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Anhörung zu Änderungen arzneimittelrechtlicher Vorschriften am 11.6.: DGP für begrenzte Überlassung von BTM in Notfallsituationen

Der Gesundheitsausschuss wird sich laut einer Pressemeldung des Deutschen Bundestages am Montag, 11.6.12, in einer öffentlichen Anhörung u.a. mit Änderungen arzneimittelrechtlicher Vorschriften befassen. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) setzt sich insbesondere für eine Verbesserung der Versorgung ambulanter Palliativpatienten mit Betäubungsmitteln ein: Auch Ärzte sollten nach Auffassung der DGP diese Arzneimittel in Notfallsituationen künftig in engen Grenzen schwerstkranken Patienten überlassen können. Dies hat die DGP in zahlreichen Gesprächen im Vorfeld der anstehenden Novelle des Arzneimittelgesetzes deutlich gemacht (s. auch Stellungnahme der DGP und des DHPV vom 16.2.2011).

Der 115. Deutsche Ärztetag ruft zur Beteiligung am Charta-Prozess auf

Der 115. Deutsche Ärztetag 2012 hat auf Antrag des Vorstands der Bundesärztekammer in  Nürnberg einstimmig folgende Entschließung gefasst  (Beschlussprotokoll S. 341): „Der Chartaprozess, der 2008 angestoßen und unter der Federführung der Bundesärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes erarbeitet und konsentiert wurde, ist abgeschlossen. Die Charta thematisiert die Rechte, Bedürfnisse und Wünsche von Schwerstkranken und Sterbenden und will Orientierung geben für eine Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung. Nun steht die Umsetzung der in der Charta formulierten Ziele im Mittelpunkt: die Verbesserung der juristischen, medizinischen und ethischen Rahmenbedingungen, der Ausbau der Aus-, Weiter- und Fortbildung im Bereich Palliativmedizin, die Förderung von Forschungsvorhaben sowie die Initiierung einer nationalen Strategie zur Betreuung Schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Der 115. Deutsche Ärztetag 2012 ruft alle Interessierten dazu auf, sich an diesem Prozess zu beteiligen und die Ziele der Charta durch ihre Unterschrift zu unterstützen." Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Projektdatenbank zur Versorgungsforschung Deutschland

„Versorgungsforschung Deutschland“ ist eine Initiative für mehr Transparenz, die das Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) in Köln gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) gestartet hat. Alle Akteure, die Verantwortung für die Gesundheits- und Krankenversorgung in Deutschland tragen, können von der öffentlich zugänglichen Projektdatenbank profitieren. Deshalb möchte die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin auch ihre Mitglieder bitten, eigene Versorgungsforschungsprojekte in die Datenbank einzutragen: www.versorgungsforschung-deutschland.de

DGP: Seelsorgerische Begleitung als integraler Bestandteil der palliativmedizinischen Komplexbehandlung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat am 9.5.2012 eine Stellungnahme zur Relevanz des seelsorgerischen Beitrags zur palliativmedizinischen Komplexbehandlung (OPS 8-982 und 8-98e) veröffentlicht. Darin heißt es: „Nach WHO-Definition ist die Beratung, Begleitung und Betreuung von Menschen hinsichtlich ihrer spirituellen Belastungen und Bedürfnisse integraler und unverzichtbarer Bestandteil eines qualifizierten palliativmedizinischen Behandlungsansatzes, der durch ein multiprofessionelles Team gewährleistet wird. Damit gehören Krankenhaus-Seelsorgerinnen und Seelsorger folgerichtig zum palliativmedizinischen Behandlungsteam." Entsprechend gehöre - nach fachlicher Einschätzung der DGP - die spirituelle Begleitung von Palliativpatienten als integraler Bestandteil zu der in der OPS 8-982 geforderten „aktiven, ganzheitlichen Behandlung zur Symptomkontrolle und psychosozialen Stabilisierung".

DGP ruft zur Teilnahme an EAPC-Erhebung zu Forschungsprioritäten im Themenfeld "Spirituelle Begleitung" auf

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ruft zur Teilnahme an einer derzeit laufenden EAPC-Befragung zu Forschungsprioritäten im Themenfeld „Spirituelle Begleitung" auf: Im Zentrum dieser Erhebung steht, die spirituellen Bedürfnisse von Patienten, ihren Familien und ihren Behandlern, Begleitern und Betreuern in den unterschiedlichsten Umgebungen, Kulturkreisen und Ländern zu identifizieren. Die Task Force der European Association for Palliative Care (EAPC) hat eine Übersicht von möglichen Forschungsfeldern entwickelt, die im Rahmen einer nur wenige Minuten beanspruchenden Online-Befragung in eine Rangreihe zu bringen wären. Die DGP als wissenschaftliche Fachgesellschaft möchte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit angemessener und patientenbezogener Forschung unterstreichen mit dem Ziel, die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen zu verbessern. Die spirituelle Begleitung spielt eine wesentliche Rolle in der Palliativversorgung, wie auch eine aktuelle Stellungnahme der DGP zeigt.

