Am 14. April 2026 findet von 18:00-19:30 Uhr die 13. digitale Verbundvorlesung "Gemeinsam für Palliativ" statt - dieses Mal zum Thema "Zwangsmaßnahmen in der Palliativversorgung? – Ethische Konflikte im Spannungsfeld von Autonomie, Fürsorge und Gerechtigkeit". Referent ist Prof. Dr. phil. Alfred Simon, Geschäftsführer der Akademie für Ethik in der Medizin und Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitee, Universitätsmedizin Göttingen.
Die selbstbestimmte Entscheidung von Patient:innen hat ethisch und rechtlich einen hohen Stellenwert. Doch
was geschieht, wenn nicht einwilligungsfähige Patient:innen indizierte Maßnahmen ablehnen und sich
dadurch gesundheitlich selbst gefährden oder durch ihr Verhalten eine Gefährdung für andere darstellen?
Dürfen Ärzt:innen und Pflegekräfte dann gegen den aktuellen, nicht selbstbestimmten Willen handeln? Diese
Frage stellt sich in vielen Bereichen der Medizin. Beispiele aus der Palliativmedizin sind der verwahrloste
Patient, der in seiner vermüllten Wohnung bleiben möchte, obwohl dort keine angemessene palliative
Versorgung möglich ist, oder die psychotische Palliativpatientin, die in ihrem Wahn sich und andere gefährdet.
Der Vortrag beleuchtet professionelle Sorgebeziehungen im Spannungsfeld von Autonomie, Fürsorge und
Gerechtigkeit, zeigt die ethischen und rechtlichen Voraussetzungen für Zwangsmaßnahmen auf und diskutiert,
inwiefern Zwang mit dem Grundgedanken von Palliative Care vereinbar ist.
Der Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Akademien für Palliativmedizin lädt mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin einmal im Quartal zur digitalen Verbundvorlesung "Gemeinsam für Palliativ" ein. Gern stellt die DGP die Aufzeichnungen der bisherigen Vorlesungen hier zur Verfügung:


