180111_Headerclaim_8.png

Lebensbedrohliche Erkrankungen von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung stellen gesetzlich Betreuende vor rechtliche, ethische und fachliche Fragen

Große Resonanz auf „Pilotveranstaltung“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Berlin, 12.09.2018. Auf spürbares Interesse stieß die Einladung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) an gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer, sich heute in Berlin zu Herausforderungen in der Betreuung von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen auszutauschen, welche unter einer lebensverkürzenden, nicht mehr heilbaren Erkrankung leiden.

DGP BMFSFJ Betreuer Zierke Radbruch MelchingDer Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stefan Zierke, eröffnete die Dialogveranstaltung gemeinsam mit Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), und Heiner Melching, Geschäftsführer der DGP (v.l.n.r.). Foto: DGP / K Turna„Wir erleben erstmals in Deutschland, dass eine Generation von Menschen mit schweren Behinderungen so alt wird, dass sie an alterstypischen Krankheiten erkranken und versterben. Die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention, Förderung von Selbstbestimmung, Teilhabe und Inanspruchnahme gesellschaftlicher Angebote, sind für das BMFSFJ wichtige Leitmotive auf dem Weg zu einem starken Deutschland. Menschen mit komplexen und schweren Beeinträchtigungen profitieren oftmals jedoch nicht in vollem Umfang von den Möglichkeiten der Hospizarbeit und der palliativen Versorgung, die auch ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Das BMFSFJ unterstützt deshalb den Dialog zwischen gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuern und jenen, die Hospiz- und Palliativarbeit erbringen.“, hob der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Zierke hervor, der als Gastgeber die Tagung in Berlin eröffnete.

Insbesondere Fragen zu Möglichkeiten der Willensfindung und -erfassung, zu Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten und zu Entscheidungen zur Beendigung von Therapiemaßnahmen bzw. zum Umgang mit Sterbewünschen standen im Vordergrund der Berliner Veranstaltung. Dr. Oliver Tolmein, Rechtsanwalt und DGP-Vorstandsmitglied betonte im Vorfeld der Dialogveranstaltung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Alle Menschen haben ein Recht auf Selbstbestimmung, aber nicht alle können das direkt artikulieren und geltend machen. Gerade bei Menschen mit eingeschränkten Möglichkeiten, einen rechtlich verbindlichen Willen zu bilden und zu kommunizieren, ist deshalb auf eine sorgfältige Dokumentation der Äußerung ihres natürlichen Willens zu achten, um ihr Selbstbestimmungsrecht zu wahren.“

Va 12.09.2018 klein 8Spürbares Interesse fand die Dialogveranstaltung auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, deren Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch die gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuer im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßt. Foto: DGP / Krisztina TurnaEine Befragung der DGP im Vorfeld der Veranstaltung hatte gezeigt, dass über die Hälfte der fast 300 Antwortenden erfahrene Betreuerinnen und Betreuer mit mehr als sechs Jahren Tätigkeit in diesem Feld waren. Außerdem gaben 60 Prozent an, bereits für mehr als sechs Menschen mit geistiger Beeinträchtigung eine Betreuung übernommen zu haben. Gleichzeitig wurde sowohl in der Umfrage als auch in der Veranstaltung der Wunsch nach mehr Informationen und Austausch deutlich.

„Die Kommunikation mit einem schwerstkranken Menschen im Hinblick auf weitere Entscheidungen bezüglich Therapien und gewünschter Versorgung und Begleitung ist grundsätzlich ein sensibler oftmals nicht gradliniger Gesprächsprozess. Es ist deshalb absolut notwendig, das Umfeld von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung vorrangig darin weiterzubilden, genau hinzuschauen, was dieser Mensch möchte und vor allem nicht möchte, für ihn da zu sein und bei Bedarf eine professionelle Hospiz-und Palliativversorgung in Anspruch zu nehmen.“ so Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

Leitfaden 1Die Dialogveranstaltung in Berlin bildet einen weiteren Baustein des Konzeptes der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, die verschiedenen Zielgruppen rund um Menschen mit geistiger Beeinträchtigung über Optionen zur Hospiz- und Palliativversorgung zu informieren. Vorausgegangen war die Entwicklung zweier ebenfalls vom BMFSFJ geförderter Leitfäden zum einen für Träger, Leitungen und Mitarbeitende „Palliative Begleitung von Menschen in Wohnformen der Eingliederungshilfe“ und zum anderen für Angehörige „Begleiten bis zuletzt: Was können wir tun, damit es gut wird?“.

