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Aktuelles zum Liverpool Care Pathway for the dying patient (LCP)

Gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für den Liverpool Care Pathway for the dying patient in Deutschland möchte die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) über folgenden Sachstand zum Thema Liverpool Care Pathway (LCP) informieren: In den ersten beiden Wochen des Juli haben sowohl die Koordinierungsstelle für den LCP als auch die DGP Anfragen sowie wichtige Informationen erreicht, zuletzt aus dem Marie Curie Palliative Care Institute Liverpool (MCPCIL). Am 15.7.2013 wurde der Bericht der unabhängigen Kommission zum LCP veröffentlicht. Dieser Bericht wurde nach den kontroversen Diskussionen in den letzten Monaten um den LCP in den englischen Medien vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben. Ziel war es, die Wirksamkeit des LCP in seiner jetzigen Form zu überprüfen. Detaillierte Informationen dazu und den Bericht finden Sie unter:
www.liv.ac.uk/media/livacuk/mcpcil/documents/Statement,-,LCP,review,15,July,2013.pdf
www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/212450/Liverpool_Care_Pathway.pdf

Eine wichtige Empfehlung des Berichts ist aus Sicht der LCP-Koordinierungsstelle, den LCP in den nächsten 6 bis 12 Monaten durch einen „end of life care plan" zu ersetzen, ergänzt durch praxisorientierte Leitlinien. Dabei sollen die Grundprinzipien des LCP erhalten werden und die vielen guten Erfahrungen, die mit der Anwendung des LCP gemacht wurden, in die weitere Entwicklung einfließen. Das zentrale Anliegen der Kommission beschreibt der Titel des Berichts: „MORE CARE, LESS PATHWAY". Es wird deutlich, dass es bei der Weiterentwicklung des LCP nun nicht mehr um die feste Form eines Behandlungspfades gehen soll, sondern dass die wesentlichen Inhalte und das Gesamtkonzept des LCP weiterentwickelt werden.

Wesentlich sind daher aus Sicht der Koordinierungsstelle für den LCP drei Punkte:
1. Der LCP kann und sollte zunächst in Deutschland wie bisher weiter verwendet werden. Alle laufenden Implementierungsprojekte können weiter gehen. Das bisherige Registrierungsverfahren bleibt unverändert.
2. In der weiteren Entwicklung werden die wesentlichen Inhalte des LCP - wie die Kommunikation über das Sterben und die Gestaltung des Behandlungsplans - sowie ein umfassendes Schulungsprogramm weiter im Mittelpunkt stehen. Die Form des Pathway wird dabei in den Hintergrund treten.
3. Für die bisherige Entwicklung von Betreuungskonzepten in der Sterbephase hat der LCP international wichtige und unersetzliche Impulse gegeben. Deshalb werden die Grundprinzipien des LCP auch in der weiteren Entwicklung hin zu einem „end-of-life-care-plan" erhalten bleiben.

Die Koordinierungsstelle für den LCP in Deutschland unterstützt diese Entwicklung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ausdrücklich und sieht in ihr auch die Möglichkeit, Erfahrungen bei der Anwendung des LCP in Deutschland nun noch intensiver in die internationale Weiterentwicklung einzubringen. Bei dem bereits geplanten Meeting der internationalen Gruppe des LCP am 27. November 2013 werden selbstverständlich die Erfahrungen und Erwartungen aus Deutschland eingebracht werden. Rückmeldungen werden gern von der Koordinierungsstelle in Köln entgegengenommen, Kontaktdaten und weitere Informationen: http://palliativzentrum.uk-koeln.de/zentrum-palliativmedizin/liverpool-care-pathway-lcp-1/aktuelles-zum-lcp

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