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Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
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Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.
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DGP AKTUELL

Einstimmig hat der Bundestag am 19. Januar einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften angenommen, wonach künftig schwerkranke Patienten auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auch mit hochwertigen Cannabis-Arzneimitteln versorgt werden können. Der Gesundheitsausschuss hatte dazu eine Beschlussempfehlung vorgelegt.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin begrüßt diese Entscheidung. Gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft hatte sie bereits am 2.2.2016 zum seinerzeitigen Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit für ein Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften Stellung genommen. Beide Fachgesellschaften befürworten darin die Initiative der Bundesregierung, „die Verschreibungsfähigkeit von Arzneimitteln auf Cannabisbasis zu erleichtern und einen Rahmen für die Kostenübernahme durch gesetzliche und private Krankenversicherung bei medizinischer Indikation zu schaffen.“

PRESSEMITTEILUNG BUNDESTAG
STELLUNGNAHME 2.2.2016

Berlin/Aachen. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verleiht in diesem Jahr zum zehnten Mal den mit 10.000 € dotierten „Anerkennungs- und Förderpreis für Ambulante Palliativversorgung“. Stifter ist die Grünenthal GmbH. Anträge für den Preis können bis zum 31. März 2017 beim Präsidenten der DGP eingereicht werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Personen, Gruppierungen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Qualitätsentwicklung der ambulanten Palliativversorgung verdient gemacht haben. Anerkennungs- und Förderpreis bedeutet, dass bereits geleistetes Engagement anerkannt und gleichzeitig eine zukünftige Weiterführung gefördert wird.

Die eingereichten Projekte sollten einen wesentlichen Beitrag zur ambulanten Palliativversorgung darstellen und über den eigenen Bereich hinaus wirken. Der Nachweis dazu muss durch Forschungs- und Projektbeschreibungen, Fachgutachten bzw. entsprechende Publikationen erfolgen. Arbeiten können von allen in der Palliativmedizin tätigen Berufsgruppen eingereicht werden.

Knapp 3.200 Angebote für schwerkranke Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind aktuell im Online-Portal „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ ausgewiesen, einem Projekt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zur unkomplizierten Suche von kompetenten Ansprechpartnern in der Region. Eine Postleitzahlen- und Umkreissuche ermöglicht das zügige Auffinden von Palliativstationen, stationären Hospizen, Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), ambulanten Hospizdiensten, Palliativdiensten im Krankenhaus u.v.m.

Die DGP freut sich, dass die Datenbank inzwischen von über 5.000 Besuchern monatlich genutzt wird, und dankt für Hinweise und Links auf diese Seite: http://www.wegweiser-hospiz-palliativmedizin.de/

Insbesondere Angehörige von Schwerstkranken, die mitunter unvermittelt und sofort Unterstützung benötigen, können mit Hilfe der Angaben im Wegweiser umgehend Kontakt zu örtlichen Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung herstellen.

INFOFLYER WEGWEISER

Um eine qualitativ hochwertige pflegerische Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sicher zu stellen, ist es aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) dringend notwendig, die beteiligten Pflegedienste für diese Aufgabe zusätzlich zu qualifizieren und zu finanzieren. Die Versorgung von Palliativpatienten erfordert über die pflegerischen Tätigkeiten hinaus insbesondere den Einbezug und die Anleitung der Angehörigen, die Koordination mit weiteren beteiligten Versorgern, die wiederholte Verständigung mit dem Patienten und seiner Familie über die Therapiemöglichkeiten sowie den sicheren Umgang mit kritischen Situationen.

Ein Modellprojekt aus NRW zeigt, wie auch in der Allgemeinen Ambulanten Palliativversorgung (AAPV) eine qualitativ hochwertige Versorgung geleistet werden kann. Nach Erfüllung von Qualitäts- und Strukturkriterien erhalten Pflegedienste einen Zuschlag zu ihren Leistungen. Die zusätzliche Qualifikation der beteiligten Dienste spielt hier eine besondere Rolle und ist auch aus Sicht der DGP ein wichtiger Schlüssel in der Verbesserung der Versorgung.

DGP-Vorstandsmitglied Katja Goudinoudis betont: „Es ist zu hoffen, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diese Punkte in die Richtlinie zur Häuslichen Krankenpflege (HKP-RL) aufnimmt und auch Qualifikationsvorgaben für die Leistungserbringer aufzeigt, um eine Grundlage für eine gute und leistbare Palliativpflege zu legen.“