Auszug aus der Pressemitteilung des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) vom 26.06.2026:
Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, weit über 100.000 Menschen unternehmen einen Suizidversuch. Vermutlich die wenigsten haben vor einem Suizid oder Suizidversuch bei den bestehenden Angeboten des Gesundheitswesens mit ihrer suizidalen Krise Hilfe gesucht oder Hilfe gefunden. Was müssen wir tun, um mehr Menschen in suizidalen Krisen zu erreichen? Was ist notwendig, um suizidpräventive Maßnahmen strukturell und nachhaltig in Deutschland zu integrieren und zu verankern?
„Es darf in Deutschland nicht vom Wohnort oder vom Zufall abhängen, ob Menschen in suizidalen Krisen schnell qualifizierte Unterstützung finden. Wir brauchen eine verlässliche, bundesweit erreichbare Struktur statt befristeter Einzelprojekte“, erklärt Barbara Schneider, von der geschäftsführenden Leitung des NaSPro für das Bündnis.
Suizidalität ist ein gesellschaftliches Problem. Suizidpräventive Maßnahmen müssen sektorübergreifend geplant und umgesetzt werden. Dennoch fehlt bislang eine dauerhaft finanzierte, bundesweit koordinierte und verlässliche Struktur für die Suizidprävention. Fachexpertinnen und -experten haben deshalb aus den Perspektiven der Suizidprävention, der medizinischen Versorgung, der psychosozialen Unterstützung und der Hospiz- und Palliativversorgung zusammengearbeitet.
In über einem Jahr intensiver Zusammenarbeit wurden gemeinsam Empfehlungen für die politisch Handelnden in Bund und Ländern erarbeitet und konsentiert. Die Empfehlungen wurden im Auftrag der am Bündnis beteiligten Verbände den Abgeordneten des Bundestages überreicht. Die Expertinnen der Verbände stehen auf Anfrage zur Erläuterung der jeweiligen Empfehlungen zur Verfügung.
Beteiligt sind: TelefonSeelsorge Deutschland e. V., Malteser, Deutscher Hospiz- und Palliativverband (DHPV), Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), Nationales Suizidpräventionsprogramm NaSPro), Deutsche Akademie für Suizidprävention (DASP), Deutscher Caritasverband (DCV), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), und Werner-Felber-Institut e. V. (WFI), MANO - Suizidprävention / Niedrigschwellige Suizidprävention e.V.


