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DGP: Initiative des Bundesgesundheitsministers bietet besondere Chance zur Etablierung eines Rechtsanspruchs auf Palliativversorgung

Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung sollten "Anspruch auf allgemeine oder spezialisierte Palliativversorgung im stationären wie im ambulanten Sektor" haben, "wann immer sie diese im Laufe ihrer Erkrankung benötigen.", betonte Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), in Berlin. Ein solcher Rechtsanspruch böte erhebliche Entlastung für sterbende Patienten und ihre Angehörigen. Noch gibt es viel zu tun:

  • In die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) wurden im Jahr 2013 nur 37.564 Patienten neu aufgenommen, dies entspricht weniger als 45 Prozent der jährlich ca. 89.000 Patienten in Deutschland, bei denen ein SAPV-Bedarf anzunehmen ist.

  • Mit rund 300 Palliativstationen und 200 stationären Hospizen, d.h. insgesamt fast 5.000 stationären Betten, ist Deutschland auf einem guten Weg in der stationären Versorgung; dies liegt aber noch deutlich unter dem geschätzten Bedarf von 7.000 bis 8.000 notwendigen Betten für das gesamte Bundesgebiet.
     
  • Nur 15 Prozent der bundesweit rund 2000 Krankenhäuser verfügen über Palliativstationen.Von den übrigen Krankenhäusern haben nur wenige einen multiprofessionellen Palliativdienst,
    wie er für jedes Krankenhaus mit mehr als 250 Betten vorgehalten werden sollte.

Pressemitteilung

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