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Prof. Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Abteilung Palliativmedizin an der Universität Göttingen, wurde am 14. September für weitere zwei Jahre zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) gewählt. Unterstützt wird er zukünftig von Vizepräsident Prof. Dr. Lukas Radbruch, Professor für Palliativmedizin an der Universität Bonn sowie Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn, und Vizepräsidentin Prof. Dr. Maria Wasner, Professorin für Soziale Arbeit in Palliative Care an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Mit der Wahl der beiden Vizepräsidenten setzt die DGP-Mitgliederversammlung zwei Schwer-punkte: Zum einen wird durch Herrn Professor Radbruch als ehemaligem Präsidenten der European Association for Palliative Care (EAPC) von 2007 bis 2011 die Kooperation zwischen der DGP und an-deren europäischen Fachgesellschaften im Hinblick auf Fragen der Wissenschaft, Forschung, Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie hinsichtlich der Entwicklung einer nationalen Strategie zur Verbesse-rung der Bedingungen für schwerstkranke und sterbende Menschen intensiviert. Zum anderen stellt die Wahl von Frau Professor Wasner - auch in Anbetracht ihres persönlichen interdisziplinären Hintergrunds - ein klares Signal in Richtung der weiteren Berufsgruppen dar, die sich mit Mitarbeitern aus Medizin und Pflege im multiprofessionellen Team gemeinsam und vernetzt für die bestmögliche Versorgung von Patienten und ihren Angehörigen einsetzen.

Entsprechend der Bedeutung der Pflegeberufe im Kontext der Palliativmedizin kommen drei künftige Vorstandsmitglieder aus der Pflege, durch die gleichzeitig auch die Versorgung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher sowie multimorbid erkrankter - nicht selten an einer Demenzerkrankung leidender - alter und hochbetagter Menschen in besonderer Weise in der Arbeit der Gesellschaft vertreten sind. Als „Weichenstellung" lässt sich zudem die Wahl eines palliativmedizinisch tätigen niedergelassenen Hausarztes in den Vorstand der DGP werten, mit diesem deutlichen Statement seitens der DGP-Mitglieder wird die Bedeutung und Notwendigkeit der ambulanten Palliativversorgung unterstrichen.

Denn die Rahmenbedingungen für die ambulante Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen, sowohl hinsichtlich der Umsetzung der spezialisierten (SAPV) als auch der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung (AAPV), bleiben ein wichtiges Thema. Seit Gründung im Jahr 1994 ist es Anliegen der DGP, die Weiterentwicklung der Palliativmedizin interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend auf allen Ebenen zu fördern. Darüber hinaus sieht es der bereits seit zwei Jahren in diesem Amt tätige Präsident Prof. Dr. Friedemann Nauck als eine wesentliche Aufgabe der DGP an, bis zum 20-jährigen Bestehen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft im Jahr 2014 neben einer weiteren Entwicklung der ambulanten und stationären Versorgung von Patienten aller Altersgruppen - verstärkt auch der nicht onkologisch Erkrankten - ebenso die Lehre und Forschung in der Palliativmedizin flächendeckend zu etablieren. Hierzu dienen u.a. sowohl die Erarbeitung von Therapieempfehlungen Palliativmedizin der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft als auch die Erstellung einer S 3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer Krebserkrankung.

Rund 4300 Mitglieder bilden derzeit die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin. Das multiprofes-sionelle Verständnis von Palliativversorgung spiegelt sich in der Mitgliederstruktur der DGP wider: Knapp 60 Prozent kommen aus der Medizin, fast 30 Prozent aus dem Bereich der Pflegeberufe und über zehn Prozent aus der Psychologie, der Seelsorge, der Sozialen Arbeit und verwandten sozialwissenschaftlichen Berufsgruppen, der Physiotherapie, der Pharmazie, der Supervision und weiteren Professionen. Die zehn Mitglieder des Vorstands der DGP repräsentieren in der Fachgesellschaft die Bereiche Medizin, Pflege sowie die weiteren Sektionen.

www.dgpalliativmedizin.de/allgemein/vorstand-geschaeftsstelle.html 

DGP-Öffentlichkeitsarbeit, Karin Dlubis-Mertens, Tel.: 030/ 5165-4472,dgp@palliativmedizin.de