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WHO veröffentlicht Leitlinien zur Tumorschmerztherapie

Anlässlich des heutigen World Cancer Day hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) evidenzbasierte Leitlinien für die pharmakologische und radiotherapeutische Behandlung von Tumorschmerz bei Heranwachsenden und Erwachsenen veröffentlicht, an deren Entwicklung auch Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, beteiligt war.

https://www.who.int/ncds/management/palliative-care/cancer-pain-guidelines/en/

Krebserkrankungen waren 2018 weltweit für 18.1 Millionen Neuerkrankungen und 9.6 Millionen Todesfälle verantwortlich. 55 Prozent der Patienten unter Anti-Krebstherapie und 66 Prozent der Patienten mit fortgeschrittener, metastasierender oder terminaler Erkrankung leiden nach Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Schmerzen.

Die „WHO Guidelines for the pharmacological and radiotherapeutic management of cancer pain in adults and adolescents“ werden auch beim 16. EAPC-Weltkongress im Mai in Berlin ein wesentliches Thema sein.

EAPC 2019

Hintergrund

Das Ziel der Richtlinien besteht darin, den Leistungserbringern (z.B. Ärzten, Apothekern und Pflegepersonal) eine Anleitung zur angemessenen Linderung von mit Krebs in Verbindung stehenden Schmerzen zu geben. Sie unterstützen politische Entscheidungsträger und Träger des öffentlichen Gesundheitswesens darin, angemessene und ausgewogene Verfahrensweisen für den Einsatz von Opioiden zu entwickeln und zu ermöglichen und Vorschriften für ein wirksames und sicheres Tumorschmerzmanagement zu erlassen. Der richtige und effektive Einsatz von Opioid-Analgetika im Bereich der Krebsbehandlung ist von wesentlicher Bedeutung, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Die letzten WHO-Richtlinien, die sich auf die Behandlung von Krebsschmerzen konzentrierten, wurden 1996 herausgegeben. Die neuen Richtlinien sind in einigen Punkten deutlich anders formuliert. So ist das WHO-Stufenschema nur noch im Anhang zu finden, in den Leitlinien wird nicht mehr unterschieden zwischen WHO-2 und WHO-3 Opioiden. Neben Morphin werden Hydromorphon und Oxycodon empfohlen. Für die Einstellung der Opioidtherapie können nach den Empfehlungen nicht-retardierte oder retardierte Applikationsformen gewählt werden, auf jeden Fall aber sollte die Dauermedikation mit einer schnellwirkenden Bedarfsmedikation ergänzt werden.

Die klinischen Leitlinien und Empfehlungen sind in drei Schwerpunkte gegliedert:
• Analgesie bei Tumorschmerz: Hier geht es um die Wahl der Schmerzmittel bei der Einleitung einer Schmerzlinderung und der Wahl von Opioiden zur Aufrechterhaltung der Schmerzlinderung, einschließlich der Optimierung der Notfallmedikation, des Verabreichungsweges sowie der Opioidrotation und -einstellung.
• Adjuvante Arzneimittel gegen Tumorschmerzen: Hierzu gehören die Verwendung von Steroiden, Antidepressiva und Antikonvulsiva als Adjuvans.
• Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit Knochenmetastasen: Dazu gehören die Verwendung von Bisphosphonaten und die Radiotherapie zur Behandlung von Knochenmetastasen.

 

Deutsches Institut für Menschenrechte zu "Rechten älterer Menschen. Langzeit- und Palliativpflege, Autonomie und Selbstbestimmung"

Drei Fachgespräche zur Vorbereitung der 9. Sitzung der UN Open Ended Working Group on Ageing (OEWG-A) im Jahr 2018 wurden seitens des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veranstaltet. Die Fachgespräche behandelten die Themen Langzeit- und Palliativpflege, Autonomie und Selbstbestimmung sowie die Frage der Definition Älterer.

Zu den Themen „Langzeitpflege und Palliativpflege“ wie auch „Autonomie“ hatten sich der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Prof. Dr. Lukas Radbruch, DGP-Vorstandsmitglied und Sprecherin der Sektion Pflege Katja Goudinoudis und DGP-Geschäftsführer Heiner Melching an den Fachgesprächen beteiligt. Ziel war, Erkenntnisse, Erwartungen und gute Beispiele aus Deutschland zu bündeln.

Nachzulesen sind die Fachgespräche in der kürzlich vom Deutschen Institut für Menschenrechte zur Vor- und Nachbereitung der 9. Sitzung der UN Open-ended Working Group on Ageing herausgegebenen Dokumentation „Rechte älterer Menschen. Langzeit- und Palliativpflege, Autonomie und Selbstbestimmung. Die Gruppe Älterer: Definitionsmöglichkeiten“:

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Dokumentation/Dokumentation_Fachgespraeche_OEWG-A_9.pdf

2020 verleihen Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin & Deutsche Palliativstiftung ihren zweiten Kommunikationspreis

Berlin/Fulda, 25.01.2019

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr schreiben die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und die Deutsche Palliativstiftung im kommenden Jahr zum zweiten Mal einen gemeinsamen Kommunikationspreis unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin aus. Eingereicht werden können Veröffentlichungen, die erstmals im Jahr 2018 oder 2019 im deutschsprachigen Raum erschienen sind und einen inhaltlichen Bezug zum Themenfeld der Hospizarbeit und Palliativversorgung aufweisen.

Lassen Sie sich gern von den fünf hervorragenden Arbeiten inspirieren, die 2018 von der Jury nominiert wurden. Der erste Kommunikationspreis wurde im Juni 2018 von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey an Dr. Markus Günther für den Essay „Du musst kämpfen“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung verliehen.

KOMMUNIKATIONSPREIS 2018

Sie suchen Rat bei unheilbarer Krankheit? Hier finden Sie Angebote in Ihrer Nähe: WEGWEISER Hospiz- und Palliativ- Versorgung Deutschland in 9 Sprachen

Tausendfach wird der WEGWEISER Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland Monat für Monat angeklickt: Die Online-Plattform der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin verzeichnet mehr als 3.000 stationäre und ambulante Angebote für schwerst erkrankte und sterbende Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Aktuell ist ein neuer FLYER für Betroffene wie auch ihnen nahestehende Personen erschienen. Insbesondere Angehörige suchen häufig - in der Sorge um ein Familienmitglied mit einer nicht heilbaren Erkrankung - dringend den Kontakt zu erfahrenen Ärztinnen und Ärzten, Hospizen, Palliativstationen, ambulanten Teams oder Diensten.

Damit Ratsuchende „auf Knopfdruck“ zügig und unkompliziert kompetente Ansprechpartner in ihrer Nähe finden, hat die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR PALLIATIVMEDIZIN (DGP) in den vergangenen Jahren das kostenfreie Online-Portal „WEGWEISER Hospiz- und Palliativversorgung“ komplett überarbeitet, deutlich erweitert und nutzerfreundlich gestaltet. Sämtliche Informationen - z.B. zur Frage "Wer bietet was in der Hospiz- und Palliativversorgung" - stehen seit 2018 in acht weiteren Sprachen zur Verfügung: Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Arabisch, Vietnamesisch, Rumänisch. Migrationsspezifische und sprachliche Angebote in einzelnen Einrichtungen werden übersichtlich dargestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse und menschliche Nähe: Mehr als 5.800 Mitglieder engagieren sich für eine "Hand in Hand"-Versorgung, wie sich das viele Menschen für ihre letzte Lebenszeit wünschen: Mittendrin "im Leben". In Gemeinschaft. Mit so wenig Schmerzen, Angst und Leid wie möglich. Dort, wo man sich aufgehoben fühlt.

Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben. Helfen Sie uns, dafür bessere Bedingungen zu schaffen.
DANKE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!

AKTUELLER FLYER: SIE SUCHEN RAT BEI UNHEILBARER KRANKHEIT

WEGWEISER HOSPIZ- UND PALLIATIVVERSORGUNG DEUTSCHLAND

Bundesweiter Dialog zum möglichen SAPV-Rahmenvertrag

Auf Einladung der Bundesarbeitsgemeinschaft Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (BAG SAPV), der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) fand am 19. November ein Treffen zur Diskussion der Ideen rund um die Ausgestaltung eines entsprechend der politischen Signale wahrscheinlich gewordenen bundeseinheitlichen Rahmenvertrags SAPV statt. Rund 50 Vertreter/innen aller Bundesländer führten einen konstruktiven Dialog um Mindestmerkmale der SAPV, die sichergestellt sein müssen, um das Qualitätsniveau der SAPV zu sichern und weiterzuentwickeln. Die Veranstaltung wird als Auftakt zu weiteren Treffen gewertet, da alle Teilnehmenden betonten, dass ein transparentes Vorgehen der Verbände für alle von Nutzen ist. Weitreichende Übereinstimmungen in vielen wesentlichen Punkten wurde bereits bei diesem ersten Treffen deutlich.      

