das ist palliativ

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin legt CIRS-Palliativ neu auf: Aus Fehlern lernen!

    cirsFehler, Beinahe-Zwischenfälle oder kritische Ereignisse sind in der Gesundheits- wie auch in der Palliativversorgung vermutlich häufig unvermeidlich.

    Um aus Fehlern zu lernen, andere vor ähnlichen Fehlern zu bewahren und um Maßnahmen zu prüfen, die das Risiko des nochmaligen Auftretens verringern könnten, braucht es einen offenen Umgang – auch mit Hilfe anonymer Fehlermeldesysteme.

    Deshalb hat sich die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) entschlossen, das Projekt CIRS-Palliativ noch einmal neu zu starten und ist wieder Mitglied im Netzwerk CIRSmedical.de. Mit CIRS-Palliativ steht nun ein einrichtungsübergreifendes CIRS (Critical Incident Reporting System) zur Verfügung, mit dem ohne großen Aufwand alle Berufsgruppen Berichte über Fehler, Beinahe-Fehler und kritische Ereignisse aus allen Bereichen der Palliativversorgung einstellen können.

    CIRS-Palliativ ist ein offenes, anonymes, einrichtungsübergreifendes Meldesystem, dessen Meldungen von Fachexpert:innen aus dem palliativen Bereich bearbeitet werden. Die ins CIRS-Palliativ eingehenden Berichte werden extern anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf konkrete Einzelfälle möglich sind. Im Anschluss werden die Berichte von einer Expert:innengruppe überprüft, erhalten Feedback, Kommentare oder Empfehlungen zu Konsequenzen, die allen Leser:innen zur Verfügung gestellt werden.

    Die DGP wünscht sich eine rege und anregende Nutzung von CIRS-Palliativ, um gemeinsam aus Fehlern zu lernen und die Patient:innensicherheit weiter zu verbessern. Ansprechpartner:innen sind Dr. Constanze Remi und Steven Kranz.

    CIRS PALLIATIV

    CIRS KARTE

    Streifzug durch 30 Jahre Palliativversorgung seit Gründung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

    Die Dynamik gemeinsamen Wirkens und Vorangehens zeigt sich nicht nur in den aktuellen Schwerpunkten der über 40 Arbeitsgruppen, Sektionen und Landesvertretungen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), sondern auch in der Rückschau auf Meilensteine innerhalb von 30 Jahren Palliativversorgung seit Gründung der DGP im Jahr 1994.

    Mit einem chronologischen Streifzug durch diese drei Jahrzehnte stimmt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin auf ihr Jubiläumsjahr ein - die timeline wurde auf der Basis einer grundlegenden Übersicht von Prof. Dr. H. Christof Müller-Busch aus dem Jahr 2019 noch etwas ergänzt und erweitert. Wir hoffen, es ist auch für Sie noch etwas Neues dabei!

    Gern nehmen wir außerdem redaktionelle Anmerkungen und Anregungen unter redaktion@palliativmedizin.de entgegen.

    30 JAHRE DGP: WIE DIE ZEIT VERGEHT

    "Gemeinsam für Palliativ" am 19. März I Assessments von Palliativpatient:innen im klinischen Alltag – Last oder Chance?

    Am Dienstag, 19. März, findet von 18 bis 19:30 Uhr die nächste Online-Vorlesung im Rahmen der Verbundvorlesungsreihe „Gemeinsam für Palliativ“ statt: Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik für Palliativmedizin, LMU Klinikum München, spricht zum Thema „Assessments von Palliativpatient:innen im klinischen Alltag – Last oder Chance?

    Schwerkranke und sterbende Menschen leiden unter vielfältigen körperlichen, psychischen, sozialen, spirituellen und praktischen Problemen. Auch die Angehörigen sind durch die Situation sehr belastet. Für eine systematische Erfassung dieser Palliativbedürfnisse können einheitliche patient:innen-zentrierte Instrumente für den klinischen Arbeitsalltag hilfreich sein, da sie u.a. eine gemeinsame Sprache, eine standardisierte Erhebung und einheitliche Referenzwerte bieten. In der Vorlesung sollen die Chancen und Herausforderungen der Implementierung und Nutzung solcher Assessments vorgestellt und diskutiert werden.

    EINLADUNG VORLESUNG C BAUSEWEIN 19. MÄRZ

    Am Dienstag, 4. Juni, folgt die Online-Vorlesung mit Prof. Dr. Friedemann Nauck und Dr. Gesine Benze zum Thema "Zeit in Anbetracht von Endlichkeit".

    Tod und Sterben Raum und Zeit zu geben, hat im Rahmen der Begleitung Schwerkranker und Sterbender sowie ihrer An- und Zugehörigen eine große Bedeutung. In der Verbundvorlesung wollen wir die oft vorhandene Sprachlosigkeit zum Thema Zeit reflektieren. Wie reagieren wir, wenn uns Patient*innen fragen „Wie lange habe ich noch?“ Können wir im multiprofessionellen Team Antworten geben, ohne die Hoffnung zu nehmen? Welche Möglichkeiten gibt es, mit dem Thema der begrenzten Lebenszeit und der damit einhergehendeneigenen Unsicherheit umzugehen?

    Der Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Akademien für Palliativmedizin lädt mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin einmal im Quartal zur digitalen Verbundvorlesung "Gemeinsam für Palliativ" ein.

