| Aktuelles aus den Medien |
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Aktuelle Nachrichten zum Themenfeld Palliativmedizin / Palliative Care. Die Sammlung erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch spiegelt sie in jedem Beitrag die Position der DGP wider. Archiv Kurze Meldungen: Nachrichten, die unter "Aktuelles aus den Medien" erschienen sind, zuletzt: Aachener Zeitung, 21.2.2012 Wenn das Sterben zum Beruf gehört: Umgang mit Tod und Trauer Würselen. Es ist ein ungewöhnlicher Ortswechsel für die Auszubildenden, und ungewöhnlich ist auch das Thema, mit dem sie sich zwei Tage lang beschäftigen: Es geht um Trauer, um Tod, um Sterben. Die 30 Azubis des Mittelkurses der Schule für Pflegeberufe am Medizinischen Zentrum (MZ) der Städteregion haben ihre normalen Unterrichtsräume gegen die Benediktinerabtei in Kornelimünster getauscht. Pfarrer Theodor Maas leitet den Unterricht. Die zukünftigen Gesundheits- und Krankenpfleger sollen sich gezielt mit dem ebenso wichtigen wie sensiblen Thema «Sterben, Tod und Trauer» auseinandersetzen. (...)
Kleine Zeitung, 19.2.2012 Sterbehilfe in der Schweiz: Zahl der Freitode steigt Die in der Schweiz legale Sterbehilfe hat 2011 deutlich zugenommen. Die Organisationen Exit und Dignitas begleiteten im Jahr 2011 465 Menschen in den Freitod. 111 Menschen mehr als noch 2010. Der Großteil der Betroffenen kam aus Deutschland. Der Altersdurchschnitt lag bei 76 Jahren. In der Schweiz sind 2011 erheblich mehr Menschen mit Unterstützung von Sterbehelfern in den Tod gegangen als in früheren Jahren. Darunter waren auch zwei Österreicher. Insgesamt halfen die Organisationen Exit und Dignitas nach am Montag vorgelegten Angaben im zurückliegenden Jahr 465 Menschen bei der Selbsttötung - 111 Menschen mehr als noch 2010. (...) Kleine Zeitung Sterbehilfe in der Schweiz Deutsches Ärzteblatt, 9.2.2012 Bestürzung über ambulante Sterbehilfe in den Niederlanden Berlin –Die deutsche Hospizbewegung zeigt sich bestürzt über die Ausweitung der ambulanten Sterbehilfe in den Niederlanden. „Menschen müssen auf eine menschenwürdige Begleitung und Betreuung vertrauen können", erklärte die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), Birgit Weihrauch, heute in Berlin. DÄ Bestürzung über ambulante Sterbehilfe in den NL Ärzte Zeitung, 8.2.2012 Deutsche Ärzte über Sterbehilfe-Initiative in Holland empört In den Niederlanden soll es ab März mobile Teams geben, die auf Wunsch Patienten zu Hause Sterbehilfe leisten. Deutsche Ärzte zeigen sich schockiert. KÖLN (iss). In den Niederlanden will eine Vereinigung mobile Teams bereitstellen, die ambulante Sterbehilfe zu Hause leisten. Die Pläne stoßen bei Ärzten auf Kritik - auch in Deutschland. Hinter den Plänen zur ambulanten Sterbehilfe steckt die "Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende" in Den Haag. Sie will sechs Teams bereitstellen, die auf Wunsch im ganzen Land ambulante Sterbehilfe leisten sollen. Jeweils ein Arzt und eine Pflegekraft sollen Patienten, bei denen die Hausärzte die nach niederländischem Recht mögliche Euthanasie verweigern, zu Hause beim Sterben helfen. (...) Auch Ärzte in Deutschland reagieren mit Unverständnis: Gerade die Tatsache, dass die betreuenden Hausärzte die Euthanasie verweigern, unterstreiche die Fragwürdigkeit der neuen Initiative, sagt Professor Raymond Voltz, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. "Wenn ein Hausarzt, der den Patienten gut kennt, die Sterbehilfe ablehnt und auch keinen Kollegen bittet, sie zu übernehmen, wird er seine Gründe haben." Die geplanten ambulanten Teams werfen nach der Einschätzung von Voltz ein negatives Licht auf die gesetzlichen Vorgaben zur aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden. "Wenn