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Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
Helfen Sie, dafür bessere Bedingungen zu schaffen!

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.
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DGP AKTUELL

Knapp 3.200 Angebote für schwerkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind aktuell im Online-Portal „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ ausgewiesen, einem Projekt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zur unkomplizierten Suche von kompetenten Ansprechpartnern in der Region. Eine Postleitzahlen- und Umkreissuche ermöglicht das zügige Auffinden von Palliativstationen, stationären Hospizen, Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), ambulanten Hospizdiensten, Palliativdiensten im Krankenhaus u.v.m.

Die DGP freut sich, dass die Datenbank inzwischen von über 5.000 Besuchern monatlich genutzt wird, und dankt für Hinweise und Links auf diese Seite: http://www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de/ Insbesondere Angehörige von Schwerstkranken, die mitunter unvermittelt und sofort Unterstützung benötigen, können mit Hilfe der Angaben im Wegweiser umgehend Kontakt zu örtlichen Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung herstellen.

Aktuell informiert beispielsweise der NDR im Rahmen einer Spendenaktion vom 5. bis 16. Dezember, wie Hospizvereine und Palliativeinrichtungen schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten. Die DGP begrüßt, dass in diesem Rahmen auch auf den Wegweiser hingewiesen wird. https://www.ndr.de/hand_in_hand_fuer_norddeutschland/

Um eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sicher zu stellen, ist es aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) dringend notwendig, die beteiligten Pflegedienste für diese Aufgabe zusätzlich zu qualifizieren und zu finanzieren. Die Versorgung von Palliativpatienten erfordert über die pflegerischen Tätigkeiten hinaus insbesondere den Einbezug und die Anleitung der Angehörigen, die Koordination mit weiteren beteiligten Versorgern, die wiederholte Verständigung mit dem Patienten und seiner Familie über die Therapiemöglichkeiten sowie den sicheren Umgang mit kritischen Situationen.

Ein Modellprojekt aus NRW zeigt, wie auch in der Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung (AAPV) eine qualitativ hochwertige Versorgung geleistet werden kann. Nach Erfüllung von Qualitäts- und Strukturkriterien erhalten Pflegedienste einen Zuschlag zu ihren Leistungen. Die zusätzliche Qualifikation der beteiligten Dienste spielt hier eine besondere Rolle und ist auch aus Sicht der DGP ein wichtiger Schlüssel in der Verbesserung der Versorgung.

DGP-Vorstandsmitglied Katja Goudinoudis betont: „Es ist zu hoffen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diese Punkte in die Richtlinie zur Häuslichen Krankenpflege (HKP-RL) aufnimmt und auch Qualifikationsvorgaben für die Leistungserbringer aufzeigt, um eine Grundlage für eine gute und leistbare Palliativpflege zu legen.“

Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 19. Oktober bezüglich der Rabattgewährung auf verschreibungspflichtige Arzneimittel durch ausländische Versandapotheken beschäftigt am Mittwoch, 9. November, den Bundesrat. Aus diesem Anlass weist die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) auf eine aktuelle Stellungnahme ihrer Sektion Pharmazie hin, in welcher diese eine „drastische Verschlechterung der Patientenversorgung“ befürchtet und die Sorge äußert, dass durch die „Diskriminierung der Vor-Ort-Apotheke die Versorgung schwerstkranker und sterbender Patienten gefährdet“ sein könnte.

Stellungnahme der Sektion Pharmazie der DGP

Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen

gröheDie aus der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ hervorgegangenen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung im Rahmen einer Nationalen Strategie wurden in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Drei Jahre liegen zwischen der Auftaktveranstaltung "Von der Charta zur Nationalen Strategie" im Jahr 2013 im Deutschen Bundestag und der Präsentation des Maßnahmenkatalogs, an dem 50 gesundheitspolitisch relevante Institutionen und Organisationen in einem Konsensusprozess mitgewirkt haben.

„Zentrales Anliegen des Chartaprozesses und der erarbeiteten Handlungsempfehlungen ist vor allem eine in ganz Deutschland bedarfsgerechte und für alle Betroffenen zugängliche Hospiz- und Palliativversorgung mit hoher Qualität, die den Bedürfnissen schwerstkranker und sterbender Menschen und der ihnen Nahestehenden wirklich gerecht wird", erklärte Prof. Dr. Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands.

„Knapp ein Jahr nach Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetzes ist es nun dringend geboten, die erforderliche qualitativ hochwertige Hospiz- und Palliativversorgung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, weiteren Wohnformen und in der häuslichen Umgebung auch finanziell abzusichern“, unterstrich Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Ziel der Nationalen Strategie sei es, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, seiner persönlichen Lebenssituation oder seinem Lebensort bei Bedarf eine entsprechende Hospiz- und Palliativversorgung und Begleitung erhalte.

„Das wiederum geht nicht ohne eine auf wissenschaftlicher Grundlage und Qualitätssicherung beruhende Hospiz- und Palliativversorgung. Nur unter Berücksichtigung dieser drei zentralen Punkte können alle Beteiligten zum Wohle der Betroffenen zusammenwirken“, so Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer.