Aktuelle Nachrichten zum Themenfeld Palliativversorgung / Palliativmedizin / Palliative Care. Die Sammlung erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch spiegelt sie in jedem Beitrag die Position der DGP wider.
Archiv: Nachrichten, die unter "Aktuelles aus den Medien" erschienen sind.
Deutsches Ärzteblatt, 23.07.2026
Datenbank zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin aktualisiert
Die Datenbank des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin ist jüngst um 35 neue Therapieempfehlungen erweitert worden. Wie in der entsprechenden Mitteilung betont wird – hinter der Datenbank steht das pharmazeutische Expertenteam der Klinik für Palliativmedizin des LMU Klinikum München – basieren die Empfehlungen auf der besten verfügbaren Evidenz.
DÄ: Datenbank zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin aktualisiert
Deutschlandfunk Kultur, 20.07.2026
Palliative Geburt
Schwanger, um Abschied zu nehmen
Statt die Schwangerschaft nach einer schweren pränatalen Diagnose abzubrechen, können Frauen ihr Baby auch palliativ zur Welt bringen. Eltern, die das erlebt haben, berichten von einem wertvollen Abschied, der so sonst nicht möglich gewesen wäre.
DLF: Palliative Geburt: Schwanger, um Abschied zu nehmen
Konrad-Adenauer-Stiftung, 20.07.2026
Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende
Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert mit hochrangigen Experten und Expertinnen politische Handlungsoptionen. Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert flächendeckende Etablierung von Palliativdiensten im Krankenhaus & palliativmedizinische Expertise in der Notfallreform, um zum Wohle der Patientinnen und Patienten Übertherapie zu vermeiden.
Uniklinik Köln, 20.07.2026
20 Jahre Endlich e.V. – zwischen Rückblick und Aufbruch
Zwei Jahrzehnte Engagement für die palliative und hospizliche Versorgung am Zentrum für Palliativmedizin
Am 10. Juli hat Endlich. Palliativ & Hospiz im Dr. Mildred Scheel Haus UK Köln e.V. sein 20-jähriges Bestehen mit rund 155 Gästen im CIO gefeiert. Seit 2006 engagiert sich der Verein für die palliative und hospizliche Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen im Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln.
Uniklinik Köln: 20 Jahre Endlich e.V. – zwischen Rückblick und Aufbruch
Deutsches Ärzteblatt, 16.07.2026
Frankreich erlaubt Sterbehilfe für unheilbar Kranke
Unheilbar kranke Menschen haben in Frankreich künftig das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Die Nationalversammlung verabschiedete gestern mit 291 zu 241 Stimmen endgültig ein entsprechendes Gesetz, das eine „Hilfe beim Sterben“ ermöglicht. Demnach können Patienten sich ein tödliches Medikament verschreiben lassen, das sie in der Regel selbst einnehmen. Nur falls sie körperlich nicht dazu in der Lage sind, kann ein Arzt oder ein Pfleger ihnen dabei helfen.
DÄ: Frankreich erlaubt Sterbehilfe für unheilbar Kranke
WDR 5, Morgenecho, 15.07.2026
Palliativmedizin: Möglichkeiten und Grenzen
Frankreich reformiert sein Gesetz zur Sterbehilfe. Bräuchte es in Deutschland auch eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe? Was kann Palliativmedizin leisten und wo sind ihre Grenzen? Ein Interview mit Palliativmediziner Martin Neukirchen.
WDR 5: Palliativmedizin: Möglichkeiten und Grenzen
Die ZEIT, 10.07.2026
Mordserie: Patientenmorde: Palliativmediziner akzeptiert Urteil nicht
Der wegen 15-fachen Mordes verurteilte Palliativmediziner akzeptiert seine Verurteilung zur Höchststrafe nicht. Die Verteidigung des 41-jährigen Deutschen hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts eingelegt, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage sagte. Die Anwälte hatten diese bereits nach der Verkündung am Mittwoch angekündigt. Damit muss der Bundesgerichtshof den Fall auf mögliche Rechtsfehler prüfen.