Auf Initiative der DGP haben sich zu diesem Thema außerdem die Leistungserbringer für SAPV für Kinder und Jugendliche in Deutschland im Rahmen ihres jährlichen Treffens am 27. November mit maßgeblichen Verbänden der Kinder- und Jugendhospizarbeit, BAG-SAPV und DHPV ausgetauscht. Dabei beschlossen sie, als Grundlage für die Rahmenvertragsverhandlungen die „Empfehlungen zur Ausgestaltung der Versorgungskonzeption der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) von Kindern und Jugendlichen vom 12.06.2013“ fortzuschreiben. Im Januar wird der Ist-Stand zu den Struktur-, Qualifikations-, Leistungs- und Vergütungsmerkmalen der derzeitigen SAPV-Verträge für Kinder und Jugendliche auf der Grundlage des Punktes „3. Struktur der Leistungserbringer“ der o.g. Empfehlung erhoben. Nach wie vor besteht dringender Bedarf an multiprofessioneller Teamstruktur insbesondere hinsichtlich des psychosozialen Bereichs.

SAPV WIRD ZEITNAH NEU GEREGELT

DGP freut sich auf bald 6.000 Mitglieder!

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin freut sich kurz vor ihrem 25. Geburtstag auf bald 6.000 Mitglieder!

In der multiprofessionellen Fachgesellschaft fehlen nur noch wenige "Neue" bis zur runden Zahl - und DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch würde gern noch vor Jahresfrist das neue Mitglied mit einer persönlichen Einladung zum Festakt anlässlich des Vierteljahrhunderts DGP beglückwünschen. Gefeiert wird im kommenden Jahr.

14 Personen bestätigten im Sommer 1994 mit ihrer Unterschrift die Gründung der DGP. Sofern Sie mehr wissen möchten über die Geschichte und die Entwicklungen dieser besonderen Fachgesellschaft, so blättern Sie gern in diesem Leseheft: Die DGP - Eine lebendige Gesellschaft

Was die DGP Ihnen zu bieten hat? Schauen Sie unter Vorteilen der Mitgliedschaft!

Satzung, Beitragsordnung, Aufnahmeantrag...dies finden Sie alles unter Mitgliedschaft.

 

Mai 2019: 3. DGP-Mitgliedertag in Berlin: Anmeldungen ab sofort möglich!

Ab sofort ist die Anmeldung zum 3. Mitgliedertag der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am 22. Mai 2019 in Berlin freigeschaltet. Die DGP bietet ihren Mitgliedern am Vortag des 16. Weltkongresses der European Association for Palliative Care – vom 23. bis 25.Mai 2019 in Berlin – einen attraktiven Rahmen zum inhaltlichen Austausch in ihren Arbeitsgruppen, Sektionen und Landesvertretungen.

25 Jahre feiert die Fachgesellschaft mit rund 6.000 Mitgliedern im kommenden Jahr und wird auch vor dem Hintergrund dieser Erfahrung im Plenum die Frage diskutieren „Palliativversorgung – Grundausbildung für alle oder Feld für Spezialist*innen?“. Eine Abendveranstaltung in der Berliner Heilig Kreuz-Kirche rundet den Mitgliedertag ab, zu dem Prof. Dr. Lukas Radbruch, Dr. Wiebke Nehls und Urs Münch als Tagungspräsidium herzlich einladen.

DGP MITGLIEDERTAG

ANMELDUNG

NOCH NICHT MITGLIED?

Noch bis Mitte Februar: "Early bird"-Anmeldungen für EAPC 2019 in Berlin

DGP Kongress EAPC 4PD Dr. Anne Letsch freut sich als Vorsitzende des Lokalen Komitees und als Vorstandsmitglied der DGP auf den EAPC-Kongress in Berlin. Foto: DGP/KTDie Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin freut sich sehr, den 16. Weltkongress der EAPC vom 23. bis zum 25. Mai 2019 in Berlin lokal unterstützen zu können.

WEBSITE KONGRESS

Seit 15.7.2018 ist die Anmeldung zum Frühbuchertarif möglich, für DGP-Mitglieder zu ermäßigten Konditionen. Die "Early bird"-Anmeldung endet am 15.2.2019.

REGISTRATION

Bis zum 31.10.2018 konnten Abstracts eingereicht werden. Die Veranstalter freuen sich anlässlich des Kongresses in Berlin besonders über zahlreiche Abstracts aus Deutschland.

ABSTRACT SUBMISSION

Außerdem werden bis zum 30.11.2018 Vorschläge für drei Researcher Awards entgegengenommen.

REASEARCHER AWARDS 2019

SAPV wird zeitnah neu geregelt - Bundeseinheitliche Rahmenvereinbarung bis zum 30.9.2019 - DGP fordert übereinstimmende Qualitätskriterien

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt grundsätzlich die derzeitigen Bestrebungen, die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) mittels eines Zulassungsverfahrens auf Grundlage einer bundeseinheitlichen Rahmenvereinbarung eindeutig zu regeln. Der aktuelle Plan sieht vor, die Bundesrahmenvereinbarung zur SAPV bis zum 30.09.2019 zu erarbeiten. Dieses Verfahren würde – wie von vielen Verbänden gewünscht – zeitnah dazu beitragen, die Rechtsunsicherheit der vergangenen zwei Jahre zu beenden, betont die Fachgesellschaft.

