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Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.
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Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) steht als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung: 5.500 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gemeinsames Ziel ist es, bei schwerer Erkrankung für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen - in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen.
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DGP AKTUELL

Zur derzeitigen Diskussion zum Einsatz von Methadon in der Krebstherapie betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme: Da es bislang keine Belege dafür gäbe, dass Methadon beim Menschen eine Hemmung des Gewebewachstums bewirkt, „(…) raten wir von der Verwendung von D,L-Methadon zur Tumortherapie ab.“. Dominik Bauer, Sprecher der Sektion Pharmazie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, erläutert: „Man muss sehr klar trennen zwischen dem Einsatz von Methadon zur Schmerztherapie und zur Tumortherapie: Methadon hat eine unbestrittene Wirkung auf Schmerzen, wie sie auch im Rahmen von Tumorerkrankungen vorkommen können, wohingegen es bisher keinen ausreichenden Nachweis für eine wachstumshemmende Wirkung auf das Tumorgewebe beim Menschen direkt gibt.“

Gleichzeitig äußert der Präsident der DGP, Prof. Dr. Lukas Radbruch, größtes Verständnis für die Hoffnungen von Krebspatienten, die mit vermeintlich neuen Medikamenten verbunden sind. Es sei dringend notwendig, schwerstkranke Menschen mit ihrer Verzweiflung sowie ihren Ängsten, Nöten und Überlegungen z.B. an therapeutischen Weggabelungen nicht allein zu lassen, sondern ihnen Informationen und Raum für ihre Entscheidungsfindung zu geben und ihnen ein klares Angebot zur Begleitung auf diesem Weg zu machen. „Gerade deshalb fühlen wir uns zu einer pharmakologischen Bewertung aufgerufen: Trotz der massiven Berichterstattung über eine Antitumorwirkung von D,L-Methadon konnte dieser Effekt bei Menschen bisher noch nicht durch entsprechend notwendige klinische Studien nachgewiesen werden.“

Die ergänzende Versorgung von schwerkranken Patienten auf sämtlichen Stationen eines Krankenhauses mit Hilfe von multiprofessionellen mobilen Palliativdiensten erfordert dringend, die positiven Ergebnisse wie auch die Vorbehalte aus laufenden Verhandlungen zur Finanzierung dieses seit 2017 möglichen Angebots zu bündeln und systematisch auszuwerten. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hatte bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt in einem Glossar die inhaltlichen Qualitätsansprüche an mobile Palliativdienste beschrieben. DGP-Vizepräsident Dr. Bernd-Oliver Maier betont: „Die DGP stellt Krankenhäusern ebenso wie Krankenkassen ihre Expertise gern zur Verfügung, um mit Blick auf die konkrete Struktur und Größe der jeweiligen Klinik Hinweise zu geben, welche ergänzende Palliativversorgung für Patienten benötigt wird.“ Auf der DGP-Webseite sind eine Reihe von aktuellen Informationen zusammengestellt.

Die schwerstkranken Patienten auf der Station Lichtblicke im Kinderpalliativzentrum sollen am Stationsleben teilhaben können – auch wenn sie Träger eines multiresistenten Erregers, eines sogenannten Krankenhauskeims, sind. Wie das gehen kann, legt das im Kinderpalliativzentrum Datteln entwickelte Hygienekonzept PALLINI fest. In einer wissenschaftlichen Arbeit hat die Pflegewissenschaftlerin Dr. Pia Schmidt das innovative Konzept beschrieben und vorläufig evaluiert. Für ihre Studie wurde die junge Wissenschaftlerin Anfang Mai vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit 2017 (2. Preis) ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin gratuliert zu der Auszeichnung und nimmt diese zum Anlass, auf ihre kürzlich gemeinsam mit der Projektgruppe M-Endol herausgegebene Handlungsempfehlung „Zum Umgang mit multiresistenten Erregern (MRE) in der Versorgung von Patienten am Lebensende im Krankenhaus“ hinzuweisen.

BROSCHÜRE "Zum Umgang mit multiresistenten Erregern (MRE) in der Versorgung von Patienten am Lebensende im Krankenhaus"

bodo wartkeDie Sommerkonzerte in den Gärten der Bestattung in Bergisch-Gladbach haben eine besondere Tradition - Bestatter und Trauerbegleiter David Roth möchte mit heiteren Musikabenden unter freiem Himmel „vor allem trauernde Menschen in angenehmer Atmosphäre wieder zur Freude am Leben anregen.“ So hat er auch in diesem Jahr einen wunderbaren Gast, den Klavierkabarettisten Bodo Wartke, dessen Programm „Klaviersdelikte“ am 10. Juli einen unvergesslichen musikalischen Sommerabend verspricht. Roth betont: „Es ist jeder eingeladen, der das Leben als ein Geschenk empfindet.“ Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird bis 3. Juli gebeten.  

Die Scheu vor dem ungewöhnlichen Veranstaltungsort, den Gärten der Bestattung, verfliegt nach Roths Erfahrungen gerade bei den Sommerkonzerten ausgesprochen schnell, worüber er sich ganz in der Nachfolge seines Vaters Fritz Roth besonders freut: „Streicheleinheiten für die Seele“ brauche schließlich jeder Mensch.

Auch in diesem Jahr wird wieder für einen gemeinnützigen Zweck gesammelt: Der Erlös geht an die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Dafür möchten wir uns schon jetzt sehr herzlich bei Familie Roth bedanken! Jede Spende trägt dazu bei, dass sich die Mitglieder der DGP in einer Vielzahl von Projekten ehrenamtlich dafür einsetzen können, schwerstkranken und sterbenden Menschen eine weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu ermöglichen – in welchem Umfeld auch immer sie dies wünschen.