Aktuelle Nachrichten zum Themenfeld Palliativversorgung / Palliativmedizin / Palliative Care. Die Sammlung erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch spiegelt sie in jedem Beitrag die Position der DGP wider.
Archiv: Nachrichten, die unter "Aktuelles aus den Medien" erschienen sind.
MGB Medizin, 10.08.2026
Junge Erwachsene mit Krebs – Herausforderungen in der Palliativmedizin
Die Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung bedeutet immer einen entscheidenden Einschnitt im Leben. Über die besonderen Belastungen und Bedürfnisse von jungen Krebspatienten haben wir mit Dr. Pia Heußner, leitende Oberärztin Psycho-Onkologie am Onkologischen Zentrum Oberland des Klinikums Garmisch-Partenkirchen und Murnau, gesprochen.
MGB Medizin: Junge Erwachsene mit Krebs – Herausforderungen in der Palliativmedizin
Deutscher Pflegerat, 06.08.2026
25 Verbände und Organisationen, eine Stimme: Profession Pflege startet gemeinsame Kampagne
Unter dem Motto #DeutschlandWelchePflegeWillstDu zeigen die Mitgliedsverbände des Deutschen Pflegerates, was die Profession Pflege leistet, welche Lösungen sie hat und was die Politik ändern muss
Der Deutsche Pflegerat startet gemeinsam mit seinen 25 Mitgliedsorganisationen die Kampagne #DeutschlandWelchePflegeWillstDu. Sie knüpft an den Countdown des DPR zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und zur Reformpolitik insgesamt an.
Die Kampagne startet in der nächsten Woche und läuft bis zum Deutschen Pflegetag am 12. und 13. November 2026 in Berlin. (...) Jede Woche steht mindestens eine Mitgliedsorganisation im Mittelpunkt. Mit Pressemitteilungen, Videos, Interviews, Aktionen und Social-Media-Beiträgen zeigen die Verbände und Organisationen, was die Profession Pflege leistet, was sie möglich macht und was sie für eine sichere Zukunft der Versorgung braucht.
DPR: 25 Verbände und Organisationen, eine Stimme: Profession Pflege startet gemeinsame Kampagne
(Anm. d. Red.: Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin ist Mitglied im Deutschen Pflegerat.)
Uniklinikum Erlangen, 04.08.2026
Ehrenamtspreis für Forschungsbeirat der Palliativmedizin
Was kann die Versorgung schwer kranker und sterbender Menschen verbessern? Welche Fragen beschäftigen Betroffene, Angehörige und die Bevölkerung? Damit palliativmedizinische Forschung nicht an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht, bringen sich am Uniklinikum Erlangen 30 Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich in einen Forschungsbeirat ein. Für dieses besondere Engagement wurde das Gremium jetzt mit dem Ehrenamtspreis 2026 der Versicherungskammer – Stiftung für den Regierungsbezirk Mittelfranken ausgezeichnet, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Im Rahmen des Wettbewerbs „Ehrenamt zeitgemäß gestalten – Offen für Neues, stark im Miteinander“ würdigte die Jury das Erlanger Projekt als herausragendes und beispielgebendes Modell für modernes Ehrenamtsmanagement.
Uniklinikum Erlangen: Ehrenamtspreis für Forschungsbeirat der Palliativmedizin
ad hoc news, 01.08.2026
Palliativmedizin: Neue S3-Leitlinie mit 15 Behandlungsbereichen
Die überarbeitete S3-Leitlinie Palliativmedizin bündelt 15 aktualisierte Themenfelder und ergänzt erstmals Kapitel zu Angehörigen und Spiritualität.
ad hoc news: Palliativmedizin: Neue S3-Leitlinie mit 15 Behandlungsbereichen
Deutsches Ärzteblatt, 31.07.2026
S3-Leitlinie zur Palliativbetreuung bei nicht heilbarer Krebserkrankung aktualisiert
Im Leitlinienprogramm Onkologie ist eine aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patientinnen und Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ erschienen. Die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin erstellte Leitlinie enthält jetzt auch Kapitel zur Angehörigenbetreuung und zur Spiritualität.