Leitfaden 2Autorin Barbara Hartmann und Autor Sanitätsrat Dr. Dietrich Wördehoff sind Sprecherin und Sprecher der AG „Menschen mit geistiger Beeinträchtigung“, welche 2015 in der DGP gegründet wurde. Menschen aus der Hospiz- und Palliativversorgung und Mitarbeitende aus der Eingliederungshilfe treffen sich regelmäßig, um vorhandenes Wissen zu bündeln, neue Konzepte zur guten Begleitung zu entwickeln, so z.B.  zu den Aspekten der Kommunikation, Erfassung von Willen und Beschwerden, vorausschauender Planung u.a., und Materialien zur Hilfe zu erstellen.

Palliative Begleitung von Menschen in Wohnformen der Eingliederungshilfe (2. Auflage, August 2018)
Ein Leitfaden für Träger, Leitungen sowie Mitarbeitende in der Assistenz und Pflege von Menschen mit intellektueller, komplexer und/oder psychischer Beeinträchtigung (124 S.)

Begleiten bis zuletzt: Was können wir tun, damit es gut wird? (2. Auflage, August 2018)
Leitfaden für Angehörige von Menschen mit geistiger Behinderung – bei fortschreitender Erkrankung und am Lebensende (60 S.)

Palliativ-Medizin/Palliativ-Versorgung in einfacher Sprache (DGP, August 2018)

PRESSEMITTEILUNG

DGP verleiht Förderpreis für Palliativmedizin an Arbeit zum Umgang mit multiresistenten Erregern am Lebensende

„Handlungsempfehlungen lassen Raum für die liebevolle, persönliche Betreuung“
DGP verleiht Förderpreis für Palliativmedizin an Arbeit zum Umgang mit multiresistenten Erregern am Lebensende – Dank an Stifter für 20 Jahre Förderung

Förderpreis für PalliativmedizinProf. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, gratuliert den Preisträgern Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Dr. Maria Heckel, PD Dr. Stephanie Stiel und Dr. Franziska Herbst gemeinsam mit Jurypräsident Prof. Dr. Norbert Frickhofen. © DGP/K TurnaBremen/Berlin, 11. Sept 2018. Ein kleines Jubiläum bedeutete für die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) die diesjährige Verleihung ihres Förderpreises für Palliativmedizin, der mit einer Dotierung von 10.000 € seit nunmehr 20 Jahren von der Firma Mundipharma gestiftet wird. Mit herzlichem Dank an die Stifter übergab DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch den Preis im Rahmen des 12. Kongresses der DGP in Bremen an eine Autorengruppe, die sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin verdient gemacht hat.

Die multidisziplinäre Jury unter Leitung von Prof. Dr. Norbert Frickhofen entschied sich entlang inhaltlicher, wissenschaftlicher und formaler Bewertungskriterien für die Vergabe des Preises an folgende Arbeit:

Titel: MRSA in der Versorgung am Lebensende (MEndoL)

Preisträger: Prof. Dr. Christoph Ostgathe, PD Dr. Stephanie Stiel, Prof. Dr. Frieder R. Lang, Prof. Dr. Christian Bogdan, Prof. Dr. Cornel Sieber, Prof. Dr. Oliver Schöffski, Dr. phil. Franziska A. Herbst, Johanna M. Tiedtke, M.Sc., Thomas Adelhardt, M.Sc., Alexander Sturm, M.Sc., Dr. phil. Maria Heckel

Das Ziel der Studie bestand in der Entwicklung einer Strategie für den Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen, die mit problematischen Infektionserregern kolonisiert oder infiziert sind („multiresistente Erreger“, kurz MRE). Den Mittelpunkt bildeten die Sichtweisen der Patientinnen und Patienten, der Angehörigen und der Mitglieder des Versorgungsteams. Dabei wurden Hypothesen zum Einfluss von MRE und angewandten Schutz- und Isolationsmaßnahmen auf diese Personengruppen entwickelt. Ergänzt um institutionelle Einschätzungen zum Umgang mit von MRE betroffenen Patientinnen und Patienten am Lebensende und den entsprechenden Schutz- und Isolationsmaßnahmen flossen diese unterschiedlichen Perspektiven in ein Modell ein, aus dem eine Handlungsempfehlung zur Krankenhausversorgung von Patientinnen und Patienten mit MRE am Lebensende abgeleitet werden konnte.(...)

