Aktuelle Nachrichten zum Themenfeld Palliativversorgung / Palliativmedizin / Palliative Care. Die Sammlung erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch spiegelt sie in jedem Beitrag die Position der DGP wider.
Archiv: Nachrichten, die unter "Aktuelles aus den Medien" erschienen sind.
Bundesgesundheitsblatt, 13.02.2026
Assistierter Suizid in den Medien – eine narrative Übersicht
Die mediale Darstellung assistierter Suizide und deren Auswirkungen auf die Rezipierenden sind bislang nur unzureichend untersucht worden. Dieser Artikel bietet einen ersten Überblick über internationale Forschungsarbeiten zu Nachrichtenbeiträgen, Filmen, Fernsehsendungen und sozialen Medien, die sich mit diesem Thema befassen.
Bundesgesundheitsblatt: Assistierter Suizid in den Medien – eine narrative Übersicht
Pharmazeutische Zeitung, 10.02.2026
Drohnenlieferung: Von der Apotheke zum Patienten
Morgen findet der erste europaweite Einsatz einer Apotheken-Drohne zur Auslieferung von Medikamenten in einem bewohnten Gebiet statt. Erst kürzlich wurde dem Projekt »Pallidrohne« vom Luftfahrt-Bundesamt eine Abwurfgenehmigung erteilt. Europaweit ist diese Zulassung bislang einmalig.
Pharmazeutische Zeitung: Drohnenlieferung: Von der Apotheke zum Patienten
Hochschule Esslingen, 10.02.2026
Forschung für mehr Lebensqualität am Lebensende
Die Hochschule Esslingen freut sich über eine herausragende Auszeichnung für ihre ehemalige Studierende und Promovierende Nadine Treff. Die 2025 promovierte Absolventin des Studiengangs Pflegemanagement (Bachelor) und Pflegewissenschaft (Master) hat vor wenigen Tagen den ALIVIA-Stiftungs-Spezialpreis für ihre Dissertation erhalten. Die Preisverleihung in Erlangen ist Teil der ersten Verleihung der Forschungspreise der ALIVIA-Stiftung für mehr Lebensqualität am Lebensende.
Hochschule Esslingen: Forschung für mehr Lebensqualität am Lebensende
epd, 10.02.2026
Tag der Kinderhospize: Vom Schmerz, ein todkrankes Kind zu erwarten
Konrad ist ein gesunder, fröhlicher Dreijähriger. Doch sein Start ins Leben war schwer: Seine Zwillingsschwester war todkrank und starb kurz nach der Geburt. Das Kinderhospiz "Löwenherz" steht der Familie bis heute zur Seite.
epd: Vom Schmerz, ein todkrankes Kind zu erwarten
Bundesgesundheitsblatt, 09.02.2026
Assistenz bei der Selbsttötung in Deutschland – erste Auswertung von Daten einer Berichtsplattform und mögliche Implikationen für die Entwicklung einer Leitlinie
Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020 ist die Assistenz bei der Selbsttötung rechtmäßig, wenn sie auf einer freiverantwortlichen Entscheidung der betroffenen Person beruht. Bislang gibt es wenige empirische Untersuchungen zur aktuellen Praxis des Umgangs mit Anfragen nach assistierter Selbsttötung in Deutschland.
Bundesgesundheitsblatt, 09.02.2026
Artikulation von Suizidwünschen von Patient:innen im Behandlungskontext – Erfahrungen und Unterstützungsbedarf von Krankenhausmitarbeitenden
Das Thema „assistierter Suizid“ ist seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020 in Politik, Gesellschaft und Medizin sehr relevant. Dies könnte dazu führen, dass Patient:innen häufiger Suizidwünsche äußern. Ziele der Studie sind 1) die Ermittlung der Erfahrungen von Krankenhausmitarbeitenden mit Suizidwünschen im Behandlungskontext sowie ihres Kenntnisstands zu Suizidpräventionsangeboten und 2) die Evaluation des Umgangs mit Suizidwünschen sowie der Unterstützungsbedarfe.
