das ist palliativ

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Kostenfreie Webinare zu drängenden Fragen der Palliativversorgung in Kooperation mit webtvcampus

    Martin Neukirchen Alexandra Scherg Im Site ID187 Webinarreiche Praxisimpulse 260729 720x0 c defaultWeiter geht es am 29. Oktober: Prof. Dr. Martin Neukirchen und Dr. Alexandra Scherg zu "Taking responsibility - Palliativmedizin zur Prävention von Übertherapie": INFO & ANMELDUNGDer Kölner E-Learning-Anbieter webtvcampus hat sein kostenfreies Webinar-Angebot um das neue Format „Praxisimpulse“ erweitert, um praxisnahe Themen in den Fokus zu rücken, die Mitarbeitende in Kliniken und sozialen Einrichtungen unmittelbar betreffen.

    „Wie gelingen Aufbau und Finanzierung von Palliativdiensten im Krankenhaus?“ stand am 1. Juli 2026 im Zentrum der Auftaktveranstaltung mit Heiner Melching, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

    Da diese Premiere auf erhebliches Interesse gestoßen ist, hat sich die DGP dazu entschlossen, auch zukünftig eng mit webtvcampus zu kooperieren, um mit ausgewiesenen Expert:innen der DGP drängende Fragestellungen aus der Palliativversorgung praxisangewandt zu beleuchten. Schauen Sie gern in bisherige und zukünftige Angebote hinein:

    WEBINARE IN KOOPERATION MIT DER DGP

    Sektion Ernährung der DGP veröffentlicht Broschüre für Betroffene und Angehörige: „Essen und Trinken in der letzten Lebensphase“

    Essen und Trinken am LebensendeMit der aktuell erschienenen Broschüre „Essen und Trinken in der letzten Lebensphase“ wendet sich die Sektion Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) an Menschen mit einer fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung und ihre Angehörigen.

    Essen und Trinken als Herausforderung

    In den letzten Wochen und Tagen des Lebens wird das Thema Essen und Trinken oft zu einer Herausforderung für alle Beteiligten. Essen und Trinken liefert nicht nur Energie, sondern ist auch eine Quelle für Genuss und Lebensfreude. Gemeinsame Mahlzeiten schaffen eine Verbindung zwischen Menschen. Schwerkranke Menschen haben jedoch häufig nicht mehr viel Lust zum Essen. „Kleine, appetitlich angerichtete Speisen in passender Zubereitung nach individuellen Vorlieben zu allen gewünschten Tageszeiten sind aber oft noch willkommen.“, heißt es in der Broschüre im handlichen DIN A5-Format.

    Alternative Formen der Fürsorge

    Und weiter: „Wenn kranke Menschen nicht mehr essen und trinken möchten, kann dies für Sie als Angehörige emotional belastend sein. Keinen Appetit zu haben, kann ein erstes, natürliches Zeichen des beginnenden Sterbeprozesses sein.“ Die Broschüre zeigt alternative Formen der Fürsorge, wenn das Anbieten von Speisen und Getränken nicht mehr gewünscht ist. 

    Häufig stellt sich in dieser Situation auch die Frage nach künstlicher Ernährung oder Flüssigkeitsgabe, die unter Umständen belastend und nachteilig sein kann.

    Betroffene und Angehörige haben viele Fragen

    Wichtig zu wissen ist: „Wenn Essen und Trinken, künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr vom erkrankten Menschen abgelehnt werden, dürfen diese nicht gegen seinen Willen verabreicht werden.“ 

    Mit der vorliegenden Broschüre möchte die Sektion Ernährung der DGP Betroffene und Angehörige in allen Fragen rund um „Essen und Trinken in der letzten Lebensphase“ unterstützen. Deutlich weist sie gleichzeitig darauf hin: „Bei Fragen zu Ihrer individuellen Situation wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren behandelnden Arzt, Ihren Pflegedienst oder Ihr behandelndes Team.“ 

    Unter bestellungen@palliativmedizin.de können gedruckte Broschüren zum Versand Ende August bestellt werden.

    ESSEN UND TRINKEN IN DER LETZTEN LEBENSPHASE

    S3-Leitlinie Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung umfassend aktualisiert

    Screenshot 2026 07 31 101607Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ liegt in aktualisierter Fassung vor. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zahlreiche bestehende Empfehlungen wurden überarbeitet.

    Ziel der Leitlinie ist es, die Lebensqualität von Krebsbetroffenen in palliativen Situationen und die ihrer Angehörigen zu erhalten oder zu verbessern. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP) und unter Mitwirkung von 70 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde das Leitlinienupdate von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.

