das ist palliativ

    Journalistin und TV-Moderatorin Okka Gundel ist neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

    Okka Gundel privatWir freuen uns sehr: Okka Gundel ist neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin! © privatDGP-Präsidentin: „Es ist großartig, Okka Gundel an unserer Seite zu wissen!“

    Bei einer Hospitation im Palliativzentrum der Uniklinik Düsseldorf lernte die Kölner Journalistin und ARD-Fernsehmoderatorin Okka Gundel nicht nur die Arbeit eines Palliativteams hautnah kennen, sondern sah sich auch in ihrem Entschluss bestätigt, sich zukünftig als Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zu engagieren: „Die ehrliche Wertschätzung der Erkrankten und ihrer Angehörigen hat mich sehr beeindruckt. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Krankheit.“

    Auch Prof. Dr. Martin Neukirchen, Vorstandsmitglied der DGP und Leitender Arzt des Interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Düsseldorf, war zusammen mit seinem Team von der Offenheit und Anteilnahme der erfahrenen TV-Moderatorin berührt: „Wir sind uns sicher, dass Okka Gundel eine authentische Botschafterin für unser Anliegen sein wird!“

    VIDEO OKKA GUNDEL NEUE DGP-BOTSCHAFTERIN

    Okka Gundel bleibt konsequent auf ihrem Weg: „Drüber reden hilft!“

    Damit bleibt sie konsequent auf einem Weg, den sie seit ihrer eigenen Brustkrebs-Erkrankung im Jahr 2020 eingeschlagen hat: Seither setzt sich die aus den Tagesthemen, der Sportschau und dem ARD-Morgenmagazin bekannte Journalistin für die Enttabuisierung im Umgang mit Krebserkrankungen ein und spricht öffentlich auch über ihre eigenen Erfahrungen.

    „‘Palliativ‘ ist oft ein Schreckgespenst für diejenigen, die gesund sind.“ bringt Okka Gundel die Unsicherheit im Umgang mit schwerkranken Menschen auf den Punkt. Viele hätten bei dem Wort „palliativ“ Bilder vom unmittelbaren Sterbeprozess im Kopf. Das stimme einfach häufig nicht, so Gundel, insbesondere nicht bei einer chronischen Erkrankung: „Eine frühzeitige Palliativversorgung bedeutet für die Betroffenen eine Chance. Eine Chance auf aktive Teilnahme am Leben jenseits der Erkrankung und sich dabei gleichzeitig aufgehoben, gesehen und ernst genommen zu fühlen.“ Das offene Gespräch, das sei es, was zählt: „Nachfragen hilft. Drüber reden hilft.

    Okka Gundel moderiert Abschlussplenum bei DGP-Kongress in Freiburg

    2026 Okka Gundel 3Entsprechend freut sich die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin besonders auf den ersten gemeinsamen „Auftrittmit ihrer Botschafterin: Im Rahmen des 16. Kongresses der DGP wird Okka Gundel am 26. September in Freiburg die Abschluss-Podiumsdiskussion moderieren.

    Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der DGP, sieht darin einen wichtigen Schritt: „Viele Menschen haben Angst vor dem Stempel „Palliativ“. Diese Angst können wir in der individuellen Behandlung, Betreuung und Begleitung häufig nehmen. Doch ist es für eine Fachgesellschaft sehr schwierig, der allgemeinen Verunsicherung und dem öffentlichen Tabu zu begegnen. Umso großartiger ist es, dass wir Okka Gundel nun als Botschafterin an unserer Seite wissen! Herzlichen Dank!“

    DGP wünscht sich öffentliche Aufmerksamkeit für Kampagne und Wegweiser

    Mehr Aufmerksamkeit erhofft sich die DGP im Austausch mit Okka Gundel auch für ihre zwei öffentlichkeitswirksamen Projekte: die Informations- und Aufklärungskampagne das ist palliativ und den Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland.

