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Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin positioniert sich erstmals zum „Sterbefasten“: Achtung des Patientenwillens hört nicht beim freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken auf

Expertengremium: FVET ist nicht als Suizid zu bewerten - Medizinische Begleitung des FVET stellt keine strafbare Handlung dar – Entschluss aus freiem Willen ist zu respektieren – Aufklärung zu Folgesymptomen und Behandlung wichtig – Herausforderung und Belastung für An- und Zugehörige und für Team

„Wenn ein schwerstkranker Mensch aus freiem Entschluss nicht mehr essen und trinken will, um sein Sterben zu beschleunigen, dann ist das zu respektieren.“ betont Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Es sei keine strafbare Handlung, die selbstbestimmte Entscheidung eines unerträglich leidenden Palliativpatienten medizinisch zu begleiten, heißt es in einem aktuellen Positionspapier des Vorstandes der Fachgesellschaft gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten. Vielmehr würde es den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllen, einen Menschen gegen seinen Willen zu ernähren.

Dennoch kann die Begleitung eines Entschlusses zum „Sterbefasten“ bzw. freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET) „komplexe und herausfordernde Probleme im Umgang mit dem schwerstkranken Menschen, seinen Angehörigen oder auch dem Team der Hospiz- und Palliativversorgung zur Folge haben.“ erläutert DGP-Vizepräsident Dr. Bernd-Oliver Maier, Chefarzt für Interdisziplinäre Onkologie und Palliativmedizin. Die Entscheidung ist für die unmittelbar Beteiligten oft sehr schwer auszuhalten, deshalb sollten neben dem Betroffenen die An- und Zugehörigen wie auch das Behandlungsteam während der Begleitung im Gespräch gehalten und umfassend unterstützt werden. Wesentlich sei, auf Anfrage Informationen zum FVET, zum zeitlichen Verlauf, zu möglichen Folgesymptomen, Komplikationen und deren Behandlungsoptionen zur Verfügung zu stellen – ohne Einfluss auf die Entscheidung nehmen zu wollen, welche ausschließlich der Patient trifft.

Das im Deutschen Ärzteblatt erstveröffentlichte Positionspapier befasst sich ausschließlich mit der freiwilligen Entscheidung von Patienten mit lebensbedrohlichen oder lebenslimitierenden Erkrankungen, welche auf diese Weise den Sterbeprozess einleiten wollen. Einige verzichten auf Nahrung, andere zusätzlich komplett auf Flüssigkeit, manche nehmen noch geringe Trinkmengen zu sich – auch über Art und Umfang des Verzichts entscheidet allein die Patientin oder der Patient.

FVET ist kein neues Phänomen und begegnet insbesondere Begleitern in stationären Pflegeeinrichtungen häufig. Vor allem die Diskussion um Sterbehilfe hat auch dazu geführt, dass um die Bewertung von FVET gerungen wurde. Das DGP-Positionspapier kommt zu dem Schluss: „Freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken ist nicht als Suizid zu bewerten.“

Wesentlich ist die Klärung, ob und in welchem Umfang weiterhin Essen und Trinken angeboten werden sollen, um den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, ihren Entschluss jederzeit revidieren zu können. Fallkonferenzen oder ethische Fallbesprechungen können für eine sensible und reflektierte Kommunikation z.B. bei Unsicherheiten bzgl des Fortsetzens des FVET oder zum weiteren Vorgehen im Team sinnvoll sein. Die kürzlich erschienene „Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ gibt Empfehlungen zu Medikamenten und anderen Maßnahmen zur Symptomkontrolle am Lebensende in Abwägung von Indikation, Nutzen und Belastung.

„Ein lebensbedrohlich erkrankter Mensch, der auf Essen und Trinken verzichtet, um das Sterben zu beschleunigen, sucht in der Regel nach einem Ausweg aus einer Situation, in der er Angst vor Leiden und vor dem Verlust seiner Würde und Autonomie hat.“ betont DGP-Vizepräsident Urs Münch, Psychologischer Psychotherapeut und Psychoonkologe: „Als Gesellschaft sollten wir Rahmenbedingungen für alle zugänglich machen, damit Leid gelindert, Autonomie gewährt und Menschen in Würde sterben können. Die Charta zur Betreuung von schwerst kranken und sterbenden Menschen ist der Auftrag an die gesamte Gesellschaft, diese Bedingungen zu schaffen und zu kommunizieren.“

Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zum freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Oktober 2019

Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung, Langversion 2.0, August 2019, Leitlinienprogramm Onkologie

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, Bundesärztekammer (Träger und Hrsg.)

Richter-Kuhlmann, Eva: Thema Ärztliche Sterbebegleitung, Kontroverse Sterbefasten, Deutsches Ärzteblatt, Jg. 116, Heft 41, 11. Oktober 2019

Radbruch, Lukas, Münch, Urs, Maier, Bernd-Oliver: Thema Palliativmedizin: Umgang mit Sterbewünschen, Deutsches Ärzteblatt, Jg. 116, Heft 41, 11. Oktober 2019

DGP PRESSEMITTEILUNG 16.10.2019

DGP zum Schiedsverfahren in Bayern zu den Voraussetzungen der Abrechnung der Leistungen Nr. 24a der HKP-Richtlinie

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat eine Stellungnahme „zum Schiedsverfahren in Bayern nach § 132a SGB V vom 18.7.2019 zu den Voraussetzungen für die Abrechnung der Leistungen Nr. 24a der HKP-RL Symptomkontrolle bei Palliativpatientinnen oder -patienten“ veröffentlicht.

Darin bekräftigt die DGP ihre erheblichen Bedenken, dass durch fehlende palliativpflegerische Qualifikation die Palliativversorgung, insbesondere die Leistung 24a der HKP-RL, nicht in der Intention des Gesetzgebers weiterentwickelt wird.

DGP STELLUNGNAHME

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin nimmt Stellung zum Entlassmanagement

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat heute eine Stellungnahme zum Entlassmanagement veröffentlicht, in welcher sie schreibt: "Das Entlassmanagement ist durch das Inkrafttreten des Rahmenvertrags seit dem 01. Oktober 2017 verbindlich umzusetzen. Die Möglichkeit, bei Entlassung von Station dem Patienten Rezepte auszustellen, ist zu begrüßen! Damit kann die Versorgungslücke beim Übergang in den ambulanten Bereich geschlossen werden."

Jedoch hätten sich in den vergangenen Monaten verschiedene Hürden in der Umsetzung gezeigt, welche die Sektion Pharmazie der DGP nicht nur auflistet, sondern den Gesetzgeber auch dazu auffordert, dafür Sorge zu tragen, "dass Patienten mit besonderem Versorgungsbedarf wie Palliativpatienten im Rahmen des Entlassmanagements mit den notwendigen Arznei-, Verbands-und Hilfsmitteln möglichst unbürokratisch und wirtschaftlich versorgt werden können." Was dazu notwendig ist, ist in der Stellungnahme nachzulesen.

STELLUNGNAHME ENTLASSMANAGEMENT

 

 

DGP begrüßt Lehreinheit zur letzten Lebensphase: Palliativversorgung endlich verbindlicher Teil der Grundausbildung von Pflegefachkräften

Berlin, 24.09.2019. Das Thema Palliativversorgung wird jetzt auch in der Grundausbildung von Pflegefachkräften verbindlich abgebildet. Dies ist laut Deutscher Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu entsprechenden Kompetenzen am Patientenbett“, wie DGP-Vorstandsmitglied Katja Goudinoudis hervorhebt. Die DGP begrüßt, dass die Einheit „Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten“ im Umfang von 250 Stunden in den Rahmenlehrplan aufgenommen wurde. So können angehende Pflegefachfrauen und -männer nun grundlegende Kompetenzen erwerben, die sie für die allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus, der stationären Altenhilfe, der Eingliederungshilfe und der ambulanten Versorgung benötigen.

„Darauf lässt sich sehr gut aufbauen: Eine Vertiefung dieser Kompetenzen kann durch berufliche Fort- und Weiterbildungen verstärkt werden.“ freut sich Martina Kern, Sprecherin der AG Bildung in der DGP - über 1.800 der 6.000 Mitglieder der Fachgesellschaft kommen allein aus der Pflege. Die dringend not-wendige Erweiterung der Ausbildung entspricht auch der seit 2017 bestehenden Nationalen Strategie zur Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“, welche von der Bundesärztekammer, dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gemeinsam mit allen Akteuren des Gesundheitswesens im Konsensusprozess erarbeitet wurde.

In fünf Leitsätzen wurden in der Charta Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe formuliert und konsentiert, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. So heißt es in Leitsatz 3 „Anforderungen an die Aus-, Weiter- und Fortbildung“ für die Professionen im Gesundheitswesen zum Thema Ausbildung: „Von Vertretern der Gesundheitsberufe wird erwartet, dass sie schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige ihrer Profession entsprechend qualifiziert unterstützen können.“

Mit dem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (PflBG), das im Juli 2017 verkündet wurde, wurde der Grundstein für eine zukunftsfähige Erneuerung der Pflegeausbildung für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege gelegt. Das Gesetz tritt stufenweise bis zum 01.01.2020 in Kraft. Die Fachkommission nach § 53 PflBG veröffentlichte am 01.08.2019 einen Rahmenlehrplan für den theoretischen und praktischen Unterricht sowie für die praktische Ausbildung. Der Lehrplan enthält 11 curriculare Einheiten in 3 Ausbildungsjahren.

Michaela Hach, Sprecherin der Sektion Pflege betont abschließend: „Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen dringend Pflegefachkräfte, die hinsichtlich der Inhalte und Herangehensweisen der Palliativversorgung gut ausgebildet sind.“

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Nationales Hospiz- und Palliativ-Register der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin auf anonymisierte Daten umgestellt

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat heute eine aktualisierte Fassung ihrer INFORMATION zum Nationalen Hospiz- und Palliativ-Register veröffentlicht. Zentraler Punkt: Das Register wurde komplett auf die Eingabe und Auswertung anonymisierter Daten umgestellt und löst damit die bisherige Erfassung pseudonymisierter Daten ab.

Im Rahmen des Registers ausgewertet wurden bislang die Daten von insgesamt 66.975 Patientinnen und Patienten aus 197 Einrichtungen. Dabei zeigten sich beispielsweise beim Thema Schmerzempfinden deutliche Verbesserungen in der spezialisierten Versorgung und in der ambulanten Hospizbegleitung.

Das Hospiz- und Palliativregister führt patientenbezogene Daten zur Hospiz- und Palliativversorgung überregional, multiprofessionell und sektorenübergreifend aus dem Versorgungsalltag zusammen. Damit wird auf Bundesebene die Qualität der Hospiz- und Palliativversorgung beschrieben und somit deren Entwicklung maßgeblich unterstützt. Die Daten werden auch zur Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftlichen Aufbereitung als Versorgungsforschung genutzt.

Die inhaltliche Leitung des Registers hat eine interdisziplinäre, multiprofessionelle und sektorenübergreifende Steuerungsgruppe.

Sie interessieren sich für Ergebnisse aus Ihrem Haus/Dienst im Vergleich zu ähnlichen Einrichtungen? Näheres bitte hier:
REGISTER INFOBROSCHÜRE

Für inhaltliche Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Michaela Hach, Tel.: 0171 7556017, E-Mail: register@palliativmedizin.de

Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte an:
Smart-Q, Tel: 0234 60600-760 , E-Mail: INFO@SMART-Q.DE.

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin verleiht Förderpreis an richtungweisende Studie mit erheblicher Bedeutung für Palliativpatientinnen und -patienten

PreisPalliativmedizinDGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch (li) und Jurypräsident Prof. Dr. Norbert Frickhofen (re) freuen sich, den diesjährigen Förderpreis für Palliativmedizin an Prof. Dr. Gerd Mikus (2.v.li) und Dr. Marcus Geist überreichen zu können. Foto: stefan-zeitz.deDie Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat ihren diesjährigen Förderpreis für Palliativmedizin für eine Studie am Universitätsklinikum Heidelberg verliehen: DGP-Präsident Prof. Dr. med. Lukas Radbruch übergab den Preis im Rahmen des Festaktes zum 25-jährigen Jubiläum der Fachgesellschaft in Berlin an eine Autorengruppe, die sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin besonders verdient gemacht hat. Die multidisziplinäre Jury unter Leitung von Prof. Dr. med. Norbert Frickhofen entschied sich entlang inhaltlicher, wissenschaftlicher und formaler Bewertungskriterien für die Vergabe des Preises an folgende Arbeit:

Titel: Beeinträchtigung des Arzneimittelmetabolismus aufgrund verminderter Aktivität von Cytochrom P450 3A bei Palliativpatienten

Preisträger: Dr. med. Marcus Geist (M.A.), Prof. Dr. med. Hubert Bardenheuer, Dr. rer. nat Jürgen Burhenne, Prof. Dr. med. Dipl.-Phys. Gerd Mikus, Universitätsklinikum Heidelberg

Das Ziel der Studie beschreiben die Autoren wie folgt: „Eine Überprüfung der in der Palliativmedizin verwendeten Arzneimitteldosierungen ist von grundlegender Bedeutung für die erfolgreiche Behandlung von Symptomen. Darüber hinaus ist sie in Bezug auf die Sicherheit der Patienten unerlässlich. Aufgrund der Vielzahl an Medikamenten, die über das Leberenzym CYP3A verstoffwechselt und in der Palliativmedizin eingesetzt werden, erscheint eine Überprüfung dieser Enzymaktivität bei Palliativpatienten äußerst relevant.“ Weiter heißt es: „Um die Medikamentendosierungen in der Palliativmedizin nachhaltig zu optimieren, untersuchte die vorliegende Studie die CYP3A-Aktivität bei Palliativpatienten unter klinischen Routinebedingungen.“

In der Gesamtbewertung kam die Jury laut Professor Frickhofen zu folgendem Ergebnis: “Die Arbeit widmet sich einem wichtigen Thema. Die aus ihr gewonnenen Erkenntnisse verbessern die Effektivität und Sicherheit der Betreuung von Patienten am Lebensende. Die Arbeit wird als richtungsweisend für die Weiterentwicklung der Palliativmedizin, insbesondere auch der palliativmedizinischen Forschung gewertet. Sie ist methodisch mit hohem Aufwand umgesetzt und durchgeführt.“

Den Preis übergab Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), im Rahmen des Festaktes der DGP in Berlin, wobei er die Bedeutung der Arbeit hervorhob: „In der Palliativversorgung müssen Medikamente oft individuell angepasst werden, weil sonst die Wirkung nicht ausreicht oder die Nebenwirkungen zu stark sind. Die hier vorgelegte Arbeit beleuchtet einen wesentlichen Mechanismus, der diese Schwankungen erklärt. Diese zukunftsweisende Forschung ermöglicht damit eine bessere Einschätzung des individuellen Bedarfs.

Zur Förderung der klinischen Wissenschaft verleiht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. seit 1999 auf ihren Jahrestagungen den „Förderpreis für Palliativmedizin“ – dies in den vergangenen 20 Jahren unterstützt durch den Stifter Mundipharma, seit diesem Jahr aus eigenen Mitteln. Die Auswahl der Preisträger wird von einem Fachgremium vorgenommen. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben.

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DGP verleiht zwei gleichwertige Anerkennungs- und Förderpreise für ambulante Palliativversorgung an „KOMMA“ und „Interkulturelle Hospizbegleitung“

Berlin, 16. September. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat in diesem Jahr zum zwölften Mal den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Im Rahmen des Festaktes zum 25-jährigen Jubiläum der Fachgesellschaft wurden in Berlin zwei gleichwertige erste Preise für die beiden Arbeiten vergeben, die sich nach Bewertung der DGP-Jury entlang der Kriterien Relevanz, Originalität, Realisierung und Qualitätssicherung als preiswürdig erwiesen haben. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal GmbH gestiftet.

Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker betonte: „Die frühzeitige bedürfnis- und kultursensible Unterstützung von schwerkranken Menschen mit Migrationshintergrund wie auch von Angehörigen steht im Fokus zweier unterschiedlicher, gleichermaßen hoch relevanter und zu Recht mit dem Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung ausgezeichneter Arbeiten.“

Preis KOMMAKai Martens, Geschäftsleiter Grünenthal Deutschland, PD Dr. Sabine Pleschberger, Gerda Graf, Prof. Dr. Gerhild Becker, Jurypräsidentin, Dr. Christiane Kreyer, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP (v.l.n.r.). Foto: stefan-zeitz.deErster Preis:

Gerda Graf, Dr. Christiane Kreyer, PD Dr. Sabine Pleschberger: KOMMA - Kommunikation mit Angehörigen. Projekt zur Entwicklung der Angehörigenarbeit in der häuslichen Hospiz- und Palliativversorgung.

Die eingereichte Arbeit beschreibt ein sehr gutes, innovatives und vor allem anwendungsorientiertes Konzept/Projekt, bei dem Angehörige und somit eine wesentliche Zielgruppe im Fokus stehen. Das Projekt hat Modellcharakter und kann Multiplikator für weitere Bereiche sein. Der Preis kann dazu dienen, das Projekt auszubauen und das Anliegen weiter voranzubringen.

HospizbegleitungProf. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP, Anita Ptok, Prof. Dr. Gerhild Becker, Jurypräsidentin, Katja Goudinoudis, Ruth Burchard, Kai Martens, Geschäftsleiter Grünenthal Deutschland (v.l.n.r.). Foto: stefan-zeitz.de


Erster Preis:

Anita Ptok, Martina Schwingenstein, Ruth Burchard, Katja Goudinoudis: Interkulturelle Hospizbegleitung. Ein Gemeinschaftsprojekt des Caritas Projekts „Ehrenamtliche Kulturdolmetscher/-innen / Bürgerschaftliches Engagement“ und des Caritas Zentrums für Ambulante Hospiz- und PalliativVersorgung.

Das Projekt widmet sich einer relevanten und alltäglichen Herausforderung der Versorgung und ist innovativ, praxisrelevant und übertragbar. Besonders der Ansatz, nicht nur deutsche Hospiz-helfer*innen für die Kultur von Migranten zu sensibilisieren, sondern bei Menschen mit Migrationshintergrund anzusetzen und diese für die Hospizidee zu begeistern, ist positiv zu erwähnen und kann als Modell auch für andere Projekte dienen. Weiterhin ist auch die Nachhaltigkeit des Projektes positiv zu bewerten. Der Preis kann als Motor dienen, um das Projekt in die Breite zu tragen und in der Multiplikatorfunktion zu unterstützen.

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, unterstrich, wie dankbar die DGP für die langjährige Förderung durch den Stifter sei, mit dessen Hilfe im Jahr 2019 ein Konzept ausgezeichnet werden könne, welches die Kommunikation mit den Angehörigen in den Fokus stelle: „Die Familie ist wesentlicher Quell der Unterstützung für den schwerkranken Menschen, gleichzeitig selbstverständlich aber ebenfalls sehr von der Situation betroffen.“ Das zweite Projekt ergänze in gelungener Weise die Bemühungen der DGP, auf ihrer in neun Sprachen zur Verfügung stehenden Online-Plattform „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ migrations-spezifische Angebote auf allen Ebenen auszuweisen.

Kai Martens, Geschäftsleiter des Stifters Grünenthal Deutschland, ist der Meinung, dass der Förderpreis ungeachtet vieler Fortschritte und verbesserter Rahmenbedingungen in der Palliativversorgung nichts von seiner Relevanz eingebüßt hat: „Immer noch ist häufig das individuelle Engagement der Menschen entscheidend, um die Palliativversorgung vor Ort ganz konkret voranzubringen. Deswegen ist es sehr erfreulich, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Preisträgerprojekte fördern und unterstützen können, deren Konzepte sich auch auf andere Regionen übertragen lassen.“

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Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin feiert 25 Jahre: Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen unsere Unterstützung

all together25 Jahre: Ein guter Grund zum Feiern für die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin! Foto: stefan-zeitz.de"25 Jahre und kein bisschen leise" - rund 200 Gäste feierten im Berliner Museum für Kommunikation das 25-jährige Bestehen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): Am 2. Juli 1994 von 14 Personen in Köln gegründet, zählt die DGP heute über 6.000 Mitglieder: Ärztinnen & Ärzte, Pflegende und in der Palliativversorgung Tätige aus weiteren beteiligten Berufsgruppen.

Die Fachgesellschaft setzt sich an diversen Schnittstellen dafür ein, schwerkranken und sterbenden Menschen unabhängig von ihrer Grunderkrankung, ihrem Alter und ihren Lebensumständen den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Palliativ- und Hospizversorgung zu öffnen.

Bundesgesundheitsminister: Hospiz- und Palliativgesetz als Rahmen für letzte Lebensphase

Präsidenten DGPBerlin, 12. September 2019: Gemeinsam feierten die bisherigen Präsidenten der DGP (v.l.n.r.): Prof. Dr. Lukas Radbruch (seit 2014), Prof. Dr. Eberhard Klaschik (1998 - 2006), Prof. Dr. Friedemann Nauck (2010 - 2014) & Prof. Dr. H. Christof Müller-Busch (2006 - 2010). Foto: stefan-zeitz.de