    EINLADUND VORLESUNG F NAUCK UND G BENZE 4. JUNI

    AUFZEICHNUNGEN BISHERIGER VORLESUNGEN

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin schreibt vier Anerkennungs- und Förderpreise aus: Einreichung bis zum 31. März

    Erneut schreibt die DGP gleich vier Anerkennungs- und Förderpreise mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus, zu denen Arbeiten bis zum 31. März bei der Präsidentin der DGP, Aachener Str. 5, 10713 Berlin, E-Mail: dgp@palliativmedizin.de, eingereicht werden können.  

    • Zur Förderung der Wissenschaft verleiht die DGP seit 1999 alljährlich auf ihren Jahrestagungen den Förderpreis für Palliativmedizin und stellt dafür insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung. Um dessen Profil als Wissenschaftspreis noch mehr zu verdeutlichen, ist der Preis vom Vorstand der DGP im vergangenen Jahr umbenannt worden in „Anerkennungs- und Förderpreis für Wissenschaft in der Palliativversorgung".
      WISSENSCHAFT IN DER PALLIATIVVERSORGUNG
       
    • Zur Anerkennung des besonderen Engagements bzw. zur Förderung von Initiativen und Projekten im Rahmen der Palliativversorgung verleiht die DGP den „Anerkennungs- und Förderpreis für Praxisinitiativen und -projekte in der Palliativversorgung“. Der Stifter des Preises ist die Firma Grünenthal GmbH. In den Jahren 2008 bis 2023 standen vor allem Projekte des ambulanten Versorgungsbereiches im Mittelpunkt des Preises. Ab 2024 werden innovative und praxisrelevante Initiativen und Projekte aller Versorgungsbereiche mit dem Anerkennungs- und Förderpreis ausgezeichnet werden.
      PRAXISINITIATIVEN UND -PROJEKTE IN DER PALLIATIVVERSORGUNG
       
    • Außerdem schreibt die DGP zum dritten Mal den "Anerkennungs- und Förderpreis Ethik in der Palliativversorgung" in Höhe von 6.000 Euro aus. Der Preis wird von privaten Stifter:innen gestiftet. Mit dem Preis wird die Umsetzung von Ideen sowie das besondere Engagement bzw. die Förderung von Initiativen und Projekten im Rahmen von hospizlich oder palliativ relevanten ethischen Praxisfragestellungen ausgezeichnet.
      ETHIK IN DER PALLIATIVVERSORGUNG
       
    • Ebenfalls zum dritten Mal können Arbeiten für den "Anerkennungs- und Förderpreis für Hospizkultur und Palliativkompetenz in Einrichtungen der stationären Altenpflege" eingereicht werden. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird ebenfalls von einer privaten Stifterfamilie gestiftet. Die DGP ruft Altenpflegeeinrichtungen dazu auf, sich mit ihren Konzepten daran zu beteiligen.
      HOSPIZKULTUR PALLIATIVKOMPETENZ IN EINRICHTUNGEN DER STATIONÄREN ALTENPFLEGE

    "Weißt Du, wie das wird? - Über die Zukunftsfähigkeit der Palliativversorgung" I Vorlesung mit Martina Kern und Dr. Barbara Schubert steht nun online zur Verfügung

    Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin weist auf eine spannende Online-Vorlesung hin, deren Aufzeichnung Anfang Januar 2024 auf Youtube veröffentlicht wurde: "Weißt Du, wie das wird? - Über die Zukunftsfähigkeit der Palliativversorgung". Referentinnen waren Dr. med. Barbara Schubert, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Geriatrie und Palliativmedizin, Dresden, und Martina Kern, Leiterin Zentrum für Palliativmedizin und ALPHA Rheinland, Bonn.

    Der Verbund der von der Deutschen Krebshilfe geförderten Akademien für Palliativmedizin lädt mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin einmal im Quartal zur digitalen Verbundvorlesung "Gemeinsam für Palliativ" ein.

    Die 3. Verbundvorlesung "Gemeinsam für Palliativ" vom 5. Dezember 2023 wurde aufgrund mangelnder Tonqualität nachträglich noch einmal aufgezeichnet.

    Bisherige Vorlesungen:

    • Dienstag, 5. Dezember 2023, 18:00 - 19:30 Uhr:
      "Weißt Du, wie das wird? - Über die Zukunftsfähigkeit der Palliativversorgung"
      Referentinnen: Dr. med. Barbara Schubert, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin, Geriatrie und Palliativmedizin, Dresden, und Martina Kern, Leiterin Zentrum für Palliativmedizin und ALPHA Rheinland, Bonn
      AUFZEICHNUNG

    • Dienstag, 12. September 2023, 18:00-19:30 Uhr:
      Vom Umgang mit Todeswünschen
      Referent: Prof. Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin, Köln
      AUFZEICHNUNG

    • Dienstag, 23. Mai 2023, 18:00-19:30 Uhr:
      Dem Wortwinter begegnen – Kommunikation angesichts existentieller Not
      Referentin: Sylvia Brathuhn, Dr. phil., Dipl.-Pädagogin, Fachreferentin existenzielle Krisen, Neuwied
      AUFZEICHNUNG

    EINLADUNG ZUR VERBUNDVORLESUNGSREIHE

    Deutsche Gesellschaft
    für Palliativmedizin e. V.
    Aachener Straße 5
    10713 Berlin

    T 030 / 30 10 100 - 0
    F 030 / 30 10 100 - 16
    dgp@dgpalliativmedizin.de
    www.dgpalliativmedizin.de