Gleichzeitig wird sich die DGP dafür einsetzen, die in den Bundesländern bislang sehr unterschiedliche Praxis der häuslichen Versorgung von schwerstkranken Menschen sorgfältig dahingehend auszuwerten, welche Bedingungen sich im Sinne einer qualitativ hochwertigen ambulanten Palliativversorgung bewährt haben bzw. welcher Verbesserungsbedarf zu verzeichnen ist. Eine wesentliche Herausforderung wird die Frage darstellen, wie regionale Besonderheiten in der Bundesrahmenvereinbarung ausreichend berücksichtigt werden können. (...)

AUSFÜHRLICH

BUNDESWEITER DIALOG ZUM SAPV RAHMENVERTRAG

DGP mahnt: Personaleinsparung in der Pflege hat verheerende Auswirkungen auf die Pflege von Menschen in Palliativ- und Sterbesituationen

DGP-Präsident Radbruch: Palliativpflege muss bei Pflegepersonaluntergrenzen berücksichtigt werden!

Berlin, 14.9.2018. „Die derzeitige Praxis der Personaleinsparung in der Pflege hat auf die Pflege von Menschen in Palliativ- und Sterbesituationen verheerende Auswirkungen.“ mahnt Andreas Müller, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Zwar begrüßt die DGP in einer heute veröffentlichten Stellungnahme den aktuellen Vorstoß des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), verbindliche Personaluntergrenzen in pflegeintensiven Krankenhausbereichen einzuführen und festzulegen. Gleichzeitig aber hat sie mit großem Bedauern und erheblicher Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass der Bereich Palliativmedizin im Referentenentwurf nicht berücksichtigt wurde, obwohl „professionell Pflegende in der Versorgung von Palliativpatienten eine tragende Rolle einnehmen.“

Die palliative Pflege von Menschen aller Altersgruppen ist geprägt von hohem Zeit- und Personal-aufwand. Durch den engen Kontakt zum Patienten und seinen Angehörigen nehmen Pflegende Bedürfnisse, Symptome, Verluste und Leiderfahrungen wahr und leiten notwendige Maßnahmen ein. Im Zentrum steht dabei häufig der Wunsch des schwerstkranken Menschen, sein alltägliches Leben trotz eingeschränkter körperlicher, sensorischer und kognitiver Funktionen sowie psychosozialer Belastungen weiterhin bewältigen zu können. Die Palliativpflege kann deutlich dazu beitragen, insbesondere im Alltag ein hohes Maß an Lebensqualität und eigenen Ressourcen zurückzugewinnen bzw. zu erhalten.

„Die derzeitige Vergütung deckt den pflegeintensiven Versorgungsbedarf speziell in der Palliativpflege nicht ausreichend ab.“ heißt es der DGP-Stellungnahme unter Hinweis auf die verschiedenen Abrechnungsoptionen. DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch unterstreicht, dass im Vergleich zur Personalbemessung der Palliativpflege in den stationären Hospizen „die palliativpflegerische Versorgung auf den Palliativstationen schlechter gestellt wird, obwohl sowohl Inhalt als auch zeitlicher Aufwand vergleichbar ist.“ Deshalb fordert er für die multiprofessionelle Fachgesellschaft das Bundesministerium für Gesundheit auf: „Der Bereich der Palliativmedizin ist dringend in die Verordnung zur Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen für das Jahr 2019 mit aufzunehmen und in Anlehnung an die Pflegepersonalbesetzung in stationären Hospizen zu beschreiben!“

Zudem weist die DGP nachdrücklich darauf hin, dass auch Menschen in Sterbesituationen in der allgemeinen Palliativversorgung einen deutlich erhöhten Aufwand und Zeitbedarf in der pflegerischen Versorgung haben. In der allgemeinen Palliativversorgung in Krankenhausabteilungen mit erhöhtem Anteil sterbender Patienten braucht es deshalb ebenso verbindliche Vorgaben für eine angemessene Personalausstattung wie in den im Referentenentwurf genannten spezialisierten Arbeitsbereichen. Dazu sind Kennwerte zu entwickeln. Nur so kann lebensbegrenzend erkrankten Menschen in der notwendigen Würde und Haltung begegnet wie auch eine langfristige Berufsausübung des Personals im Gesundheitswesen unterstützt werden.

DGP-Stellungnahme zum Referentenentwurf einer Verordnung zur Festlegung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen für das Jahr 2019

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