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Sektion Ernährung der DGP veröffentlicht Handreichung zur Begleitung beim Freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken

FVET 2Die Sektion Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat heute die Online-Broschüre "Zur Begleitung beim Freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)" veröffentlicht. So schreiben die beiden Ernährungswissenschaftlerinnen und Sektionssprecherinnen Dr. Maria Bullermann-Benend und Dr. Maike Groeneveld in ihren Vorbemerkungen: „Diese Handreichung richtet sich in erster Linie an alle Berufsgruppen und Ehrenamtlichen, die Personen begleiten, welche ihren Sterbeprozess durch einen freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken verkürzen möchten.“

Damit ist laut Arbeitsdefinition im Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zum Freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken aus dem Jahr 2019 gemeint: „Beim freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET) entschließt sich eine entscheidungsfähige Person aufgrund unerträglichen anhaltenden Leidens freiwillig und bewusst, auf Essen und Trinken zu verzichten, um den Tod frühzeitig herbeizuführen.“

Die aus ernährungstherapeutischer Sicht gebündelten Informationen sollen u.a. dazu beitragen, zu erwartende Begleiterscheinungen zu vermeiden oder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren sowie dem sterbewilligen Menschen ein selbstbestimmtes und gleichzeitig achtsam begleitetes Sterben in Würde zu ermöglichen. Im Text wird außerdem zu einem Fragebogen verlinkt, mit dessen Hilfe das Begleitungsteam die individuellen Wünsche und Vorlieben des Patienten oder der Patientin dokumentieren kann.

Die Handreichung ist als 40-seitige Broschüre im Kitteltaschenformat angelegt, die zunächst online zur Verfügung gestellt wird.

BROSCHÜRE: HANDREICHUNG ZUR BEGLEITUNG BEIM FVET
FVET: FRAGEBOGEN ZUR VORBEREITUNG
DGP POSITIONSPAPIER: FREIWILLIGER VERZICHT AUF ESSEN UND TRINKEN

14. DGP-Kongress 28.9.-1.10.22 in Bremen: Abstract Call bis zum 18. März verlängert

Die Frist zur Einreichung von Abstracts für den 14. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) wird bis zum 18. März 2022 verlängert. Angenommene Abstracts ergänzen das Kongressprogramm in Form von Best-Abstract-Vorträgen einer wissenschaftlichen Sitzung oder als digitales Poster. Die Abstracts werden im Anschluss an den DGP-Kongress in der Zeitschrift für Palliativmedizin des Thieme Verlags veröffentlicht. Hier finden Sie nähere Informationen und das Einreichungsformular:

ABSTRACTCALL FÜR DGP KONGRESS

DGP 2022 I NEWSLETTER 01

Online: Sessionplaner für 14. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin I "Palliativversorgung - Segeln hart am Wind" I 28.9.-1.10.2022 I Bremen I Vor Ort & Online

Der Sessionplaner für den 14. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 28.9. bis zum 1.10.2022 in Bremen steht ab sofort online zur Verfügung: Nun können Sie sich gezielt durch das wissenschaftliche Programm der vier Tage zum Thema "Palliativversorgung - Segeln hart am Wind" klicken, um Näheres zu Themen, Referent:innen, Formaten und Terminen in Erfahrung zu bringen. Als Kongresspräsidium laden zu dem hybriden Kongress ein: Prof. Dr. Henrikje Stanze, Bremen, Prof. Dr. Christian Junghanß, Rostock, und Prof. Dr. Anne Letsch, Kiel.

Da der Sessionplaner fortlaufend aktualisiert wird, sind Änderungen vorbehalten.

PROGRAMM DGP 2022

KONGRESSWEBSITE

 

Filmheft zu "In Liebe lassen" erschienen I Diverse Anknüpfungspunkte für Studierende und Mitarbeitende in der Palliativversorgung

Mit einem ausführlichem Film-Heft stellt das Institut für Kino und Filmkultur den französischen Spielfilm "In Liebe lassen" von Regisseurin Emmanuelle Bercot vor. Der Film startete am 20. Januar im Verleih von Studiocanal und ist aktuell bundesweit in zahlreichen deutschen Kinos zu sehen.

Dazu heißt es: "Was würden Sie tun, wenn Sie erfahren, dass Sie unheilbar krank sind und nur noch weniger als ein Jahr zu leben hätten? Mit dieser niederschmetternden Diagnose wird Benjamin Boltanski, ein 39-jähriger französische Schauspiellehrer, zu Beginn des Films durch den Onkologen und Palliativmediziner Dr. Eddé konfrontiert. Durch seine Multiperspektivität gelingt es dem Film eindrucksvoll, aus verschiedenen Blickwinkeln von den Herausforderungen für den Sterbenskranken, seine Angehörigen und die ihn behandelnden, pflegenden und betreuenden Menschen auf der Palliativstation zu erzählen. Die verschiedenen Figuren des Films stehen dabei stellvertretend für die verschiedenen Lebensbereiche und Aspekte des Umgangs mit Sterben und Tod.