Bundesgesundheitsblatt: Artikulation von Suizidwünschen von Patient:innen im Behandlungskontext
DHPV, 08.02.2026
Palliativversorgung für lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende verlässlich sichern
Eine kindgerechte Palliativversorgung darf nicht vom Wohnort abhängen. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) fordert zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar, die ambulante und spezialisierte Versorgung für lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene verlässlich abzusichern.
evangelisch.de, 05.02.2026
Todkranke Neugeborene: Mediziner fordert mehr Hilfe für Eltern
Rund 1.600 Kinder sterben in Deutschland pro Jahr kurz vor, während oder bis zu vier Wochen nach der Geburt. Die Eltern erhalten oft keine optimale Unterstützung, kritisiert ein Palliativmediziner.
evangelisch.de: Todkranke Neugeborene: Mediziner fordert mehr Hilfe für Eltern
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, 30.01.2026
Das Lebensende auf der Intensivstation: Broschüre zur Aufklärung von Angehörigen veröffentlicht
Fachlich versierte Aufklärung für Angehörige: Unter Leitung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und in Zusammenarbeit mit der DIVI, der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) ist die Broschüre Das Lebensende auf der Intensivstation – Orientierung für Angehörige aus dem Englischen übersetzt und mit weiterführenden Hilfen und Hinweisen für Deutschland angepasst worden.
Sana.de, 30.01.2026
Palliativstation an den Sana Kliniken Lübeck erfolgreich rezertifiziert
Die Palliativstation der Sana Kliniken Lübeck wurde nach Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) nach Begutachtung durch zwei externe Fachexperten erneut zertifiziert. Diese Auszeichnung bescheinigt zum wiederholten Male die kontinuierliche hohe Versorgungsqualität zum Wohle palliativ erkrankter Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen.
Sana.de: Palliativstation an den Sana Kliniken Lübeck erfolgreich rezertifiziert
Tagesspiegel Background, 30.01.2026
Assistierter Suizid : Neue Zahlen, alte Konflikte
Die Zahl der assistierten Suizide steigt, doch von einem „Dammbruch“ könne keine Rede sein, sagt die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben. Aktuelle Ermittlungsverfahren heizen die Debatte um eine stärkere Regulierung jedoch zusätzlich an. Hinter verschlossenen Türen in den Büros mehrerer Bundestagsabgeordneter laufen derzeit vertrauliche Gespräche zur Regulierung der Suizidhilfe.
Tagesspiegel Background: Assistierter Suizid : Neue Zahlen, alte Konflikte
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband, 29.01.2026
Franz Müntefering und fünf weitere Persönlichkeiten mit DHPV-Ehrenpreisen ausgezeichnet
Franz Müntefering, Bundesminister a.D. und ehemaliger Vizekanzler, die ehrenamtlich in der Hospizarbeit Engagierten Annemarie Schurzmann und Ilona Schneider, die Journalistin Martina Keller sowie die Nachwuchswissenschaftlerinnen Stephanie Winter-Below und Sabine H. Krauss wurden im Rahmen des Neujahrsempfangs des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) und seiner Stiftung mit den Ehrenpreisen des DHPV ausgezeichnet.
DHPV: Franz Müntefering und fünf weitere Persönlichkeiten mit DHPV-Ehrenpreisen ausgezeichnet
DHPV-Neujahrsempfang: Näheres zu den Preisträger:innen
Lungeninformationsdienst, 27.01.2026
Neue Broschüre: Das Lebensende auf der Intensivstation
Menschen, die nahestehende Menschen auf der Intensivstation begleiten, haben oft viele Fragen. Eine neue Broschüre der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin erklärt, was am Lebensende geschieht und wie sterbende Personen bestmöglich unterstützt werden können.
Lungeninformationsdienst: Neue Broschüre: Das Lebensende auf der Intensivstation
Universitätsklinikum Heidelberg, 22.01.2026
Ist es schon so weit? Die Palliativmedizin begleitet schwerstkranke Patienten bis zum Ende, doch sie tut mehr als das – Thema bei „Medizin am Abend“
„Was, Palliativmedizin, ist es schon so weit?“ Prof. Bernd Alt-Epping erlebt es immer wieder, dass Patienten erschrecken, wenn er ins Spiel kommt. Zwar ist er mit seinem Team vom Heidelberger Universitätsklinikum auch für sie da, wenn der Sterbeprozess einsetzt, aber eben nicht nur dann. Die jüngste Folge von „Medizin am Abend“, der gemeinsamen Reihe von Rhein-Neckar-Zeitung und Universitätsklinikum, nutzte der Arzt vor allem dazu, diesen Punkt deutlich zu machen.