ZEIT: Mordserie: Patientenmorde: Palliativmediziner akzeptiert Urteil nicht
WDR Zeitzeichen, 08.07.2026
Mitgefühl mit Sterbenden: Elisabeth Kübler-Ross
In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Magdanz:
- wie Elisabeth Kübler-Ross aus ihrem Leben als Drillingsschwester eine prägende Erkenntnis für ihren Lebensweg zieht,
- wie eine Schwangerschaft ihren beruflichen Werdegang lenkt,
- dass sich die fortschreitende Industrialisierung nicht zur auf das Zusammenleben, sondern auch das Sterben auswirkt,
- von den fünf Phasen des Sterbens.
Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
Kenneth Ross, Sohn von Elisabeth Kübler-Ross
Dr. Raymond Voltz, Direktor der Palliativstation der Uniklinik Köln
WDR: Mitgefühl mit Sterbenden: Elisabeth Kübler-Ross
rbb24 BERLIN, 08.07.2026
Berliner Landgericht: Palliativarzt wegen Mordes verurteilt
Interview mit Dr. Wiebke Nehls, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, ab Minute 5:22
rbb24 BERLIN: Berliner Landgericht: Palliativarzt wegen Mordes verurteilt
rbb24, 08.07.2026
Landgericht Berlin: Höchststrafe für Mordserie von Berliner Palliativarzt
- Berliner Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes verurteilt worden
- 41-Jährigem wurde vorgeworfen, zwölf Frauen und drei Männer mit Medikamenten-Gemisch getötet zu haben
- Gericht stellte besondere Schwere der Schuld fest
rbb24: Landgericht Berlin: Höchststrafe für Mordserie von Berliner Palliativarzt
Deutsches Ärzteblatt, 08.07.2026
Nach Patientenmorden Höchststrafe für Palliativmediziner
Ein Palliativmediziner ist wegen 15-fachen Mordes an Patienten zur Höchststrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte gegen den 41-jährigen Deutschen eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem wurde eine Sicherungsverwahrung nach der Haftstrafe angeordnet und ein lebenslanges Berufsverbot verhängt.
Deutsches Ärzteblatt: Nach Patientenmorden Höchststrafe für Palliativmediziner
Tagesschau, 08.07.2026
Landgericht Berlin: Palliativarzt wegen Mordserie verurteilt
Lebenslange Haft, besondere Schwere der Schuld und Sicherungsverwahrung: Im Prozess gegen einen Berliner Palliativarzt ist das Urteil gefallen. Nach Überzeugung des Gerichts hat er 15 schwer kranke Menschen getötet.
Tagesschau: Landgericht Berlin: Palliativarzt wegen Mordserie verurteilt
FAZ, 08.07.2026
Höchststrafe für Palliativarzt - „Er ist ein Serienmörder“
Bei Hausbesuchen hat ein Arzt immer wieder Patienten getötet. Zunächst ging es um vier Fälle, angeklagt wurden 15 Morde. Ein erstes Urteil liegt vor. Das Gericht geht von vielen weiteren Opfern aus.
FAZ: Höchststrafe für Palliativarzt - „Er ist ein Serienmörder“
Informationsdienst Wissenschaft, 06.07.2026
Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende
Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert mit hochrangigen Expert:innen politische Handlungsoptionen I Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert flächendeckende Etablierung von Palliativdiensten im Krankenhaus & palliativmedizinische Expertise in der Notfallreform, um zum Wohle der Patient:innen Übertherapie zu vermeiden
Die Publikation "Übertherapie am Lebensende – Handlungsempfehlungen für die Bereiche Notfallmedizin, Intensivmedizin und Onkologie" hat die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) erst vor wenigen Wochen veröffentlicht. Bereits in diesen Tagen wurde das drängende Thema in einem hochrangigen Kreis von Expert:innen hinsichtlich der fachlichen und politischen Umsetzungsnotwendigkeiten diskutiert.
idw: Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende
Ernährungsumschau, Heft 06/2026
Ernährung in der Palliativversorgung
Bei palliativ erkrankten Menschen nehmen Ernährungsprobleme krankheits- oder therapiebedingt meist zu. Der Beitrag von Maike Groeneveld und Sabine Götte zeigt, dass Essen und Trinken auch in den letzten Lebenswochen und -tagen eine große Rolle spielt, wenn auch anders als bisher. Ziel ist es dann, die Lebensqualität und Lebenszeit zu (ver)bessern sowie Mangelernährung zu verhindern.
Ernährungsumschau: Ernährung in der Palliativversorgung
Spektrum Onkologie, 30.06.2026
Warum sie entsteht und wie sie reduziert werden kann
Übertherapie am Lebensende
Priv.-Doz.in Dr.in Gudrun Kreye et. al.
