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25 Jahre DGP: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin freut sich zu ihrem Jubiläum über 6.000 Mitglieder

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ist im Sommer 25 Jahre alt geworden und es ist eine besondere Freude, dass sich nahezu exakt zu diesem Jubiläumsdatum das sechstausendste Mitglied in der DGP angemeldet hat!

Gefeiert wird der 25. Geburtstag der DGP im Rahmen diverser regionaler Veranstaltungen unter dem Motto "Wissen schafft Lebensqualität". Die Abendveranstaltung beim bundesweiten Mitgliedertag der DGP am 22. Mai in Berlin haben ebenfalls zahlreiche Mitglieder und Gäste genutzt, um gemeinsam auf das Jubiläum anzustoßen. Am 12. September findet der Festakt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin mit geladenen Gästen in Berlin statt.

Am 2. Juli 1994 von 14 Gründungsmitgliedern in Köln aus der Taufe gehoben, engagieren sich nun über 6.000 Mitglieder aus Medizin und Pflege wie auch aus der Seelsorge, Psychologie, Physiotherapie, Sozialen Arbeit, Pharmazie und weiteren Berufsgruppen in der multiprofessionellen Fachgesellschaft.

25 JAHRE DGP

DGP begrüßt Urteil des SG Karlsruhe zur Einbeziehung der Seelsorge in die Palliativmedizinische Komplexbehandlung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt das Urteil des Sozialgerichts Karlsruhe zur Einbeziehung der Seelsorge in die Palliativmedizinische Komplexbehandlung. In der Pressemitteilung des SG Karlsruhe vom 24.06.2019 heißt es zu dem rechtskräftigen Urteil vom 28.02.2019: „Im Rahmen des OPS 8-982 Palliativmedizinische Komplexbehandlung unterfallen auch angestellte Seelsorger des Krankenhauses dem Behandlungsteam. Die durch diese angefallene und nachgewiesene Behandlungszeit ist grundsätzlich voll zu berücksichtigen.“

Durch das vorliegende Urteil wird Rechtsklarheit hergestellt. Auf der Grundlage der WHO-Definition von Palliativmedizin/Palliative Care folgt das Gericht in seiner Urteilsbegründung im Wesentlichen der Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 09.05.2012 zur Relevanz des seelsorgerischen Beitrags zur palliativmedizinischen Komplexbehandlung (OPS 8-982 und 8-98e). Das Gericht hat damit deutlich unterstrichen, dass in diesem Fall die Interpretation der Fachgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, maßgeblich für die Deutung des OPS ist.

Ausführliche Stellungnahme:

DGP STELLUNGNAHME

Arbeitsgruppe der DGP legt praktikable Definitionen der Begriffe „Psychosozial“ und „Spiritualität“ im hospizlich-palliativen Kontext vor

Erkrankt ein Mensch lebensbedrohlich, hat dies vielfältige Auswirkungen auf ihn und sein soziales Umfeld. Es können Probleme und Belastungen entstehen, die laut WHO-Definition „Palliativversorgung“ (2002) auf körperlicher, psychosozialer und spiritueller Ebene auftreten und einer entsprechenden umfassenden Behandlung und Begleitung bedürfen. Doch was genau im hospizlich-palliativen Kontext unter den Begriffen „psychosozial“ und „Spiritualität“ verstanden wird, bleibt offen. Folglich ist in vielen Fällen unklar, wer die psychosoziale und spirituelle Versorgung/Begleitung zu leisten und wie diese in der konkreten Situation auszusehen hat.

Die AG Psychosoziale und Spirituelle Versorgung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sieht es als ihre Aufgabe an, in dem namensgebenden Tätigkeitsbereich für begriffliche Klarheit zu sorgen und eindeutige Verantwortungsbereiche zu schaffen. Deshalb hat die AG nunmehr klare und praktikable Definitionen für die Begriffe „psychosozial“ und „Spiritualität“ vorgelegt.

Die Palliativversorgung ist per Definition und Selbstverständnis multiprofessionell angelegt. Diese Bedeutung wird auch in den S3-Leitlinien und in der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen betont. Sie findet sich jedoch vor allem im allgemeinen und ambulanten Bereich (SAPV, AAPV) so gut wie nie adäquat wieder. Insofern kann die Klarheit auf begrifflicher Ebene dabei helfen, in der Versorgungspraxis den Bedarf an angemessener, qualifizierter und multiprofessioneller Betreuung zu fördern.

