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DGP verleiht zum zehnten Mal den Anerkennungs- und Förderpreis „Ambulante Palliativversorgung“ an drei Arbeiten zu essentiellen Themen der ambulanten Versorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal den Anerkennungs- und Förderpreis für „Ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal GmbH gestiftet. Im Rahmen des 2. Mitgliedertages der DGP in Münster nahmen am 16. September drei Preisträger die Auszeichnung entgegen.

Als preiswürdig haben sich nach Bewertung der DGP-Jury unter Leitung von Prof. Dr. Gerhild Becker in diesem Jahr drei der 15 eingereichten Arbeiten erwiesen. Entlang der Bewertungskriterien Relevanz, Originalität, Realisierung und Qualitätssicherung wurden drei gleichwertige erste Preise vergeben. Alle drei Arbeiten zeigen hohe Qualität, sind innovativ und fokussieren Bereiche, deren Bearbeitung für die ambulante Palliativversorgung essentiell ist. Die drei Arbeiten spiegeln den Facettenreichtum der ambulanten Palliativversorgung wieder.

DGP betont in Münster: Hospiz- und Palliativversorgung muss für hochaltrige Menschen dringend ausgeweitet und vernetzt werden!

MT PK

v.l.n.r.: Prof. Dr. Traugott Roser, Dieter Broekmann, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Karin Dlubis-Mertens, PD Dr. Philipp Lenz, Dr. Ulrike Hofmeister, Dr. Andreas Stähli, Dr. Margit Baumann-Köhler bei der Pressekonferenz. © Münster View

Die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland muss ausgeweitet und vernetzt werden, insbesondere für hochaltrige Menschen. Um die qualitativen Anforderungen an die Versorgung Schwerstkranker konstruktiv, kritisch und vielfältig zu diskutieren, finden am 15. & 16. September in Münster die 2. Mitgliedertage der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) statt. Sie stehen unter dem Motto „Die DGP im Dialog“.

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert verstärkte interdisziplinäre Forschung / Bundesforschungsministerium lädt (inter-)nationale Palliativforscher zur Fachdiskussion nach Berlin

BMBF„Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, Menschen bis zu ihrem letzten Tag ein würdiges Sterben zu ermöglichen und sie im Sterben zu begleiten. Dafür benötigen wir eine umfassende bedarfsgerechte Versorgung, die auf der Grundlage exzellenter Forschung steht.“ erklärte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium (BMBF), in Berlin. Rund 100 internationale und nationale Forscherinnen und Forscher tauschten sich im BMBF zwei Tage lang zu Methoden und Herausforderungen in der Forschung zur Palliativversorgung aus.

Dabei ist die Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus der Medizin und der Pflege, den Sozial- und den Geisteswissenschaften essentiell, wie Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, betonte: „Wir müssen gemeinsam interdisziplinär forschen, um medizinischen, psychosozialen und spirituellen Anliegen des Patienten und seiner Familie umfassend und bestmöglich gerecht werden zu können“. Außerdem bräuchten junge engagierte Wissenschaftler, die sich in diesen neuen Bereich wagen wollen, adäquate Karrieremöglichkeiten, so Radbruch, Lehrstuhl für Palliativmedizin an der Universität Bonn. Schließlich erfordere die besondere Situation von Palliativpatienten neue Methoden für die Forschung.

Thomas Rachel © Susanne Jäger

In Kürze: "Die DGP im Dialog" in Münster / Spannendes Programm / Melden Sie sich jetzt an! / Schnupperangebote für neue Mitglieder

dialogNur noch vier Wochen, dann heißt es: "Die DGP im Dialog!" Der kollegiale Austausch steht ganz oben auf der Tagesordnung des zweiten Mitgliedertages der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am 15. und 16. September in Münster.

Zahlreiche Arbeitsgruppen und Sektionen der DGP nutzen den Freitag für ihre jährlichen - für Gäste geöffneten - Sitzungen. Gegründet wird in diesem Rahmen die 15. Arbeitsgruppe der DGP, die „AG Palliativversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund“.

Eine stimmungsvolle Abendveranstaltung mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Joachim Gardemann, Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe an der FH Münster, schließt sich an: Auch Nicht-Mitglieder sind bei diesem „Feierabend“ am 15. September herzlich willkommen! Am Samstag diskutiert „die DGP“ im spannenden Methodenmix mit allen Teilnehmer/innen des Mitgliedertages intern drei aktuelle Themen.

Parallel zum Mitgliedertag läuft in Münster die international renommierte Ausstellung Skulptur.Projekte. Außerdem lädt das lokale Komitee bereits am 14. September zum Symposium „Zu alt für Palliativmedizin“ und zum Benefizkonzert „Orgeltänze, Orgelträume“ ein. Gern können Sie auch vor Ort Mitglied werden und sich bis Ende 2017 kostenfrei in der DGP umschauen.