    Mit Hilfe des niedrigschwelligen kostenfreien Wegweisers können ortsnahe Adressen der Palliativ- und Hospizversorgung zügig und unkompliziert gefunden werden. Die Plattform steht zusätzlich in den Sprachen Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Ukrainisch, Russisch, Vietnamesisch, Polnisch und Rumänisch zur Verfügung.

    OKKA GUNDEL PRESSEMITTEILUNG

    OKKA GUNDEL DAS IST PALLIATIV

    Frühzeitige Palliativversorgung als Prävention vor Übertherapie am Lebensende I Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert mit hochrangigen Expert:innen politische Handlungsoptionen

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordert flächendeckende Etablierung von Palliativdiensten im Krankenhaus & palliativmedizinische Expertise in der Notfallreform, um zum Wohle der Patient:innen Übertherapie zu vermeiden

    KAS Fachgespraech UebertherapieFachgespräch zu "Übertherapie am Lebensende" auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung © Dana FennertBerlin, 06.07.2026 I Die Publikation "Übertherapie am Lebensende – Handlungsempfehlungen für die Bereiche Notfallmedizin, Intensivmedizin und Onkologie" hat die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) erst vor wenigen Wochen veröffentlicht. Bereits in diesen Tagen wurde das drängende Thema in einem hochrangigen Kreis von Expert:innen hinsichtlich der fachlichen und politischen Umsetzungsnotwendigkeiten diskutiert.

    Hermann Gröhe, stellvertretender Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, betonte in seiner Begrüßung, dass das Fachgespräch zur Übertherapie am Lebensende als „Auftaktveranstaltung zur Diskussion dieses gesellschaftlich überaus bedeutsamen Themas“ zu verstehen sei: „Die in der Handlungsempfehlung dargestellte palliativmedizinische Perspektive wird in dem heute angestoßenen Prozess um weitere ergänzt werden.“

    KAS Fachgespraech 21Auftakt zur Diskussion dieses gesellschaftlich überaus bedeutsamen Themas. © DGPDie von Vorstandsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verfasste Publikation beleuchtet die durch Übertherapie am Lebensende entstehenden Herausfor-derungen – vor dem Hintergrund des Patientenwillens, einer alternden Gesellschaft, wachsender medizinischer Möglichkeiten und zunehmender Ressourcenknappheit im Gesundheitswesen. Sie zeigt zudem politische Handlungsmöglichkeiten auf. Dies mit hohem Praxisbezug, nicht zuletzt auch durch die wertvollen Vorarbeiten der AG Ethik der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). In ihrem Begleittext schreibt die KAS: "Die frühzeitige Integration der Palliativmedizin kann präventiv wirken, indem sie die Klärung realistischer Therapieziele, die Berücksichtigung des Patientinnen- und Patientenwillens und eine angemessene Entscheidungsfindung unterstützt."

    Über ein Drittel der Patient:innen in den letzten sechs Lebensmonaten übertherapiert

    Bei dem Fachgespräch in Berlin unterstrich Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): „Das Thema Übertherapie betrifft und beschäftigt viele in der Medizin. Daher soll diese Veranstaltung der Auftakt zu einer breiteren Initiative mit anderen Fachgesellschaften sein, um dieses so wichtige Thema in die medizinische Fachwelt, die Gesellschaft und Politik zu tragen.“ Denn: „Wir haben es mit äußerst komplexen Erkrankungen und Symptomen zu tun, jedoch vor allem mit hoch belasteten Menschen, die zum einen mit dem Lebensende konfrontiert sind und zum anderen genau in diesem Moment Linderung, Unterstützung bei der Therapiezielfindung sowie ein Gegenüber für ihre Fragen brauchen. Für deren individuelle Beratung, Betreuung und Therapie ist die multiprofessionelle Sichtweise der Palliativversorgung unabdingbar.“

    Eine Auswertung von 38 internationalen Studien zeigte, so Bausewein, dass 33 bis 38 Prozent der einbezogenen 1,2 Millionen Patient:innen mit fortgeschrittenen Erkrankungen in den letzten sechs Lebensmonaten übertherapiert wurden. Darunter fielen u. a. medikamentöse Therapien ohne Nutzen bei sterbenden Patient:innen (Cardonna-Morrell et al. Int J Qual Health Care 2016).