DEFINITIONEN PSYCHOSOZIAL SPIRITUELL

 

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt die Freisprüche in zwei Fällen ärztlich assistierter Selbsttötungen

BGH Urteile vom 3. Juli 2019 - 5 StR 132/18 und 5 StR 393/18
Freisprüche in zwei Fällen ärztlich assistierter Selbsttötungen bestätigt

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt die Freisprüche und betont die besondere Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten bei der Auseinandersetzung mit Sterbewünschen.

Berlin, 03.07.2019. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begrüßt die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 03.07.2019, in der die Bedeutung und Verbindlichkeit des Patientenwillens noch einmal hervorgehoben wurde. Der Präsident der DGP Prof. Lukas Radbruch: „Es wäre völlig widersinnig, wenn der Arzt weiß, dass der Patient sterben möchte und lebenserhaltende Behandlungen ablehnt, und trotzdem diese Behandlungen durchführen müsste.“ Das Urteil des BGH, dass die Ärzte keine Tötung durch Unterlassung begehen, wenn sie lebenserhaltende Behandlungen in einer solchen Situation nicht durchführen, gibt den Ärzten die notwendige Sicherheit in der Begleitung.

Dennoch darf dieses Urteil nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ärztinnen und Ärzte, ebenso wie andere an der Patientenversorgung beteiligte Berufsgruppen, sich mit Sterbewünschen in besonderer Weise sorgsam und verantwortungsvoll auseinandersetzen müssen. In Fällen, in denen Patientinnen und Patienten den Wunsch nach Hilfe und Beistand beim Suizid äußern, gilt es immer zunächst die Ursachen und Hintergründe für den geäußerten Sterbewunsch genau zu eruieren und alle Optionen zur Linderung des Leidempfindens anzubieten. Patienten, die einen Sterbewunsch äußern, erwarten durchaus vom Arzt, auch Alternativen zu hören. Hierzu gehören insbesondere palliativmedizinische Angebote einschließlich einer psychosozialen und gegebenenfalls seelsorgerischen Begleitung sowie Möglichkeiten der Therapiebegrenzung und, im Falle einer entsprechenden Indikation, auch die Möglichkeit einer palliativen Sedierung. Auch sollten, soweit dies die Zustimmung der Betroffen findet, das engere soziale Umfeld und andere an der Versorgung beteiligten Personen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. In vielen Fällen können ethische Fallkonferenzen, die dringend auch im Bereich der ambulanten Versorgung etabliert und finanziert werden sollten, eine Hilfe sein.

Von entscheidender Bedeutung ist die Sicherheit, dass der geäußerte Sterbewunsch freiverantwortlich getroffen wurde und nicht eine psychische Erkrankung oder äußerer Druck dem Wunsch zugrunde liegen.

In den Fällen, zu denen der BGH nun entschieden hat, scheint dies der Fall zu sein, und insbesondere in dem Berliner Fall, bei dem der Hausarzt einen engen und guten Patientenkontakt über einen längeren Zeitraum gepflegt hat, ist davon auszugehen, dass von ärztlicher Seite hier richtig und wohlüberlegt gehandelt wurde.

Auch wenn die vor dem BGH verhandelten Fälle schon einige Jahre zurück liegen, gehen wir davon aus, dass auch unter der aktuell durch den § 217 StGB veränderten Rechtslage aufgrund des nahestehenden Verhältnisses zur Patientin der Hausarzt keine Strafe zu befürchten hätte.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 12.03.2019 im Vorfeld der mündlichen Verhandlung des 2. Senats des Bundesverfassungsgerichts am 16. und 17. April 2019 in Sachen § 217 StGB (geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung) zu den Verfassungsbeschwerdeverfahren 2 BvR 651/16, 2 BvR 1261/16, 2 BvR 2347/15, 2 BvR 1593/16, 2 BvR 2354/16, 2 BvR 2527/16 https://www.dgpalliativmedizin.de/phocadownload/DGP%20Stellungnahme%20Verhandlung%20BVerfG%20120319.pdf

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 14.02.2019 zum Antrag der Abgeordneten Katrin Helling-Plahr, Stephan Thomae, Grigorios Aggelidis, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP „Rechtssicherheit für schwer und unheilbar Erkrankte in einer extremen Notlage schaffen“ https://www.dgpalliativmedizin.de/phocadownload/stellungnahmen/DGP_Stellungnahme_Rechtssicherheit_fr_schwer_und_unheilbar_Erkrankte_130202019.pdf

Tolmein O, Simon A, Ostgathe C, Alt-Epping B, Melching H, Radbruch L et al: Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung. Balanceakt in der Palliativmedizin. Deutsches Ärzteblatt 2017; 114: A302-307.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/186377/Verbot-der-geschaeftsmaessigen-Foerderung-der-Selbsttoetung-Balanceakt-in-der-Palliativmedizin

Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB): Hinweise und Erläuterungen für die ärztliche Praxis. Bekanntmachung der Bundesärztekammer. Deutsches Ärzteblatt 2017; 114: A 334 – 336.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/186360/Verbot-der-geschaeftsmaessigen-Foerderung-der-Selbsttoetung-(-217-StGB)-Hinweise-und-Erlaeuterungen-fuer-die-aerztliche-Praxis

Nauck F, Ostgathe C, Radbruch L: Ärztlich assistierter Suizid: Hilfe beim Sterben – keine Hilfe zum Sterben. Deutsches Ärzteblatt 2014; 111: A 67-71.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/152921

Jansky M, Jaspers B, Radbruch L, Nauck F: Einstellungen zu und Erfahrungen mit ärztlich assistiertem Suizid. Eine Umfrage unter Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Bundesgesundheitsbl 2017, 60: 89- 98.

https://www.springermedizin.de/einstellungen-zu-und-erfahrungen-mit-aerztlich-assistiertem-suiz/11096338

 

PRESSEMITTEILUNG

 

Senat Berlin beauftragt DGP mit Konzept für Palliativbeauftragte: Erste Kurse starten Ende September

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin den Auftrag erhalten, ein Curriculum und Kurskonzept für die Fortbildung von Palliativbeauftragten zu erarbeiten. Die ersten Kurse finden ab Ende September 2019 in Berlin statt.

Die 80plus-Rahmenstrategie der Berliner Senatsverwaltung sieht insgesamt zwei Module einer Gesamtqualifikation zum „Demenz- und Palliativbeauftragten“ vor, dessen zweites Modul allein dem Schwerpunkt „Palliativversorgung im Krankenhaus“ gilt. Letzteres können Personen absolvieren, die bereits das erste Modul zur „Demenzbegleitung im Krankenhaus“ erfolgreich absolviert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin entwickelt das gesamte Kurskonzept in Kooperation mit der Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) und der KPG Bildung.

Ziel der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ist es, die Versorgung von vulnerablen Patient*innengruppen bei einem erforderlichen Krankenhausaufenthalt zu verbessern. So heißt es in der Kursbeschreibung: „Es ist davon auszugehen, dass Betroffene häufig zu spät oder gar nicht einer qualifizierten palliativen Versorgungsstruktur zugeleitet werden.“

Konkret ist u.a. geplant, dass Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen nach entsprechender Zusatzqualifikation in Berliner Krankenhäusern als Demenz- und Palliativbeauftragte tätig werden.

Spannende Daten & Fakten zur europaweiten Palliativversorgung: Update EAPC-Atlas 2019: Platz 15 für Deutschland…

…aber, so der Präsident der DGP, Lukas Radbruch: Anzahl der Einrichtungen ist nur ein Faktor unter vielen – Meilensteinplan Deutschland ist beachtenswert: Rechtsanspruch SAPV, Hospiz- und Palliativgesetz, Charta & Nationale Strategie, Pflicht-, Lehr- und Prüfungsfach Palliativmedizin, erweiterte S3-Leitlinie

Berlin, 14.06.2019. Der „Atlas der Palliativversorgung in Europa“ der European Association for Palliative Care (EAPC) wurde in aktueller Auflage 2019 beim kürzlichen 16. Weltkongress in Berlin vorgestellt. Im europäischen Durchschnitt weist er 0,8 spezialisierte Palliativdienste/Einrichtungen für je 100.000 erwachsene Einwohner*innen aus, in Deutschland 1,1 Dienste pro 100.000 Menschen. Vor dem Hintergrund dieser Daten und der EAPC-Empfehlung von zwei Diensten pro 100.000 Menschen erreicht Deutschland im Europavergleich deshalb Platz 15 von 49 Ländern hinsichtlich der Palliativversorgung von Erwachsenen.