- Viele Patient:innen mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen erhalten in den letzten Lebenswochen noch antitumorale Therapien ohne relevanten Nutzen.
- Übertherapie entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel aus Hoffnung, Angst, gesellschaftlichen Erwartungen, professionellen Rollenbildern und kognitiven Verzerrungen.
- Eine frühe Integration von Palliative Care, ehrliche Kommunikation und bessere Ausbildung in End-of-Life-Gesprächen können helfen, unnötige Belastungen zu vermeiden.
Spektrum Onkologie: Warum sie entsteht und wie sie reduziert werden kann: Übertherapie am Lebensende
Medical Tribune, 30.06.2026
Der geregelte Tod im Vergleich: Sterbehilfe: Was Deutschland vom Ausland lernen könnte
Assistierter Suizid ist in Deutschland legal, doch die Debatte bleibt hitzig. Der Blick in die Niederlande und nach Kanada zeigt, wie klare Regeln, Kontrollen und Schutzlücken die Praxis prägen.
SRF, 28.06.2026
Sternstunde Philiosophie: Wie sieht die Zukunft des Sterbens aus?
Ihre Arbeit veränderte den Umgang mit dem Tod grundlegend: Die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross. Diese Tage hätte sie ihren 100. Geburtstag gefeiert. Und heute, in einer zunehmend alternden Gesellschaft, stellt sich dringlicher denn je die Frage: Wie werden wir in Zukunft sterben?
SRF: Sternstunde Philiosophie: Wie sieht die Zukunft des Sterbens aus?
Evangelische Zeitung, 28.06.2026
Palliativmediziner kritisiert steigende Wünsche nach Suizidbeihilfe
Wenn das Lebensende naht, fürchten die meisten Menschen vor allem starke Schmerzen. Doch die Palliativmedizin ist in der Lage, Schmerzen auszuschalten oder zumindest zu lindern. Das wissen allerdings viel zu wenige. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Palliativstiftung, Thomas Sitte, kritisiert den aktuellen Umgang der Gesellschaft mit Sterben und Tod.
Evangelische Zeitung: Palliativmediziner kritisiert steigende Wünsche nach Suizidbeihilfe
Deutschlandfunk, 27.06.2026
Zentrale Hilfenummer geplant
Warken will Suizidprävention stärken
Bundesgesundheitsministerin Warken will die Suizidprävention bundesweit stärken.
Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, aus dem die „Rheinische Post“ zitiert. Demnach ist unter anderem die Schaffung einer „Bundesfachstelle für Suizidprävention“ geplant, die ein Konzept für eine bundesweit einheitliche Krisendienst-Rufnummer entwickeln soll. Eine solche Nummer forderten auch mehrere Verbände in einer gemeinsamen Erklärung.
Deutschlandfunk: Warken will Suizidprävention stärken
Die ZEIT, 26.06.2026
Krisendienst: Gesundheitsministerin Warken will Suizidprävention stärken
Nina Warken plant, die Länder besser bei der Verhinderung von Suiziden zu unterstützen. Ein Gesetzentwurf ihres Ministeriums sieht eine bundesweite Krisenhotline vor.
ZEIT: Krisendienst: Gesundheitsministerin Warken will Suizidprävention stärken
Deutsches Ärzteblatt, 26.06.2026
Politik: Suizidpräventionsgesetz erneut auf dem Weg
Berlin – Die Bundesregierung unternimmt einen neuen Anlauf für ein Suizidpräventionsgesetz. Nach den jetzt bekannt gewordenen Eckpunkten soll ab sofort die regierungsinterne Ressortabstimmung eingeleitet werden. Mit dem Gesetz will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) die Suizidprävention bundesweit stärken und die Länder sowie Kommunen beim Ausbau entsprechender Hilfsangebote besser unterstützen.
DÄ: Politik: Suizidpräventionsgesetz erneut auf dem Weg
Rheinische Post, 25.06.2026
Warken will Suizidprävention bundesweit stärken
Exclusiv. In Deutschland sterben pro Jahr mehr Menschen durch Suizid als durch illegale Drogen, Verkehrsunfälle und HIV zusammen. Nun plant die Gesundheitsministerin ein Gesetz, um Präventionsangebote bundesweit einheitlich zu verbessern – denn die sind bislang regional sehr unterschiedlich.
