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DGP unterstützt Empfehlungen in der Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zur "Palliativversorgung in Deutschland"

„In Deutschland bestehen im internationalen Vergleich immer noch erhebliche Defizite in der Palliativversorgung, die vor allem durch eine nachhaltige Entwicklung der Forschung zur Palliativversorgung behoben werden können." Dieses Statement leitet die gemeinsame Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zur „Palliativversorgung in Deutschland" ein, welche im Februar in Berlin veröffentlicht wurde. Die Kurzfassung sowie die Stellungnahme sind abzurufen unter: www.leopoldina.org/de/palliativ

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), deren Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Peter Zenner als Sprecher der Arbeitsgruppe „Palliativmedizin in Deutschland" intensiv an der Bestandsaufnahme der Situation in Deutschland beteiligt war, unterstützt die Anfang Februar veröffentlichten vier Empfehlungen:

1. Entwicklung einer eigenständigen nationalen Palliativstrategie
2. Förderung von spezifischen Methoden und Inhalten interdisziplinärer Palliativversorgungsforschung
3. Förderung von Strukturen interdisziplinärer Palliativversorgungsforschung
4. Einbindung der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen in die Entscheidungsfindung zur Gestaltung einer Forschungsagenda

Die Stellungnahme „Palliativversorgung in Deutschland - Perspektiven für Forschung und Praxis" wurde am 6. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt.

ACPEL-Konferenz: Abstract-Deadline bis zum 1. März verlängert!

In inhaltlicher Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin findet vom 9. bis zum 12. September die 5. Internationale Konferenz für Advance Care Planning (ACP) und End-of-Life Care in München statt (Programm und Referenten:www.acpel2015.org). Die multiprofessionelle Konferenz wendet sich an Forscher, Kliniker/Praktiker, Ethiker, Juristen und Akteure der Gesundheitspolitik, die an gesundheitlicher Vorausplanung interessiert sind. Simultan-Dolmetscher begleiten die ersten beiden Tage dieses englischsprachigen Kongresses. Das Thema ACP hat in Deutschland ganz aktuell gesundheitspolitische Brisanz gewonnen, seit das Eckpunktepapier der Abgeordneten Gröhe et al. das Äquivalent eines flächendeckenden ACP-Angebots für Altenheimbewohner eingefordert hat. Die Konferenz bietet eine einmalige Chance, international renommierte Forscher auf dem Gebiet zu erleben und sich über Strategien zur Implementierung von ACP zu informieren.

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin lädt zum internen Mitgliedertag nach Mainz: Online-Anmeldung für den 18./19. September ab sofort möglich

Mit der heutigen Freischaltung der Online-Anmeldung lädt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ihre 5.000 Mitglieder erstmals zu einem Mitgliedertag der DGP am 18./19. September nach Mainz ein. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung der wissenschaftlichen Fachgesellschaft steht der Dialog mit den Mitgliedern. Interne Sitzungen der Arbeitsgruppen und Sektionen der vielfältig und breit aufgestellten multiprofessionellen Gesellschaft bilden am 18. September den Auftakt. Die öffentlichen Debatten zur Sterbehilfe und zum ärztlich assistierten Suizid wie auch zur bundesweiten Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung werden im Plenum am 19. September ebenso wie weitere interne Themen diskutiert.

Offen auch für Nicht-Mitglieder ist die Abendveranstaltung mit der "Urban Club Band" am 18. September in der Alten Lokhalle Mainz.

DGP: Palliative Pflege von schwerstkranken, unter Demenz leidenden oder sterbenden alten Menschen braucht Zeit und Personal

„Die Verantwortlichen auf allen Ebenen sind aufgefordert, durch eine angemessene Personalausstattung in Pflegeheimen, faire Vergütung und Bürokratieabbau für attraktivere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu sorgen.“ Diesen wichtigen Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe anlässlich 20 Jahren Pflegeversicherung unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ausdrücklich: Die genannten Forderungen sind sowohl für unser Gesundheitssystem und die Zukunft des Pflegeberufs wegweisend, vor allem aber auch für die Palliativpflege von höchster Bedeutung.

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der multiprofessionellen Fachgesellschaft mit rund 1.500 Mitgliedern allein aus der Pflege, betonte heute bei einer internationalen Fachtagung zur „Palliativversorgung von Menschen mit schwerster Demenz“ im Bundesfamilienministerium, dass insbesondere die Demenzerkrankung stärker als lebensverkürzende Erkrankung wahrgenommen werden müsse. Diese Sicht führe zu einem anderen und vorausschauenden Umgang mit einer unweigerlich eintretenden Verschlechterung sowie dem Sterben und dem Tod eines alten Menschen.

