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Kann Sterbehilfe eine Handlungsoption in der Palliativversorgung sein? / Palliativkongress im Diskurs zu schwierigen Kontroversen am Lebensende / Einfluss der Pandemie auf Versorgung Schwerstkranker

Wiesbaden, 09.09.2020. „Die gesellschaftliche Solidarität mit schwachen, schwerkranken, alten und isolierten Menschen ist mehr denn je gefordert.“ so der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und Kongresspräsident Dr. Bernd-Oliver Maier zur Eröffnung des 13. DGP-Kongresses: „Es geht nicht nur darum, wie wir gefährdete Personengruppen vor einer Corona-Infektion schützen können. Ebenso wichtig ist es, Menschen mit einer weit fortgeschrittenen lebensbegrenzenden Erkrankung, einem schweren Covid-19-Verlauf oder Multimorbidität im Alter auch unter er-schwerten Bedingungen Lebensqualität zu ermöglichen.“

„Das Leitmotiv des Kongresses steht für die Themen, die uns in der DGP bewegen und für die es keine einfachen Lösungen gibt.“

Auf der anderen Seite melden sich seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu §217 StGB vermehrt Angehörige von Menschen, die so nicht mehr weiterleben möchten und ihnen Nahestehende um Hilfe bitten. So kann der heute eröffnete Palliativkongress der DGP fast als Auftakt der für diesen Herbst erwarteten erneuten Sterbehilfedebatte gelten, denn diese ist zentral bei den „Kontroversen am Lebensende“. „Das Leitmotiv des Kongresses steht für die Themen, die uns in der DGP bewegen und für die es keine einfachen Lösungen gibt.“ erklärte DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch und nannte beispielhaft die Darstellung des Lebensendes in den Medien, den Umgang mit der Sterbehilfe nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, den Einfluss der Pandemie auf die Hospiz- und Palliativversorgung: „Das vergangene halbe Jahr hat alle Beteiligten enorm gefordert.“

kongress PKPressekonferenz zur Eröffnung des Kongresses (v.l.n.r.): Kongresspräsidium Dr. Kurt W. Schmidt, Michaela Hach, Dr. Bernd-Oliver Maier & DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch. Zugeschaltet: Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe © Lie Römerrade jetzt dürfe deshalb nicht nachgelassen werden in den Bemühungen um eine flächendeckend hochwertige Hospiz- und Palliativversorgung, betonte auch Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe. „Trotz der durchaus erfolgreichen Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland sehen wir nach wie vor auch Defizite. Insbesondere im ländlichen Bereich ist die palliativmedizinische Versorgung noch lückenhaft. Auch die universitäre palliativmedizinische Ausbildung lässt in der Breite weiterhin zu wünschen übrig. Hier sehen wir die Politik gefordert, sich dieser noch unbefriedigenden Situation dringend anzunehmen.“

Die enge Kooperation von Onkologie und Palliativmedizin ist unerlässlich

Mit ein Grund für die Deutsche Krebshilfe, den DGP-Kongress besonders in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Schließlich sei die enge Kooperation von Onkologie und Palliativmedizin unerlässlich: Onkologische Therapien wirken länger in die Palliativversorgung hinein und eine palliativmedizinische Mitbehandlung ist zu einem viel früheren Zeitpunkt einer Krebserkrankung sinnstiftend, erläutert Dr. Bernd Oliver Maier, Chefarzt für Palliativmedizin und Onkologie in Wiesbaden.

„Gerade weil der Kongress „Kontroversen am Lebensende“ zum Thema hat, muss dem fachlichen Austausch über ethisch brisante Themen besonderer Raum gegeben werden“, erklärt Kongresspräsident Dr. Kurt W. Schmidt, Leiter des Zentrums für Ethik in der Medizin, Frankfurt/M.: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wird auf dem Kongress beispielsweise die ethisch provokante Frage gestellt: Muss nun „Sterbehilfe“ eine Handlungsoption in der Palliativversorgung sein? Diese Frage ist gerade deshalb so herausfordernd, weil sie im Kern die Werthaltungen jedes Einzelnen, jedes Palliativteams und letztlich der gesamten Fachgesellschaft betrifft. „Es geht um nichts weniger als um Werthaltungen und Gewissensentscheidungen, kurz: um meine eigene Identität“ so Schmidt, „ und um die stets neue Frage, wie medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften die Pluralität von Meinungen in ethisch brisanten Fragen unter einem Dach versammeln können, ohne ihr Profil zu verlieren.“

Perspektivwechsel mit Gästen aus Medien und Kultur

Zu diesem kontroversen Austausch gehöre unbedingt auch der Perspektivwechsel, so Schmidt, deshalb freue sich das Kongressteam ganz besonders auf Gäste aus Medien und Kultur, die auf ihre Weise Fra-gen zur Gestaltung des Lebensendes lebendig werden lassen: Ob TV-Journalistin Sandra Maischberger zu „Palliativversorgung in den Medien“ oder Autor Wladimir Kaminer zur „Bedeutung von Heimat am Lebensende“, ob wechselnde Akteure im Rahmen einer „Palliative Performance“, Filmregisseur Ingo Häckes in begleitenden Youtube-Streams oder das Cartoonistenduo Rattelschneck im ´Sargbau´-Film, all dieses u.v.a.m. ermögliche es, „über den Tellerrand zu schauen“.

Wichtig ist der DGP, so Kongresspräsidentin Michaela Hach, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung und Geschäftsführerin des Fachverbandes SAPV Hessen e.V. in Wiesbaden, dass auch bei „ausschließlich digital“ die rund 800 Teilnehmer*innen an den Bildschirmen abwechslungsreiche Gelegenheiten zum interprofessionellen Austausch und zur kollegialen Begegnung sowohl in acht Plenarveranstaltungen, zwölf Parallelsitzungen sowie 12 praxisrelevanten Workshops als auch in diversen Chaträumen nutzen können – bis es zum Abschluss heißt: „Das Ende naht“ mit der skurrilen Kongressnachlese von Marcus Weimer und Olav Westphalen alias Rattelschneck.

13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), 9.-12.9.20: www.dgp2020.de

PRESSEINFORMATION

Fachpsychologin/Fachpsychologe Palliative Care (BDP-DGP): Zertifizierungssystem ist heute an den Start gegangen

Pünktlich zum 1. September geht das neue Zertifizierungssystem der „Fachpsychologinnen Palliative Care (BDP-DGP) / Fachpsychologen Palliative Care (BDP-DGP)“ an den Start. Ab sofort können Anträge zur Zertifizierung gestellt werden. Die zur Antragstellung notwendigen Unterlagen sind auf der Homepage von ClarCert neben weiteren Informationen zum Download verfügbar.

Das Zertifizierungssystem wird in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sichergestellt.

FACHPSYCHOLOG*IN PALLIATIVE CARE

Künstlerische Therapien im palliativen und hospizlichen Kontext / DGP-Sektion bringt Flyer "Ein Song, Drama oder rosa?" heraus

"Ein Song, Drama oder rosa?": Die Sektion Künstlerische Therapien der DGP hat eine Information zum ressourcenorientierten Ansatz der Kunst-, Musik-, Theater-, Tanz-, Poesietherapie u. a. im palliativen und hospizlichen Kontext veröffentlicht; der Flyer steht ab sofort online zur Verfügung und wird zum Zeitpunkt des DGP-Kongresses auch als Printversion vorliegen. Er richtet sich an ein Fachpublikum im Rahmen von Palliative Care und informiert über Methoden und Wirkweisen künstlerischer Therapien, sowie Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten. Weitere Informationen und Links:

SEKTION KÜNSTLERISCHE THERAPIEN

FLYER KÜNSTLERISCHE THERAPIEN

„Kontroversen am Lebensende“ im Fokus des deutschen Palliativkongresses: Vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu §217 StGB bis zur Palliativversorgung in der Pandemie

nur onlineBerlin/Wiesbaden, 27.08.2020. Zu ihrem 13. Kongress zum Thema „Kontroversen am Lebensende“ lädt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 9. bis zum 12. September ein - nach aktuellem Veranstaltungsverbot für Wiesbaden findet der Kongress nun ausschließlich digital statt. „Insbesondere unter dem Eindruck dessen, was wir in den vergangenen Monaten erlebt haben, könnte die Frage nach der Gestaltung des Lebensendes nicht aktueller sein.“ so Dr. Bernd Oliver Maier, Vizepräsident der DGP und einer der drei Kongresspräsidenten, zum Leitmotiv der inhaltlich dichten vier Kongresstage im Livestream.

„In Zeiten, in denen einerseits die Selbstbestimmung bis in den Tod vehement verteidigt wird, andererseits Covid-19-Erkrankte wie auch Palliativpatient*innen kaum angemessen Abschied nehmen können, ist der gesellschaftliche wie wissenschaftliche Diskurs zur Frage ´Wie wollen wir sterben?´ absolut zentral.“, erklärt der Chefarzt für Palliativmedizin und Onkologie in Wiesbaden.

Kontroverse I: „Sterbehilfe“

Entsprechend weist DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch „Sterbehilfe“ als „DIE Kontroverse am Lebensende“ aus: „Hat ein schwerstkranker Mensch, der sich aus einer individuellen Situation für ihn unerträglichen Leids dazu entscheidet, sein Leben so nicht mehr weiterführen zu wollen, Anspruch auf staatliche bzw. ärztliche Hilfe bei der Umsetzung seines Sterbewunsches? Umgekehrt: Darf man ihn damit allein lassen? Wie kann das mögliche Leid des einzelnen Patienten abgewogen werden gegenüber einem Risiko einer freizügigen Strafrechtsregelung, die vielleicht die vulnerablen Menschen in Lebenskrisen, die Schwachen und die Randgruppen der Gesellschaft unzumutbarem Druck aussetzt? Das Recht auf Autonomie gegenüber der Gefahr der schiefen Ebene…“

Wie ein roter Faden zieht sich diese Debatte durch den Kongress: An die Plenarveranstaltungen am 10.9. „Nach der Abschaffung von §217 StGB – Wo stehen wir?“ und 11.9. „Kontroversen am Lebensende: das Beispiel der Sterbehilfedebatte“ schließt sich ein Symposium der AG Ethik der DGP an, in dem die Frage aufgeworfen wird: „Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Besteht noch Bedarf für den Freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)?“. Mit Blick in die Nachbarländer „Euthanasia in Belgium and the netherlands – a closer look“ wird am 12.9., die auch international sehr kontroverse Diskussion zur Sterbehilfe noch einmal aufgegriffen – dies unter Vorsitz des Präsidenten der European Association for Palliative Care (EAPC) Prof. Dr. Christoph Ostgathe und des Kongresspräsidenten Dr. Kurt W. Schmidt, Leiter des Zentrums für Ethik in der Medizin in Frankfurt.

Kontroverse II: „Palliativversorgung in der Pandemie“

Aktuell und erhellend zu werden verspricht auch die Plenarveranstaltung direkt am Tag der Kongresseröffnung, Mi, 9.9.: Nach dem Vortrag „Erkenntnisse, Erfahrungen und Auswirkungen der Pandemie auf die Palliativversorgung“ von Prof. Dr. Claudia Bausewein, Chefärztin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum München sowie Leiterin der dortigen Atemnotambulanz, gibt EAPC-Präsident Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Leiter der Palliativmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, einen Überblick über „Palliativversorgung in der Pandemie im  internationalen Vergleich“ und Dr. Wiebke Nehls, Oberärztin der Lungenklinik Heckeshorn in Berlin und Bereichsleitung Palliativmedizin, schließt ab mit der Frage „Lernen für die zweite Welle: Was macht uns besser?“

