das ist palliativ

    13. WAT 2027


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    Präsenzveranstaltung vom 05. - 06. März 2027 

    Veranstaltungsort: HSB Hochschule Bremen

    Call for Abstracts: voraussichtlich im September 2026
    Vorprogramm: erscheint bis Ende September 2026
    Anmeldung: voraussichtlich ab Dezember 2026

    Call for Abstracts, Vorprogramm und Anmeldung werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht. 

    Wissen schafft Vielfalt – so lautet das Motto der 13. Wissenschaftlichen Arbeitstage (WAT) der DGP, zu denen die AG-Forschung der DGP und das wissenschaftliche Komitee der WAT 2027 herzlich in die Hansestadt Bremen einladen.

    Zurzeit bewegen uns sowohl auf gesamtgesellschaftlicher Ebene als auch in der Palliativversorgung Themen der Diversität: Inwiefern schaffen wir es, uns als Individuen zu begegnen? Wie schaffen wir es, den vielfältigen Aspekten eines selbstbestimmten Lebens und Sterbens gerecht zu werden?

    Wissenschaftlichkeit und Vielfalt gehören zu den zentralen Werten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Forschung trägt dazu bei, Unterschiede sichtbar zu machen, bestehende Ungleichheiten zu erkennen und die Versorgung schwerkranker Menschen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Gerade in einer pluralen Gesellschaft ist wissenschaftliche Erkenntnis eine wesentliche Grundlage für eine würdevolle, bedarfsorientierte und gerechte Palliativversorgung.

    Die Verschiedenartigkeit von uns Menschen macht unser Zusammenleben bunt und wertvoll. Im gesellschaftlichen und beruflichen Kontext kann eine Sensibilisierung für Diversität dazu beitragen, die individuelle Einzigartigkeit jedes Menschen anzuerkennen und zu fördern. Die zunehmende Standardisierung in Medizin und Gesundheitsversorgung kann jedoch in einem Spannungsverhältnis zum Diversitätsgedanken stehen, da sie auf die Vereinheitlichung von Behandlungsprozessen und Versorgungsstrukturen abzielt und dadurch der Berücksichtigung individueller, kultureller sowie sozialer Unterschiede Grenzen setzen kann. Was bedeutet diese Spannung von Standardisierung und zunehmender Diversität für uns in der Palliativversorgung und Hospizarbeit?

    Die geschlechtsspezifische Gesundheitslücke (Gender Health Gap) etwa verweist auf systemische Ungleichheiten der medizinischen Forschung, Diagnostik und Behandlung. Die Betrachtung des männlichen Körpers als historische „Standard-Norm“ in der Medizin führt bei Frauen zu verzögerten Diagnosen, Fehldiagnosen und unangemessenen Medikamentendosierungen. Auch die palliativmedizinische Forschung muss sich mit biologischen Perspektiven auseinandersetzen, wenn sie spezifische Behandlungen ermöglichen will. Darüber hinaus sind sozial- und geisteswissenschaftliche Ansätze von hoher Relevanz, wenn es darum geht, welchen Einfluss gesellschaftliche Strukturen und Haltungen auf Menschen mit unheilbaren Erkrankungen mit hoher Symptomlast sowie ihre An- und Zugehörigen haben. So haben etwa Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte durch fehlende Sprachmittlungsangebote einen erschwerten Zugang zu einer optimalen Versorgung und werden Wünsche von Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen nicht immer ausreichend berücksichtigt.

    Die Wissenschaftlichen Arbeitstage 2027 laden in der Hansestadt Bremen dazu ein, Vielfalt als wissenschaftliche, ethische und gesellschaftliche Aufgabe zu diskutieren. Gemeinsam mit Nachwuchswissenschaftler:innen und erfahrenen Forschenden sowie langjährigen Wegbegleiter:innen der Palliativversorgung möchten wir Erkenntnisse teilen, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen. Wir freuen uns auf einen inspirierenden wissenschaftlichen Austausch und auf Begegnungen, die dazu beitragen, unsere gemeinsame Haltung in Forschung, Lehre und Versorgung weiterzuentwickeln und danken allen Referentinnen und Referenten für ihr Engagement!

    Ihr(e)
    Dr. Christian Banse, PD Dr. Franziska Herbst, Dr. Anna Pedrosa, Clara Rynas, Prof. Dr. Henrikje Stanze, Prof. Dr. Mitra Tewes

    Deutsche Gesellschaft
    für Palliativmedizin e. V.
    Zimmerstr. 26/27
    10969 Berlin

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