Rheinische Post: Warken will Suizidprävention bundesweit stärken
Deutsches Ärzteblatt, 25.06.2026
Palliativmediziner gibt Tötung von Patienten zu
Nach einem fast einjährigen Prozess hat der wegen Mordes in mehreren Fällen angeklagte Palliativarzt sein Schweigen gebrochen. Der 41-Jährige gab Tötungen zu. Er lasse sich weitestgehend geständig ein, erklärte der Mediziner am 54. Verhandlungstag vor dem Landgericht Berlin.
DÄ: Palliativmediziner gibt Tötung von Patienten zu
corrigenda, 23.06.2026
Assistierter Suizid soll gesetzlich geregelt werden: Autonomes Sterben in Südtirol
Der Südtiroler Landtag soll in Kürze über assistierten Suizid abstimmen. Als Teil eines Gesetzespakets mit Dutzenden anderen Änderungen. Ohne vorherige größere gesellschaftliche Debatte. Und das, obwohl die Folgen langfristig gravierend wären. Was sagen die Politiker?
corrigenda: Assistierter Suizid soll gesetzlich geregelt werden: Autonomes Sterben in Südtirol
BR 24, 23.06.2026
Kinderpalliativzentrum München: "Bei uns geht's immer ums Leben"
Palliativmedizin wird oft mit dem Lebensende verbunden. Im Kinderpalliativzentrum München geht es jedoch vor allem darum, schwerkranken Kindern möglichst viel Lebensqualität zu schenken – zu Hause, im Alltag und gemeinsam mit ihren Familien.
BR 24: Kinderpalliativzentrum München: "Bei uns geht's immer ums Leben"
LMU Klinikum, 22.06.2026
Zehn Jahre Kinderpalliativzentrum am LMU Klinikum München: Pioniereinrichtung für schwerstkranke Kinder und ihre Familien feierte mit einem Festakt das Jubiläum in Großhadern
Seit zehn Jahren gibt es am LMU Klinikum das Kinderpalliativzentrum München – die erste Einrichtung ihrer Art an einem deutschen Universitätsklinikum. Was 2003 als Arbeitskreis begann und 2016 mit der Einweihung eines eigenen Gebäudes einen entscheidenden Meilenstein erreichte, hat sich zu einer bundesweiten Referenzeinrichtung für die spezialisierte Versorgung schwerstkranker Kinder und ihrer Familien entwickelt. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kinderpalliativzentrums fand am Montag, 22. Juni 2026, ein Festakt auf dem Campus Großhadern statt.
LMU KLinikum: Zehn Jahre Kinderpalliativzentrum am LMU Klinikum München
Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention, 22.06.2026
DGS fordert Suizidpräventionsgesetz für Deutschland
Über 10.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr durch Suizid. Trotz fraktionsübergreifender Beschlüsse im Bundestag und jahrelanger politischer Debatten fehlt bis heute ein fundierter Entwurf für ein Suizidpräventionsgesetz.
„Wir haben keine Zeit mehr für wage Absichtserklärungen oder zeitlich befristete Modellprojekte, die nach ein paar Jahren wieder eingestellt werden müssen, da es keine verlässliche und dauerhafte Finanzierung gibt“, erklärt Uwe Sperling, stellv. Vorsitzender der DGS, anlässlich eines aktuellen Appells der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention e. V. (DGS) und anderen Organisationen sowie Fachgesellschaften an die Bundestagsabgeordneten.
DGS: DGS fordert Suizidpräventionsgesetz für Deutschland
F.A.Z., 16.06.2026
Die Hilfe zum Leben steht vor der Hilfe zum Sterben
Am 26. Mai veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf F.A.Z. Einspruch einen Gastbeitrag unter dem Titel: „Wie Deutschland die Suizidhilfe regeln sollte“. Darin setzen sie sich für eine gesetzliche Regelung der Assistenz beim Suizid ein. Vier Themen in dem Beitrag bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und eines entschiedenen Widerspruchs.
