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DGP verlängert Einreichfrist: Arbeiten für Förderpreis für Palliativmedizin bitte bis 30. April einsenden

Zur Förderung der klinischen Wissenschaft verleiht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin seit 1999 jedes Jahr den "Förderpreis für Palliativmedizin". Stifter des Preises war 20 Jahre lang die Firma Mundipharma GmbH, die sich ab 2019 aus dieser Förderung zurückziehen musste. Die DGP bedankt sich besonders herzlich bei Frau Dr. Ingrid Spohr, Leiterin Medizin, welche diesen Preis kontinuierlich mit viel Engagement unterstützt und begleitet hat.

In Anbetracht der wissenschaftlichen Bedeutung dieses Preises hat sich der Vorstand der DGP entschlossen, den Preis nicht nur weiter auszuschreiben, sondern das Preisgeld für 2019 – in Höhe von insgesamt 6.000 Euro – selbst zu stiften. Der Förderpreis für Palliativmedizin wird vergeben an Personen und Institutionen, die sich durch ihre Tätigkeit um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin verdient gemacht haben. Anträge für den Preis können bis zum 30. April 2019 beim Präsidenten der DGP eingereicht werden.

FÖRDERPREIS FÜR PALLIATIVMEDIZIN

DGP plädiert für Erleichterungen in der Verordnung von medizinischem Cannabis für schwerstkranke Menschen – Forschung muss ausgebaut werden

Berlin, 20.03.2019. Der Zugang zu medizinischem Cannabis sollte schwerstkranken Menschen nicht unnötig erschwert werden, deshalb sei der im Sozialgesetzbuch im März 2017 festgeschriebene Genehmigungsvorbehalt der Krankenkassen abzuschaffen. Dies wird im Rahmen der heutigen öffentlichen Anhörung zu medizinischem Cannabis im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages gefordert. Den Zugang zu Cannabis und Cannabinoiden für Patienten in der Palliativversorgung unterstützt auch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). „Cannabis hilft aber nur einigen wenigen Patienten und ist kein genereller Ersatz für andere Medikamente wie zum Beispiel Opioide.“, so Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP.

Mit dem Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften wurde im März 2017 die gesetzliche Grundlage für die Verordnung von Cannabis als Medizin geschaffen. Schwerstkranke Patientinnen und Patienten – Radbruch nennt z.B. Patientinnen mit spastischen Schmerzen bei Multipler Sklerose oder Patienten mit Übelkeit unter einer Chemotherapie – haben nach ärztlicher Indikationsstellung die Möglichkeit, Cannabis zu therapeutischen Zwecken in standardisierter Qualität zu erhalten.

DGP PRESSEMITTEILUNG

Für gesetzlich Versicherte wurde die Erstattungsfähigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen. In § 31 Absatz 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) ist für die erste Verordnung von medizinischem Cannabis, die ein Patient oder eine Patientin durch eine Ärztin oder einen Arzt erhält, eine Genehmigung der Krankenkassen vorgesehen.

Diesen Genehmigungsvorbehalt aus dem SGB V zu streichen, ist das Anliegen der Anträge der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, in letzterem heißt es: Der Genehmigungsvorbehalt „kann dazu führen, dass die Linderung der Beschwerden von Patientinnen und Patienten hinausgezögert oder gänzlich verhindert wird. Patientinnen und Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben Anspruch auf die Versorgung mit Cannabis, wenn eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht oder eine solche Leistung nach Einschätzung der Ärztin oder des Arztes unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und des Krankheitszustands nicht zur Anwendung kommen kann.“

Die DGP weist darauf hin, dass Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Cannabis insbesondere im Vergleich zu anderen Behandlungsverfahren fehlen und deshalb dringend Geld für mehr Forschung benötigt wird, um den Stellenwert von Cannabis in der Behandlung von Schwerstkranken bewerten und sicherstellen zu können, damit Cannabis bei den Patientinnen eingesetzt wird, denen es wirklich hilft.

Die Genehmigungspflicht bezieht sich aber nur auf die Übernahme der Behandlungskosten durch die Krankenkasse. Die Erteilung der Genehmigung wiederum schützt den Arzt/die Ärztin vor nachträglichen Überprüfungen, wie sie sonst von den Krankenkassen für andere Behandlungen immer wieder durchgeführt werden, und kann durch die Zusicherung der Kostenübernahme deshalb sogar einen Vorteil für den Arzt oder die Ärztin bieten.