Das eindrucksvolle Drama bietet durch das zentrale Thema "Sterben und Tod" zahlreiche Anknüpfungspunkte für Schule (Religion und Ethik) und Erwachsenenbildung (z.B. Hospizarbeit). Darüber hinaus ist dieser Film auch für Studierende und Mitarbeitende im Bereich der Palliativversorgung (Palliative Care) geeignet. Für angehende und praktizierende Palliativmediziner:innen können vor allem die vielen Gespräche zwischen Dr. Eddé und Benjamin zur Analyse der Arzt-Patient-Kommunikation und der Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung dienen."

Das neue Film-Heft von Michael M. Kleinschmidt, das auch einen exklusiven Aufsatz der Münsteraner Palliativmedizinerin Dr. Katrin Schlack enthält, steht auf der Website des Instituts für Kino und Filmkultur im Bereich "Begleitmaterialien" zur Verfügung.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat den Kinostart des Films durch diverse Aktivitäten begleitet.

FILMHEFT IN LIEBE LASSEN

DGP FILMPARTNERSCHAFT

Oberverwaltungsgericht NRW: Kein Zugang zum Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital zum Zweck der Selbsttötung

Das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

"Kein Zugang zum Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital zum Zweck der Selbsttötung: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn ist nicht verpflichtet, schwerkranken Menschen, die den Entschluss zum Suizid gefasst haben, hierfür den Erwerb des Betäubungsmittels Natrium-Pentobarbital zu erlauben. Das hat das Oberverwaltungsgericht heute in drei Verfahren entschieden und damit Urteile des Verwaltungsgerichts Köln bestätigt."

Zur Entscheidung und Begründung:

OVG NRW PRESSEMITTEILUNG

Zur Berichterstattung in den Medien:

AUS DEN MEDIEN

Fünf Parlamentarier legen Entwurf zur Neuregelung der Suizidbeihilfe vor I Palliative Versorgung und Suizidprävention stärken

Parlamentarier aller Bundestagsfraktionen außer der AfD haben heute einen Vorschlag für die Neuregelung der Suizidbeihilfe präsentiert. "Wir wollen den assitierten Suizid ermöglichen, aber wir wollen ihn nicht fördern." so einer der Initiatoren SPD-Abgeordneter Prof. Dr. Lars Castellucci in Berlin. Außerdem forderten die Abgeordneten eine Stärkung der Suizidprävention in Deutschland. Aktuelle Medienbeiträge zur Präsentation des Gesetzentwurfes finden Sie hier:

AUS DEN MEDIEN

GESETZENTWURF UND ANTRAG

15 Kinos sind Sonntag dabei: Live-Podium zum Film „In Liebe lassen“ mit DGP-Präsidentin Claudia Bausewein I DGP vergibt Kinofreikarten

Was verbindet Aachen, Aschaffenburg, Bochum, Cottbus, Darmstadt, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Frankfurt, Leipzig, Marburg, Münster, Neustadt/Weinstraße, Nürnberg und Trier? In all diesen Städten zeigen Kinos am Sonntag, 23. Januar, ab etwa 15 Uhr nicht nur den Film „In Liebe lassen“, sondern bieten Zuschauer:innen anschließend in einer digitalen Live-Podiumsdiskussion die Chance, ihre Fragen per WhatsApp oder SMS direkt aus dem Kino zu stellen.

Bundesweit aus 15 Kinos: Nach dem Film Fragen an das digitale Live-Podium!

Und zwar an dieses Podium: Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum München, diskutiert gemeinsam mit Boris Knopf, Mitgründer des Würdezentrums Frankfurt und Letzte Hilfe Deutschland, und Dr. Paul Timmermanns, Geschäftsführer der Bundes-Hospiz-Akademie und Hospiz macht Schule, Fragen rund um das Abschiednehmen von geliebten Menschen und wie diese begleitet werden können. Dies unter Moderation von Marco Ammer, Schauspieler und Sterbe- und Trauerbegleiter.

Kinofreikarten für Sie I Ihr Eindruck zu Film & Diskussion für uns

Wir sind sehr gespannt auf dieses Gespräch und vor allem auf die Fragen der Zuschauer:innen aus den vierzehn beteiligten Kinos! Wer Lust hat, vor Ort dabei zu sein, schicke bitte eine E-Mail an redaktion@palliativmedizin.de: Wir verteilen 5 x 2 Kinofreikarten!