PRESSEMITTEILUNG

ZUM UMGANG MIT MULTIRESISTENTEN ERREGERN (MRE) IN DER
VERSORGUNG VON PATIENTEN AM LEBENSENDE IM KRANKENHAUS

Anerkennungs- und Förderpreis „Ambulante Palliativversorgung“: DGP verleiht drei gleichwertige erste Preise

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat in diesem Jahr zum elften Mal den Anerkennungs- und Förderpreis für „Ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal GmbH gestiftet. Im Rahmen des 12. Kongresses der DGP in Bremen wurden am 7. September drei gleichwertige erste Preise verliehen.

Drei Arbeiten haben sich nach Bewertung der DGP-Jury entlang der Kriterien Relevanz, Originalität, Realisierung und Qualitätssicherung als preiswürdig erwiesen, Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker betont: „Die drei Arbeiten liegen dicht beieinander, zeigen Qualität, sind innovativ und fokussieren unterschiedliche Bereiche, deren Bearbeitung für die ambulante Palliativversorgung essentiell ist.“

1. Preis:
Mag. Phil. Psych. H. Snela, Dipl. Komm. M. Snela-Deschermeier, B. Stecher M.A., Prof. Dr. med. S. Lorenzl, Prof. Dr. M. von Brück: AmbuFörderpreis Foto 2Prof. Dr. Gerhild Becker, Jurypräsidentin, Sebastian Snela, Mag. Phil. Psych. Helena Snela, Prof. Dr. Lukas Radbruch, DGP-Präsident, Myriam Heine, Medical Director des Geschäftsbereichs Deutschland der Grünenthal GmbH (v.l.n.r.) Foto: DGP/KTlante Palliativversorgung in der Hospiz-Gemeinschaft Domicilium – Entwicklung und Vision
Die Arbeit bzw. das Projekt zeichnet sich besonders darin aus, dass eine Alternative zum klassischen Hospiz dargestellt und mit der ambulanten betreuten Wohngemeinschaft eine Entlastung besonders für die ländliche Region geschaffen wird. Neben der alternativen Wohnform bietet das Projekt eine Anlaufstelle für die Bevölkerung und Fort- und Weiterbildung rund um das Thema Sterben und Tod an. Besonders für den ländlichen Raum wird diese Arbeit als innovativ und praxiswirksam gewertet.

1. Preis:
Dr. med. Dr. phil E. Eichner, M. Hillebrand: Aufbau und Entwicklung einer abgestuften Palliativversorgung in der Region Augsburg durch einen Vertrag nach § 140a SGB V: integrierte Allgemeine Palliativversorgung (i- APV)
Förderpreis Foto 3Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker, Preisträger Dr. Dr. Eckhard Eichner und Marius Hillebrand, DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch und Myriam Heine, Medical Director des Geschäftsbereichs Deutschland der Grünenthal GmbH (v.l.n.r.) Foto: DGP/KT Die Arbeit stellt ein weittragendes Konzept vor, welches alle wesentlichen AkteurInnen der ambulanten Palliativversorgung vernetzt und entwickelt. Das Ziel ist eine bedarfsgerechte und abgestufte ambulante Palliativversorgung. Vorgeschlagen wird eine zusätzliche Zwischenebene zwischen AAPV und SAPV. Die AutorInnen finden pragmatische Lösungen für Finanzierung und Umsetzung. Das Projekt wird als interessante Auseinandersetzung mit einer relevanten Fragestellung durch engagierte Menschen im Rahmen eines methodisch fundierten Projektes ausgezeichnet.