    Krebs zählt nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu der zweithäufigsten Todesursache in Deutschland. „Die Palliativversorgung hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Einer der Gründe ist die konsequente Orientierung an den Wünschen und Bedürfnissen der Krebsbetroffenen in nicht heilbaren Situationen und an denen der Nahestehenden“, sagt Professor Steffen Simon, Uniklinik Köln. Zusammen mit Professorin Claudia Bausewein, LMU Klinikum München, und Professor Raymond Voltz, ebenfalls Uniklinik Köln, hat er die Leitlinienerstellung koordiniert. „Daher war es uns ein Anliegen, die Leitlinienempfehlungen zu überarbeiten und um zwei neue Aspekte – Angehörige und Spiritualität – zu erweitern.“

    Neu: Angehörige unterstützen und Spiritualität einbeziehen

    Die psychosoziale Belastung von Angehörigen, Freund*innen und Familien von Menschen mit nicht-heilbaren Krebserkrankungen ist sehr hoch. Sie übernehmen eine zentrale Rolle als Bezugspersonen für die Patient*innen, sind zugleich mit eigenen emotionalen, sozialen und organisatorischen Herausforderungen konfrontiert und haben so selbst Unterstützungsbedarf. „In der Palliativmedizin müssen wir auch diese Gruppe in den Blick nehmen und sie multiprofessionell unter Einbezug aller Berufsgruppen unterstützen“, sagt Bausewein. „In der Leitlinie geben wir Empfehlungen, wie deren Belastung und Bedürfnisse erfasst und daraus geeignete Maßnahmen abgeleitet werden können. Das können beispielsweise Unterstützungsangebote zur Stärkung der Selbstfürsorge oder für die Trauerbegleitung sein.“

    Neu aufgenommen in die S3-Leitlinie wurde zudem der Themenbereich Spiritualität. „Wir wissen aus Studien, dass sich Patient*innen in palliativen Situationen und ihre Angehörigen oftmals mit existenziellen Fragestellungen, Werten und religiösen Aspekten auseinandersetzen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Belastungen durch fehlenden Halt, Sinn oder Orientierung mit einer schlechteren Lebensqualität und Symptomen wie Angst und Depression einhergehen können“, so Voltz. Dem gegenüber gibt es bei den Behandelnden aktuell noch Defizite bei der Integration dieses Themas in den Behandlungsalltag. In der aktualisierten Leitlinie findet das Fachpersonal daher Hinweise zur Erfassung von spirituellen Bedürfnissen. Unter anderem wird empfohlen, Spiritual Care zum Thema von Aus-, Fort- und Weiterbildung für alle Personen zu machen, die Menschen mit nicht-heilbaren Krebserkrankungen behandeln und begleiten.

    Neben den zwei neuen Themenbereichen wurden zudem systematisch alle bestehenden Leitlinienempfehlungen überprüft und dort, wo nötig aktualisiert. Die Überarbeitungen betreffen unter anderem die Medikation bei Atemnot, Übelkeit und Erbrechen. Zudem wurden Empfehlungen zu Tumorschmerzen, zur Behandlung opioidbedingter Obstipation und zu Fatigue angepasst.

    Die S3-Leitlinie ist auf dieser Webseite abrufbar: 
    https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/palliativmedizin/
    oder im Leitlinien-Hub unter
    https://hub.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinie/palliativmedizin

    Zudem sind die Inhalte in der kostenfreien Leitlinien-App integriert. Android-Smartphone-Nutzer finden die App hier. iPhone-Nutzer können die Leitlinien-App hier herunterladen.

    Das Leitlinienprogramm Onkologie (OL)

    Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für Leistungserbringer und Patient*innen zur angemessenen Vorgehensweise bei speziellen Gesundheitsproblemen. Sie stellen ein wesentliches Instrument zur Förderung von Qualität und Transparenz medizinischer Versorgung dar. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem im Februar 2008 gestarteten Leitlinienprogramm Onkologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung und Fortschreibung sowie den Einsatz wissenschaftlich begründeter und praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen. Mittlerweile umfasst das Leitlinienprogramm 37 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. Mehr unter: www.leitlinienprogramm-onkologie.de

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

    Deren 6.800 Mitglieder aus Medizin, Pflege und weiteren Berufsgruppen engagieren sich für eine umfassende multiprofessionelle Palliativversorgung in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Im Zentrum stehen die bestmögliche medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Behandlung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen. Gemeinsames Ziel ist es, für weitgehende Linderung der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität zu sorgen – in welchem Umfeld auch immer Betroffene dies wünschen. www.dgpalliativmedizin.de

    Pressekontakt Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
    Angelina Gromes und Clara Teich
    Tel: 030 3229329-60
    presse@krebsgesellschaft.de

    Pressekontakt Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
    Karin Dlubis-Mertens
    Tel: 030 - 30 10 100 13
    redaktion@palliativmedizin.de

    BAG SAPV, DGP und DHPV: Stellungnahme zur Einordnung der Ergebnisse der pallCompare-Studie

    Die vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderte pallCompare-Studie liefert einen umfassenden Überblick über Abrechnungsdaten der BARMER Krankenkasse und leitet daraus die Inanspruchnahme palliativer Versorgungsleistungen ab. Die Ergebnisse stellen einen wichtigen Beitrag zur Beschreibung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland dar. Für die Interpretation der Ergebnisse ist jedoch eine sorgfältige Einschätzung der methodischen Grenzen erforderlich.

