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Anmeldung zu den 9. WAT 2023

Hier finden Sie das Programm als PDF: ZUM PROGRAMM

Hier finden Sie alle Informationen zu den WAT 2023: ALLES IM ÜBERBLICK

Workshops am Freitag, den 3. März 2023 von 11:00 – 13:00 Uhr
(Die Anzahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 25 begrenzt)

Meet the Experts am Samstag, den 4. März 2023 von 9:30 bis 11:00 Uhr
(Die Anzahl der Teilnehmenden ist jeweils auf 25 begrenzt)

Gemeinsamer Ausklang am Freitag, den 4. März 2023 ab 19.30 Uhr

Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühren betragen für beide Tage zusammen (inkl. Workshop & Meet the Expert, Getränke und Mittagessen an allen Veranstaltungstagen, sowie den „Gemeinsamen Ausklang“): 95,00 €.

* = Pflichtfeld

Folgend finden Sie die Beschreibungen der Inhalte und Voraussetzungen für die Workshops und Meet-the-Expert-Sitzungen.

Workshops

Dozenten: Prof. Dr. Tim Mathes, Dr. Andreas Leha

In diesem Workshop werden zunächst grundlegende statistische Maßzahlen (z.B. Relatives Risiko, Mittelwertdifferenz) zum Vergleich von Behandlungseffekten, ihre Präzision (z.B. Konfidenzintervall, p-Wert) sowie Prinzipien von Hypothesentests behandelt.

Dann werden mögliche Designs für Studien zum Vergleich der Effektivität zwischen verschiedenen Behandlungsalternativen vorgestellt (z.B. Randomisierte kontrollierte Studie, Kohortenstudie) und deren wichtigste potentielle Verzerrungsquellen (z.B. Confounding Bias, fehlende Werte) sowie Maßnahmen zu deren Vermeidung (z.B. Randomisierung, Verblindung) aufgezeigt.

Die statistischen und methodischen Aspekte werden anhand eines Beispiels aus dem Bereich der Palliativversorgung veranschaulicht.

Abschließend werden Reporting-Standards (z.B. CONSORT-Statement, STROBE) sowie hilfreiche online Ressourcensammlungen (z.B. equator Network) vorgestellt.

Voraussetzung: Die Teilnehmer sollten über grundlegende Kenntnisse der deskriptiven Statistik verfügen (z.B. Median und Mittelwert).

Dozenten: Dr. Thomas Asendorf, Prof. Dr. Tim Friede

Studien in der Versorgungsforschung untersuchen typischerweise komplexe Interventionen. Oftmals wirken viele Akteure und Personen gleichzeitig an einer Intervention mit, es wird ein hohes Maß an Expertise zur Umsetzung der Intervention benötigt oder die Studien finden als Teil eines komplexen adaptiven Systems statt. Diese Eigenschaften erfordern eine besondere Sorgfalt in der methodischen Planung und Auswertung dieser Studien.

In diesem Workshop betrachten wir verschiedene Studiendesigns, die bei komplexen Interventionen angewandt werden können. Ausgehend vom Cluster Randomised Trial mit parallelen Interventionsarmen werden auch sogenannte Stepped-Wedge Cluster Designs und Varianten dieser im Detail besprochen. Implikationen und Kenngrößen, die sich aus der Designwahl für die Fallzahlplanung und Auswertung ergeben, wie z.B. Korrelationen innerhalb von Clustern oder Berücksichtigung von Zeiteffekten, werden beschrieben und anhand von Beispielen aus der Versorgungsforschung und Palliativmedizin diskutiert.

Die statistischen Modelle, die zur Auswertung derartiger Studien mit Cluster-Struktur verwendet werden, sind Beispiele für hierarchische Modelle. So werden wir zum Abschluss noch einen Ausblick geben, wie diese Art der Modelle auch anderweitig genutzt werden können, um komplexe Interventionsstrukturen zu modellieren.

Eine Orientierung zu den Inhalten bieten die folgenden Referenzen:

Skivington K, Matthews L, Simpson SA, et al. A new framework for developing and evaluating complex interventions: update of Medical Research Council guidance. BMJ. 2021 Sep 30;374:n2061. doi: 10.1136/bmj.n2061. PMID: 34593508; PMCID: PMC8482308.

Hemming K, Haines T P, Chilton P J, Girling A J, Lilford R J. The stepped wedge cluster randomised trial: rationale, design, analysis, and reporting BMJ 2015; 350 :h391 doi:10.1136/bmj.h391

Dozent:innen: Dr. Holger Brunsch, Dr. Birgit Jaspers

Im Workshop skizzieren wir verschiedene Delphi-Methoden und diskutieren mit den Teilnehmer*innen, für welche Fragestellungen diese Methoden sinnvoll sind.

Dabei besprechen wir, welche Kriterien bei der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung zu beachten sind. Aus eigener Erfahrung beleuchten wir Fallstricke und potenzielle Schwierigkeiten. Wie die umfangreichen Daten für größere Vorhaben dokumentiert und verwaltet werden können, wird ebenfalls exemplarisch vorgestellt.

Teilnehmer*innen, die bereits eigene laufende Projekte mit einer Delphi-Befragung durchführen oder demnächst beginnen wollen, sind herzlich eingeladen, ihre Fragen hierzu vorab an uns zu senden, sodass wir deren Beantwortung detailliert vorbereiten können. Ihre Fragen können Sie an veranstaltungen@palliativmedizin.de senden.

Als vorbereitende Literatur empfehlen wir, folgenden Artikel vorab zu lesen (kann ggf. zugesandt werden):

Jünger S et al. Guidance on Conducting and REporting DElphi Studies (CREDES) in palliative care: Recommendations based on a methodological systematic review. Palliat Med. 2017 Sep;31(8):684-706.

Dozentinnen: Dr. Dr. Maria Heckel, Dr. Franziska Herbst

Der Workshop richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen und Studierende, die bereits ein Thema oder eine Forschungsfrage im Kopf haben und sich nun fragen, ob und inwiefern sich  welche qualitative Methode zur Erforschung dieses Themas bzw. dieser Forschungsfrage eignet.

Zwei erfahrene Wissenschaftlerinnen geben einen kurzen Überblick über qualitative Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie deren Anwendungsmöglichkeiten und stellen Kriterien dar, anhand derer die Methodenwahl getroffen werden kann.

Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop: Wir bitten alle Teilnehmenden, uns ihre Vorüberlegungen (Thema, Forschungsfrage/n, erste Überlegungen zur Methodenwahl) bis spätestens 14 Tage vor dem Workshop schriftlich (1/2 Seite) zukommen zu lassen (maria.heckel@uk-erlangen.de, herbst.franziska@mh-hannover.de).


Meet the Experts

Dozentinnen: Prof. Dr. Eva Hummers

Informationen folgen

Dozentinnen: Dr. Dr. Maria Heckel, Dr. Farina Hodiamont

Das Präsentieren von Forschungsergebnissen auf wissenschaftlichen Veranstaltungen ist nicht nur wesentlich für deren Dissemination, es schafft auch Möglichkeiten den wissenschaftlichen Diskurs voranzutreiben und Kontakte für Kooperationen zu schließen. Vor allem für Forschungsneulinge ist das Vorgehen bei der Präsentation der eigenen Forschungsarbeit aber mit vielen Fragezeichen verbunden. In dieser Meet-the-expert Session möchten wir uns daher verschiedenen Einreichungs- und Präsentationsmöglichkeiten für (inter)nationale Kongresse und Tagungen widmen und Hinweise zu Fallstricken und Tipps für gutes Gelingen geben. Ein offener Austausch soll zudem ausreichend Raum für die Beantwortung von Fragen der teilnehmenden Studierenden und Nachwuchswissenschaftler:innen bieten.

Dozent:innen: Prof. Dr. Friedemann Nauck, Dr. Mitra Tewes

Die wissenschaftliche Karriere in der Palliativmedizin birgt viele Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten, die bereits während der Facharztausbildung beginnen können. In diesem MtE möchten wir nach einem kurzen Input gemeinsam mit Ihnen besprechen, wie Sie Ihr fachkompetentes Wissen für die palliativmedizinische Wissenschaft einsetzen können.

Dozent:innen: Prof. Dr. Henrikje Stanze, Dr. Christian Banse

Neben der ärztlichen Karriere in der Wissenschaft gibt es (gerade in der multiprofessionellen Palliativmedizin) einige Möglichkeiten auch für Forschende, die aus der Pflegewissenschaft und den Geistes- und Sozialwissenschaften kommen, eine wissenschaftliche Karriere anzustreben. In diesem MtE zeigen wir diese Möglichkeiten auf, aber auch die Hürden, die es zu bewältigen gibt. Nach einem Input wollen wir diskutieren, wie sich eine wissenschaftliche Karriere in dem palliativmedizinischen Kontext realisieren lässt und welche Bedingungen darauf Einfluss haben.

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