Gastbeitrag von
Prof. Dr. med. Claudia Bausewein
Dipl. Psych. Georg Fiedler
Prof. Dr. med. Ute Lewitzka
Prof. Dr. med. Reinhard Lindner
Prof. Dr. med. Thomas Pollmächer
Prof. Dr. med. Lukas Radbruch
Prof. Dr. med. Barbara Schneider
Prof. Dr. phil. Frank Schwab
Prof. Dr. med. Raymond Voltz
FAZ: Die Hilfe zum Leben steht vor der Hilfe zum Sterben
Puls, Universitätsklinikum Tübingen, 15.06.2026
Palliativmedizin: Schmerzen am Lebensende lindern
Wenn das Ende des Lebens naht, fürchten die meisten Menschen wenig mehr als starke Schmerzen. Doch die moderne Palliativmedizin ist in der Lage, Schmerzen auszuschalten oder zumindest zu lindern. „Wenn Heilung nicht mehr möglich ist, können wir trotzdem lindern, trösten und den Patienten ganzheitlich wahrnehmen“, sagt Dr. Marc Steinle, Oberarzt der Palliativstation an der Tübinger Universitätsklinik für Radioonkologie.
Puls online: Palliativmedizin: Schmerzen am Lebensende lindern
Informationsdienst Wissenschaft, 10.06.2026
Fachleute mahnen bessere Regelung der Suizidhilfe in Deutschland an
Der assistierte Suizid ist in Deutschland erlaubt, doch Fachleute aus Medizin, Rechtswissenschaft und Ethik vermissen dazu ein klares Gesetz. Darum zeigen sie nun in einem Eckpunkte-Papier auf, wie sie sich eine verfassungskonforme Regelung vorstellen.
idw: Fachleute mahnen bessere Regelung der Suizidhilfe in Deutschland an
rainews.it, 04.06.2026
Landtag soll Weg zu assistiertem Suizid freimachen
Südtirol soll ein Gesetz zum ärztlich assistierten Suizid bekommen. Der Landtag stimmt im Juli darüber ab.
rainews: Landtag soll Weg zu assistiertem Suizid freimachen
LMU KLinikum, 01.06.2026
Umgang mit Todeswünschen bei Kindern & Jugendlichen
An der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin des LMU Klinikums wird im Rahmen des Projekts „SPEAK-KJ“ ein neues Schulungsangebot zum Umgang mit Todeswünschen bei Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen entwickelt. Das Projekt wird von PD Dr. rer. medic. Kerstin Kremeike geleitet und über einen Zeitraum von 18 Monaten in Kooperation mit dem Betreuungsnetz für schwerkranke Kinder aus Hannover umgesetzt.
LMU KLinikum: Umgang mit Todeswünschen bei Kindern & Jugendlichen
Vatican News, 27.05.2026
Finnland: Bischof promoviert zu „Spiritualität in der Palliativmedizin“
Bischof Raimo Ramón Goyarrola Belda promoviert bald in Medizin. Die Verteidigung seiner Dissertation findet am 5. Juni an der Universität Ostfinnlands in Kuopio statt. Das Thema der Forschung lautet „Spiritualität in der Palliativmedizin in Finnland“.
Vatican News: Finnland: Bischof promoviert zu „Spiritualität in der Palliativmedizin“
faz.net, 26.05.2026, Einspruch Exklusiv:
Wie Deutschland die Suizidhilfe regeln sollte
Der assistierte Suizid ist erlaubt, doch der Staat scheut bis heute eine klare Regelung. Ein Aufruf von Medizinern, Juristen und Ethikern zeigt, wie eine verfassungskonforme Regelung aussehen könnte.
faz: Wie Deutschland die Suizidhilfe regeln sollte
Main Post, 20.05.2026
Wenn das Lebensende naht: Wie können wir Sterbende gut begleiten, Dr. Joha?
Mit dem absehbaren Tod eines geliebten Menschen umzugehen, ist für Angehörige nicht leicht. Was der Würzburger Palliativarzt Heribert Joha erlebt hat und was er rät.
Main Post: Wenn das Lebensende naht: Wie können wir Sterbende gut begleiten, Dr. Joha?
häuslichepflege.net, 15.05.2026
Palliativ-Notfallversorgung soll unnötige Klinikaufenthalte vermeiden
Ein neues Pilotprojekt in Hamburg will schwerstkranken Patient:innen in Notfallsituationen eine Versorgung im häuslichen Umfeld ermöglichen. Ziel ist es, Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und den Wunsch vieler Betroffener nach einem Verbleib zu Hause zu berücksichtigen. Das Angebot läuft seit dem 1. Mai 2026.
häuslichepflege.net: Palliativ-Notfallversorgung soll unnötige Klinikaufenthalte vermeiden
Sächsische Zeitung, 09.05.2026
„Unser Kind ist erwachsen geworden“
Als junger Kinderkrankenpfleger begann Andreas Müller vor 25 Jahren, krebskranke Kinder zu Hause zu besuchen. Im neuen Haus Sonnenstrahl lebt diese Idee weiter.
