Mit der aktuell erschienenen Broschüre „Essen und Trinken in der letzten Lebensphase“ wendet sich die Sektion Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) an Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung und ihre Angehörigen.
Essen und Trinken als Herausforderung
In den letzten Wochen und Tagen des Lebens wird das Thema Essen und Trinken oft zu einer Herausforderung für alle Beteiligten. Essen und Trinken liefert nicht nur Energie, sondern ist auch eine Quelle für Genuss und Lebensfreude. Gemeinsame Mahlzeiten schaffen eine Verbindung zwischen Menschen. Schwerkranke Menschen haben jedoch häufig nicht mehr viel Lust zum Essen. „Kleine, appetitlich angerichtete Speisen in passender Zubereitung nach individuellen Vorlieben zu allen gewünschten Tageszeiten sind aber oft noch willkommen.“, heißt es in der Broschüre im handlichen DIN A5-Format.
Alternative Formen der Fürsorge
Und weiter: „Wenn kranke Menschen nicht mehr essen und trinken möchten, kann dies für Sie als Angehörige emotional belastend sein. Keinen Appetit zu haben, kann ein erstes, natürliches Zeichen des beginnenden Sterbeprozesses sein.“ Die Broschüre zeigt alternative Formen der Fürsorge, wenn das Anbieten von Speisen und Getränken nicht mehr gewünscht ist.
Häufig stellt sich in dieser Situation auch die Frage nach künstlicher Ernährung oder Flüssigkeitsgabe, die unter Umständen belastend und nachteilig sein kann.
Betroffene und Angehörige haben viele Fragen
Wichtig zu wissen ist: „Wenn Essen und Trinken, künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr vom erkrankten Menschen abgelehnt werden, dürfen diese nicht gegen seinen Willen verabreicht werden.“
Mit der vorliegenden Broschüre möchte die Sektion Ernährung der DGP Betroffene und Angehörige in allen Fragen rund um „Essen und Trinken in der letzten Lebensphase“ unterstützen. Deutlich weist sie gleichzeitig darauf hin: „Bei Fragen zu Ihrer individuellen Situation wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren behandelnden Arzt, Ihren Pflegedienst oder Ihr behandelndes Team.“
Unter bestellungen@palliativmedizin.de können gedruckte Broschüren zum Versand Ende August bestellt werden.