„Die Palliativversorgung hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt“, sagte einer der Leitlinienkoordinatoren Steffen Simon von der Uniklinik Köln. Einer der Gründe sei die konsequente Orientierung an Wünschen und Bedürfnissen der Krebsbetroffenen in nicht heilbaren Situationen und an denen der Nahestehenden.
DÄ: S3-Leitlinie zur Palliativbetreuung bei nicht heilbarer Krebserkrankung aktualisiert
Deutsche Krebsgesellschaft, 31.07.2026
S3-Leitlinie Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung umfassend aktualisiert
Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ liegt in aktualisierter Fassung vor. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zahlreiche bestehende Empfehlungen wurden überarbeitet. Ziel der Leitlinie ist es, die Lebensqualität von Krebsbetroffenen in palliativen Situationen und die ihrer Angehörigen zu erhalten oder zu verbessern. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP) und unter Mitwirkung von 70 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde das Leitlinienupdate von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.
DKG: S3-Leitlinie Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung umfassend aktualisiert
Deutsches Gesundheitsportal, 31.07.2026
Journalistin und TV-Moderatorin Okka Gundel ist neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): „Viele Menschen haben Angst vor dem Stempel „Palliativ“. Diese Angst können wir in der individuellen Behandlung, Betreuung und Begleitung häufig nehmen. Doch ist es für eine Fachgesellschaft sehr schwierig, der allgemeinen Verunsicherung und dem öffentlichen Tabu zu begegnen. Umso großartiger ist es, dass wir die Journalistin und TV-Moderatorin Okka Gundel nun als Botschafterin an unserer Seite wissen!“
openPR, 30.07.2026
Journalistin und TV-Moderatorin Okka Gundel ist neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
Bei einer Hospitation im Palliativzentrum der Uniklinik Düsseldorf lernte die Kölner Journalistin und ARD-Fernsehmoderatorin Okka Gundel nicht nur die Arbeit eines Palliativteams hautnah kennen, sondern sah sich auch in ihrem Entschluss bestätigt, sich zukünftig als Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zu engagieren: „Die ehrliche Wertschätzung der Erkrankten und ihrer Angehörigen hat mich sehr beeindruckt. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Krankheit.“
faz.net, 26.07.2026
Palliativmedizin: Das Dilemma am Lebensende
Gastbeitrag von Professor Dr. med. Martin Neukirchen
Die Debatte über Sterbewünsche und Suizidassistenz braucht mehr Ambivalenz. Es gibt oft andere Wege. Aber das Wichtigste ist: respektvoll zuhören.
faz: Palliativmedizin: Das Dilemma am Lebensende
Fokus Onkologie, 24.07.2026
Suizidassistenz: Experten fordern Schutz vulnerabler Gruppen
Die Haltung zur Suizidassistenz hat sich seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts weiterentwickelt. Eine Initiative aus dem Bundestag will verhindern, dass Menschen unter Druck gesetzt werden, ihr Leben zu beenden.
Fokus Onkologie: Suizidassistenz: Expterten fordern Schutz vulnerabler Gruppen
Deutsches Ärzteblatt, 23.07.2026
Datenbank zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin aktualisiert
Die Datenbank des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin ist jüngst um 35 neue Therapieempfehlungen erweitert worden. Wie in der entsprechenden Mitteilung betont wird – hinter der Datenbank steht das pharmazeutische Expertenteam der Klinik für Palliativmedizin des LMU Klinikum München – basieren die Empfehlungen auf der besten verfügbaren Evidenz.