Kontroverse III: Palliativversorgung in den Medien“

Einen spannenden Austausch lässt ebenso die Podiumsdiskussion am Donnerstag, 10. September, erwarten: „Wie funktioniert eine Schlagzeile? – Die Perspektive von Medienprofis auf die Palliativversorgung“ mit Fernsehjournalistin Sandra Maischberger, Chefredakteur des Medienunternehmens VRM Stefan Schröder und Wissenschaftsjournalistin Dr. Regina Oehler.

Der 13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 9.-12.9.20 wird gefördert von der Stiftung Deutsche Krebshilfe. www.dgp2020.de

Für den Online-Kongress 9.-12.9. akkreditieren sich Journalist*innen bitte unter teilnehmer@kukm.de.  Die Online-Pressekonferenz findet statt am Mi, 9.9., 11 Uhr. Anmeldungen und Interviewwünsche bitte unter: redaktion@palliativmedizin.de, 030/301010013.

PRESSEMITTEILUNG

 

Nach Veranstaltungsverbot in Wiesbaden: Palliativkongress vom 9.-12.9. findet nur online statt – Präsenztickets gelten auch für digitale Teilnahme

Laut Anordnung des Gesundheitsamtes der Stadt Wiesbaden gilt ab sofort ein Verbot von Veranstaltungen in Wiesbaden mit mehr als 50 Personen. Die Allgemeinverfügung gilt mindestens für die kommenden vier Wochen und betrifft damit auch den Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vom 9.-12.9.20.  

Mit herzlichem Dank für alle Bemühungen vor Ort bzgl einer Ausnahmeregelung hat der Vorstand der DGP in einer Akutsitzung beschlossen, die vorgesehene Begrenzung auf weniger als 50 Menschen auch während des Kongresses „Kontroversen am Lebensende“ einzuhalten. Die geplante Präsenzveranstaltung ist unter den Bedingungen der gültigen Verordnung nicht durchführbar.

Als medizinische Fachgesellschaft dürfen wir keinerlei vermeidbare Risiken eingehen

Kongresspräsident und DGP-Vizepräsident Dr. Bernd Oliver Maier, Wiesbaden: „Nach intensiver Diskussion sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine medizinische wissenschaftliche Fachgesellschaft wie wir Vorreiter einer umsichtigen Vorgehensweise sein muss und keinerlei vermeidbare Risiken eingehen darf und deshalb auch keine Ausnahmeregelungen forcieren sollte. Gleichzeitig bedauern wir sehr, damit auf die direkte Begegnung vor Ort verzichten zu müssen, und bitten herzlich um Verständnis für dadurch entstehende Unannehmlichkeiten.“

„Aber wir sehen es als unseren Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, dass wir den Kongress jetzt komplett auf online umstellen. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren und wir freuen uns auf einen spannenden virtuellen Austausch zu ´Kontroversen am Lebensende´.“ Gebuchte Präsenztickets werden automatisch auf digitale Teilnahme umgebucht.

www.dgp2020.de

 

Schwerstkranke und sterbende Menschen im Fokus des Kommunikationspreises 2020: Berührende und ermutigende Medienbeiträge auf der Shortlist!

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin & Deutsche PalliativStiftung vergeben Preis in Höhe von 10.000 Euro – Fünf Nominierungen aus TV, Hörfunk, Print & Social Media – Virtuelle Preisverleihung: 18. September

Berlin, Fulda / 03.08.2020.