Weiter betonen die Antragsteller: „Ärztinnen und Ärzten wird die Therapie ihrer Patientinnen und Patienten erheblich erschwert. Die Möglichkeit, eine passgenaue Medikation durch das Ausprobieren verschiedener Cannabissorten in niedriger Dosierung zu finden, wird quasi verhindert, da nach Auskunft von Betroffenen für jede neue Erstverordnung ein weiteres Genehmigungsverfahren durchlaufen werden muss. Dabei entsteht für Patientinnen und Patienten eine wochenlange Unsicherheit, oft verbunden mit einer unzumutbaren Verlängerung der zu behandelnden Symptome.“

Auch nach Einschätzung der DGP ist eine solche erneute Genehmigung bei einem Wechsel des Präparats abzulehnen. Die DGP begrüßt deshalb, dass mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV), das in diesem Jahr in Kraft treten soll, diese Neubeantragung abgeschafft werden soll.

ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG AUSSCHUSS FÜR GESUNDHEIT 20.3.19

Bundesverfassungsgericht verhandelt Mitte April zu Verfassungsbeschwerden - Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin nimmt Stellung zu §217 StGB

Im Vorfeld der mündlichen Verhandlung des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts in Sachen „§217 StGB (geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung)“ am 16. und 17. April hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin heute eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin betont die wissenschaftliche Fachgesellschaft mit annähernd 6.000 Mitgliedern: „Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sieht durch die Einführung des § 217 StGB im Dezember 2015 keine negativen Auswirkungen auf die Palliativversorgung oder den Behandlungsalltag in der Versorgung schwerkranker Patienten.“

Die DGP begründet dies damit:

  • Die gesetzliche Regelung richtet sich nach Auffassung der DGP nicht gegen die in der palliativmedizinischen und hospizlichen Versorgung beschäftigten Menschen und ihre Tätigkeit.
  • Daher erfordert die neue Regelung nicht, dass besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen.
  • Sie erzwingt auch keine Einschränkung als "gute klinische Praxis" anerkannter Vorgehensweisen.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) verhandelt laut Pressemitteilung  am 16./17. April 2019 zu sechs Verfassungsbeschwerden, „die sich unmittelbar gegen §217 des Strafgesetzbuches richten, der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Beschwerdeführer sind unter anderem Vereine mit Sitz in Deutschland und in der Schweiz, die Suizidhilfe anbieten, schwer erkrankte Personen, die ihr Leben mit Hilfe eines solchen Vereins beenden möchten, sowie in der ambulanten oder stationären Patientenversorgung tätige Ärzte.“

STELLUNGNAHME DER DGP ZU §217 STGB

DGP betont zur Pflegeausbildung: Pflegefachkräfte benötigen grundlegende Kompetenzen für die allgemeine Palliativversorgung

Das Pflegeberufegesetz als Teil des Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe wird ergänzt durch die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe und tritt in weiten Teilen am 1.1.2020 in Kraft. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat heute eine Stellungnahme zur generalistischen Pflegeausbildung auf der Grundlage der genannten Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe veröffentlicht. Diese Empfehlungen haben die Sektion Pflege und die AG Bildung der DGP in Kooperation erarbeitet.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin empfiehlt, die Rahmencurricula so zu konzipieren, dass die angehenden Pflegefachfrauen und -männer die grundlegenden Kompetenzen erwerben, die sie für die allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus, der stationären Altenhilfe, der Wiedereingliederungshilfe und der ambulanten Versorgung benötigen. Die empfohlenen Umsetzungsschritte sind der Stellungnahme zu entnehmen.

DGP STELLUNGNAHME PFLEGEAUSBILDUNG

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnt eindringlich vor Abgabe von Betäubungsmitteln zum Suizid

Statt behördlicher Suizidassistenz: Unheilbar erkrankten Menschen in extremer Notlage sofortigen Zugang zu weitgefächerter Palliativversorgung ermöglichen

DGP-Präsident Radbruch: Dem Sterbewunsch belastbare Gesprächsangebote entgegensetzen – Patienten haben Recht auf Verzicht oder Abbruch lebensverlängernder Therapie – Auch Freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken kann ärztlich begleitet werden – Linderung schwerst erträglicher Symptome nötigenfalls mittels palliativer Sedierung

Berlin, 20.02.2019. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) spricht sich anlässlich der heutigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages zum FDP-Antrag „Rechtssicherheit für schwer und unheilbar Erkrankte in einer extremen Notlage schaffen“ eindeutig und unmissverständlich gegen eine Bereitstellung von Betäubungsmitteln zum Zwecke des Suizids aus.

DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch betont: „Auch in verzweifelten Notlagen kann mit den Mitteln der Palliativversorgung – von kontinuierlichen Gesprächsangeboten bis zur palliativen Sedierung – das Leiden spürbar gemindert werden.“ Es gehöre unbedingt zu den ärztlichen Aufgaben, sich respektvoll mit Todeswünschen von Patienten auseinanderzusetzen, doch bedeute dies nicht, einen geäußerten Sterbewunsch primär als „Auftrag zur Unterstützung in der Umsetzung zu interpretieren“. Vielmehr zeige die tägliche Praxis der annähernd 6.000 in der Palliativversorgung tätigen DGP-Mitglieder, dass ein Sterbewunsch oft auch den Wunsch nach einem Gespräch ausdrücke, nach alternativen Angeboten und nach einem gemeinsamen Aushalten der bedrückenden Situation.

Alternativ zur Suizidassistenz mittels staatlich genehmigter Betäubungsmittel sollte, so Radbruch, intensiv darüber aufgeklärt werden, dass Patientinnen und Patienten ein Recht auf Verzicht oder Abbruch jeder Art von lebensverlängernder Therapie haben. Außerdem denken schwer und unheilbar Erkrankte in ihrer Not durchaus über einen freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken nach. Radbruch wird im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages erklären, dass auch diese Entscheidung u. a. ärztlich begleitet werden kann mit dem Ziel, auftretende Durst- und Hungergefühle effektiv zu lindern.

Die Fachgesellschaft verdeutlicht in ihrer aktuellen Stellungnahme zudem, dass eine Begrenzung auf extreme Ausnahmesituationen ohne „andere zumutbare Möglichkeit zur Verwirklichung des Sterbewunsches“ mangels klarer Abgrenzung nicht möglich sei. Vielmehr brachte die DGP ihre Sorge hinsichtlich einer sukzessiven Ausweitung zu einer staatlichen Pflicht zur Suizidassistenz zum Ausdruck.

Hintergrund: Das Bundesverwaltungsgericht entschied Anfang März 2017, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte den Erwerb eines Betäubungsmittels, das eine schmerzlose Selbsttötung ermöglicht, in extremen Ausnahmesituationen nicht verwehren darf. Das Anliegen, Rechtssicherheit für schwer und unheilbar Erkrankte in einer solchen extremen Notlage zu schaffen, steht im Mittelpunkt eines Antrags der FDP-Fraktion, welcher Gegenstand der heutigen öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages ist. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) nimmt Prof. Dr. Lukas Radbruch, Bonn, als Sachverständiger daran teil.

STELLUNGNAHME DGP

PRESSEMITTEILUNG

ANHÖRUNG RECHTSSICHERHEIT SCHWERKRANKE

Am 25. Mai in Berlin: Internationaler Austausch von Ehrenamtlichen in der Hospiz- und Palliativversorgung

ehrenamt berlin"Das Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland": Was begründet dieses bürgerschaftliche Engagement und die Entscheidung, schwerstkranken und sterbenden Menschen mit ihren Familien zur Seite zu stehen? Wie sieht es international aus, wo sind Ehrenamtliche weltweit im Einsatz? Wie arbeiten "Caring Communities" in Indien, wie Freiwillige in Uganda? Wie verändert sich die ehrenamtliche Begleitung aktuell und vor welchen Herausforderungen steht sie - z.B. in Serbien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, England, Belgien und Deutschland?

All diesen Fragen geht eine einzigartige internationale Tagung auf Initiative auch der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin am 25. Mai in Berlin nach, welche die europäische Ehrenamt-Charta "Voice of volunteering, the EAPC Madrid Charta on Volunteering in Hospice and Palliative Care" ebenso vorstellt wie die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit" des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes.