Melden Sie sich jetzt an, um in Münster mitzudiskutieren! Die Hotels vor Ort sind bereits gut gebucht!

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Zehntausend Klicks zum WEGWEISER der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin allein im Juli zeigen hohen Informationsbedarf!

Im Juli 2017 verzeichnete das Online-Portal „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin fast 10.000 Klicks! Über eine Suchmaschine sind ambulante und stationäre Palliativ- und Hospizeinrichtungen im Umkreis eines Ortes oder einer Postleitzahl schnell zu finden. Die für Anbieter wie Nutzer kostenfreie Adressdatenbank weist inzwischen deutlich mehr als 3.200 Online-Einträge zur Betreuung, Begleitung und Versorgung von Menschen mit einer nicht heilbaren Erkrankung aus. Und fast nebenbei erfahren die Ratsuchenden, was eine Palliativstation von einem Hospiz unterscheidet, was sich hinter der Abkürzung SAPV verbirgt und dass ein Palliativteam frühzeitig und parallel z.B. auch zu einer onkologischen Behandlung herangezogen werden kann.

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Ab sofort können sich Palliativstationen zertifizieren lassen / Erhebungsbogen jetzt abrufbar!

170626 palliativ logo version A in PetrolIm Sinne der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen kommt auch der Zertifizierung der in der Palliativversorgung tätigen Einrichtungen zukünftig eine erhebliche Bedeutung zu. Aus diesen Gründen ist es unumgänglich, dass die DGP als maßgebliche Fachgesellschaft ein eigenes Zertifizierungsverfahren etabliert: Zertifizierungen und die damit verbundene Überprüfung von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sind unstrittige und positive Errungenschaften im Gesundheitswesen. Die DGP-Zertifizierung erfüllt alle Anforderungen an ein Zertifizierungsverfahren, z.B. die strikte Trennung der normgebenden Institution (die DGP als Fachgesellschaft) von der diese Norm überprüfenden Institution (ClarCert als Zertifizierungsgesellschaft).

Die DGP-Zertifizierung bietet Palliativstationen den Nachweis, dass sie in der Lage sind, die Versorgung ihrer Patienten nach spezifizierten und normierten Vorgaben zu erbringen. Diese Vorgaben berücksichtigen unter anderem die Anforderungen der S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ und sind eng mit den Zertifizierungskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für die Palliativversorgung in onkologischen Zentren abgestimmt. Die Mehrzahl der Palliativstationen ist aber nicht an ein onkologisches Zentrum angeschlossen und es finden zunehmend auch Patienten mit anderen als onkologischen Erkrankungen Zugang zur Palliativversorgung.

Palliativstationen können deshalb eine DGP-Zertifizierung beantragen und werden dann auf der Grundlage des Erhebungsbogens und in einem Audit von Fachprüfern mit ausgewiesener Expertise in der Palliativversorgung bewertet. Alternativ ist auch eine Anerkennung möglich, für die die Kriterien weniger streng sind. Für diese Anerkennung ist kein Audit erforderlich. Palliativstationen, die bereits als Teil eines onkologischen Zentrums zertifiziert worden sind, haben damit einen Qualitätsnachweis erbracht und können die Anerkennung unter Vorlage des Zertifikates erhalten.

Ab sofort steht der 35 Seiten umfassende „Erhebungsbogen zur Zertifizierung und Anerkennung von Palliativstationen als qualitätssichernde Maßnahme in der palliativmedizinischen Versorgung“ zur Verfügung. Dieser Erhebungsbogen wurde von der Zertifizierungskommission erarbeitet, die aus Vorstandsmitgliedern und versierten Praktikern der DGP besteht. Die Erprobung des Verfahrens erfolgte auf sechs Palliativstationen und ist inzwischen abgeschlossen, sodass aktuell sämtliche Unterlagen für interessierte Palliativstationen auf den DGP- und ClarCert-Webseiten freigeschaltet wurden!

DGP dankt Familie Roth und Bodo Wartke für ein unvergessliches Sommerkonzert / Publikum spendete mehr als 7.000 Euro für die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin – herzlichsten Dank!

bodo wartke 11bodo wartke 9Es war ein großartiger Konzertabend in den Gärten der Bestattung in Bergisch Gladbach, zu dem David Roth und Hanna Thiele-Roth am 10. Juli mehr als 1.800 Besucher trotz ungemütlichster Wettervorhersagen begrüßen konnten.

bodo wartke1Klavierkabarettist Bodo Wartke schaffte es nicht nur, mit seinem Programm „Klaviersdelikte“ den Regen (und eine Wespe!) davon zu singen, sondern vor allem Kontakt zu seinem Publikum in der 360 Grad-Umschau rund um die Bühne mitten im Wald aufzunehmen. Mit seinen Gästen musizierte er sich durch einen facettenreichen Kanon an Gefühlen und Problemen („die ich früher noch nicht hatte“), der viele heitere, berührende, leise und lebensfrohe Momente bereithielt.