diese ambulante Sterbehilfe nach den Regularien korrekt ist, dann sind die Regularien zu lasch." (...) Welt online, 5.2.2012 Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern Was bereuen wir, wenn unser Leben zu Ende geht? Eine Palliativpflegerin, die viele Menschen am Sterbebett bis zum Tod begleitete, hat darüber ein Buch geschrieben. (...) WELT Was Sterbende am meisten bedauern Deutsche Apotheker Zeitung, 3.2.2012 ApBetrO: Bald weitere Änderungen Berlin - Ärzten soll es künftig in der ambulanten Palliativversorgung erlaubt sein, Patienten dringend notwendige Schmerzmittel zu überlassen. Eine Basis hierfür legt die neue Apothekenbetriebsordnung. Genaueres soll jedoch erst in weiteren Rechtsakten geregelt werden: Durch eine Änderung des Betäubungsmittelrechts sowie einer weiteren Ergänzung der Apothekenbetriebsordnung. (...) Deutsches Ärzteblatt, 1.2.2012 Ärzte sollen Patienten künftig Betäubungsmittel überlassen dürfen Berlin - Künftig sollen Ärzte ihren Patienten bestimmte Betäubungsmittel überlassen dürfen. Das geht aus dem Kabinettsentwurf zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung hervor, die das Bundeskabinett heute zur Kenntnis genommen hat. Darin werden Apotheker dazu verpflichtet, Betäubungsmittel in der Apotheke vorrätig zu halten. Zudem kündigt das Kabinett an, auch im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ergänzende Regelungen zum Überlassen bestimmter Betäubungsmittel durch den Arzt in eng begrenzten Fällen festzulegen. Maßgeblicher Anwendungsfall dafür sei die Deckung des dringenden und kurzfristigen Betäubungsmittelbedarfs eines ambulant versorgten Patienten in einer voraussichtlichen palliativ-medizinischen Krisensituation. (...) DÄ Ärzte sollen Patienten BTM überlassen dürfen Der Westen, 30.1.2012 Medizin: Blick für die Gefühlswelt der Patienten schulen Bergeborbeck.Die Palliativpflege gilt als anspruchsvolles Feld, wirft die schmerzlindernde, medizinische Begleitung des Menschen in seinem letzten Lebensabschnitt doch besondere Probleme auf. Noch schwieriger, weil wenig erforscht, gestaltet sich dies bei der Betreuung Demenzkranker, deren Kommunikation eingeschränkt ist. Ein Projekt der Borbecker Schmerzhilfe will diese Lücke schließen.„H.I.L.DE Palliativ", so der Titel des Projekts, entspringt einer Idee von Prof. Hans Georg Nehen. Der Mediziner ist nicht nur Direktor der Klinik für Geriatrie an der Germaniastraße, sondern auch Vorstand des Vereins „Integrative Palliativversorgung Borbecker Schmerzhilfe". Gemeinsam mit dem Allgemeinmediziner Karl Wagner möchte er Ärzten und Pflegepersonal ein Instrument an die Hand geben, das hilft, Krisensituationen in der palliativen Versorgung Demenzkranker besser zu meistern.(...) Süddeutsche Zeitung, 25.1.2012 Einschnitte bei der Palliativmedizin: Leben und sterben lassen Eigentlich sollten alle angehenden Ärzte von 2013 an lernen, wie man Menschen in Würde sterben lässt. Doch heute entscheidet der Gesundheitsausschuss des Bundesrats über einen Vorschlag aus dem Gesundheitsministerium, der die Ausbildungspläne erheblich ins Wanken bringen könnte.(...) SZ Einschnitte Palliativmedizin Aus aktuellem Anlass möchten wir hier auf die Stellungnahme der DGP zur Ersten Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte vom 6.1.12 hinweisen, die den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Bundesrates sowie dem Bundesminister für Gesundheit zur Kenntnis gegeben wurde. Ärzte Zeitung, 24.1.2012 Apotheker pochen aufs Monopol Opioide vom Arzt: Was Palliativmediziner erfreut, sorgt für Unmut bei den Apothekern. Diese fürchten einen Dammbruch bei ihrem Abgabemonopol - und wollen die Regelung dennoch.