1. Preis:
Michaela Hach, Fachverband SAPV Hessen e.V.: Qualitätssicherung in der SAPV Hessen
Förderpreis Foto 4Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker gemeinsam mit den Preisträgerinnen und Preisträgern Dorothée Becker, Dr. Ingmar Hornke, Hanka Petereit, Dr. Bernd-Oliver Maier, Michaela Hach sowie Myriam Heine, Medical Director des Geschäftsbereichs Deutschland der Grünenthal GmbH und Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (v.l.n.r.). Foto: DGP/KTDie Arbeit setzt die Qualitätssicherung der SAPV in den Fokus. Die AutorInnen haben das Thema umfassend bearbeitet und dargestellt. Das Modell ist gut auf andere Regionen übertragbar und ist praxiswirksam. Besonders im Rahmen der Diskussionen um das Vergaberecht ist es notwendig, die Qualität der SAPV zu sichern, zu definieren und zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund wird die Arbeit als hochaktuell, notwendig und als Bereicherung bewertet. Die Arbeit bietet einen Ausgangspunkt, um die Qualitätsdiskussion der SAPV weiter voranzubringen.

„Nach dem zehnjährigen Jubiläum im vergangenen Jahr freue ich mich sehr, dass wir die gute Tradition des Anerkennungs- und Förderpreises für Ambulante Palliativversorgung auch in diesem Jahr fortführen“, freute sich Myriam Heine, Medical Director Grünenthal Deutschland. Heine würdigte in ihrer Laudatio den innovativen und praxiswirksamen Charakter der drei Preisträgerprojekte und gratulierte den Teams herzlich: „Besonders freut mich, dass die drei Projekte das Potenzial haben, über ihre eigene Region hinaus zu wirken und somit mittel- und langfristig zu einer Verbesserung der Palliativversorgung in der Breite beizutragen. Genau das möchten wir mit dem Preis erreichen“, sagte Heine.

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, betonte in seinem Dank an die Stifter, wie sehr der Anerkennungs- und Förderpreis in den elf Jahren seit Festschreibung des Rechts auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung im Jahr 2007 zur Entwicklung der ambulanten Palliativversorgung in Deutschland beigetragen habe.

PRESSEMITTEILUNG

12. DGP-Kongress in Bremen: Wichtig: Interdisziplinäre Forschung, frühe Integration und finanzielle Absicherung

PK Kongress BremenPressekonferenz beim 12. DGP-Kongress in Bremen: Dr. Hans-Joachim Willenbrink, Vorsitzender des Lokalen Komitees, Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsche Krebshilfe, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Karin Dlubis-Mertens, DGP-Pressereferentin, Prof. Dr. Friedemann Nauck, Kongresspräsident, Dr. Birgit Jaspers, Kongresspräsidentin (v.l.n.r.) Foto: K. TurnaBremen, 5.9.2018. Der Wunsch nach einem „guten Ende“ ist besonders für Schwerkranke und Sterbende, aber auch für alte und hochbetagte Menschen ein zentrales Anliegen. „Ein dafür notwendiges qualitativ hochwertiges Palliativangebot erfordert eine frühe Integration in die allgemeine Versorgung, den interdisziplinären Austausch in der Forschung und in Palliativ-Teams sowie fest verankerte niedrigschwellige Anlaufstellen.“ betont der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Prof. Dr. Lukas Radbruch, Bonn, zum Auftakt des 12. Kongresses der wissenschaftlichen Fachgesellschaft im Congress Center Bremen, zu dem bis zu 1.500 Teilnehmer/innen erwartet werden.

„Menschen in schwerer Krankheit wie auch ihre Angehörigen müssen in stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Einrichtungen der Eingliederungshilfe, stationären Hospizen, kulturübergreifenden Organisationen wie auch im häuslichen Umfeld kompetente Ansprechpartner finden.“ so Radbruch, entsprechend breit und gleichzeitig spezifisch müsse die Fort- und Weiterbildung der beteiligten Berufsgruppen sein - eine Herausforderung, welcher sich der DGP-Kongress unter dem Motto "Auf breiten Wegen - Integration, Innovation, Intuition" stellt. (...)