Sächsische Zeitung: „Unser Kind ist erwachsen geworden“
Pressreader: Sächsische Zeitung: "Unser Kind ist erwachsen geworden"
Informationsdienst Wissenschaft, 08.05.2026
Das Sächsische Kinderpalliativzentrum bezieht im neu eröffneten Haus Sonnenstrahl sein festes Domizil
Der Sonnenstrahl e. V. Dresden und das Uniklinikum Dresden rücken im Haus Sonnenstrahl enger zusammen. Basis für die wichtige Arbeit des SKPZ wurde vor 25 Jahren zusammen mit dem Sonnenstrahl e. V. Dresden gelegt. Neue Räume im Haus Sonnenstrahl ermöglichen ein verbessertes Weiterbildungsangebot in der Kinderpalliativversorgung.
Ärzte Zeitung, 08.05.2026
Kaum beachtetes Thema: MHH startet Studie zum Sterben im Strafvollzug
Welche Erfahrungen machen schwerkranke Menschen in Haft? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Projekt des Instituts für Allgemeinmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover.
Ärzte Zeitung: Kaum beachtetes Thema: MHH startet Studie zum Sterben im Strafvollzug
mhh.de, 07.05.2026
Sterben im Strafvollzug: MHH erforscht kaum bekanntes Thema
Die Studie ARREST soll die palliativmedizinische Versorgung Inhaftierter abbilden und mögliche Defizite und Potenziale aufdecken. Eine schwere unheilbare Erkrankung kann einen Menschen in jeder Lebenssituation treffen – auch während einer Haftstrafe oder einer Sicherungsverwahrung.
mhh.de: Sterben im Strafvollzug: MHH erforscht kaum bekanntes Thema
Oberhessische Zeitung, 06.05.2026
„Wir sind nicht die Endstation" – Dr. Schiel zeigt neue Perspektiven
Der Palliativmediziner Dr. Sebastian Schiel sprach vor hundert Zuhörern in Lauterbach. Seine Botschaft: Frühzeitige Palliativmedizin verlängert das Leben.
Oberhessische Zeitung: „Wir sind nicht die Endstation" – Dr. Schiel zeigt neue Perspektiven
Hamburg.de, 04.05.2026
Pilotprojekt NotfallPalli startet im Mai: Palliativversorgung im häuslichen Umfeld statt im Krankenhaus
Viele ältere oder schwerstkranke Menschen wünschen sich, zu Hause beziehungsweise im gewohnten Umfeld zu sterben. Tatsächlich verstirbt jedoch nahezu die Hälfte aller Menschen in Deutschland im Krankenhaus. (...) Hier setzt das Pilotprojekt NotfallPalli an, das am 1. Mai startet: Es umfasst eine bedarfsgerechte, ambulante Notfall-Palliativversorgung im häuslichen Umfeld oder in Pflegeeinrichtungen, die es schwerstkranken Menschen ermöglicht, ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt und in vertrauter Umgebung zu verbringen. Unnötige Krankenhausaufenthalte sollen vermieden werden.
Hamburg.de: Pilotprojekt NotfallPalli startet im Mai
Vatican News, 04.05.2026
D: Neue ethische Leitlinien für die Begleitung am Lebensende
Die Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz hat am Montag eine neue ethische Orientierungshilfe zur Ausgestaltung von „Advance Care Planning“ veröffentlicht. Das Dokument richtet sich an Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens in kirchlicher Trägerschaft und soll Unterstützung für Betroffene, Angehörige sowie Fachkräfte bieten.
Vatican News: Neue ethische Leitlinien für die Begleitung am Lebensende
Der SPIEGEL, 03.05.2026
Was in psychischen Krisen vom Suizid abhält
»Ein Mensch im Suizidtunnel denkt nicht rational«, weiß Ute Lewitzka, Deutschlands erste Professorin für Suizidprävention. Hier erklärt sie, warum es in akuten Krisen kaum falsche Worte gibt.