Dazu erklärt Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): „Die Einordnung auf Platz 15 bei der Zahl der Einrichtungen ergibt insofern eine Schieflage, als dass hier z.B. die 1.321 ambulanten Hospizdienste für Erwachsene nicht mitgezählt werden, in denen sich nach aktuellen Schätzungen weit über 80.000 Menschen ehrenamtlich engagieren.“ Dies sei ebenfalls eine wesentliche Ressource der Umsorgung und des Halts für lebensbegrenzend erkrankte Menschen und ihre Familien. In der Gesamtbetrachtung wäre Deutschland nicht im Mittelfeld, sondern deutlich in Richtung Spitzengruppe unterwegs: „Wir haben in der Hospiz- und Palliativversorgung in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht, was sich nicht allein in der Anzahl der Palliativstationen, SAPV und Palliativdienste abbilden lässt.“

So weist der Palliativatlas als weiteren Meilenstein der Palliativversorgung in Deutschland den Rechtsanspruch auf die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) seit 2007 aus. Weit vorn ist Deutschland zudem in der „Palliative Medicine Education“: Seit 2009 ist Palliativmedizin an den Universitäten Pflicht-, Lehr- und Prüfungsfach. Im Jahr 2010 wurde zudem die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ konsentiert und mittels daraus folgender Handlungsempfehlungen in eine Nationale Strategie überführt. Essentiell ist außerdem der Nationale Krebsplan mit einem eigenen Kapitel zur Palliativmedizin. Schließlich wird Deutschland als eines von insgesamt nur acht Ländern mit nationalen Gesetzen genannt: Das grundlegende Hospiz- und Palliativgesetz wurde 2015 verabschiedet. Und in wenigen Wochen ist die um neue Themen erweiterte und aktualisierte – 2015 erstveröffentlichte – „S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ zu erwarten.

In den Atlas eingeflossen sind folgende Zahlen vom Januar 2019 aus dem „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“, der Online-Plattform der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin: Für Erwachsene waren zu diesem Zeitpunkt 336 Palliativstationen, 283 SAPV-Teams, 232 stationäre Hospizen und 63 Palliativdienste im Krankenhaus ausgewiesen. Weitere 24 spezialisierte Einrichtungen sind bis heute hinzugekommen. Außerdem sind aktuell 1321 ambulante Hospizdienste für Erwachsene verzeichnet. Die Einrichtungen für schwerkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden zusätzlich ausgewiesen. Bis Ende 2017 hatten 11.440 Ärztinnen und Ärzte die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin erworben.

Der „Atlas of Palliative Care in Europe 2019“ wurde in 3. Auflage 2019 von Prof. Carlos Centeno und seinem Team an der Universität Navarra erstellt:
http://dadun.unav.edu/handle/10171/56787?mode=full

Prof. Dr. Christoph Ostgathe: Präsident der European Association for Palliative Care – Erster Auftritt vor 300 Ehrenamtlichen – DGP freut sich auf gute Zusammenarbeit

ChristophOstgatheSeit 24. Mai Präsident der European Association for Palliative Care: Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Leiter der Palliativmedizinischen Abteilung Universitätsklinikum Erlangen. Foto: stefan-zeitz.deEs ist eine besondere Freude auch für die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) , dass Prof. Dr. Christoph Ostgathe seinen ersten Auftritt als Präsident der European Association for Palliative Care (EAPC) beim Internationalen Symposium zum Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung am Morgen des 25. Mai hatte – dies noch kurz vor Abrundung des 16. EAPC-Weltkongresses in Berlin.

„Das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt ist ein wichtiges Ziel der EAPC“, betonte Ostgathe vor rund 300 Teilnehmenden. Es sei dem Vorstand der EAPC gemeinsam mit der EAPC-Task Force on Volunteering ein Anliegen, mit diesem Symposium einen Austausch fortzusetzen, der mit der Charter „Voice of Volunteering in Hospice and Palliative Care“ beim 15. EAPC-Kongress 2017 in Madrid initiiert wurde.