PRESSEMITTEILUNG

HAUPTPROGRAMM DGP KONGRESS BREMEN

KONGRESS WEBSITE

BREMER WOCHE FÜR PALLIATIVMEDIZIN

DGP begrüßt Änderungsvorschlag zur SAPV im Referentenentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz

Im Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit „Entwurf eines Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG)“ vom 23.07.2018 ist auch ein Änderungsentwurf des §132d SGB V vorgesehen (s. S. 27 und S. 122). Zur SAPV heißt es in der Begründung auf S. 53:

„II.3.3. Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Das bisherige Einzelvertragsmodell in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung wird auf ein gesetzliches Zulassungsmodell umgestellt, um vergaberechtliche Einwände gegen die bisherige Vertragspraxis auszuräumen. Künftig sind gemeinsame und einheitliche Versorgungsverträge der Landesverbände der Krankenkassen mit den maßgeblichen Vertretern der SAPV-Leistungserbringer auf Landesebene gesetzlich vorgegeben. Leistungserbringer, die die Anforderungen erfüllen, haben Anspruch auf Teilnahme an der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung und Abschluss eines zur Versorgung berechtigenden Vertrags mit den Krankenkassen.“

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/T/TSVG_RefE.pdf

Im Grundsatz begrüßt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin den Änderungsvorschlag zum §132d SGB V und wird in Kürze hierzu Stellung nehmen.

Palliative Care/Palliativmedizin: DGP und DHPV benennen Qualitätsanforderungen an Qualifizierungsverfahren

„Qualitätsanforderungen für Basisqualifikationen in Palliative Care und Palliativmedizin“ sind Gegenstand einer aktuellen Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV).

Die DGP und der DHPV waren und sind an der Entwicklung zahlreicher Curricula beteiligt und benennen u.a. in der Veröffentlichung Curricula, die den gesetzlichen Anforderungen der ambulanten und stationären Hospizarbeit und Palliativmedizin entsprechen.

QUALITÄTSANFORDERUNGEN BASISQUALIFIKATIONEN PALLIATIVE CARE

DGP freut sich auf 16. Weltkongress der EAPC vom 23. bis 25. Mai 2019 in BERLIN

Ab sofort können Sie sich zum 16. Weltkongress der European Association for Palliative Care vom 23. bis 25. Mai 2019 anmelden! Wir freuen uns sehr, dass dieser in Berlin stattfindet. Das Local Organising Committee und dessen engagierte Mitglieder bereiten unter Vorsitz von PD Dr. Anne Letsch ein spannendes Rahmenprogramm vor, um allen Gästen aus nah und fern eine interessante und anregende Zeit in Berlin zu bieten.

Die Einreichung von Abstracts für den EAPC-Kongress ist noch bis Mitte Oktober möglich. Nutzen Sie die Chance, den Kongress um zahlreiche Beiträge aus Deutschland zu bereichern.

EAPC 2019

REGISTRATION

ABSTRACT SUBMISSION

INVITATION / CALL FOR ABSTRACTS

RESEARCHER AWARD TEMPLATE

RESEARCHER AWARD APPLICATION FORM

DGP-Präsident: Schwerkranken Menschen, die so nicht mehr weiterleben wollen, sollte umgehend Zugang zur Palliativversorgung ermöglicht werden!

Für Schlagzeilen sorgt derzeit ein von Medien zitiertes Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, dass schwerkranke Menschen, die sich selbst töten wollen, keinen Zugang zu einem entsprechenden Medikament bekommen sollen.

AKTUELLES AUS DEN MEDIEN

Aus diesem Anlass unterstreicht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin mit Nachdruck: Schwerkranken Menschen, die unmissverständlich zum Ausdruck gebracht haben, ihre Situation nicht mehr aushalten zu wollen und zu können, sollte umgehend den Zugang zu einer weitgefächerten Palliativversorgung unter Einbezug verschiedener Berufsgruppen ermöglicht werden.

„Dem klaren Signal, so nicht mehr weiterleben zu wollen, sollte vor allem das Angebot entgegensetzt werden, mit einem palliativmedizinischen Fachteam in einem vertrauensvollen Gesprächsprozess die Optionen zur Linderung und Minderung medizinischer wie psychosozialer Symptome und Nöte wie auch zur Therapiebegrenzung und zur palliativen Sedierung auszuloten.“ so Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), unter Hinweis auf bisherige DGP-Stellungnahmen zur Sterbebegleitung.