(...) Ärzte Zeitung, 24.1.2012 Interview: Der Hausarzt gibt Palliativpatienten Halt Patienten mit unheilbaren Erkrankungen benötigen ehrliche und kompetente ärztliche Begleitung. Mit Hilfe ambulanter Palliativteams kann hier der Hausarzt einen entscheidenden Beitrag leisten, sagt die Onkologin und Palliativmedizinerin Dr. Jutta Hübner aus Frankfurt am Main. (...) daz-online, 21.1.2012 Ärzte sollen Schmerzmittel abgeben dürfen: Apothekenbetriebsordnung Berlin - Das seit dem Mittelalter bestehende Monopol der Apotheker zur Arzneimittelabgabe soll offenbar durchlöchert werden: Wie die „Berliner Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, soll im Rahmen der Novelle der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) Ärzten erlaubt werden, in dringenden Fällen an unheilbar kranke Patienten, die zu Hause betreut werden, die notwendigen Schmerzmittel selbst abzugeben und zu verabreichen.(...) Deutsche Apotheker Zeitung: Ärzte Schmerzmittel Deutsches Ärzteblatt, 20.1.2012 Über das Sterben: Die beste Vorbereitung für das Leben Dass man eine Abhandlung über das Sterben nicht mehr aus der Hand legen kann, mag vielleicht erstaunen. Doch bei dem Buch des Palliativmediziners Gian Domenico Borasio ist genau das der Fall. In einer leicht verständlichen und gut lesbaren Sprache versucht er, „den Menschen die Angst vor dem Sterben, vor allem die Angst vor dem qualvollen Sterben, ein Stück weit zu nehmen". (...) faz, 19.1.2012, „Der letzte schöne Tag" im Ersten: Jedes Weltvertrauen geht verloren Eine Frau nimmt sich das Leben. Ihr Mann und die beiden Kinder bleiben zurück: Der Spielfilm „Der letzte schöne Tag" ist die berührende Elegie auf einen großen Verlust.(...) Deutsches Ärzteblatt, 19.1.2012 Hospizverband setzt auf verstärkte Zusammenarbeit mit Politik Berlin – Der Deutsche Hospiz und Palliativverband (DHPV) setzt auf eine noch stärkere Zusammenarbeit mit Politik und Gesellschaft. Um die „großen Herausforderungen für ein würdevolles Sterben mit Nachdruck" verfolgen zu können, sei diese Unterstützung auch künftig nötig, sagte DHPV Vorstandsvorsitzende Birgit Weihrauch heute auf dem Neujahrsempfang des Verbandes in Berlin. Gleichzeitig würdigte sie das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. Der Verband begeht in diesem Jahr sein 20. Bestehen. (...) Universitätsmedizin Göttingen, Presseinformation, 13.1.2012 Über Leben und Sterben Fotoausstellung und Veranstaltungsreihe „LebensKunstSterben" der Katholischen Klinikseelsorge und der Abteilung Palliativmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. Drei Wochen dichtes Programm zu „Leben und Sterben". Wie geht es Menschen, die um ihre begrenzte Lebensdauer wissen? (...) Ärzte Zeitung, 12.1.2012 Das Drama einer ganzen Ärztegeneration WDR, MONITOR, Sendung 12.1.2012: Unmenschlich: Kassen geizen bei der Versorgung sterbender Kinder Etwa 1500 Kinder sterben jährlich in Deutschland an tödlichen Krankheiten. Damit sie so wenig Schmerzen wie möglich erleiden müssen und ihre letzte Lebenszeit nicht im Krankenhaus verbringen müssen, hat der Gesetzgeber ihnen das Recht auf ambulante Palliativversorgung eingeräumt. Etwa 4500 Kinder bräuchten spezialisierte Teams, die sich um die kleinen Patienten und ihre Angehörigen kümmern, aber die Krankenkassen zahlen nur einen Bruchteil der rechtlich zugesicherten Versorgung. Die Arbeit der Teams ist deshalb bedroht. Wer kümmert sich dann um die sterbenden Kinder? MONITOR Versorgung sterbender Kinder Deutsches Ärzteblatt, 9.1.2012 Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. hat auf der Online-Plattform Onkopedia eine Leitlinie zu venösen Thrombembolien bei Tumorpatienten veröffentlicht. Venöse Thrombembolien zählen zu den häufigen Komplikationen bei Tumorpatienten.