    Entsprechend haben die Bundesarbeitsgemeinschaft für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (BAG-SAPV), die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Deutsche Hospiz- und PallliativVerband (DHPV) eine Stellungnahme zur Einordnung der Ergebnisse der pallCompare-Studie verfasst und an wesentliche Institutionen des Gesundheitswesens versandt.

    STELLUNGNAHME ZUR EINORDNUNG DER ERGEBNISSE DER PALLCOMPARE STUDIE

    Journalistin und TV-Moderatorin Okka Gundel ist neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin

    Okka Gundel privatWir freuen uns sehr: Okka Gundel ist neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin! © privatDGP-Präsidentin: „Es ist großartig, Okka Gundel an unserer Seite zu wissen!“

    Bei einer Hospitation im Palliativzentrum der Uniklinik Düsseldorf lernte die Kölner Journalistin und ARD-Fernsehmoderatorin Okka Gundel nicht nur die Arbeit eines Palliativteams hautnah kennen, sondern sah sich auch in ihrem Entschluss bestätigt, sich zukünftig als Botschafterin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zu engagieren: „Die ehrliche Wertschätzung der Erkrankten und ihrer Angehörigen hat mich sehr beeindruckt. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Krankheit.“

    Auch Prof. Dr. Martin Neukirchen, Vorstandsmitglied der DGP und Leitender Arzt des Interdisziplinären Zentrums für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Düsseldorf, war zusammen mit seinem Team von der Offenheit und Anteilnahme der erfahrenen TV-Moderatorin berührt: „Wir sind uns sicher, dass Okka Gundel eine authentische Botschafterin für unser Anliegen sein wird!“

    VIDEO OKKA GUNDEL NEUE DGP-BOTSCHAFTERIN

    Okka Gundel bleibt konsequent auf ihrem Weg: „Drüber reden hilft!“

    Damit bleibt sie konsequent auf einem Weg, den sie seit ihrer eigenen Brustkrebs-Erkrankung im Jahr 2020 eingeschlagen hat: Seither setzt sich die aus den Tagesthemen, der Sportschau und dem ARD-Morgenmagazin bekannte Journalistin für die Enttabuisierung im Umgang mit Krebserkrankungen ein und spricht öffentlich auch über ihre eigenen Erfahrungen.

    „‘Palliativ‘ ist oft ein Schreckgespenst für diejenigen, die gesund sind.“ bringt Okka Gundel die Unsicherheit im Umgang mit schwerkranken Menschen auf den Punkt. Viele hätten bei dem Wort „palliativ“ Bilder vom unmittelbaren Sterbeprozess im Kopf. Das stimme einfach häufig nicht, so Gundel, insbesondere nicht bei einer chronischen Erkrankung: „Eine frühzeitige Palliativversorgung bedeutet für die Betroffenen eine Chance. Eine Chance auf aktive Teilnahme am Leben jenseits der Erkrankung und sich dabei gleichzeitig aufgehoben, gesehen und ernst genommen zu fühlen.“ Das offene Gespräch, das sei es, was zählt: „Nachfragen hilft. Drüber reden hilft.“

    Okka Gundel moderiert Abschlussplenum bei DGP-Kongress in Freiburg

    2026 Okka Gundel 3Entsprechend freut sich die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin besonders auf den ersten gemeinsamen „Auftritt“ mit ihrer Botschafterin: Im Rahmen des 16. Kongresses der DGP wird Okka Gundel am 26. September in Freiburg die Abschluss-Podiumsdiskussion moderieren.

    Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der DGP, sieht darin einen wichtigen Schritt: „Viele Menschen haben Angst vor dem Stempel „Palliativ“. Diese Angst können wir in der individuellen Behandlung, Betreuung und Begleitung häufig nehmen. Doch ist es für eine Fachgesellschaft sehr schwierig, der allgemeinen Verunsicherung und dem öffentlichen Tabu zu begegnen. Umso großartiger ist es, dass wir Okka Gundel nun als Botschafterin an unserer Seite wissen! Herzlichen Dank!“

    DGP wünscht sich öffentliche Aufmerksamkeit für Kampagne und Wegweiser

    Mehr Aufmerksamkeit erhofft sich die DGP im Austausch mit Okka Gundel auch für ihre zwei öffentlichkeitswirksamen Projekte: die Informations- und Aufklärungskampagne das ist palliativ und den Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland.

    Mit Hilfe des niedrigschwelligen kostenfreien Wegweisers können ortsnahe Adressen der Palliativ- und Hospizversorgung zügig und unkompliziert gefunden werden. Die Plattform steht zusätzlich in den Sprachen Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Ukrainisch, Russisch, Vietnamesisch, Polnisch und Rumänisch zur Verfügung.

    OKKA GUNDEL PRESSEMITTEILUNG

    OKKA GUNDEL DAS IST PALLIATIV

    Deutsche Gesellschaft
    für Palliativmedizin e. V.
    Zimmerstr. 26/27
    10969 Berlin