PRESSEMITTEILUNG

Übersicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin im Deutschen Ärzteblatt am 17.2.2017: Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung: Balanceakt in der Palliativmedizin

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin für die Anhörung zum Thema Sterbebegleitung am 23.9.2015

Reflexionen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zum ärztlich assistierten Suizid vom Juni 2015

Bundesfamilienministerin überreicht Kommunikationspreis an Markus Günther

Kommunikationspreis klein 3DGP-Vizepräsident Dr. Bernd-Oliver Maier, Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, Preisträger Dr. Markus Günther, DPS-Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Sitte, Juryvorsitzender Prof. Dr. Boris Zernikow © Krisztina Turna„Für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen sollte ein unkomplizierter Zugang zu Angeboten der Hospizarbeit und Palliativversorgung selbstverständlich sein.“ erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey bei der Verleihung des Kommunikationspreises der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutschen PalliativStiftung (DPS) in Berlin.

„In einer solchen Situation rücken schwierige Entscheidungen ebenso wie das Sterben, der Tod und die Trauer näher. Umso wichtiger sind Profis in Medienberufen, die über eine gute Hospiz- und Palliativkultur berichten. Wenn öffentlich mehr und selbstverständlicher über Sterben und Tod gesprochen wird, dann fällt es jedem und jeder Einzelnen auch leichter, über die eigene Situation mit allen Beteiligten zu sprechen“.

Kommunikationspreis klein 1Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey gratuliert den Nominierten Uwe Vilz, Roman Knie, Dr. Karla Krause, Stefan Weiller und Dr. Markus Günther (v.l.n.r.) © Krisztina TurnaSie überreichte heute in Berlin den mit 10.000 Euro dotierten Preis an Dr. Markus Günther für dessen Essay „Du musst kämpfen“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Weitere vier hervorragende Medienarbeiten von Dr. Patrick Hünerfeld, Stefan Weiller, Dr. Karla Krause sowie Uwe Vilz, Roman Knie und Sara Rojo waren von einer Fachjury für den Kommunikationspreis nominiert.

Kommunikationspreis klein 8„Es erfordert Mut und Vertrauen, sich in schwerer Krankheit Fragen der Medien zu öffnen und ein Stück des Weges öffentlich begleiten zu lassen.“ betonte Dr. Bernd-Oliver Maier, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. „Mit durchaus kritischem Blick versuchen wir Patientinnen und Patienten vor unangemessenen medialen Inszenierungen zu schützen. Umso beeindruckender sind die für den Kommunikationspreis nominierten Arbeiten, deren Autorinnen und Autoren auf bemerkenswert einfühlsame und zurückhaltende Weise die Leser, Hörer und Zuschauer an den Themen und Entscheidungen sterbender Menschen und ihrer Familien teilhaben lassen.“

PRESSEMITTEILUNG

SHORTLIST

PROGRAMM PREISVERLEIHUNG

 

Köln: DGP-Vize beklagt „schleppende“ HPG-Umsetzung in punkto Palliativdienste

Maier KKVDZweieinhalb Jahres nach Inkrafttreten des Hospiz- und Palliativgesetzes (HPG) wurde bei der kürzlichen Fachtagung „Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus“ des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands (kkvd) eine Zwischenbilanz gezogen.

Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Dr. Bernd-Oliver Maier, Wiesbaden, hob insbesondere die aus DGP-Sicht „schleppende“ Umsetzung des HPG in punkto Palliativdienste im Krankenhaus hervor. Vorrangig sei zukünftig, deren Implementierung mittels verlässlicher Rahmenbedingungen für alle und realistischer Refinanzierung voranzutreiben. Der interdisziplinäre Austausch zwischen allen Beteiligten sei ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der Konzepte.

Die Tagung wurde unterstützt von der Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland.

PRESSEMITTEILUNG KKVD
DGP ZU PALLIATIVDIENSTEN

Deutsche Gesellschaft
für Palliativmedizin e. V.
Aachener Straße 5
10713 Berlin

T 030 / 30 10 100 - 0
F 030 / 30 10 100 - 16
dgp@dgpalliativmedizin.de
www.dgpalliativmedizin.de

© 2018 Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.