Berlin,13.09.2019. Anlässlich des Festaktes zu 25 Jahren Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Berlin betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in seinem Video-Grußwort: „Wenn ein geliebter Mensch schwer krank wird und sterben muss, ist das für niemanden leicht – nicht für den Erkrankten und auch nicht für die Angehörigen. Darum ist es ungeheuer wichtig, dass wir die Menschen in einer solch schwierigen Zeit unterstützen, ihnen so gut es geht helfen und für sie da sind. Es geht auch darum, die Betroffenen bestmöglich medizinisch zu versorgen, Schmerzen zu lindern und bis zuletzt für ein selbstbestimmtes Leben zu sorgen. Hierfür leistet die Palliativmedizin einen unschätzbar wichtigen Beitrag. Das 25-jährige Jubiläum der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ist darum ein guter Anlass, um „Danke“ zu sagen. Danke, dass Sie für die Menschen da sind, wenn sie Sie am dringendsten brauchen.“

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Prof. Dr. Lukas Radbruch, bedankte sich für die kontinuierliche und starke Unterstützung der Politik auf dem Weg zu einer qualitativ hochwertigen Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland: „Das Hospiz- und Palliativgesetz 2015 ist ein Meilenstein, welcher das Recht auf eine angemessene Versorgung am Ende des Lebens festschreibt.“

Bundesfamilienministerium gratuliert mit Förderzusage

ZierkeBMFSFJÜber das Präsent des Parlamentarischen Staatssekretärs im BMFSFJ Stefan Zierke, MdB (2.v.r.), freuten sich Franziska Kopitzsch, Koordinierungs-/Vernetzungsstelle Hospiz- und Palliativversorgung, DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch & DGP-Geschäftsführer Heiner Melching. Foto: stefan-zeitz.deEbenso habe das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit der Unterstützung des Prozesses zur Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ erheblich dazu beigetragen, dass die Themen Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft selbstverständlicher und offener miteinander besprochen werden.

ZEI08937Für beste Stimmung sorgte das Moderatorenduo des Festabends: Dr. Henrikje Stanze und Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen. Foto: stefan-zeitz.deEin besonderes Präsent zum Jubiläum hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Stefan Zierke, MdB, dabei: „Mit herzlichen Glückwünschen auch von der Bundesfamilienministerin darf ich Ihnen übermitteln, dass unser Ministerium die Koordinierungs- und Vernetzungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung für weitere drei Jahre fördert.“ Dies mit dem Ziel, die zentralen Anliegen der Charta und ihre Leitsätze zu verbreiten und die Umsetzung der Handlungsempfehlungen zu befördern.

Deutsche Krebshilfe: Gründung der DGP im Jahr 1994 war bedeutender Meilenstein

müntefering MuebuFranz Müntefering und H. Christof Müller-Busch, ehemaliger DGP-Präsident, sind gespannt auf das Programm zu 25 Jahren DGP. Foto: stefan-zeitz.deWesentlich auf dem Weg der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin war von Anbeginn an die äußerst großzügige und fortdauernde Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe. Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe, hob in seinem Videoglückwunsch hervor: “Die Gründung Ihrer Fachgesellschaft war zweifellos ein bedeutender Meilenstein für die Versorgung schwerstkranker Menschen hierzulande. Seitdem hat sich viel getan, heute ist die Palliativmedizin ein unverzichtbarer Teil unseres Versorgungssystems, wenngleich nach wie vor noch Verbesserungsbedarf besteht. (…) Sie können sicher sein, dass die Deutsche Krebshilfe auch in Zukunft die Arbeit Ihrer Fachgesellschaft begleiten und die Palliativmedizin sowie Hospizarbeit nach Kräften unterstützen wird. Sie alle haben in den vergangenen 25 Jahren wertvolle Arbeit geleistet und viel für eine angemessene und würdevolle Betreuung schwerstkranker Menschen getan.“ 

Erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin rechtzeitig zum Jubiläum erschienen

DGP FestaktgröheDGP-Präsident Lukas Radbruch (li) und DGP-Vizepräsident Bernd-Oliver Maier freuen sich, den ehemaligen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe als Gast begrüßen zu können. Foto: stefan-zeitz.deEinen weiteren immensen Fortschritt auf dem Weg zu einer qualitativ hochwertigen Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen konnte die DGP rechtzeitig zum Jubiläum verzeichnen: Unter ihrer Federführung wurde kürzlich im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie die erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung veröffentlicht: In 15 Kapiteln zu Themen wie Atemnot, Übelkeit und Erbrechen, Fatigue, maligne Wunden, Obstipation, aber auch Depression, Angst, Schlafstörungen/nächtliche Unruhe, Todeswünsche, Kommunikaton, Sterbephase und Versorgungsstrukturen werden 442 Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung geboten. Diese sind nahezu vollständig auch auf andere chronische Erkrankungen übertragbar.