DGP und Deutsche Schmerzgesellschaft begrüßen Beschluss des Bundesrats zur Aufnahme eines eigenen Querschnittsbereichs 14 Schmerzmedizin zusätzlich zum QB 13 Palliativmedizin

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und die Deutsche Schmerzgesellschaft begrüßen den Beschluss des Bundesrates vom 11.5.2012 (s. S. 8ff) zur Ersten Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte. Der Bundesrat spricht sich in Ergänzung zum bereits etablierten Querschnittsbereich 13 Palliativmedizin für die Aufnahme eines eigenen QB 14 Schmerzmedizin aus. In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigen sich die beiden wissenschaftlichen Fachgesellschaften erfreut darüber, dass die eigenständige Bedeutung der Schmerzmedizin in Abgrenzung zur palliativmedizinischen Versorgung von schwerkranken Patienten am Ende ihres Lebens gestärkt werden konnte.

Gesundheits- und Kulturausschuss empfehlen Bundesrat "Aufnahme der Schmerzmedizin als eigenen Querschnittsbereich" in die ÄApprO

Der Gesundheitsausschuss und der Ausschuss für Kulturfragen empfehlen dem Bundesrat für seine Sitzung am 11. Mai, der Ersten Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte nach Maßgabe von Änderungen zuzustimmen. Heute wurden die entsprechenden Erläuterungen zu Tagesordnungspunkt 61 veröffentlicht.  Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt insbesondere die Empfehlung zur „Aufnahme der Schmerzmedizin als eigenen Querschnittsbereich unter anderem auch in Abgrenzung zur Palliativmedizin“: Zu dem bereits seit 2009 etablierten "QB 13 Palliativmedizin" soll ein eigenständiger "QB 14 Schmerzmedizin" eingeführt werden (s. Drucksache 238/12, Begründung S. 10). Die DGP hatte sich bereits im Januar in persönlichen Anschreiben an die Mitglieder des federführenden Gesundheitsausschusses des Bundesrates ausdrücklich dafür ausgesprochen, zusätzlich zum QB 13 „Palliativmedizin" die Schmerzmedizin als neuen QB 14 in die ÄApprO aufzunehmen: DGP-Stellungnahme.

DGP freut sich mit DHPV und BÄK auf zahlreiche Charta-Projekte

Zwischen Januar 2012 und Dezember 2013 sollen die in der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" formulierten Ziele in größeren und kleineren Projekten umgesetzt werden - z.B. am Charta-Tag der Stadt Aachen am 22. Juni 2012: Im Rahmen des 90. Aachener Hospizgespräches wird die Kommune in Anwesenheit von Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im nordrheinwestfälischen Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, und Helmut Etschenberg, StädteRegionsrat, der Charta beitreten. Die Charta-Geschäftsstelle freut sich im Namen der drei Trägerorganisationen Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Deutscher Hospiz- und Palliativverband und Bundesärztekammer auf ähnliche Rückmeldungen zur Planung und Durchführung von Projekten, in welchen einzelne Leitsätze der Charta von Bedeutung sind. Die Charta-Projekte können bei einem Auftakttermin des Runden Tisches am 13. Juni 2012 in Berlin skizziert und im Rahmen eines für Oktober 2013 geplanten „Tages für schwerstkranke und sterbende Menschen" in ihrem Verlauf vorgestellt werden. Unterstützt wird diese Phase zur Realisierung der Charta durch die Robert Bosch Stiftung und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

DGP Bayern beobachtet Pflegesatzverhandlungen mit Sorge

Die Landesvertretung Bayern der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und die Arbeitsgruppe Stationäre Versorgung der DGP empfehlen in einer aktuellen Stellungnahme, die Palliativstationen in Bayern nicht vorzeitig aus dem Status „Besondere Einrichtung" herauszunehmen. Zunächst sei eine angemessene palliativmedizinische DRG (Diagnosis Related Group, Diagnosebezogene Fallgruppe) zu kalkulieren und mit einem Entgelt zu hinterlegen. Dies erfordere als ersten Schritt, den derzeitigen - auch von der DGP begleiteten - Klärungsprozess rund um die OPS-Abbildung der stationären Palliativversorgung abzuwarten.

Antragsfrist für DGP-Förderpreise abgelaufen

Ende März ist die Antragsfrist für zwei Förderpreise der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), jeweils mit 10 000 € dotiert, abgelaufen. Die beiden Förderpreise werden beim 9. DGP-Kongress "Perspektiven in Mitte" im September verliehen. Zur Förderung der klinischen Wissenschaft wird seit 1999 alljährlich der „Förderpreis für Palliativmedizin“ ausgeschrieben, Stifter des Preises ist die Firma Mundipharma GmbH. Zur Anerkennung des besonderen Engagements bzw. zur Förderung von Initiativen und Projekten im Rahmen der ambulanten Palliativversorgung wird außerdem seit 2008 der „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen, Stifter des Preises ist die Firma Grünenthal GmbH. Näheres unter: Förderpreise DGP.

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