Im Zentrum der ganztägigen Veranstaltung, die für alle Teilnehmenden simultan in Deutsch und Englisch übersetzt wird, steht jedoch der aktive Austausch und die Vernetzung von Menschen, die sich für die ehrenamtliche Begleitung und Unterstützung von schwersterkrankten Menschen interessieren, einsetzen, dies längst persönlich leisten oder diese Arbeit koordinieren bzw. supervidieren. Dank der großzügigen Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die Teilnahme an der Konferenz kostenfrei.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, der Dachverband Hospiz Österreich und die EAPC Task Force on Volunteering freuen sich auf eine lebendige und spannende Veranstaltung!

Ab sofort können sich Interessierte kostenfrei hier anmelden:
https://ehrenamt.eventbrite.de

EINLADUNG

PROGRAMM

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WHO veröffentlicht Leitlinien zur Tumorschmerztherapie

Anlässlich des heutigen World Cancer Day hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) evidenzbasierte Leitlinien für die pharmakologische und radiotherapeutische Behandlung von Tumorschmerz bei Heranwachsenden und Erwachsenen veröffentlicht, an deren Entwicklung auch Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, beteiligt war.

https://www.who.int/ncds/management/palliative-care/cancer-pain-guidelines/en/

Krebserkrankungen waren 2018 weltweit für 18.1 Millionen Neuerkrankungen und 9.6 Millionen Todesfälle verantwortlich. 55 Prozent der Patienten unter Anti-Krebstherapie und 66 Prozent der Patienten mit fortgeschrittener, metastasierender oder terminaler Erkrankung leiden nach Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Schmerzen.

Die „WHO Guidelines for the pharmacological and radiotherapeutic management of cancer pain in adults and adolescents“ werden auch beim 16. EAPC-Weltkongress im Mai in Berlin ein wesentliches Thema sein.

EAPC 2019

Hintergrund

Das Ziel der Richtlinien besteht darin, den Leistungserbringern (z.B. Ärzten, Apothekern und Pflegepersonal) eine Anleitung zur angemessenen Linderung von mit Krebs in Verbindung stehenden Schmerzen zu geben. Sie unterstützen politische Entscheidungsträger und Träger des öffentlichen Gesundheitswesens darin, angemessene und ausgewogene Verfahrensweisen für den Einsatz von Opioiden zu entwickeln und zu ermöglichen und Vorschriften für ein wirksames und sicheres Tumorschmerzmanagement zu erlassen. Der richtige und effektive Einsatz von Opioid-Analgetika im Bereich der Krebsbehandlung ist von wesentlicher Bedeutung, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Die letzten WHO-Richtlinien, die sich auf die Behandlung von Krebsschmerzen konzentrierten, wurden 1996 herausgegeben. Die neuen Richtlinien sind in einigen Punkten deutlich anders formuliert. So ist das WHO-Stufenschema nur noch im Anhang zu finden, in den Leitlinien wird nicht mehr unterschieden zwischen WHO-2 und WHO-3 Opioiden. Neben Morphin werden Hydromorphon und Oxycodon empfohlen. Für die Einstellung der Opioidtherapie können nach den Empfehlungen nicht-retardierte oder retardierte Applikationsformen gewählt werden, auf jeden Fall aber sollte die Dauermedikation mit einer schnellwirkenden Bedarfsmedikation ergänzt werden.

Die klinischen Leitlinien und Empfehlungen sind in drei Schwerpunkte gegliedert:
• Analgesie bei Tumorschmerz: Hier geht es um die Wahl der Schmerzmittel bei der Einleitung einer Schmerzlinderung und der Wahl von Opioiden zur Aufrechterhaltung der Schmerzlinderung, einschließlich der Optimierung der Notfallmedikation, des Verabreichungsweges sowie der Opioidrotation und -einstellung.
• Adjuvante Arzneimittel gegen Tumorschmerzen: Hierzu gehören die Verwendung von Steroiden, Antidepressiva und Antikonvulsiva als Adjuvans.
• Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit Knochenmetastasen: Dazu gehören die Verwendung von Bisphosphonaten und die Radiotherapie zur Behandlung von Knochenmetastasen.

 

Deutsches Institut für Menschenrechte zu "Rechten älterer Menschen. Langzeit- und Palliativpflege, Autonomie und Selbstbestimmung"

Drei Fachgespräche zur Vorbereitung der 9. Sitzung der UN Open Ended Working Group on Ageing (OEWG-A) im Jahr 2018 wurden seitens des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veranstaltet. Die Fachgespräche behandelten die Themen Langzeit- und Palliativpflege, Autonomie und Selbstbestimmung sowie die Frage der Definition Älterer.

