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Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
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Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.
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DGP AKTUELL

Zum heutigen 25-jährigen Verbandsjubiläum des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) gratulieren Vorstand und Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sehr herzlich! In seinen Glückwünschen an den Dachverband der Verbände und Organisationen insbesondere der Hospizarbeit betont Prof. Dr. Lukas Radbruch als Präsident der etwas jüngeren wissenschaftlichen Fachgesellschaft: „Die positive Entwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland wäre ohne den Einsatz des DHPV und den kontinuierlichen Austausch zwischen „Hospiz“ und „Palliativ“ undenkbar gewesen. Auch ist eine vernetzte Hospiz- und Palliativversorgung, die niemanden mit seiner Erkrankung alleine lässt, nur mit Hilfe der enormen Anzahl der in der Hospizbegleitung ehrenamtlich Engagierten zu leisten.“

Die Geschäftsstellen beider Verbände arbeiten seit bald zehn Jahren in enger Nachbarschaft an einer Adresse in Berlin-Wilmersdorf zusammen, fast ebenso lange trägt das mit der Bundesärztekammer gemeinsame Projekt der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ zu einem regen und konstruktiven Austausch zwischen den beiden Berliner Institutionen bei. Deshalb freut sich die DGP besonders, heute mit Vertretern des Vorstands und der Geschäftsführung an den Feierlichkeiten in Berlin teilnehmen zu können.

Für neue Verträge zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ist seit einem Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 15. Juni 2016 eine EU-weite Ausschreibung erforderlich. Diese Tatsache erschwert derzeit den Abschluss neuer SAPV-Verträge und beeinträchtigt damit die ambulante Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen zuhause oder in Einrichtungen der stationären Alten- und Behindertenhilfe. Faktisch ist damit in den vergangenen Monaten „eine Zwangspause im weiteren Ausbau der SAPV in Deutschland aufgetreten“, betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer heutigen Stellungnahme. Diese trifft ausgerechnet Menschen, die aufgrund ihrer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung weder die Kraft noch die Zeit haben, sich für ihr Recht auf eine häusliche Versorgung einzusetzen, die an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden für sie erreichbar sein sollte.

„Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen darf nicht in erster Linie durch wettbewerbsrechtliche Bestimmungen geprägt sein.“ erklärt Prof. Dr. med. Lukas Radbruch, Präsident der DGP, „vielmehr müssen sich von schwerer Erkrankung betroffene Patienten und Angehörige vor Ort auf eine gut koordinierte und vernetzte Versorgung höchster Qualität verlassen können.“ Deshalb ruft die wissenschaftliche Fachgesellschaft mit rund 5.500 in der Palliativversorgung tätigen Mitgliedern die politischen Entscheidungsträger dazu, die SAPV aus den Regelungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen herauszunehmen, um den bundesweit erforderlichen Aufbau neuer SAPV-Teams und den dringend notwendigen Ausbau einer flächendeckenden Versorgung nicht auszubremsen.

DGP-STELLUNGNAHME

"Zum Umgang mit Multiresistenten Erregern (MRE) in der Versorgung von Patienten am Lebensende im Krankenhaus“ lautet der vollständige Titel einer aktuellen Broschüre, die von der Projektgruppe M-EndoL (MRSA in End-of-Life-Care) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin herausgegeben wird. Das zugrundeliegende Projekt „MRSA in der Versorgung am Lebensende (M-EndoL)“ wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Projektträger war das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Dafür dankt die Projektgruppe rund um Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Universitätsklinikum Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg, herzlich. Die DGP freut sich sehr, dass die entstandenen Handlungsempfehlungen in gemeinsamer Herausgeberschaft mit der Projektgruppe M-EndoL nun als Kitteltaschenbroschüre vorgelegt werden können, dank der großzügigen Förderung durch die Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung auch als Printversion. Das Online-PDF ist ab sofort auf den Webseiten der Herausgeber zu finden.

ZUM UMGANG MIT MULTIRESISTENTEN ERREGERN

Noch bis zum 15. Februar gilt der Frühbuchertarif für den 15. Weltkongress der European Association for Palliative Care (EAPC) vom 18. bis 20. Mai in Madrid. Das vorläufige Kongressprogramm ist jetzt auf der Webseite verfügbar und wird laufend aktualisiert. Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Vizepräsident der EAPC und Vorsitzender des wissenschaftlichen Komitees des Kongresses: „Es würde mich persönlich sehr freuen, wenn wir viele aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch aus Deutschland begrüßen dürften!“ Neben der „Early Bird“-Vergünstigung erhalten Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zudem als „collective member“ der EAPC eine weitere Reduktion der Kongressgebühren. Dazu ist bei der Registrierung in der Zeile „Membership No./Association abbreviation“ die Abkürzung „DGP“ einzutragen.

Gern können Sie auch kurzfristig Mitglied der DGP werden! Bei Rückfragen zur Mitgliedschaft wenden Sie sich bitte an die DGP-Geschäftsstelle: Tel: 030/30101000.

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