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Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Ihre fünf Leitsätze formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern.

Für den Charta-Prozess übernahmen die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Bundesärztekammer die Trägerschaft. Unterstützt wurde der Prozess seit Anbeginn durch die Robert Bosch Stiftung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Krebshilfe.

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Charta I (2008 - 2010)

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland wurde im August 2010 von über 50 gesundheits- und gesellschaftspolitisch relevanten Institutionen und Organisationen im Konsens verabschiedet. Auf rund 25 Seiten wird der Ist-Zustand in der Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen dargestellt – verbunden mit Handlungsoptionen und einer Selbstverpflichtung für die Zukunft.

Entstanden ist das Charta-Projekt vor dem Hintergrund einer internationalen Initiative – dem Budapest Commitments – welche 2007 auf dem 10. Kongress der European Association for Palliative Care (EAPC) vereinbart wurde. Von 2008 bis 2010 beteiligten sich insgesamt 200 Expertinnen und Experten (sog. Runden Tisch), in fünf Arbeitsgruppen eingeteilt, an diesem nationalen Projekt, um Mitte August 2010 die Charta zu konsentieren. Am 08. September 2010 wurde sie erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.


Charta II (2012 - 2013)

Von Januar 2012 bis Dezember 2013 wurden über 5000 Unterschriften gesammelt und die in der Charta formulierten Ziele in größeren und kleineren Projekten umgesetzt.


Charta III (2014 - 2016)

Mittels einer Nationalen Strategie, die sich der zweiten Charta-Phase unmittelbar anschloss, galt es, die in der Charta formulierten fünf Leitsätze mit Unterstützung der Politik auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene  systematisch so umzusetzen, dass jeder Betroffene unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, der persönlichen Lebenssituation oder des Versorgungsortes eine qualitativ hochwertige palliative und hospizliche Behandlung und Begleitung erhält. Seit Beginn der Nationalen Strategie im Herbst 2013 wurden daher im Rahmen einer Gesamt-Arbeitsgruppe, welche sich aus Mitgliedern der Arbeitsgruppen des vorangegangenen Charta-Prozesses sowie Fachexperten und Vertreterinnen und -vertretern der politischen Ebenen zusammensetzte - 15 prioritäre Handlungsfelder (3 für jeden Leitsatz der Charta) für eine Nationale Strategie definiert und vom Runden Tisch konsentiert. Ziel aller Arbeitsgruppen war es, detaillierte Umsetzungspläne zu erarbeiten, welche Angaben zu Konzept, Zeitplan, Akteuren, Finanzierung und Nachhaltigkeit für das jeweilige Handlungsfeld enthalten.


Das Projekt Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland

Mit Verabschiedung der Handlungsempfehlungen im Oktober 2016 war der Charta-Prozess nunmehr abgeschlossen. Um die Nationale Strategie einer Umsetzung der Charta und ihrer Handlungsempfehlungen weiter voranzutreiben, wurde das Projekt Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland eingerichtet. Es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Zeitraum von November 2016 bis September 2019 gefördert. Ziel dieser Koordinierungsstelle ist es, die Umsetzung der Charta und ihrer Handlungsempfehlungen weiter zu befördern. So soll mithilfe dieses Projektes die Charta und ihre Handlungsempfehlungen noch konsequenter in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden, sowie dazu beitragen, dass sich die verantwortlichen Akteure verstärkt miteinander vernetzen und durch Austausch und Kooperationen das Konzept einer nachhaltigen Hospiz- und Palliativkultur in ihren konkreten Arbeiten, Projekten und Initiativen verankern.

Koordinierungsstelle Website


Seit Veröffentlichung der Charta im September 2010 haben mehr als 16.500 Einzelpersonen und 1.500 Institutionen die Charta gezeichnet.

Für Sie nur eine Unterschrift – für andere ein Leben in Würde bis zuletzt.

Unterzeichnen Sie die Charta

Und platzieren Sie das entsprechende Unterstützer-Logo auf Ihren Homepages, Flyern oder im Rahmen sonstiger Veröffentlichungen:

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Ihre Ansprechpartnerinnen sind:

Franziska Kopitzsch und Susanne Nerlich
Koordinierungsstelle für Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland
Aachener Str. 8
10713 Berlin
Tel: 030 / 82 00 758 25
charta@palliativmedizin.de oder info@koordinierung-hospiz-palliativ.de