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Heute veröffentlicht: Empfehlungen für psychosoziale Unterstützungsmaßnahmen für Eltern und erwachsene Kinder

belastungen 2In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wurde heute die Broschüre „Zum Umgang mit Belastungen am Lebensende – Empfehlungen für psychosoziale Unterstützungsmaßnahmen für Eltern und erwachsene Kinder“ der Projektgruppe Dy@EoL am Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover online veröffentlicht.

Im Vorwort schreiben die Herausgeber*innen Dr. phil. Franziska A. Herbst, Laura Gawinski, Prof. Dr. rer. medic. Stephanie Stiel und Prof. Dr. med. Nils Schneider: „Die vorliegende Handlungsempfehlung bietet einen wissenschaftlich fundierten Ansatz zur praxisnahen psychosozialen Unterstützung für (1) schwerstkranke erwachsene Kinder und deren Eltern(teile) und (2) schwerstkranke Eltern(teile) und deren erwachsene Kinder.“ Die Empfehlungen wurden auf Grundlage der empirischen Daten – erhoben innerhalb des Projekts „Dy@EoL – Interaktion am Lebensende in Dyaden von Eltern und erwachsenen Kindern“ – formuliert und richten sich an professionell und ehrenamtlich Mitarbeitende in der stationären und ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung.

Die Broschüre steht online zur Verfügung und wird als Druckexemplar der ersten Ausgabe der Zeitschrift für Palliativmedizin im neuen Jahr beigefügt.

ZUM UMGANG MIT BELASTUNGEN AM LEBENSENDE

ARD-Ausstrahlung "GOTT": Offener Brief aus Palliativmedizin & Suizidprävention an Ferdinand von Schirach

Im ARD-Gemeinschaftsprogramm Das Erste wird am Montag, 23.11., der Spielfilm „GOTT von Ferdinand von Schirach“ ausgestrahlt: Ein fiktionaler Ethikrat diskutiert das Anliegen eines 78-jährigen gesunden Mannes, der sein Leben beenden will. Nach dem Film unter den Überschriften „Unter welchen Umständen darf man einem Menschen helfen, sich das Leben zu nehmen? Muss der Staat selbstbestimmtes Sterben ermöglichen?“ sind die Zuschauer*innen zu einer Live-Abstimmung aufgefordert, deren Ergebnis im Rahmen des Magazins „hart aber fair“ bekanntgegeben und erörtert wird.

Die Unterzeichner*innen eines offenen Briefes an Ferdinand von Schirach aus Palliativmedizin, Suizidologie und Psychiatrie/Psychologie begrüßen die mittels des Buches, Theaterstücks und Films geförderte öffentliche Debatte sehr. Sie möchten diesen Diskurs jedoch zum Anlass nehmen, wissenschaftliche Erkenntnisse aus Suizidprävention und Palliativmedizin in die Diskussion ergänzend einzubringen: „In einem Spiegel-Interview vom Frühjahr diesen Jahres sagten Sie, alle Argumente seien in dem Stück genannt. Dem möchten wir widersprechen. Die handelnden Personen entsprechen zum Teil einem Zerrbild und auch die Fakten entsprechen zum Teil nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Auch fehlen die Positionen der modernen Suizidprävention." 

Weiter heißt es: "Darüber hinaus entsprechen weite Teile der Diskussion nicht der eigentlichen Frage. Sie lautet nicht: Gibt es ein Recht auf einen Suizid? Sie lautet: Gibt es einen Rechtsanspruch auf einen assistierten Suizid?“

Das Thema bewegt viele Menschen. Dies betrifft besonders auch Angehörige und alle, die in ihrem beruflichen Umfeld mit suizidalen Menschen zu tun haben. Denn nur mit einer offenen und den Sterbewunsch akzeptierenden Haltung kann es gelingen, mit Menschen, die so nicht mehr leben wollen oder können, in ein ernsthaftes Gespräch zu kommen.

OFFENER BRIEF SUIZIDPRÄVENTION PALLIATIVMEDIZIN

FAZ: KRITIK AN VON SCHIRACHS "GOTT"

Reaktionen auf den offenen Brief:

REPLIK AUF OFFENEN BRIEF AN FERDINAND VON SCHIRACH

FAZ: STREIT UM SCHIRACHS "GOTT": MEDIZINER GEGEN MEDIZINER

 

Zwanzig Schlüsselbegriffe in der Palliativversorgung: Gemeinsame Broschüre der AG Linguistik & Medizin, FAU Erlangen-Nürnberg, und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

schlüsselbegriffeDie Arbeitsgruppe Linguistik & Medizin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ein Handbuch „Schlüsselbegriffe in der Palliativversorgung“ im Broschürenformat herausgegeben, das wir der Novemberausgabe der Zeitschrift für Palliativmedizin beilegen. In der Autorenschaft von Joachim Peters, M.A., Dr. Dr. Maria Heckel und Prof. Dr. Christoph Ostgathe ist ein Überblick über 20 wesentliche Begriffe zwischen „Autonomie, Selbstbestimmung“ und „Wertschätzung, wertschätzend“ und deren Bedeutung entstanden – dies auf der Grundlage der linguistischen Auswertung der wichtigsten deutschsprachigen Fachveröffentlichungen zur Palliativversorgung der Jahre 2000 bis 2020.