leseheftZum Festakt erschienen: Die DGP - Eine wissenschaftliche Gesellschaft in Bewegung. Foto: stefan-zeitz.de „25 Jahre und kein bisschen leise“ – dies feierten rund 200 Gäste im Berliner Museum für Kommunikation die dynamische Entwicklung der wissenschaftlichen Fachgesellschaft: Am 2. Juli 1994 von 14 Personen in Köln gegründet, zählt die DGP heute über 6.000 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren an der Palliativversorgung beteiligten Berufsgruppen und setzt sich an diversen Schnittstellen dafür ein, schwerkranken und sterbenden Menschen unabhängig von ihrer Grunderkrankung, ihrem Alter und ihren Lebensumständen den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Palliativ- und Hospizversorgung zu öffnen.

DGP-Präsident Lukas Radbruch: Zugang zur Palliativversorgung muss allen offenstehen

MuseumKommunikationDer Berliner Museum für Kommunikation bot einen sehr festlichen Rahmen für den Festakt zu 25 Jahren DGP. Foto: stefan-zeitz.deTrotz Feierlaune unterstrich DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch: “Wenn auch vieles erreicht ist, so bleibt doch keine Zeit zum Ausruhen!“ Noch immer gäbe es weiße Flecken auf der Landkarte der Palliativversorgung, in ländlichen Gebieten sei der Weg zum nächsten SAPV-Team oder zu einer entsprechend qualifizierten Einrichtung oft viel zu weit. Nach wie vor seien vor allem Patient*innen mit weit fortgeschrittener Krebserkrankung im Fokus der Palliativversorgung, Patienten mit chronischen Herz-, Lungen-, Nieren- oder neurologischen Erkrankungen bedürfen ihrer aber genauso. In Pflegeeinrichtungen finden die Bewohner häufig noch keinen Zugang zu einer angemessenen Hospiz- und Palliativversorgung.

Der Staffelstab der Fachgesellschaft wurde seit 1994 vom Gründungspräsidenten Prof. Dr. Dr. Heinz Pichlmaier an insgesamt vier weitere Präsidenten weitergegeben, gemeinsam gedachten diese in Berlin mit Dankbarkeit des im Frühjahr 2019 verstorbenen Pioniers der Palliativmedizin. Die Fachgesellschaft freute sich außerdem über zahlreiche Ehrengäste sowie über eine Reihe von Gründungs-, Vorstands- und Ehrenmitgliedern, die zusammen mit aktuell Aktiven einen beschwingten und anregenden Abend in Berlin feierten. Dafür sorgte auch der Festvortrag der Philosophin Dr. Celina von Bezold zum Thema „Aushalten – Festhalten – Haltung zeigen? Philosophische Ideen zum Umgang mit Leid und Leben“ im Zusammenspiel mit Musik und jiddischen Liedern der Klezmerschicksen, all dies launig moderiert von Prof. Dr. Dr. Berend Feddersen und Dr. Henrikje Stanze.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin

25Weitere Veranstaltungen mit Bezug zu 25 Jahren DGP. Foto: stefan-zeitz.Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) steht seit ihrer Gründung am 2. Juli 1994 als wissenschaftliche Fachgesellschaft für die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung. Ihre 6.000 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. www.palliativmedizin.de

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (Hrsg.): Die DGP – Eine wissenschaftliche Gesellschaft in Bewegung:
Stand: August 2019

S3-Leitlinie Palliativmedizin unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin aktualisiert und um acht neue Themengebiete erweitert: Leitlinienprogramm Onkologie publiziert aktualisierte und erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung, Version 2.0, August 2019

PRESSEINFORMATION


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gratuliert der DGP.


Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsche Krebshilfe.