SHORTLIST LEBEN BIS ZULETZT

Seit heute online: Die Shortlist für den 2. Kommunikationspreis der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutschen PalliativStiftung! Die fünf nominierten Beiträge aus TV, Hörfunk, Print und Sozialen Medien bilden „die beeindruckend hohe Qualität der Einreichungen“ ab, betont Jurypräsident Prof. Dr. Boris Zernikow, Lehrstuhlinhaber für Kinderpalliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke, welcher gemeinsam mit acht Jurykolleginnen und -kollegen zunächst rund 20 Favoriten, schließlich die Shortlist aus über 60 eingereichten Arbeiten identifizierte: „Viele der behutsam erzählten Geschichten vermitteln Ermutigendes, Ehrliches und Lebensbejahendes, während gleichzeitig Raum für Hilflosigkeit und Trauer gelassen wird.“

DIFFERENZIERT UND BERÜHREND

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zeigt sich die Deutsche PalliativStiftung, welche zum zweiten Mal 10.000 Euro für diesen Kommunikationspreis im Themenfeld Palliativ- und Hospizversorgung stiftet, äußerst erfreut über „die Auswahl an differenzierten und berührenden Arbeiten“, so Dr. Dr. Eckhard Eichner, Palliativmediziner und Stiftungsratsvorsitzender der Deutschen PalliativStiftung, „in denen Anliegen schwerstkranker Menschen und ihrer Familien lebensnah und nahegehend thematisiert werden.“

LEBEN MIT STERBEN & TOD

„In den vergangenen Jahren hat sich außerordentlich viel getan in Bezug auf eine enttabuisierte Darstellung von Sterben, Tod und Trauer in den Medien“, erklärt Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Er erinnert sich noch gut z.B. an die ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod“ 2012, deren erklärtes Ziel es war, zum einen Ängste zu beleuchten und dem Verdrängen entgegenzuwirken und zum anderen ansprechende Formate für die Annäherung an diese Themen zu ermöglichen. So sei es eine besondere Ehre und Freude, dass Dagmar Reim als ehemalige RBB-Intendantin, welche damals die Themenwoche mit auf den Weg gebracht hat, nun in der Jury des Kommunikationspreises mitwirke.

PREISVERLEIHUNG

Zur virtuellen Preisverleihung und Pressekonferenz laden die Deutsche PalliativStiftung (DPS) & die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am Freitag, den 18. September ein. An einer Online-Teilnahme interessierte Medienvertreter*innen wenden sich bitte an:

Kontakt: Karin Dlubis-Mertens, Öffentlichkeitsarbeit der DGP, 030/301010013, redaktion@palliativmedizin.de

SHORTLIST 2020!

PRESSEMITTEILUNG

KOMMUNIKATIONSPREIS

JURY

 

DGP und DHPV intensivieren Zusammenarbeit für den Wegweiser und das Nationale Hospiz- und Palliativregister

DHPV unterstützt Wegweiser und RegisterHeiner Melching und Benno Bolze.© DHPVDer Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) intensivieren die Zusammenarbeit für den Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland sowie das Nationale Hospiz- und Palliativregister. Ein entsprechender Vertrag wurde heute von Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV, und Heiner Melching, Geschäftsführer der DGP, in Berlin unterzeichnet.

„Wir freuen uns sehr, die gemeinsame Arbeit am Wegweiser und am Register durch diesen Vertrag fortsetzen zu können“, so Benno Bolze. „Der Wegweiser bietet Betroffenen einen unkomplizierten und umfassenden Überblick über hospizliche und palliative Unterstützungsangebote. Das Register ist darüber hinaus ein wichtiges Instrument, um die Qualität der Hospiz- und Palliativversorgung weiter zu verbessern. Beides dient dem in der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland formulierten Anspruch, die Bedürfnisse der Betroffenen ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen und die Versorgungsstrukturen in diesem Sinne auszubauen.“