SCHLÜSSELBEGRIFFE IN DER PALLIATIVVERSORGUNG

Weitere Schlüsselbegriffe werden in den nächsten Wochen online in ihrer Geschichte, ihrem Bedeutungsspektrum, den Diskussionen zum Begriff und den jeweiligen Kollokationen ergänzt und nachzulesen sein:

www.uker.de/pm-handbuch

Unter dem Dach der DGP nun achtzehn Arbeitsgruppen im Austausch – Neu: AG Junge DGP und AG Digitalisierung

Zwei neue Arbeitsgruppen nehmen in diesen Tagen ihre Tätigkeit in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) mit Engagement und zahlreichen Ideen auf: Mit der AG „Junge DGP“ und der „AG Digitalisierung“ sind nun 18 multiprofessionelle Arbeitsgruppen innerhalb der DGP im fachlichen Austausch.

Die AG „Junge DGP“ wurde unter großer Beteiligung im Rahmen einer virtuellen Sitzung am 20.10. gegründet und soll Berufsanfänger*innen wie auch Auszubildenden und Studierenden im Themenfeld der Palliativversorgung als Anlaufstelle dienen. Die Sprecherinnen Alexandra Scherg und Julia Wikert skizzieren als mögliche Schwerpunkte der multiprofessionellen AG „Junge DGP“:

  • Vernetzung junger Menschen im Feld der Palliativversorgung
  • Wissenschaftlicher Austausch in der „Peergroup“
  • Etablierung eines Mentoring Programms
  • Inhaltliche Arbeit in berufsgruppenübergreifenden oder -spezifischen Projekten (z.B. Mitarbeit bei der Etablierung eines FA Palliativmedizin, Multiprofessionelle Lehre)
  • Enge Kooperation mit den Arbeitsgruppen Bildung und Forschung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf

AG JUNGE DGP

Die AG Digitalisierung wurde am 29.10. ebenfalls virtuell gegründet und möchte der Frage „Digital und Palliativ – geht das?“ auf den Grund gehen. Für den Austausch der in der AG vertretenen verschiedenen Berufsgruppen sind laut der Sprecherinnen Elisabeth Trifas und Isabel Burner-Fritsch diese ersten Ziele in den Blick genommen:

  • Eruierung bereits bestehender digitaler Konzepte und Projekte im Hospiz-und Palliativbereich
  • Austausch und Erfahrungsberichte zu diesen Konzepten
  • Erarbeitung von Qualitätsstandards für digitale Projekte im Hospiz- und Palliativbereich
  • Ausarbeitung von möglicherweise hilfreichen digitalen Strukturen im Hospiz-und Palliativbereich

AG DIGITALISIERUNG

Beide Arbeitsgruppen freuen sich auf weitere interessierte DGP-Mitglieder, die sich bitte bei Steven Kranz unter steven.kranz@palliativmedizin.de melden.

DGP unterstützt Erklärung der Wissenschaftsorganisationen zur Coronavirus-Pandemie: "Die Situation ist ernst"

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin unterstützt die heutige gemeinsame Erklärung sechs großer Wissenschaftsorganisationen zur Coronavirus-Pandemie "Es ist ernst". Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP und Mitglied der Leopoldina, betont: "Nur in gemeinsamer gesellschaftlicher Verantwortung für die bereits durch Krankheit Belasteten oder Gefährdeten können wir dazu beitragen, die Anzahl der intensiv- und ggf. palliativmedizinisch zu versorgenden Menschen so gering wie möglich zu halten." Dies auch im Sinne derjenigen, die ganz nah und eng in die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen eingebunden sind.

"Es ist unbedingt zu schauen", ergänzt DGP-Vizepräsident Urs Münch, "wie außerdem die psychischen Folgen der Pandemie so gering wie möglich gehalten werden". Münch verweist auf die entsprechenden "Empfehlungen der DGP zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona Pandemie aus palliativmedizinischer Perspektive".

Gemeinsame Erklärung der Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina:

Wissenschaftsorganisationen zur Coronavirus-Pandemie: Die Situation ist ernst

DGP Empfehlungen zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona-Pandemie

 

Messe LEBEN UND TOD komplett digital: Schauen Sie am 23. & 24.10. online vorbei!

