Informationen zur DGP

S3-Leitlinie PDF Drucken

Die Entwicklung einer S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer Krebserkrankung hat im Frühjahr 2011 federführend unter der Leitung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie (OL), der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebshilfe (DKH) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) begonnen. Mit einer ersten Version der Leitlinie ist im Mai 2014 zu rechnen. Ziel ist die Formulierung und formale Konsentierung von klinisch relevanten Schlüsselempfehlungen zu ausgewählten palliativmedizinischen Symptomen und Versorgungsfragen für Patienten mit einer Krebserkrankung auf der Basis der aktuellen wissenschaftlichen Evidenz.

Im Gegensatz zu anderen Leitlinien behandelt die S3-Leitlinie Palliativmedizin keine Tumorentitäten, sondern diagnoseübergreifende Fragestellungen zur palliativmedizinischen Betreuung, die für alle organspezifischen Leitlinien von besonderer Relevanz sind, dort aber nicht ausreichend abgehandelt werden können.

Die Leitlinie Palliativmedizin fokussiert sich in zweifacher Hinsicht auf die folgenden Schwerpunkte: Erstens ist die Zielpopulation auf onkologische Patienten beschränkt, da die Förderung durch das Onkologieprogramm geschieht und zweitens werden vorerst nur sieben Themenbereiche behandelt, die von ihrer Bedeutung bzw. vorhandenen Evidenz besonders relevant sind: Versorgungsstrukturen, Kommunikation, Dyspnoe, Obstipation, Schmerz, Depression und Sterbephase. Diese Themenbereiche wurden durch den Lenkungsausschuss des Leitlinieprogramms Onkologie beschlossen und vorgegeben. Es gibt zwar noch weitere wichtige Themenbereiche im Rahmen der Palliativmedizin für onkologische Patienten, die in der Version 1.0 der Leitlinie aus Ressourcengründen nicht berücksichtigt werden können. Eine Erweiterung kann möglicherweise Inhalt einer Version 2.0 im Anschluss an diese erste Version werden.

Nach der Konsentierung der Schlüsselfragen bei der ersten Konsensuskonferenz am 28.09.2011 durch Vertreter von 41 Fachgesellschaften werden nun die Schlüsselempfehlungen in den jeweiligen Arbeitsgruppen entwickelt. Die Arbeit der sieben AGs wird zwischen November 2011 und Ende 2013 versetzt erfolgen.

Weitere Informationen können im Leitliniensekretariat unter S3-Palliativ@uk-koeln.de oder telefonisch unter 0221-478-96537/8 erfragt werden (Leiter der S3-LL: Dr. C. Bausewein, Prof. R. Voltz; Projektleiter: Dr. S. Simon; Evidenzrecherche & Organisation: V. Geffe, Dr. A. Pralong).

Außerdem sind Mandatsträger der DGP an diversen weiteren Leitlinien- oder Zertifizierungsvorhaben beteiligt: Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Ovarialkarzinoms; Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau; Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms; Psychoonkologische Diagnostik; Beratung und Behandlung, Lungenkarzinom - Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge; Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der dt. Ärzteschaft; Beteiligung in der Zertifizierungskommission Onkologische Zentren der DKG.