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Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert bei ihrem 10. Kongress Palliativbeauftragte für jedes Krankenhaus und jede Pflegeeinrichtung

„Patientenorientierung" wird zum Prüfstein unseres Gesundheitssystems: Der Zugang zur Palliativversorgung muss Menschen jeden Lebensalters offenstehen, Tumorerkrankten ebenso wie Patienten mit anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen

Beim gemeinsamen 10. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und 13. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) vom 24. - 27. Juni in Düsseldorf wurde deutlich: Immer noch erhalten fast ausschließlich Patienten mit weit fortgeschrittener Krebserkrankung eine Palliativversorgung. Patienten mit chronischen Herz-, Lungen-, Nieren- oder neurologischen Erkrankungen wie z.B. auch der Demenz bedürfen aber ebenso einer guten palliativmedizinischen Betreuung.

„An der Schwelle zur Regelversorgung muss der Zugang zur palliativmedizinischen Versorgung grundsätzlich allen Patienten mit lebensbedrohlichen tumor- und nichttumorbedingten Erkrankungen offen stehen", so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Prof. Dr. Friedemann Nauck. Dies erfordere die „Etablierung eines verantwortlichen Palliativbeauftragten in jedem Krankenhaus und in jeder Pflegeeinrichtung sowie den Aufbau von multiprofessionell arbeitenden Palliativdiensten in Krankenhäusern". Außerdem sei dringend die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) flächendeckend in Pflegeeinrichtungen zu etablieren, um alte, hochbetagte und/oder demenzerkrankte Menschen am Ende ihres Lebens ihren Bedürfnissen entsprechend behandeln und begleiten zu können.

Ausführliche Pressemitteilung

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