 

Die DGP - Eine wissenschaftliche Gesellschaft in Bewegung: Update Imagebroschüre erschienen

Titelbild ImagebroschüreZum heutigen Festakt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zur Feier ihres 25-jährigen Jubiläums liegt druckfrisch ein Update der DGP-Imagebroschüre unter dem Titel „Die DGP – Eine wissenschaftliche Gesellschaft in Bewegung“ vor: Ab sofort lädt das Leseheft dazu ein, sich über die Entwicklung und Meilensteine der Palliativ- und Hospizversorgung in den vergangenen Jahrzehnten zu informieren, in die Geschichte, Struktur und Inhalte der Fachgesellschaft mit inzwischen über 6.000 Mitgliedern einzutauchen und Interessantes aus sämtlichen Phasen auf dem Weg zum heutigen Stand der Paliativversorgung zu erfahren.

Ausruhen? Nein danke!

„Ausruhen? Nein danke!“ konstatiert der Präsident der DGP Prof. Dr. Lukas Radbruch in seinem Überblick: „Vieles erreicht, manches verwunden & weiterhin voller Zukunftspläne!“, während Vizepräsident Dr. Bernd-Oliver Maier und Geschäftsführer Heiner Melching unter der Überschrift „In Bewegung bleiben“ über wackelige und zunehmend stabilere Momente beim „Tanz auf dem politischen Parkett“ berichten. Ein spannendes Thema insbesondere im aktuellen Jahr des erstmaligen Weltkongresses der EAPC in Berlin: „Internationales Networking für weltweit gleichberechtigten Zugang zur Palliativversorgung“ von DGP-Vorstandsmitglied PD Dr. Anne Letsch und EAPC-Präsident Prof. Dr. Christoph Ostgathe.

Mit den besten Empfehlungen

Der 27-jährige Arzt Max Spickermann denkt darüber nach, was die DGP jungen Mitgliedern bieten kann, während die ehemalige DGP-Vizepräsidentin Martina Kern seit über 25 Jahren in spezifischen Bildungsangeboten nicht nur Wissen, sondern auch die adäquate Haltung vermittelt. Und zu guter Letzt geben „mit besten Empfehlungen“ die Koordinatoren der jüngst veröffentlichten S3-Leitlinie Palliativmedizin Prof. Dr. Claudia Bausewein, Prof. Dr. Raymond Voltz und PD Dr. Steffen Simon einen Einblick, „wie schwerstkranke Menschen mit ihren Familien von Leitlinien profitieren.“ Hier knüpft der Beitrag von Wissenschaftsjournalistin Dr. Petra Thorbrietz an, welche offen darüber schreibt, wie sie persönlich den Ort erlebt hat, an dem ihr Mann starb. Für sie war die Palliativstation "ein Annehmen – von Anfang an.“

Zeitreise bis zur heutigen Palliativversorgung

Welche Entwicklungen die DGP in ihren 25 Jahren angestoßen, begleitet und auf den Weg gebracht hat, ist am ehesten zu verstehen, wenn man sich zusammen mit zweien der 14 Gründungsmitglieder, Dr. Ingeborg Jonen-Thielemann und Dr. Thomas Binsack, auf eine Zeitreise in die 70er und 80er Jahre begibt, als noch „Therapieren bis zuletzt“ galt, das Thema Sterben vollkommen ausgeblendet wurde und dadurch eine Diskussion und Bewegung in Gang kam, die 1994 in die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin mündete.

Insgesamt ein hoffentlich für viele Interessierte abwechslungsreiches Heft zum Blättern und Nachlesen, ergänzt um Fakten, Daten und Projekte rund um die DGP. Die Broschüre ist online verfügbar und kann bei Interesse auch als Printexemplar in der DGP-Geschäftsstelle angefragt werden.

DIE DGP – EINE WISSENSCHAFTLICHE GESELLSCHAFT IN BEWEGUNG

Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin weist in aktuellem Video auf erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin hin

Herzlichen Dank an die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.: In aktuell erschienenen Videoclips auf Youtube weist der Präsident der DGIIN, Prof. Dr. med. Uwe Janssens, mit Nachdruck auf die vor wenigen Tagen erschienene erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin für Menschen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung hin und unterstützt damit die Verbreitung der Leitlinie sehr.

DGIIN VIDEO ZUR S3 LEITLINIE PALLIATIVMEDIZIN

DIV VIDEO ZUR S3 LEITLINIE PALLIATIVMEDIZIN

Die Version 2.0 der S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und unter Mitarbeit von 70 Fachgesellschaften, zu denen die DGIIN wie auch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin gehörten, im Leitlinienprogramm Onkologie erarbeitet und am 28. August 2019 veröffentlicht.

ERWEITERTE S3 LEITLINIE PALLIATIVMEDIZIN

 

 

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