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Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
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Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.
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DGP AKTUELL

170626 palliativ logo version A in PetrolIm Sinne der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen kommt auch der Zertifizierung der in der Palliativversorgung tätigen Einrichtungen zukünftig eine erhebliche Bedeutung zu. Aus diesen Gründen ist es unumgänglich, dass die DGP als maßgebliche Fachgesellschaft ein eigenes Zertifizierungsverfahren etabliert: Zertifizierungen und die damit verbundene Überprüfung von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität sind unstrittige und positive Errungenschaften im Gesundheitswesen. Die DGP-Zertifizierung erfüllt alle Anforderungen an ein Zertifizierungsverfahren, z.B. die strikte Trennung der normgebenden Institution (die DGP als Fachgesellschaft) von der diese Norm überprüfenden Institution (ClarCert als Zertifizierungsgesellschaft).

Die DGP-Zertifizierung bietet Palliativstationen den Nachweis, dass sie in der Lage sind, die Versorgung ihrer Patienten nach spezifizierten und normierten Vorgaben zu erbringen. Diese Vorgaben berücksichtigen unter anderem die Anforderungen der S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ und sind eng mit den Zertifizierungskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für die Palliativversorgung in onkologischen Zentren abgestimmt. Die Mehrzahl der Palliativstationen ist aber nicht an ein onkologisches Zentrum angeschlossen und es finden zunehmend auch Patienten mit anderen als onkologischen Erkrankungen Zugang zur Palliativversorgung.

bodo wartke 11bodo wartke 9Es war ein großartiger Konzertabend in den Gärten der Bestattung in Bergisch Gladbach, zu dem David Roth und Hanna Thiele-Roth am 10. Juli mehr als 1.800 Besucher trotz ungemütlichster Wettervorhersagen begrüßen konnten.

bodo wartke1Klavierkabarettist Bodo Wartke schaffte es nicht nur, mit seinem Programm „Klaviersdelikte“ den Regen (und eine Wespe!) davon zu singen, sondern vor allem Kontakt zu seinem Publikum in der 360 Grad-Umschau rund um die Bühne mitten im Wald aufzunehmen. Mit seinen Gästen musizierte er sich durch einen facettenreichen Kanon an Gefühlen und Problemen („die ich früher noch nicht hatte“), der viele heitere, berührende, leise und lebensfrohe Momente bereithielt.

Zur derzeitigen Diskussion zum Einsatz von Methadon in der Krebstherapie betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme: Da es bislang keine Belege dafür gäbe, dass Methadon beim Menschen eine Hemmung des Gewebewachstums bewirkt, „(…) raten wir von der Verwendung von D,L-Methadon zur Tumortherapie ab.“. Dominik Bauer, Sprecher der Sektion Pharmazie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, erläutert: „Man muss sehr klar trennen zwischen dem Einsatz von Methadon zur Schmerztherapie und zur Tumortherapie: Methadon hat eine unbestrittene Wirkung auf Schmerzen, wie sie auch im Rahmen von Tumorerkrankungen vorkommen können, wohingegen es bisher keinen ausreichenden Nachweis für eine wachstumshemmende Wirkung auf das Tumorgewebe beim Menschen direkt gibt.“

Gleichzeitig äußert der Präsident der DGP, Prof. Dr. Lukas Radbruch, größtes Verständnis für die Hoffnungen von Krebspatienten, die mit vermeintlich neuen Medikamenten verbunden sind. Es sei dringend notwendig, schwerstkranke Menschen mit ihrer Verzweiflung sowie ihren Ängsten, Nöten und Überlegungen z.B. an therapeutischen Weggabelungen nicht allein zu lassen, sondern ihnen Informationen und Raum für ihre Entscheidungsfindung zu geben und ihnen ein klares Angebot zur Begleitung auf diesem Weg zu machen. „Gerade deshalb fühlen wir uns zu einer pharmakologischen Bewertung aufgerufen: Trotz der massiven Berichterstattung über eine Antitumorwirkung von D,L-Methadon konnte dieser Effekt bei Menschen bisher noch nicht durch entsprechend notwendige klinische Studien nachgewiesen werden.“

Die ergänzende Versorgung von schwerkranken Patienten auf sämtlichen Stationen eines Krankenhauses mit Hilfe von multiprofessionellen mobilen Palliativdiensten erfordert dringend, die positiven Ergebnisse wie auch die Vorbehalte aus laufenden Verhandlungen zur Finanzierung dieses seit 2017 möglichen Angebots zu bündeln und systematisch auszuwerten. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hatte bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt in einem Glossar die inhaltlichen Qualitätsansprüche an mobile Palliativdienste beschrieben. DGP-Vizepräsident Dr. Bernd-Oliver Maier betont: „Die DGP stellt Krankenhäusern ebenso wie Krankenkassen ihre Expertise gern zur Verfügung, um mit Blick auf die konkrete Struktur und Größe der jeweiligen Klinik Hinweise zu geben, welche ergänzende Palliativversorgung für Patienten benötigt wird.“ Auf der DGP-Webseite sind eine Reihe von aktuellen Informationen zusammengestellt.