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    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin veröffentlicht Stellungnahme zur kurzzeitigen Notfall-Palliativversorgung

    Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat heute eine Stellungnahme zur kurzzeitigen Notfall-Palliativversorgung veröffentlicht - letztere im Sinne einer aufsuchenden Krisenintervention in palliativen Notfallsituationen. Darin begrüßt die DGP die Diskussion zu einer Reform der Notfallversorgung und zu der damit verbundenen Schonung von Ressourcen in der Akut- und Notfallmedizin.

    Rettungsdienst häufig in ambulanten Krisensituationen am Lebensende im Einsatz I Nicht selten: Übertherapie im Krankenhaus

    In der Stellungnahme heißt es: "Präklinische Notfalleinsätze bei Menschen in einer Palliativsituation sind mit 3 - 10 % der Notarzteinsätze häufig. Handlungsempfehlungen der an der Behandlung beteiligten Fachgesellschaften fordern eine stärkere Integration von Palliativ- in die Notfallmedizin. Eine aktuelle Erhebung belegt einen hohen Anteil von Notfalleinsätzen bei Menschen mit Demenzerkrankungen und chronischem Organversagen von Herz oder Lunge. Diese Einsätze führen zu ungeplanten, fraglich indizierten und häufig nicht gewünschten Krankenhauseinweisungen am Lebensende. Diese gehen nicht selten mit (intensivmedizinischer) Übertherapie und einem zeitnahen Versterben im Krankenhaus einher. Die Behandlung ambulanter Krisensituationen am Lebensende durch den Rettungsdienst bedeutet einen hohen Ressourcenaufwand, der häufig nicht durch medizinische Sinnhaftigkeit, sondern durch fehlende Versorgungsalternativen und forensische Ängste begründet ist."

    Für Hochaltrige oder Menschen mit chronischem Organversagen fehlt Versorgungsalternative

    Diese oft nicht indizierten Rettungsdiensteinsätze führen zu einer deutlichen Zunahme der Versorgungskosten am Lebensende. Diese Kostenexplosion ist gerade in Anbetracht knapper Ressourcen im Gesundheitssystem so nicht mehr hinnehmbar, insbesondere da sie durch eine adäquate ambulante kurzzeitige Notfall-Palliativversorgung in vielen Fällen vermeidbar wäre. (...)

    Für die große "und wachsende Gruppe der Hochaltrigen oder der Menschen mit chronischem Organversagen ohne vorherige konkrete palliativmedizinische Behandlungsindikation fehlt im Falle einer krisenhaften Verschlechterung oder Überforderung der Angehörigen am Lebensende eine schnell verfügbare, qualifizierte ambulante Versorgungsalternative, die ungewünschte und nicht indizierte Krankenhauseinweisungen verhindern könnte.

    Im Sinne der sterbenden Menschen: Unnötige Krankenhauseinweisungen vermeiden I DGP fordert: Aufsuchende Krisenintervention in palliativen Notfallsituationen

    Die Implementierung sektorenübergreifender Konzepte zur Verbesserung der ambulanten Notfallversorgung am Lebensende ist dringend erforderlich, damit Menschen in Ruhe zuhause oder im Pflegeheim sterben können und unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden."

    Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. fordert daher für Menschen, die nicht schon durch ein spezialisiertes ambulantes Palliativteam versorgt sind, die Etablierung einer kurzzeitigen Notfall-Palliativversorgung im Sinne einer aufsuchenden Krisenintervention in palliativen Notfallsituationen.

    Die ausführliche Stellungnahme lesen Sie bitte hier:

    DGP STELLUNGNAHME KURZZEITIGE NOTFALL-PALLIATIVVERSORGUNG

    Deutsche Gesellschaft
    für Palliativmedizin e. V.
    Zimmerstr. 26/27
    10969 Berlin

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