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zu aktueller Methadon-Diskussion: Man muss klar zwischen Schmerz- und Tumortherapie trennen! DGP rät vom Einsatz von Methadon zur Tumortherapie ab

Zur derzeitigen Diskussion zum Einsatz von Methadon in der Krebstherapie betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme: Da es bislang keine Belege dafür gäbe, dass Methadon beim Menschen eine Hemmung des Gewebewachstums bewirkt, „(…) raten wir von der Verwendung von D,L-Methadon zur Tumortherapie ab.“. Dominik Bauer, Sprecher der Sektion Pharmazie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, erläutert: „Man muss sehr klar trennen zwischen dem Einsatz von Methadon zur Schmerztherapie und zur Tumortherapie: Methadon hat eine unbestrittene Wirkung auf Schmerzen, wie sie auch im Rahmen von Tumorerkrankungen vorkommen können, wohingegen es bisher keinen ausreichenden Nachweis für eine wachstumshemmende Wirkung auf das Tumorgewebe beim Menschen direkt gibt.“

Gleichzeitig äußert der Präsident der DGP, Prof. Dr. Lukas Radbruch, größtes Verständnis für die Hoffnungen von Krebspatienten, die mit vermeintlich neuen Medikamenten verbunden sind. Es sei dringend notwendig, schwerstkranke Menschen mit ihrer Verzweiflung sowie ihren Ängsten, Nöten und Überlegungen z.B. an therapeutischen Weggabelungen nicht allein zu lassen, sondern ihnen Informationen und Raum für ihre Entscheidungsfindung zu geben und ihnen ein klares Angebot zur Begleitung auf diesem Weg zu machen. „Gerade deshalb fühlen wir uns zu einer pharmakologischen Bewertung aufgerufen: Trotz der massiven Berichterstattung über eine Antitumorwirkung von D,L-Methadon konnte dieser Effekt bei Menschen bisher noch nicht durch entsprechend notwendige klinische Studien nachgewiesen werden.“

Mobile Palliativdienste im Krankenhaus: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin ruft dazu auf, konsequent zu verhandeln und Verhandlungsergebnisse der DGP zur Kenntnis zu geben

Die ergänzende Versorgung von schwerkranken Patienten auf sämtlichen Stationen eines Krankenhauses mit Hilfe von multiprofessionellen mobilen Palliativdiensten erfordert dringend, die positiven Ergebnisse wie auch die Vorbehalte aus laufenden Verhandlungen zur Finanzierung dieses seit 2017 möglichen Angebots zu bündeln und systematisch auszuwerten. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hatte bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt in einem Glossar die inhaltlichen Qualitätsansprüche an mobile Palliativdienste beschrieben. DGP-Vizepräsident Dr. Bernd-Oliver Maier betont: „Die DGP stellt Krankenhäusern ebenso wie Krankenkassen ihre Expertise gern zur Verfügung, um mit Blick auf die konkrete Struktur und Größe der jeweiligen Klinik Hinweise zu geben, welche ergänzende Palliativversorgung für Patienten benötigt wird.“ Auf der DGP-Webseite sind eine Reihe von aktuellen Informationen zusammengestellt.

Gratulation zum Preis für Hygienekonzept einer Kinderpalliativstation DGP betont Bedeutung des „Umgangs mit multiresistenten Erregern“

Die schwerstkranken Patienten auf der Station Lichtblicke im Kinderpalliativzentrum sollen am Stationsleben teilhaben können – auch wenn sie Träger eines multiresistenten Erregers, eines sogenannten Krankenhauskeims, sind. Wie das gehen kann, legt das im Kinderpalliativzentrum Datteln entwickelte Hygienekonzept PALLINI fest. In einer wissenschaftlichen Arbeit hat die Pflegewissenschaftlerin Dr. Pia Schmidt das innovative Konzept beschrieben und vorläufig evaluiert. Für ihre Studie wurde die junge Wissenschaftlerin Anfang Mai vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit 2017 (2. Preis) ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin gratuliert zu der Auszeichnung und nimmt diese zum Anlass, auf ihre kürzlich gemeinsam mit der Projektgruppe M-Endol herausgegebene Handlungsempfehlung „Zum Umgang mit multiresistenten Erregern (MRE) in der Versorgung von Patienten am Lebensende im Krankenhaus“ hinzuweisen.

BROSCHÜRE "Zum Umgang mit multiresistenten Erregern (MRE) in der Versorgung von Patienten am Lebensende im Krankenhaus"

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