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Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
Helfen Sie, dafür bessere Bedingungen zu schaffen!

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.
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DGP AKTUELL

ärzteblattSeit 2017 haben Krankenhäuser die Möglichkeit, mit Kostenträgern krankenhausindividuelle Zusatzentgelte für multiprofessionelle, mobile Palliativdienste im Krankenhaus zu verhandeln. Hinter der nüchternen Ziffer 8-98h im Klassifikationssystem OPS 2017 des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) verbirgt sich ein „grundsätzlicher und erheblicher Fortschritt in der stationären Versorgung schwerkranker Menschen“, betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): Der Palliativdienst kann für schwerstkranke und sterbende Patienten auf sämtlichen Stationen hinzugezogen werden, dies ist insbesondere für die über 80 Prozent der Krankenhäuser ohne Palliativstation zukunftsweisend.

Allerdings warnt die wissenschaftliche Fachgesellschaft nach ersten Rückmeldungen aus laufenden Verhandlungen davor, dieses absolut notwendige Angebot für Patienten und Angehörige „zu billig zu verkaufen“. Dazu erklärt der Vizepräsident der DGP, Dr. Bernd-Oliver Maier, Wiesbaden: „Palliativdienste im Krankenhaus müssen bundesweit auskömmlich finanziert werden, um der anspruchsvollen Aufgabe der Behandlung und Begleitung schwerstkranker Patienten und ihrer Angehörigen gerecht werden zu können!“ Die neue Regelung wird nur bei angemessener Refinanzierung zu qualitativ hochwertiger und patientenzugewandter Versorgung führen. Ziel ist es, es zukünftig allen Abteilungen eines Krankenhauses deutlich zu erleichtern, einen internen oder externen Palliativdienst zu Rate zu ziehen, sollte bei einem lebensbedrohlich erkrankten Menschen ein spezialisierter Versorgungsbedarf auftreten.

wat 2017 bmbfv.l.n.r.: Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Gabriella Marx, Sprecherin der AG Forschung, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Dr. Johannes Bükki, Sprecher der AG Forschung. Foto: B. Beyer

Der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gratulierte heute der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zu ihren fünften Wissenschaftlichen Arbeitstagen in der Universitätsstadt Erlangen. In seinem Grußwort sagte er: „Die zukünftige Betreuung und Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen geht nicht ohne eine auf wissenschaftlicher Grundlage und Qualitätssicherung beruhende Hospiz- und Palliativversorgung. Es bedarf noch weiterer Forschung, insbesondere im Hinblick auf eine immer älter werdende Gesellschaft. Das BMBF fördert daher verstärkt die evidenzbasierte palliativmedizinische Versorgungsforschung, klinische Studien sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs, um Menschen auch am Lebensende umfassend und würdevoll zu versorgen.“

Auf Initiative der AG Forschung hat die DGP erstmalig im Jahr 2013 zu den Wissenschaftlichen Arbeitstagen mit dem Fokus palliativmedizinischer Forschung nach Erlangen eingeladen: „Für eine qualitativ hochwertige flächendeckende Palliativ- und Hospizversorgung sind neue Forschungserkenntnisse unerlässlich. Diese sind transparent zu machen und im Versorgungsalltag umzusetzen, “ erklärte Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP.

mt2017Der kollegiale Austausch steht ganz oben auf der Tagesordnung des zweiten Mitgliedertages der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am 15. und 16. September in Münster. Das facettenreiche zehnseitige Programm steht ab sofort online zur Verfügung!

Zahlreiche Arbeitsgruppen und Sektionen der DGP nutzen den Freitag, 15.9.,  für ihre jährlichen - für DGP-Gäste geöffneten - Sitzungen. Gegründet wird in diesem Rahmen die 15. Arbeitsgruppe der DGP, die „AG Palliativversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund“ (EINLADUNG). Eine Abendveranstaltung in stimmungsvollem Rahmen mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Joachim Gardemann und Livemusik der Urban Club Band schließt sich an.

Am Samstag, 16.9., diskutiert „die DGP“ im spannenden Methodenmix mit allen Teilnehmer/innen des Mitgliedertages drei aktuelle Themen:

  • Behandlung und Versorgung im Voraus planen
  • (Freiwilliger) Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (NEWSLETTER)
  • Medizin als Ausdruck einer gelebten Multiprofessionalität?

Ebenfalls vielversprechend ist auch das Rahmenprogramm: Zum Zeitpunkt des Mitgliedertages findet in Münster die international renommierte Ausstellung Skulptur.Projekte statt. Außerdem lädt das lokale Komitee bereits am 14. September zum Symposium „Zu alt für Palliativmedizin?!“ und zum Benefizkonzert „Orgeltänze, Orgelträume“ ein. Melden Sie sich noch bis 30. April zum Frühbuchertarif an, um in Münster mitzudiskutieren! Noch nicht Mitglied in der DGP? Bei Fragen rufen Sie uns gern an: Tel 030/30101000.

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Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass in Extremfällen schwer und unheilbar kranken Patienten der Zugang zu einem Betäubungsmittel in tödlicher Dosierung nicht verwehrt werden darf.  Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte dies 2005 für eine Patientin mit Querschnittslähmung abgelehnt, weil eine Erlaubnis mit dem Ziel der Selbsttötung nach dem Betäubungsmittelgesetz nicht möglich sei.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) lehnt eine solche Freigabe auch in Einzelfällen klar ab. Schon der zugrunde liegende Fall zeigt deutlich die Probleme solcher Regelungen auf. Dazu Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin: „Die querschnittsgelähmte Patientin hätte jederzeit die Beendigung der künstlichen Beatmung - unter angemessener Sedierung zur Symptomkontrolle - einfordern und damit das Sterben zulassen können. Warum war hier die Not so groß, dass ein tödliches Medikament eingefordert wurde?“

Das Urteil lässt viele Fragen offen. Wer soll beurteilen, ob die Leidenssituation unerträglich und ob die Betroffenen ihre Entscheidung frei und ernsthaft getroffen haben? Wie kann verhindert werden, dass Schwerstkranke eine solche Entscheidung treffen in einer (behandelbaren) Depression oder weil sie ihren Angehörigen nicht zur Last fallen wollen?

In der Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden werden Palliativmediziner immer wieder mit Sterbewünschen ihrer Patienten konfrontiert. Die tägliche Praxis zeigt aber, dass dies oft der Wunsch nach einem Gespräch ist, nach alternativen Angeboten und nach einem gemeinsamen Aushalten der bedrückenden Situation.

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, für diese leidenden Menschen den Zugang zu tödlichen Medikamenten zu gewähren, ist aus der Sicht der DGP ein Schritt in die falsche Richtung.

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