Der bisherige Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Ostgathe wurde am 24. Mai als Nachfolger von Prof. Phil Larkin zum Präsidenten der europäischen Fachgesellschaft gewählt und nutzte seinen ersten öffentlichen Termin in dieser Rolle gern, um unmissverständlich klarzustellen, dass Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativversorgung „elementarer Bestandteil des Teams“ seien und kein „Add on“ oder „Nice to have“.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin gratuliert Christoph Ostgathe, Vorstandsmitglied und zuletzt Vizepräsident der DGP von 2010 bis 1016, sehr herzlich zu diesem neuen Amt und freut sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit. Mit Ostgathe ist nun zum zweiten Mal ein deutscher Palliativmediziner Präsident der EAPC, von 2007 bis 2011 hatte DGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch dieses Amt inne.

PRESSEERKLÄRUNG PROF OSTGATHE NEUER EAPC PRÄSIDENT

EAPC-VORSTAND 2019 - 2023

PRESSEERKLÄRUNG 16. EAPC WORLD CONGRESS

PRESS RELEASE 16th WORLD CONGRESS OF THE EAPC

Einzigartiger Austausch zum Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung mit M.R. Rajagopal und Fatia Kiyange

rajagopal2kiyangeUnmittelbar im Anschluss an den 16. EAPC-Weltkongress hat am 25. Mai das internationale Symposium „Das Ehrenamt in der Hospiz- und Palliativversorgung“ in Berlin stattgefunden, für das knapp 350 Teilnehmer*innen und Referent*innen aus zahlreichen Ländern wie Tschechien, England, Ungarn, Frankreich, Serbien, Spanien, Italien, Polen, den Niederlanden, Österreich und Deutschland angemeldet waren.

Im Fokus des vom Bundesfamilienministeriums großzügig geförderten Austausches: Weltweite Herausforderungen und Chancen für das Ehrenamt in der Hospizarbeit und Palliativversorgung wie auch länderspezifische Unterschiede. Highlights waren insbesondere die Vorträge von Dr. M. R. Rajagopal zu "Health Care with the people: Compassionate Communities in Kerala, Indien" sowie von Fatia Kiyange von der African Palliative Care Association zu "Volunteering in Palliative Care and the Wider Health Sector in Africa".

Für den Herbst ist ein Tagungsband zu den Vorträgen und Diskussionen in Vorbereitung.

EHRENAMTSYMPOSIUM

Fotos: Florian Willnauer

 

Präsident des World Summit zu Gast beim 16. Weltkongress der European Association for Palliative Care in Berlin

detlevganten2Prof. Dr. Detlev Ganten, Präsident des World Summit, ließ in seinem Statement zum Abschluss des 16. Weltkongresses der EAPC in Berlin keinen Zweifel an der Bedeutung und Notwendigkeit eines weltweiten Zugangs zur Palliativversorgung.

Foto: stefan-zeitz.de

Beim 16. Weltkongress der European Association for Palliative Care in Berlin vorgestellt: EAPC Atlas of Palliative Care in Europe 2019

germany1Spannende Daten und Grafiken zu Deutschland auf den S. 128/129 im druckfrischen EAPC-Atlas of Palliative Care in Europe.Die European Association for Palliative Care (EAPC) hat am 24. Mai auf ihrem 16. Weltkongress in Berlin den „Atlas of Palliative Care in Europe 2019“ vorgestellt. Diese 3. Auflage seit 2007 wurde von Prof. Carlos Centeno und seinem Team an der Universität Navarra erstellt.

Näheres erfahren Sie im EAPC-Blog "New edition of EAPC Atlas of Palliative Care in Europe launches at 16th EAPC World Congress in Berlin".

Darin schreibt Eduardo Garralda: "As in other editions, the Atlas assesses the progress made in terms of implementation of palliative care specialised services, the development of health policies, the expansion of the use of medicines or the incorporation of palliative care into mainstream health professionals’ education in the region.

But for the first time, the Atlas explores the degree to which palliative care has been integrated into different levels of care, diseases and disciplines. A careful selection of indicators and close collaboration with other EAPC task forces leaders have allowed an accurate view regarding the integration of palliative care into paediatrics, long-term care facilities, primary care, volunteering, public health, oncology and cardiology.It provides a comparative picture in simple and clear graphics, texts, tables, figures and maps that highlight the information given by national palliative care leaders in the region."

EAPC ATLAS OF PALLIATIVE CARE IN EUROPE 2019

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