SPIEGEL: Was in psychischen Krisen vom Suizid abhält
Apotheken Umschau, 30.04.2026
Palliativversorgung I Mehr als nur Pflege: Wie Hospize Menschen bis zum Tod begleiten
Möglichst selbstbestimmt und gut leben bis zum Schluss – das wünschen sich alle unheilbar erkrankten Menschen. Die Hospizarbeit soll das möglich machen. Was Sie dazu wissen sollten.
katholisch.at, 29.04.2026
Studie: Pflegende leiden unter Anfragen für Sterbehilfe
Hoher Druck besonders bei unfreiwilligem Mitwirken an Tötungshandlung - Ethikerin Kummer: Evaluierung und Erforschung gehören in Novelle des Sterbeverfügungsgesetzes
Pflegefachkräfte, die mit Anfragen zur Beihilfe zum Suizid oder Tötung auf Verlangen konfrontiert werden, leiden häufiger als bisher angenommen unter moralischem Stress, Gewissenskonflikten und psychischen Belastungen. Das berichtet das Wiener Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) unter Verweis auf eine aktuelle internationale Übersichtsstudie einer deutschen Forschergruppe, die 25 Studien aus verschiedenen Ländern ausgewertet hat.
katholisch.at: Studie: Pflegende leiden unter Anfragen für Sterbehilfe
Der Tagesspiegel, 26.04.2026
Wann sollte man Sterbende loslassen?: „Menschen laufen Gefahr, übergriffig zu werden“
Ein Essay von Heike Jahberg
Jeden Morgen hoffe ich auf ein Wunder. Dass Wal Timmy es über Nacht geschafft hat, sich zu befreien. Dass er die Insel Poel verlassen hat, dass er den Weg in die Nordsee und den Atlantik findet und in die Freiheit zurückfindet. Ich wünsche ihm, dass das salzige Atlantikwasser seine Wunden heilt. Dass der Buckelwal gesund wird und überlebt.
Damit bin ich nicht allein. Im Gegenteil. Wie mir geht es vielen anderen Menschen. „Wir sehen in dem Wal ein leidendes Wesen“, sagt Traugott Roser. Er ist evangelischer Pfarrer und Professor für Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Münster. „Angesichts des Leidens fühlen wir uns herausgefordert, zu helfen.“ Das, betont Roser, sei erst einmal uneingeschränkt positiv. Sympathie für Hilfsbedürftige ist eine „schöne und beruhigende Geste“, meint auch Heiner Melching, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.
Tagesspiegel: Wann sollte man Sterbende loslassen?: „Menschen laufen Gefahr, übergriffig zu werden“
Deutsches Ärzteblatt, 20.04.2026
Medizinerin befürchtet Trend zu immer mehr assistierten Suiziden
München – Einen Trend zu immer mehr assistierten Selbsttötungen in Deutschland befürchtet die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Claudia Bausewein. „Es wird teilweise proaktiv Werbung für den assistierten Suizid gemacht. Es ist zu befürchten, dass dies ein Geschäftsmodell ist“, sagte die Direktorin der Klinik für Palliativmedizin der Universität München vorgestern der Süddeutschen Zeitung.
Deutsches Ärzteblatt: Medizinerin befürchtet Trend zu immer mehr assistierten Suiziden
Uniklinik Köln, 20.04.2026
Kinder stellen Fragen zur Palliativmedizin
Kinder der Klassenstufen 3 bis 6 waren im Rahmen der Kölner Kinder Uni zu Gast im Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, um sich mit dem Thema „Unheilbar krank - Ist Medizin nur zum Gesundmachen da?“ auseinanderzusetzen.
Uniklinik Köln: Kinder stellen Fragen zur Palliativmedizin
Süddeutsche Zeitung, 17.04.2026
Assistierter Suizid I Wie man Menschen beim Sterben hilft
Seit einigen Jahren besteht in Deutschland die Möglichkeit des assistierten Suizids. Das Interesse ist groß, die Sorgen sind es auch. Was also tun? Fragen an zwei Experten.
Jeder Mensch hat das Recht, frei über seinen Tod zu entscheiden. Dabei darf er auch Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Das hat das Bundesverfassungsgericht vor fünf Jahren unmissverständlich klargestellt. Seither ist assistierter Suizid, also das Sterben mit Hilfe anderer, in Deutschland grundsätzlich legal. Über die damit verbundenen Hoffnungen und Befürchtungen diskutierten die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Claudia Bausewein, und der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), Dieter Birnbacher, in einem SZ-Gesundheitsforum. Dieser Text ist eine Zusammenfassung des Gesprächs.