Zu den Themen „Langzeitpflege und Palliativpflege“ wie auch „Autonomie“ hatten sich der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Prof. Dr. Lukas Radbruch, DGP-Vorstandsmitglied und Sprecherin der Sektion Pflege Katja Goudinoudis und DGP-Geschäftsführer Heiner Melching an den Fachgesprächen beteiligt. Ziel war, Erkenntnisse, Erwartungen und gute Beispiele aus Deutschland zu bündeln.

Nachzulesen sind die Fachgespräche in der kürzlich vom Deutschen Institut für Menschenrechte zur Vor- und Nachbereitung der 9. Sitzung der UN Open-ended Working Group on Ageing herausgegebenen Dokumentation „Rechte älterer Menschen. Langzeit- und Palliativpflege, Autonomie und Selbstbestimmung. Die Gruppe Älterer: Definitionsmöglichkeiten“:

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Dokumentation/Dokumentation_Fachgespraeche_OEWG-A_9.pdf

2020 verleihen Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin & Deutsche Palliativstiftung ihren zweiten Kommunikationspreis

Berlin/Fulda, 25.01.2019

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr schreiben die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und die Deutsche Palliativstiftung im kommenden Jahr zum zweiten Mal einen gemeinsamen Kommunikationspreis unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin aus. Eingereicht werden können Veröffentlichungen, die erstmals im Jahr 2018 oder 2019 im deutschsprachigen Raum erschienen sind und einen inhaltlichen Bezug zum Themenfeld der Hospizarbeit und Palliativversorgung aufweisen.

Lassen Sie sich gern von den fünf hervorragenden Arbeiten inspirieren, die 2018 von der Jury nominiert wurden. Der erste Kommunikationspreis wurde im Juni 2018 von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey an Dr. Markus Günther für den Essay „Du musst kämpfen“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verliehen.

KOMMUNIKATIONSPREIS 2018

Sie suchen Rat bei unheilbarer Krankheit? Hier finden Sie Angebote in Ihrer Nähe: WEGWEISER Hospiz- und Palliativ- Versorgung Deutschland in 9 Sprachen

Tausendfach wird der WEGWEISER Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland Monat für Monat angeklickt: Die Online-Plattform der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin verzeichnet mehr als 3.000 stationäre und ambulante Angebote für schwerst erkrankte und sterbende Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Aktuell ist ein neuer FLYER für Betroffene wie auch ihnen nahestehende Personen erschienen. Insbesondere Angehörige suchen häufig - in der Sorge um ein Familienmitglied mit einer nicht heilbaren Erkrankung - dringend den Kontakt zu erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, Hospizen, Palliativstationen, ambulanten Teams oder Diensten.

Damit Ratsuchende „auf Knopfdruck“ zügig und unkompliziert kompetente Ansprechpartner in ihrer Nähe finden, hat die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR PALLIATIVMEDIZIN (DGP) in den vergangenen Jahren das kostenfreie Online-Portal „WEGWEISER Hospiz- und Palliativversorgung“ komplett überarbeitet, deutlich erweitert und nutzerfreundlich gestaltet. Sämtliche Informationen - z.B. zur Frage "Wer bietet was in der Hospiz- und Palliativversorgung" - stehen seit 2018 in acht weiteren Sprachen zur Verfügung: Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Arabisch, Vietnamesisch, Rumänisch. Migrationsspezifische und sprachliche Angebote in einzelnen Einrichtungen werden übersichtlich dargestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse und menschliche Nähe: Mehr als 5.800 Mitglieder engagieren sich für eine "Hand in Hand"-Versorgung, wie sich das viele Menschen für ihre letzte Lebenszeit wünschen: Mittendrin "im Leben". In Gemeinschaft. Mit so wenig Schmerzen, Angst und Leid wie möglich. Dort, wo man sich aufgehoben fühlt.

Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben. Helfen Sie uns, dafür bessere Bedingungen zu schaffen.
DANKE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

AKTUELLER FLYER: SIE SUCHEN RAT BEI UNHEILBARER KRANKHEIT

WEGWEISER HOSPIZ- UND PALLIATIVVERSORGUNG DEUTSCHLAND

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