Universitätsklinikum Heidelberg: Ist es schon soweit?
Deutsche Hirnstiftung, 21.01.2026
Palliativmedizin: Selbstbestimmt von Anfang an
Schwere unheilbare Krankheiten, die die Lebenszeit verkürzen, sind in der Neurologie noch immer verbreitet. Mit der Palliativmedizin lässt sich die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Eine Patientenleitlinie der Hirnstiftung informiert ausführlich dazu.
Deutsche Hirnstiftung: Palliativmedizin: Selbstbestimmt von Anfang an
Bistum Regensburg, 21.01.2026
Palliative Versorgung als echter Baustein der Medizin: Früher beginnen, besser begleiten
Von der ernsten Krankheitsdiagnose bis zum Lebensende vergehen oft Monate oder Jahre. Die Vorstellung von Palliative Care als „letzter Station“ in der Krankenversorgung ist überholt – von einer reaktiven „Sterbebegleitung“ geht der Weg hin zu einer proaktiven, bedürfnisorientierten Betreuung, die Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt. Doch diesen tiefgreifenden Wandel sollten Ärzte, Pflegefachkräfte, Patienten und Angehörige noch deutlich stärker verinnerlichen. Darauf weisen führende Palliativexperten im Deutschen Ärzteblatt sowie zahlreiche Studien hin.
BR Podcast Blaue Couch,19.01.2026
Michaela Bayer und Sara Loy, Palliativ-Pflegerinnen:
"Der Satz: ‚Wir können nichts mehr für Sie tun‘ stimmt einfach nicht."
Wenn Michaela Bayer und Sara Loy erzählen, was sie beruflich machen, stoßen sie oft auf Unverständnis und viele Vorurteile: zwei junge Frauen auf der Palliativstation. Da, wo sie jeden Tag die Menschen beim Sterben begleiten. Wie hält man das aus? Es ist ein schöner Ort, sagen sie, und fühlen sich genau da angekommen, wo sie sein wollen. Was sie von Sterbenden gelernt haben und was passiert, wenn es soweit ist, erzählen sie bei Thorsten Otto.
Notfall + Rettungsmedizin, 19.01.2026
Therapiezielermittlung, Vorsorgeplanung und Gesprächsführung in der Notaufnahme
Patient:innen mit lebenslimitierenden Erkrankungen stellen einen relevanten Anteil der Notaufnahmeklientel dar. Nicht selten versterben sie anschließend im Krankenhaus, dem nichtpräferierten Sterbeort. Besonders in Notfallsituationen kann die Ermittlung des (mutmaßlichen) Patient:innenwillens schwierig sein. Resultierende Über- oder Untertherapie geht oftmals mit Belastungen für alle Beteiligten einher.
Deutsches Ärzteblatt, 19.01.2026
Verurteilung von Berliner Arzt wegen Suizidunterstützung rechtskräftig
Die Verurteilung eines Berliner Arztes wegen Unterstützung bei einem Suizid ist rechtskräftig. Der fünfte Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig habe keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten festgestellt, teilte der BGH heute in Karlsruhe mit. Demnach bleibt es bei der dreijährigen Freiheitsstrafe für den Mediziner.
DÄ: Verurteilung von Berliner Arzt wegen Suizidunterstützung rechtskräftig
faz.net, 02.01.2026
Assistierter Suizid: Ein einträgliches Geschäft
Von Jan Schildmann, Jakov Gather, Georg Marckmann
Seit fast sechs Jahren ist Suizidassistenz in Deutschland legal. Das eröffnet Organisationen Freiräume, die ethisch mindestens fragwürdig sind. Was ist zu tun?
FAZ: Assistierter Suizid: Ein einträgliches Geschäft
Leserbrief zum Beitrag „Suizidprävention und Suizidassistenz“ von Jan Schildmann, Jakov Gather und Georg Marckmann in der F.A.Z. vom 8. Dezember (s. Beitrag von Dr. med. Marc Stefaniak)