(...) Die Leitlinie wurde gemeinsam mit der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie erarbeitet. DÄ Leitlinie Venöse Thrombembolien Deutsches Ärzteblatt, 9.1.2012 Barbara Strohbücker: „Dr. rer. medic." für Pflegewissenschaftlerin Dass Pflegekräfte nach einigen Jahren Berufserfahrung Pflegewissenschaften studieren, ist nicht ungewöhnlich. Stichwort: Akademisierung der Pflege. Dass jemand aus der Pflege promoviert, ist seltener und geschieht meist nicht an einer medizinischen Fakultät. Anders bei Dr. rer. medic. Barbara Strohbücker (50). Sie hat als erste Pflegewissenschaftlerin an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln einen Doktortitel erworben. In ihrer Dissertation hat sich Strohbücker mit palliativen Bedürfnissen von Pflegeheimbewohnern beschäftigt. Ihr Doktorvater ist Prof. Dr. med. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln. Er hatte sie ausdrücklich zur Promotion ermutigt. „Ich hoffe, dieses Modell wird Schule machen, wir brauchen den Beitrag der Pflege, auch in der Forschung", sagt Voltz.(...) DÄ Dr. rer. med. für Pflegewissenschaftlerin Informationsdienst Wissenschaft, 5.1.2012 Die palliative Versorgung ist ein ganzheitlicher Ansatz (...) Die Ausgabe 6/2011 des Informationsdienstes widmet sich dem Thema mit drei Beiträgen: Nils Schneider und Ulla Walter stellen Ergebnisse aus Projekten des Forschungsschwerpunkts Palliativ-und Alternsforschung vor, die sowohl die Sicht von Akteuren des Versorgungsfeldes, als auch die von Betroffenen und Angehörigen betreffen. Franz Müntefering plädiert für Grundpositionen einer Sterbe-und Abschiedskultur in unserer Gesellschaft, die ein Sterben in Würde und Selbstbestimmung ermöglichen, und stellt auf der Grundlage seiner Mitarbeit im Ethikrat der Arbeiterwohlfahrt die Grundprinzipien des Verbandes bei der Pflege und Begleitung Sterbender vor. Birgit Weihrauch beschreibt die ethischen Prinzipien der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Sie bilanziert die Entwicklung der Hospiz-und Palliativbewegung anhand der erreichten Meilensteine in den Versorgungsstrukturen für Menschen im Sterbeprozess, und weist auf noch bestehende Mängel in der bedarfsgerechten Versorgung hin.
Ärzte Zeitung, 01.07.2010
In Berlin startet die flächendeckende PalliativversorgungBERLIN (inh). In Berlin ist zum 1. Juli ein flächendeckender Vertrag zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) nach Paragraf 132 d SGB V in Kraft getreten. Vertragspartner sind die KV Berlin, die Kassen sowie der Home Care Berlin e.V. "Damit sind wir das erste Bundesland mit einem flächendeckenden Vertrag zur SAPV unter Beteiligung einer Kassenärztlichen Vereinigung", so KV-Vorstandsmitglied Burkhard Bratzke. An dem Vertrag teilnehmen können zugelassene Haus- und Fachärzte sowie angestellte Ärzte in Praxen, Gemeinschaftspraxen oder Medizinischen Versorgungszentren. Der Arzt erklärt seine Teilnahme gegenüber der KV Berlin unter Nachweis der Teilnahmevoraussetzungen. Zu diesen zählen unter anderen eine anerkannte oder begonnene Zusatzweiterbildung Palliativmedizin, die selbständige ambulante Versorgung von mindestens 75 Palliativpatienten in den vergangenen drei Jahren oder eine mindestens einjährige klinische palliativmedizinische Tätigkeit in einem Krankenhaus innerhalb der letzten drei Jahre. Zudem müssen der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit einem spezialisierten Leistungserbringer Palliativpflege sowie eine Kooperation mit ambulanten Hospizdiensten nachgewiesen werden. Eine onkologische Qualifikation sieht die SAPV-Vereinbarung nicht vor. Die KV Berlin erteilt die Genehmigung im Auftrag der Krankenkassen bis zur Bedarfsdeckung und übernimmt die gesamte Abrechnung. Auch die Abrechnung der Pflegedienste will die Körperschaft übernehmen. |


