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DGP verleiht Förderpreis für Palliativmedizin an drei wissenschaftliche Arbeitsgruppen


Preisverleihung Mundipharmav.l.n.r.:
vordere Reihe: Dr. Andrea Schmitz, Dr. Christian Schulz, Alexandra Scherg, Dr. Eva Katharina Schildmann.
hintere Reihe: Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Vizepräsident der DGP, Prof. Dr. Nils Schneider, Jurypräsident, Prof. Dr. Friedemann Nauck, Dr. Birgit Jaspers, Eva Rudolf, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP, Ursula Wenzel-Meyburg, Dr. Ingrid Spohr, Leiterin des Bereichs Medizin der Mundipharma GmbH. Foto: dlu

Mainz, 21.9.2015. Der Förderpreis für Palliativmedizin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) wurde am 19. September im Rahmen des Mitgliedertages der DGP in Mainz an drei Autorengruppen verliehen, die sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin verdient gemacht haben. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 1999 von der Firma Mundipharma gestiftet. Die multidisziplinäre Jury unter Leitung von Prof. Dr. Nils Schneider entschied sich entlang inhaltlicher, wissenschaftlicher und formaler Kriterien für die Vergabe eines ersten Preises und zweier gleichgewichtiger zweiter Preise an folgende Arbeitsgruppen:

1. Platz:
„Inwieweit lassen sich Wünsche des Verfassers seiner Patientenverfügung entnehmen? - Eine qualitative Analyse" /Preisträger: Prof. Dr. med. Friedemann Nauck, Dr. rer. medic. Birgit Jaspers , Matthias Becker, M.A. , Claudius King, M.A. , Prof. Dr. med. Lukas Radbruch, Prof. Dr. med. Raymond Voltz. Untersucht wurde, inwiefern Patientenverfügungen die tatsächlichen Präferenzen ihrer Unterzeichner abbilden. Eine wesentliche Schlussfolgerung der Studie ist: Ärztliche Beratung beim Erstellen der Patientenverfügung kann erheblich dazu beitragen, Nichtübereinstimmungen und mangelnder Aussagekraft vorzubeugen. Die Jury betonte die hervorragende wissenschaftliche Qualität und die hohe Bedeutung der Studie für die Praxis.

2. Platz:
„Medication and Monitoring in Palliative Sedation Therapy: A Systematic Review And Quality Assessment of Published Guidelines" / Preisträger: Dr. med. Eva Katharina Schildmann MSc , PD Dr. med. Jan Schildmann MA, Dr. med. Isabel Kiesewetter MSc. Ausgezeichnet wurde diese systematische Übersichtsarbeit und vergleichende Analyse von neun publizierten Leitlinien (LL) zur palliativen Sedierungstherapie, da sie einen methodisch äußerst fundierten Überblick zu einem aktuellen Thema mit hoher therapeutischer Relevanz gibt.

2. Platz:
„Etablierung universitärer Lehre in der Palliativmedizin – ein vierjähriges, evidenzbasiertes Projekt zur Förderung akademischer Lehre in der Palliativmedizin" / Preisträger: Dr. med. Christian Schulz MsC, Ursula Wenzel-Meyburg M.A., Alexandra Scherg, Eva Rudolf, Dr. med. Andrea Schmitz, Arbeitsgruppe „Implementierung Curriculum Palliativmedizin an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität". Dieses Forschungsprojekt wurde aufgrund seiner hohen Relevanz für die Weiterentwicklung der universitären Lehre in der Palliativmedizin ausgezeichnet.

Die beiden zweiten Preise übergab Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP), im Rahmen des Mitgliedertages der Deutschen Gesellschaft für Palliativ-medizin am 19. September in Mainz. Dies nahm er zum Anlass, sich herzlich bei Frau Dr. Ingrid Spohr, Leiterin des Bereichs Medizin der Mundipharma GmbH, zu bedanken; die Stifter der Mundipharma GmbH machen sich seit vielen Jahren stark für die Förderung der klinischen Wissenschaft in der Palliativmedizin und haben im Rahmen dieses Engagements bereits mehr als 25 preiswürdige Arbeiten auf dem Forschungsgebiet der Palliativmedizin ausgezeichnet .

Den ersten Preis überreichte Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Vizepräsident der DGP, an die Gruppe der Preisträger incl. des Präsidenten der DGP für eine „herausragende wissenschaftliche Arbeit zu einem klinisch bedeutsamen Thema", da der Patientenverfügung eine wesentliche Bedeutung für das therapeutische Handeln zukäme.

Zur Förderung der klinischen Wissenschaft verleiht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. seit 1999 auf ihren Jahrestagungen den „Förderpreis für Palliativmedizin". Die Auswahl der Preisträger wird von einem Fachgremium vorgenommen. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben. Auszüge aus den prämierten Arbeiten werden in der Zeitschrift für Palliativmedizin veröffentlicht.

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