DÄ: Datenbank zum Off-Label-Use in der Palliativmedizin aktualisiert
Deutschlandfunk Kultur, 20.07.2026
Palliative Geburt: Schwanger, um Abschied zu nehmen
Statt die Schwangerschaft nach einer schweren pränatalen Diagnose abzubrechen, können Frauen ihr Baby auch palliativ zur Welt bringen. Eltern, die das erlebt haben, berichten von einem wertvollen Abschied, der so sonst nicht möglich gewesen wäre.
DLF: Palliative Geburt: Schwanger, um Abschied zu nehmen
Konrad-Adenauer-Stiftung, 20.07.2026
Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende
Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert mit hochrangigen Experten und Expertinnen politische Handlungsoptionen. Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert flächendeckende Etablierung von Palliativdiensten im Krankenhaus & palliativmedizinische Expertise in der Notfallreform, um zum Wohle der Patientinnen und Patienten Übertherapie zu vermeiden.
Uniklinik Köln, 20.07.2026
20 Jahre Endlich e.V. – zwischen Rückblick und Aufbruch
Zwei Jahrzehnte Engagement für die palliative und hospizliche Versorgung am Zentrum für Palliativmedizin
Am 10. Juli hat Endlich. Palliativ & Hospiz im Dr. Mildred Scheel Haus UK Köln e.V. sein 20-jähriges Bestehen mit rund 155 Gästen im CIO gefeiert. Seit 2006 engagiert sich der Verein für die palliative und hospizliche Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen im Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln.
Uniklinik Köln: 20 Jahre Endlich e.V. – zwischen Rückblick und Aufbruch
Deutsches Ärzteblatt, 16.07.2026
Frankreich erlaubt Sterbehilfe für unheilbar Kranke
Unheilbar kranke Menschen haben in Frankreich künftig das Recht, sich unter strengen Auflagen beim Suizid helfen zu lassen. Die Nationalversammlung verabschiedete gestern mit 291 zu 241 Stimmen endgültig ein entsprechendes Gesetz, das eine „Hilfe beim Sterben“ ermöglicht. Demnach können Patienten sich ein tödliches Medikament verschreiben lassen, das sie in der Regel selbst einnehmen. Nur falls sie körperlich nicht dazu in der Lage sind, kann ein Arzt oder ein Pfleger ihnen dabei helfen.
DÄ: Frankreich erlaubt Sterbehilfe für unheilbar Kranke
WDR 5, Morgenecho, 15.07.2026
Palliativmedizin: Möglichkeiten und Grenzen
Frankreich reformiert sein Gesetz zur Sterbehilfe. Bräuchte es in Deutschland auch eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe? Was kann Palliativmedizin leisten und wo sind ihre Grenzen? Ein Interview mit Palliativmediziner Martin Neukirchen.
WDR 5: Palliativmedizin: Möglichkeiten und Grenzen
Die ZEIT, 10.07.2026
Mordserie: Patientenmorde: Palliativmediziner akzeptiert Urteil nicht
Der wegen 15-fachen Mordes verurteilte Palliativmediziner akzeptiert seine Verurteilung zur Höchststrafe nicht. Die Verteidigung des 41-jährigen Deutschen hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts eingelegt, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage sagte. Die Anwälte hatten diese bereits nach der Verkündung am Mittwoch angekündigt. Damit muss der Bundesgerichtshof den Fall auf mögliche Rechtsfehler prüfen.
ZEIT: Mordserie: Patientenmorde: Palliativmediziner akzeptiert Urteil nicht
WDR Zeitzeichen, 08.07.2026
Mitgefühl mit Sterbenden: Elisabeth Kübler-Ross
In diesem Zeitzeichen erzählt Jana Magdanz:
- wie Elisabeth Kübler-Ross aus ihrem Leben als Drillingsschwester eine prägende Erkenntnis für ihren Lebensweg zieht,
- wie eine Schwangerschaft ihren beruflichen Werdegang lenkt,
- dass sich die fortschreitende Industrialisierung nicht zur auf das Zusammenleben, sondern auch das Sterben auswirkt,
- von den fünf Phasen des Sterbens.
Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
Kenneth Ross, Sohn von Elisabeth Kübler-Ross
Dr. Raymond Voltz, Direktor der Palliativstation der Uniklinik Köln
WDR: Mitgefühl mit Sterbenden: Elisabeth Kübler-Ross
rbb24 BERLIN, 08.07.2026
Berliner Landgericht: Palliativarzt wegen Mordes verurteilt
Interview mit Dr. Wiebke Nehls, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, ab Minute 5:22
rbb24 BERLIN: Berliner Landgericht: Palliativarzt wegen Mordes verurteilt
rbb24, 08.07.2026
Landgericht Berlin: Höchststrafe für Mordserie von Berliner Palliativarzt
- Berliner Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes verurteilt worden
- 41-Jährigem wurde vorgeworfen, zwölf Frauen und drei Männer mit Medikamenten-Gemisch getötet zu haben
- Gericht stellte besondere Schwere der Schuld fest
rbb24: Landgericht Berlin: Höchststrafe für Mordserie von Berliner Palliativarzt
Deutsches Ärzteblatt, 08.07.2026
Nach Patientenmorden Höchststrafe für Palliativmediziner
Ein Palliativmediziner ist wegen 15-fachen Mordes an Patienten zur Höchststrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte gegen den 41-jährigen Deutschen eine lebenslange Freiheitsstrafe und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Zudem wurde eine Sicherungsverwahrung nach der Haftstrafe angeordnet und ein lebenslanges Berufsverbot verhängt.
Deutsches Ärzteblatt: Nach Patientenmorden Höchststrafe für Palliativmediziner
Tagesschau, 08.07.2026
Landgericht Berlin: Palliativarzt wegen Mordserie verurteilt
Lebenslange Haft, besondere Schwere der Schuld und Sicherungsverwahrung: Im Prozess gegen einen Berliner Palliativarzt ist das Urteil gefallen. Nach Überzeugung des Gerichts hat er 15 schwer kranke Menschen getötet.
Tagesschau: Landgericht Berlin: Palliativarzt wegen Mordserie verurteilt
FAZ, 08.07.2026
Höchststrafe für Palliativarzt - „Er ist ein Serienmörder“
Bei Hausbesuchen hat ein Arzt immer wieder Patienten getötet. Zunächst ging es um vier Fälle, angeklagt wurden 15 Morde. Ein erstes Urteil liegt vor. Das Gericht geht von vielen weiteren Opfern aus.
FAZ: Höchststrafe für Palliativarzt - „Er ist ein Serienmörder“
Informationsdienst Wissenschaft, 06.07.2026
Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende
Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert mit hochrangigen Expert:innen politische Handlungsoptionen I Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert flächendeckende Etablierung von Palliativdiensten im Krankenhaus & palliativmedizinische Expertise in der Notfallreform, um zum Wohle der Patient:innen Übertherapie zu vermeiden
Die Publikation "Übertherapie am Lebensende – Handlungsempfehlungen für die Bereiche Notfallmedizin, Intensivmedizin und Onkologie" hat die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) erst vor wenigen Wochen veröffentlicht. Bereits in diesen Tagen wurde das drängende Thema in einem hochrangigen Kreis von Expert:innen hinsichtlich der fachlichen und politischen Umsetzungsnotwendigkeiten diskutiert.
idw: Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende
Ernährungsumschau, Heft 06/2026
Ernährung in der Palliativversorgung
Bei palliativ erkrankten Menschen nehmen Ernährungsprobleme krankheits- oder therapiebedingt meist zu. Der Beitrag von Maike Groeneveld und Sabine Götte zeigt, dass Essen und Trinken auch in den letzten Lebenswochen und -tagen eine große Rolle spielt, wenn auch anders als bisher. Ziel ist es dann, die Lebensqualität und Lebenszeit zu (ver)bessern sowie Mangelernährung zu verhindern.
Ernährungsumschau: Ernährung in der Palliativversorgung