„Ich freue mich, dass der Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland und das Nationale Hospiz- und Palliativregister nun auch in dieser Form durch den DHPV unterstützt werden, zumal beide Projekte von Anbeginn an in enger Zusammenarbeit von DHPV und DGP entwickelt und begleitet wurden“, so Heiner Melching. „Insbesondere der etablierte, nutzerfreundliche und laufend aktualisierte Online-Wegweiser mit über 3.000 bundesweiten Adressen und Angeboten in neun Sprachen ist für Betroffene wie Leistungserbringer eine wesentliche Informationsquelle, deren Bedeutung durch die Unterstützung des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes noch unterstrichen wird.“

WEGWEISER HOSPIZ UND PALLIATIVVERSORGUNG

NATIONALES HOSPIZ UND PALLIATIVREGISTER

 

Spannende Debatte beim Deutschen Palliativkongress: "Nach der Abschaffung von §217 StGB - Wo stehen wir?" / Interview

"Zu großen Irritationen" habe die Diskussion um den §217 StGB wie auch die Abschaffung desselben durch das Bundesverfassungsgericht geführt, so Heiner Melching, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, in einem aktuellen Interview. Jenseits des assistierten Suizids "haben wir diverse andere Möglichkeiten, das Lebensende zu gestalten", erklärt er im Gespräch mit Dr. Kurt W. Schmidt, Kongresspräsident des 13. Kongresses der DGP vom 9.-12.9.2020, zur kontroversen Debatte um die Beihilfe zum Suizid.

Beim Palliativkongress in Wiesbaden diskutieren am 10. September Prof. Dr. Lukas Radbruch, Prof. Dr. Torsten Verrel, Prof. Dr. Raymond Voltz und Heiner Melching zum Thema "Nach der Abschaffung von §217 StGB - Wo stehen wir?" © Ingo Häckes. Näheres zum hybriden Kongress: www.dgp2020.de

INTERVIEW KURT SCHMIDT / HEINER MELCHING

www.dgp2020.de

 

Wladimir Kaminer zu Gast beim Deutschen Palliativkongress zum Thema "Heimat am Lebensende" / Interview

wladimir kaminerWarum Wladimir Kaminer gerne die Friedhöfe in Berlin und Brandenburg besucht, erzählt er im Interview mit Jan Gramm. Der Autor und DJ wird beim 13. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Wiesbaden zu Gast sein und spricht am 11. September zum Thema "Heimat am Lebensende". Außerdem ist er gespannt, ob ein Palliativkongress auch "ein Ort der Freude" sein kann. Finden Sie es mit uns heraus!

INTERVIEW JAN GRAMM / WLADIMIR KAMINER

www.dgp2020.de

 

DGP begrüßt Informationsbroschüre der KBV zu allgemeiner ambulanter Palliativversorgung incl Service- & Praxistipps

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das wichtige Thema „Palliativversorgungsmöglichkeiten der ambulanten Versorgung, Praxisbeispiele und rechtliche Hinweise“ mit der Veröffentlichung einer Informationsbroschüre aufgegriffen hat. Das neue Serviceheft der Reihe „PraxisWissen“ legt den Schwerpunkt auf die allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) zwischen Regelversorgung und spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (SAPV).

Es werden – sofern keine spezialisierte ambulante Palliativversorgung angezeigt ist – Möglichkeiten aufgezeigt, wie Hausärztinnen und Hausärzte gemeinsam mit Pflegediensten und weiteren Gesundheitsberufen schwerkranke Menschen in der Sterbephase zuhause versorgen können. Diverse Links im Serviceteil geben eine gute Orientierung und verweisen z.B. zum Online-Portal „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung“ der DGP mit über 3.000 bundesweiten Angeboten und Adressen sowie weiteren Informationen in neun Sprachen.

KBV PRAXISWISSEN ALLGEMEINE AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG

WEGWEISER HOSPIZ UND PALLIATIVVERSORGUNG

Deutsche Gesellschaft
für Palliativmedizin e. V.
Aachener Straße 5
10713 Berlin

T 030 / 30 10 100 - 0
F 030 / 30 10 100 - 16
dgp@dgpalliativmedizin.de
www.dgpalliativmedizin.de

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