SZ: Assistierter Suizid I Wie man Menschen beim Sterben hilft
Universitätsklinikum Köln, 17.04.2026
Palliativmedizin in Radio, Podcast und Film
Heute startet die Filmreihe „Vom Leben und Tod“.
In der Sendung Deutschlandfunk „Sprechstunde: Wie wir sterben: Medizinische und psychologische Begleitung am Lebensende“ (70 Min.) sprechen Prof. Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, und Ricarda Scheiner, Psychologin an der Klinik für Palliativmedizin der LMU München über unterschiedliche Sterbeorte, was Palliativmedizin ist und was sie leisten kann, wo ihre Grenzen sind und ob sie sich durch den medizinischen Fortschritt verschieben.
Uniklinikum Köln: Palliativmedizin in Radio, Podcast und Film
Münchner Merkur, 13.04.2026
Wenn das Ende das Leben lehrt: Zwei Pflegerinnen berühren mit Buch
Sara Loy und Michaela Bayer arbeiten auf der Palliativstation. Ihre Geschichten über Sterbebegleitung bewegen das Publikum in Ottobrunn.
Der erste Kaffee am Morgen, der Blick in den Garten, eine vertraute Stimme, Musik, Berührung oder einfach Stille. „Lebensqualität ist etwas sehr Individuelles. Genau darum geht es in den letzten Stunden, Tagen und Wochen des Lebens“, sagt Sara Loy. „Ich erinnere mich an eine Patientin, die sich am Ende nur noch wünschte, dass ihre Hände gehalten werden – sie wollte nicht alleine sein“, erzählt die 33-jährige Palliativpflegerin am Klinikum Großhadern.
Münchner Merkur: Wenn das Ende das Leben lehrt: Zwei Pflegerinnen berühren mit Buch
gelbe-liste.de, 13.04.2026
Ärztlich assistierter Suizid: Rechtlicher Rahmen, offene Praxisfragen
Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist das Recht auf selbstbestimmtes Sterben verankert. Auf den Deutschen Schmerz- und Palliativtagen 2026 diskutierten Experten, welche Konsequenzen das für Medizin, Berufsrecht und Versorgung hat.
gelbe-liste.de: Ärztlich assistierter Suizid: Rechtlicher Rahmen, offene Praxisfragen
epd, 10.04.2026
Palliativmediziner Hardinghaus: "Robotik kann keine Nächstenliebe"
Technik könne und dürfe keine Beziehung ersetzen, sagt der Palliativmediziner Winfried Hardinghaus, der dem Deutschen Ethikrat angehört. Er sprach zur Eröffnung der Messe "Leben und Tod" in Bremen.
epd: Palliativmediziner Hardinghaus: "Robotik kann keine Nächstenliebe"
Deutschlandfunk, 07.04.2026
Palliativmedizin: Wie wir sterben: Medizinische und psychologische Begleitung am Lebensende
Es kommt, wenn das Leben zu Ende geht: das Sterben. Oft ist es ein längerer Prozess, ausgelöst durch eine schwere Erkrankung oder hohes Alter. In Deutschland stirbt jeder zweite Mensch in einem Krankenhaus. Die Wunschvorstellung wäre eine andere.
Lennart Pyritz; Ricarda Scheiner; Raymond Voltz
Deutschlandfunk: Wie wir sterben: Medizinische und psychologische Begleitung am Lebensende
Aus-Sicht, 06.04.2026
Ärztin begleitet Sterbende: In Demut vor Leben und Tod
Krankheit, Leid, Tod, Trauer – Petra Conen sieht viele Kreuzwege. Aus ihrem Glauben heraus begleitet die emsländische Fachärztin kranke Menschen, damit diese in Würde sterben können.
Aus-Sicht: Ärztin begleitet Sterbende: In Demut vor Leben und Tod
Journal Med, 02.04.2026
Intensive Schmerztherapie bei Kindern – neue Leitlinie garantiert hohe Behandlungsqualität
Hunderttausende Kinder leiden unter chronischen Schmerzen – eine Leitlinie, die unter Beteiligung des Lehrstuhls für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin der Universität Witten/Herdecke entstanden ist, soll eine Fehlversorgung verhindern und wirksame Therapie sichern.