Die als Hybridveranstaltung von Freiburg aus geplante Messe "LEBEN UND TOD" findet  nun doch als komplett digitaler Kongress am Freitag, 23. Oktober, und Samstag, 24. Oktober, statt - dies rund um die Themen Hospiz, Palliative Care, Trauerbegleitung und Bestattungskultur. Die digitalen Besucher*innen erwartet ein prall gefülltes Programm mit Vorträgen, Workshops und Rahmenprogramm. Die offenen Vorträge und die virtuelle Ausstellung können kostenfrei besucht werden. Für die Fachvorträge ist eine Anmeldung erforderlich: Das Einzelticket für beide Tage kostet 39,- Euro, das Gruppenticket ab 3 Personen 89,- Euro. Anmeldungen unter: http://www.leben-und-tod.de/freiburg/digital/

Projekt im BMBF-geförderten Netzwerk Universitätsmedizin zu Covid-19: „Nationale Strategie für Palliativversorgung in Pandemiezeiten" (PallPan)

Im Kampf gegen Covid-19 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das neu gegründete Netzwerk Universitätsmedizin. Das Netzwerk hat zum Ziel, die Corona-Pandemie durch optimale Abstimmung und Zusammenarbeit schneller und effektiver zu bekämpfen; alle Aktivitäten sollen zu einer „Pandemic Preparedness“ beitragen. Dazu heißt es auf der Website des BMBF: "Die durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2) verursachte Pandemie stellt Deutschland wie auch die Staaten weltweit vor sehr große Herausforderungen. Für die Behandlung der erkrankten Patientinnen und Patienten werden die wirksamsten Konzepte und Therapien benötigt."

Eines der 13 Projekte, die vom Netzwerk Universitätsmedizin in enger Verbindung von Forschung und Versorgung gemeinsam in Angriff genommen werden, widmet sich der Erarbeitung einer „Nationalen Strategie für Palliativversorgung in Pandemiezeiten“ (PallPan): "In diesem Projekt werden auf wissenschaftlicher Basis Handlungsempfehlungen und Informationsmaterialien erstellt, um schwerkranke und sterbende Menschen auch in Pandemiezeiten bestmöglich versorgen und ihre Belange – sowie die Belange ihrer Angehörigen – berücksichtigen zu können. Es handelt sich hierbei um den bisher größten strukturierten Zusammenschluss der Palliativmedizin in einem Forschungsprojekt in Deutschland."

Die palliativmedizinischen Einrichtungen des LMU Klinikums und der Universitätsklinik zu Köln koordinieren gemeinsam das PallPan-Projekt. Am Projekt beteiligt sind die Universitätsklinika in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Erlangen, Freiburg, Göttingen, Hannover, Jena, Köln, München, Rostock und Würzburg. Die Gesamtleitung haben Prof. Dr. Claudia Bausewein vom LMU Klinikum München und Prof. Dr. Steffen Simon von der Uniklinik Köln.

Im Rahmen von PallPan soll die aktuelle Pandemiesituation in Bezug auf die Begleitung Schwerkranker und Sterbender aufgearbeitet werden. Dazu werden verschiedene Interviewstudien und Umfragen auch unter Palliativversorgern durchgeführt. Die Projektleiter*in Prof. Bausewein und Prof. Simon würden sich über eine rege Beteiligung von DGP-Mitgliedern freuen.

BMBF FÖRDERT NETZWERK UNIVERSITÄTSMEDIZIN ZU COVID-19

PALLPAN: PALLIATIVVERSORGUNG IN PANDEMIEZEITEN

Teilnahmebescheinigungen für 13. DGP-Kongress stehen ab sofort zur Verfügung

Den digitalen Besucherinnen und Besuchern des 13. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zu "Kontroversen am Lebensende" vom 9.-12.9.20 stehen ab sofort ihre Teilnahmebescheinigungen mittels der Kongresswebsite zur Verfügung: www.dgp2020.de

DGP-Sektion veröffentlicht Zwischenbilanz zur Sozialen Arbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung in Zeiten der Pandemie

Die Sektion Soziale Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin hat eine Zwischenbilanz zum Thema "Soziale Arbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung in Zeiten der Pandemie" veröffentlicht. Lesen Sie gern hier: https://www.dgpalliativmedizin.de/images/200920_Stellungnahme_Soziale_Arbeit.pdf

Anhörung Deutscher Ethikrat

Vorträge und Diskussionen zur Perspektive der Palliativversorgung im Rahmen der Öffentlichen Anhörung "Phänomenologie der Sterbe- und Selbsttötungswünsche" 17.12.20 (Videoaufzeichnung des Deutschen Ethikrats)


Prof. Dr. Raymond Voltz: Sterbewünsche und Suizidbegehren

 


Prof. Dr. Claudia Bausewein: Suizidalität im Kontext palliativer Versorgung


Diskussion zu den Vorträgen von Prof. Dr. Raymond Voltz und Prof. Dr. Barbara Schneider

 


Diskussion zu den Vorträgen von Prof. Dr. Claudia Bausewein und Prof. Dr. Reinhard Lindner

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