    Übertherapie schadet den Patient:innen und Angehörigen

    Das Verfolgen eines nicht oder nicht mehr realistischen Therapieziels – oft unter Anwendung medizinischer Maßnahmen, deren Schaden den Nutzen übersteigt – schadet den Patient:innen und ihren Angehörigen, betonte DGP-Vorstandsmitglied Dr. Alexandra Scherg. „Wir müssen Strukturen schaffen, die zur Prävention von Übertherapie beitragen“ lautete das Votum der Internistin, Palliativmedizinerin und Notärztin. Erforderlich wären laut Scherg insbesondere: ad hoc verfügbare Palliativteams bei Krisensituationen im ambulanten Setting sowie Palliativdienste, die auf allen Normal- und Intensivstationen im Krankenhaus tätig sind. Letztere sind leider bisher nur in etwa 10 Prozent der deutschen Kliniken etabliert und durch aktuelle gesundheitspolitische Bestrebungen akut bedroht.

    Notwendigkeit von deutschlandweit einheitlichen Notfallausweisen

    Umfangreiche Patientenverfügungen sind trotz der intensiven Bemühungen in den letzten Jahrzehnten selten vorhanden oder wegen schlechter Qualität unbrauchbar: Mit der provokativen Aussage „Das Modell der klassischen Patient:innenverfügung ist in Deutschland hinreichend gescheitert“ unterstrich Prof. Dr. Martin Neukirchen, ebenfalls Vorstandsmitglied der DGP, die Notwendigkeit von deutschlandweit einheitlichen Notfallausweisen.

    Hinsichtlich der Vermeidung von Übertherapie am Lebensende käme auch der Allgemeinmedizin eine wichtige präventive Rolle zu, erklärte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, bei dem Fachgespräch. Der dringende Handlungsbedarf wurde in Berlin mehr als deutlich – dies insbesondere vor dem Hintergrund des Statements von Prof. Dr. Alena Buyx, Professorin für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologie an der Technischen Universität München und Fellow der Konrad-Adenauer-Stiftung: „Übertherapie ist immer unethisch.“

    PUBLIKATION ÜBERTHERAPIE AM LEBENSENDE

    PRESSEMITTEILUNG

    Befragung zu regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerken richtet sich an Netzwerkkoordinator:innen und -mitglieder

    Koordinator:innen, Netzwerkpartner:innen und Mitglieder eines regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerkes im Sinne des § 39d SGB V seien herzlich zur Teilnahme an einer Online-Befragung eingeladen – dies im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation für das Projekt „Koordination und Unterstützung der Netzwerkarbeit in der Hospizarbeit und Palliativversorgung“ des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Bundesärztekammer (BÄK).

    Ziel der Evaluation ist es, die Strukturen, Arbeitsweisen und Effekte von regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerken zu erfassen, um daran gemeinsam und bundesweit weiter arbeiten zu können. Die Erfahrungen und Einschätzungen der Netzwerkkoordinator:innen und Netzwerkmitglieder sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Online-Befragung ist ab sofort geöffnet und kann bis einschließlich 24. Juli bearbeitet werden. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich innerhalb dieses Zeitraums etwa 10 bis 12 Minuten Zeit für die Beantwortung nehmen. Koordinator:innen seien gebeten, die Befragung bitte auch an die Netzwerkmitglieder weiterzuleiten.

    BEFRAGUNG

    Ab sofort können Sie sich für die Bildungswerkstatt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin am 20./21. November anmelden!