Mit einer Bitte: Schreiben Sie uns bitte nach Film & Diskussion gern einen Satz, was Sie besonders berührt oder beschäftigt hat!

BETEILIGTE KINOS LIVE PODIUMSDISKUSSION

INTERVIEW MIT CLAUDIA BAUSEWEIN IM ARTHAUS MAGAZIN

 

 

DGP verleiht 2022 zum 15. Mal Anerkennungs- & Förderpreis Ambulante Palliativversorgung

Die Ausschreibung richtet sich an Personen, Gruppierungen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Qualitätsentwicklung der ambulanten Palliativversorgung verdient gemacht haben. Anerkennungs- und Förderpreis bedeutet, dass bereits geleistetes Engagement anerkannt und gleichzeitig eine zukünftige Weiterführung gefördert wird.

Wesentlicher Beitrag zur ambulanten Palliativversorgung

Die eingereichten Projekte sollten einen wesentlichen Beitrag zur ambulanten Palliativversorgung darstellen und über den eigenen Bereich hinaus wirken. Der entsprechende Nachweis muss durch Forschungs- und Projektbeschreibungen, Fachgutachten bzw. entsprechende Publikationen erfolgen. Arbeiten können von allen in der Palliativversorgung tätigen Berufsgruppen eingereicht werden.

Die prämierten Arbeiten werden im Rahmen des 14. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 28.9. bis 1.10.2022 in Bremen ausgezeichnet. Weitere Informationen sind hier abrufbar:

AUSSCHREIBUNG 2022

ANERKENNUNGS- UND FÖRDERPREIS AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG

„In Liebe lassen“ startet in Partnerschaft mit der DGP I Lassen Sie uns anlässlich dieses berührenden Films ins Gespräch kommen!

Am 20. Januar kommt der Film „In Liebe lassen“ von Emmanuelle Bercot um den 40-jährigen krebserkrankten Schauspiellehrer Benjamin (Benoit Magimel) und seine Mutter Crystal (Catherine Deneuve) in die Kinos. Den behandelnden Arzt Dr. Eddé spielt der New Yorker Onkologe und Laiendarsteller Dr. Gabriel Sara. Bercot lernte ihn während einer US-Tournee kennen: "Sein medizinischer Ansatz und seine persönliche Präsenz faszinierten sie so stark, dass sie ihn mit einer der Hauptrollen betraute."

Die DGP hat sehr gern das Angebot einer Filmpartnerschaft angenommen, um auch auf diesem Wege für die Situation, Fragen und Anliegen der von schwerer Krankheit Betroffenen zu sensibilisieren. Entsprechend wird DGP-Präsidentin Claudia Bausewein im Filmflyer zitiert: „Jemanden in Liebe gehen zu lassen, ist vermutlich das größte und schwerste Geschenk an einen geliebten Menschen; ebenso schmerzhaft kann es sein, jemanden in Liebe zurückzulassen. Lassen Sie uns anlässlich dieses berührenden Films ins Gespräch kommen, wie ein gemeinsamer Weg mit Hilfe der Palliativversorgung gelingen kann.“

So wird Prof. Dr. Claudia Bausewein am Sonntag, 23. Januar, an einer Online-Podiumsdiskussion teilnehmen, die im Anschluss an den Film nicht nur in verschiedenen Kinos ausgestrahlt wird, sondern direkt auch die Fragen der Zuschauer:innen aufgreift. Welche Kinos sich daran beteiligen und wie sich Claudia Bausewein im Interview mit einem Filmmagazin äußert, wird ab kommender Woche auf der DGP-Website zu finden sein.

FILMTRAILER

Hörenswertes ARD radiofeature: "Sterben nach Plan I Doku über den assistierten Suizid"

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin weist auf das aktuelle ARD radiofeature "Sterben nach Plan I Doku über den assistierten Suizid" von Martina Keller hin, welches in einer knappen Stunde Folgendes beleuchtet: „Jeder Mensch hat das Recht auf Hilfe zum Suizid, sagt das Bundesverfassungsgericht. Ein Urteil mit Folgen: Sterbehilfevereine rüsten auf, Altenheime ringen um Haltung, Psychiater sorgen sich um Menschen in Lebenskrisen. Die einen feiern die Entscheidung als Sieg der persönlichen Autonomie. Die anderen fürchten gesellschaftlichen Druck auf Alte, Kranke, psychisch Beeinträchtigte. Die Verfassungsrichter wollen den Suizid nicht zu einer gesellschaftlichen Normalität werden lassen. Doch lässt sich das verhindern?“

das ARD radiofeature "Sterben nach Plan I Doku über den assistierten Suizid

 

 

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