesetzes dringend geboten.“

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DGP unterstützt Empfehlungen in der Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zur "Palliativversorgung in Deutschland" PDF Drucken
Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 15:41 Uhr

„In Deutschland bestehen im internationalen Vergleich immer noch erhebliche Defizite in der Palliativversorgung, die vor allem durch eine nachhaltige Entwicklung der Forschung zur Palliativversorgung behoben werden können." Dieses Statement leitet die gemeinsame Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zur „Palliativversorgung in Deutschland" ein, welche im Februar in Berlin veröffentlicht wurde. Die Kurzfassung sowie die Stellungnahme sind abzurufen unter: www.leopoldina.org/de/palliativ

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), deren Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Peter Zenner als Sprecher der Arbeitsgruppe „Palliativmedizin in Deutschland" intensiv an der Bestandsaufnahme der Situation in Deutschland beteiligt war, unterstützt die Anfang Februar veröffentlichten vier Empfehlungen:

1. Entwicklung einer eigenständigen nationalen Palliativstrategie
2. Förderung von spezifischen Methoden und Inhalten interdisziplinärer Palliativversorgungsforschung
3. Förderung von Strukturen interdisziplinärer Palliativversorgungsforschung
4. Einbindung der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen in die Entscheidungsfindung zur Gestaltung einer Forschungsagenda

Die Stellungnahme „Palliativversorgung in Deutschland - Perspektiven für Forschung und Praxis" wurde am 6. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt.

 


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