    Ab sofort können Sie sich für die Bildungswerkstatt der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am 20. und 21. November in Berlin anmelden. Diese findet in den neuen Räumen der DGP-Geschäftsstelle in der Zimmerstraße 26/27 in Berlin-Kreuzberg statt. Das Thema lautet „Palliativ-Lehre neu gedacht – EPAs als interprofessioneller Kompass“, dabei geht es um die Weiterentwicklung der EPA (Entrustable Professional Activities) für nicht ärztliche Berufsgruppen und die Frage, inwiefern KI dabei unterstützen kann. Geleitet wird die Bildungswerkstatt von: Prof. Dr. Harm Peters, Prof. Dr. Frank Elsner, Dr. Alexandra Scherg. Die Plätze sind begrenzt.

    BILDUNGSWERKSTATT 2026

    Suizidprävention in Deutschland verankern I Bündnis fordert bundesweite Rufnummer und verlässliche Finanzierung I Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin am Bündnis beteiligt

    Auszug aus der Pressemitteilung des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) vom 26.06.2026:

    Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, weit über 100.000 Menschen unternehmen einen Suizidversuch. Vermutlich die wenigsten haben vor einem Suizid oder Suizidversuch bei den bestehenden Angeboten des Gesundheitswesens mit ihrer suizidalen Krise Hilfe gesucht oder Hilfe gefunden. Was müssen wir tun, um mehr Menschen in suizidalen Krisen zu erreichen? Was ist notwendig, um suizidpräventive Maßnahmen strukturell und nachhaltig in Deutschland zu integrieren und zu verankern?

    „Es darf in Deutschland nicht vom Wohnort oder vom Zufall abhängen, ob Menschen in suizidalen Krisen schnell qualifizierte Unterstützung finden. Wir brauchen eine verlässliche, bundesweit erreichbare Struktur statt befristeter Einzelprojekte“, erklärt Barbara Schneider, von der geschäftsführenden Leitung des NaSPro für das Bündnis.

    Suizidalität ist ein gesellschaftliches Problem. Suizidpräventive Maßnahmen müssen sektorübergreifend geplant und umgesetzt werden. Dennoch fehlt bislang eine dauerhaft finanzierte, bundesweit koordinierte und verlässliche Struktur für die Suizidprävention. Fachexpertinnen und -experten haben deshalb aus den Perspektiven der Suizidprävention, der medizinischen Versorgung, der psychosozialen Unterstützung und der Hospiz- und Palliativversorgung zusammengearbeitet.

    In über einem Jahr intensiver Zusammenarbeit wurden gemeinsam Empfehlungen für die politisch Handelnden in Bund und Ländern erarbeitet und konsentiert. Die Empfehlungen wurden im Auftrag der am Bündnis beteiligten Verbände den Abgeordneten des Bundestages überreicht. Die Expertinnen der Verbände stehen auf Anfrage zur Erläuterung der jeweiligen Empfehlungen zur Verfügung. 

    Beteiligt sind: TelefonSeelsorge Deutschland e. V., Malteser, Deutscher Hospiz- und Palliativverband (DHPV), Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), Nationales Suizidpräventionsprogramm NaSPro), Deutsche Akademie für Suizidprävention (DASP), Deutscher Caritasverband (DCV), Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), und Werner-Felber-Institut e. V. (WFI), MANO - Suizidprävention / Niedrigschwellige Suizidprävention e.V.

    BÜNDNISEMPFEHLUNGEN

    PRESSEMITTEILUNG

    Deutsche Gesellschaft
    für Palliativmedizin e. V.
    Zimmerstr. 26/27
    10969 Berlin

  • DGP Jahrestagungen
  • Debatte Suizidassistenz / Suizidprävention
  • Presse & Medien
  • dasistpalliativ - eine Kampagne der DGP
  • Weiterbildung
  • Service
  • Wegweiser
  • DGP Anerkennungs- und Förderpreise
  • Wissenschaft
  • DGP Veröffentlichungen
  • Themen von A bis Z
  • Zertifizierung Palliativversorgung
  • Toolbox Sedierende Medikamente
  • Übersicht iSedPall
  • Übertherapie am Lebensende