Die palliative Pflege von Menschen mit Demenz oder in hohem Alter ist geprägt von hohem Zeit- und Personalaufwand. „Eine Pflegekraft, die im Nachtdienst eines Altenpflegeheims allein für insgesamt 60 bis 80 pflegebedürftige Bewohner zuständig ist, kann sich beim besten Willen nicht mit der notwendigen Zuwendung um einen sterbenden Patienten kümmern.“ erklärte Katja Goudinoudis, Sprecherin der Sektion Pflege und Vorstandsmitglied in der DGP.

DGP: Initiative des Bundesgesundheitsministers bietet besondere Chance zur Etablierung eines Rechtsanspruchs auf Palliativversorgung

Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung sollten "Anspruch auf allgemeine oder spezialisierte Palliativversorgung im stationären wie im ambulanten Sektor" haben, "wann immer sie diese im Laufe ihrer Erkrankung benötigen.", betonte Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), in Berlin. Ein solcher Rechtsanspruch böte erhebliche Entlastung für sterbende Patienten und ihre Angehörigen. Noch gibt es viel zu tun:

  • In die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) wurden im Jahr 2013 nur 37.564 Patienten neu aufgenommen, dies entspricht weniger als 45 Prozent der jährlich ca. 89.000 Patienten in Deutschland, bei denen ein SAPV-Bedarf anzunehmen ist.

  • Mit rund 300 Palliativstationen und 200 stationären Hospizen, d.h. insgesamt fast 5.000 stationären Betten, ist Deutschland auf einem guten Weg in der stationären Versorgung; dies liegt aber noch deutlich unter dem geschätzten Bedarf von 7.000 bis 8.000 notwendigen Betten für das gesamte Bundesgebiet.
     
  • Nur 15 Prozent der bundesweit rund 2000 Krankenhäuser verfügen über Palliativstationen.Von den übrigen Krankenhäusern haben nur wenige einen multiprofessionellen Palliativdienst,
    wie er für jedes Krankenhaus mit mehr als 250 Betten vorgehalten werden sollte.

Pressemitteilung

DGP begrüßt Eckpunktepapier zur „Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland“ und schlägt Ergänzungen vor

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt ausdrücklich das Eckpunktepapier von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe et al. zur „Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland". Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen ist nach Ansicht der palliativmedizinischen Fachgesellschaft ein Auf- und Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland möglich. In Ergänzung zu diesem Eckpunktepapier schlägt die DGP weitere notwendige Maßnahmen in sechs übergeordneten Bereichen vor, in denen unterschiedliche Defizite und Blockaden derzeit noch eine angemessene Palliativversorgung verhindern.
Stellungnahme der DGP

Gemeinsamer Bundesausschuss berichtet über SAPV-Entwicklung in 2013

Der kürzlich veröffentlichte Bericht des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur SAPV dient dazu, dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) über die Leistungsentwicklung der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahre 2013 zu berichten. Der Bericht über die Umsetzung der SAPV-Richtlinie im Jahr 2013 ist hier nachzulesen: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-3863/Bericht-Evaluation-SAPV-2013.pdf

Internationale Fachtagung "Palliative Care und Demenz" am 28. Januar 2015

„In der Zunahme von Demenzerkrankungen liegt eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft, der sich auch die Hospiz- und Palliativversorgung dringend stellen muss", betonte Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, bei einem kürzlichen Demenzsymposium. Am 28. Januar 2015 widmet sich eine Fachtagung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin dem Thema „Palliative Care und Demenz - Bedürfnisgerechte Versorgung von Menschen mit schwerer Demenz in der stationären Altenhilfe". Ausgehend von Forschungsergebnissen einer durch das BMFSFJ geförderten Studie zu „Palliative Care und schwere Demenz" tauschen sich Experten aus Deutschland, Schweden, Polen, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz bezüglich der Bedürfnisse und der Versorgung von Menschen mit schwerer Demenz aus. Veranstalter ist das Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln.

Ab sofort sind Anmeldungen zu den 3. Wissenschaftlichen Arbeitstagen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin am 27./28. März 2015 möglich

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin lädt herzlich zu ihren 3. Wissenschaftlichen Arbeitstagen vom 27. bis zum 28. März 2015 nach Erlangen ein. Ab sofort ist die Online-Anmeldung möglich. Gemeinsam mit international ausgewiesenen Expertinnen und Experten wird ein besonderes Augenmerk auf die multiprofessionelle Herausforderung von Forschung in der Palliativversorgung gelegt. Ein besonderes Anliegen ist der Blick über die Grenzen, ebenso sollen mit dem facettenreichen Programm Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Ausland angesprochen werden.

DGP und DHPV veröffentlichen Handreichung zur Zusammenarbeit zwischen SAPV für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten (AKHD)

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) haben heute eine gemeinsame Handreichung zur Entwicklung einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen Spezialisierten Ambulanten Palliativ Teams (SAPV) für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene und Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten (AKHD) veröffentlicht: Handreichung.

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