das ist palliativ

    Konsultationsfassung zum Update der S3-Leitlinie Palliativmedizin veröffentlicht

    Die Konsultationsfassung zum Update der S3-Leitlinie Palliativmedizin ist veröffentlicht. Interessierte sind eingeladen, ihre Anmerkungen und Kommentare über den untenstehenden Link im Rahmen des Konsultationsverfahrens einzureichen.

    Wir danken Ihnen für Ihre Mitwirkung bis zum 12. Mai 2026.

    https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/palliativmedizin

    Tausendste DGP-zertifizierte Kursleiterin in München beglückwünscht

    IMG 7016v.l. Caroline Deidenbach (Geschäftsführende Leitung), Agnes Grabler, Silana Harder, Antje Burkhardt (Pädagogische Leitung) Foto: Charlotte Knaus Fischer

    Die Kursleitungsschulung der DGP ist seit 1998 Voraussetzung, um Kurse nach von der DGP und dem DHPV anerkannten Curricula durchführen und zertifizieren zu können. Im Jahr 2025 hat die DGP insgesamt 452 Palliative Care-Weiterbildungen zertifiziert, in denen 4.160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifiziert wurden. Am 6. März 2026 nahm in der Christophorus Akademie in München mit Abschluss einer Kursleitungsschulung die 1000. DGP-zertifizierte Kursleiterin, Agnes Grabler, Glückwünsche und Blumen von DGP- Bildungsreferentin Silana Harder entgegen.

    Die Kursleitungsschulungen finden im Auftrag der DGP an den von der Deutschen Krebshilfe geförderten Akademien in Bonn, Göttingen und München statt. Ergänzend ist eine Rezertifizierung im zweijährigen Turnus verpflichtend, um das Niveau an Qualität und Lehrkompetenzen kontinuierlich zu gewährleisten. Die DGP-zertifizierten Kursleitungen tragen mit ihrem fachlichen und didaktischen Engagement maßgeblich dazu bei, eine qualitativ hochwertige Weiterbildung in der Palliativversorgung sicherzustellen und die palliative Haltung nachhaltig in die Versorgungspraxis zu transferieren.

    DHPV, DGP und Bundesärztekammer: Hospiz- und Palliativnetzwerke stärken Zusammenarbeit aller an der Versorgung Beteiligten

    Die regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerke in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Das zeigt der heute veröffentlichte Bericht zur Entwicklung der Jahre 2022 bis 2025, den der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und der Bundesärztekammer (BÄK) zu dem gemeinsam mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) geförderten Projekt vorgelegt hat.

    "Demnach ist die Zahl der geförderten Netzwerke im Berichtszeitraum von 11 im Jahr 2022 auf 87 im Jahr 2025 gestiegen – ein mehr als siebenfacher Zuwachs. Insgesamt wurden 204 Förderanträge für 90 Netzwerke bewilligt. Die Netzwerke stärken die Zusammenarbeit aller an der Versorgung beteiligten Akteurinnen und Akteure – etwa stationäre Hospize, ambulante Hospiz- und Palliativdienste, Haus- und Fachärztinnen, Pflegedienste und andere mehr – und tragen somit maßgeblich zu einer besseren Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen bei." heißt es in der begleitenden Pressemitteilung des DHPV.

    BERICHT REGIONALE HOSPIZ- UND PALLIATIVNETZWERKE

    PRESSEMITTEILUNG DHPV

     

    Interview mit Kongresspräsidentinnen zum 16. DGP-Kongress "palliativ - leben im grenzland" vom 23. bis 26.9. in Freiburg

    In einem aktuellen Interview stellen Prof. Dr. Gerhild Becker und Dr. Verena Wetzstein als Kongresspräsidentinnen die Inhalte des 16. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zum Leitmotiv „palliativ – leben im grenzland“ vom 23. bis zum 26. September 2026 in Freiburg entlang dieser Fragen vor.

    • Was bedeutet es für Sie persönlich, den DGP-Kongress 2026 in Freiburg auszurichten?
    • Welche Grenzen im Palliative-Care-Bereich beschäftigen Sie aktuell besonders?
    • Welche gesellschaftlichen Grenzdebatten bewegen Sie besonders?
    • Gab es einen Moment, in dem Sie beruflich eine Grenze besonders gespürt haben?
    • Wo erleben Sie heute Mut und Hoffnung in der Palliativversorgung?
    • Warum sollte man den Kongress 2026 nicht verpassen?

    Pflegefachpersonen tragen oft die Hauptlast komplexer Versorgungssituationen

    Grenzen im Palliative Care-Bereich beschäftigen Prof. Dr. Gerhild Becker u.a. an diesen Punkten: „Wir erleben einen beständigen Zuwachs an Optionen und eine enorme Dynamik in der Medizin. Therapien werden immer differenzierter, aber nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll. Die Frage nach dem richtigen Maß von Tun und Lassen begegnet uns im klinischen Alltag sehr konkret, etwa bei hochbetagten oder multimorbiden Patientinnen und Patienten. Pflegefachpersonen tragen oft die Hauptlast komplexer Versorgungssituationen. Begrenzte Ressourcen im Gesundheitswesen und der Fachkräftemangel, aber auch emotionale Belastungen sind reale Grenzen, die wir nicht theoretisch, sondern strukturell angehen müssen.“

    Wir dürfen nicht übersehen, wie verletzlich Menschen am Lebensende sind.

    Dr. Verena Wetzstein ergänzt: „Ich erlebe die Debatten etwa um den assistierten Suizid, um Therapiebegrenzung und Autonomie und andere als äußerst intensiv. Selbstbestimmung ist ein hohes Gut, aber wir dürfen nicht übersehen, wie verletzlich Menschen am Lebensende sind. Als Ethikerin erlebe ich, wie stark sich gesellschaftliche Erwartungen verändert haben: Selbstbestimmung wird zu Recht betont, zugleich sehen wir Menschen, die sich allein gelassen fühlen. Diese Spannung dürfen wir nicht verkürzen. Aus medizinischer Sicht stellt sich zusätzlich die Frage nach gerechtem Zugang: Wer erhält spezialisierte Palliativversorgung? Wer profitiert von neuen Versorgungsmodellen und wer nicht? „Leben im Grenzland“ heißt für mich: Diese Spannungen aushalten und differenziert diskutieren.“

    Lesen Sie gerne unter "Updates" am Fuß der Startseite das ausführliche Interview:

    INTERVIEW ZUM DGP-KONGRESS VOM 23.9. BIS 26.9.26 IN FREIBURG

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin nimmt Stellung zur Long-COVID-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses

    Aus gegebenem Anlass veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) heute eine Stellungnahme zur Long-COVID-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA LongCOV-RL). Hintergrund ist der wiederholt an Mitglieder der DGP herangetragene Anspruch, die GBA LongCOV-RL würde aussagen, dass alle Patient:innen mit schweren Formen von Long-/Post-COVID und/oder Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue Syndrom (ME/CFS) das Recht auf eine spezialisierte Palliativversorgung hätten. Somit wären – nach dieser Einschätzung – die Mitglieder der DGP verpflichtet, eine solche spezialisierte ambulante oder stationäre Versorgung durch Teams der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV), durch Palliativdienste auf Normal- und Intensivstationen oder auf Palliativstationen durchzuführen.

    Dazu stellt der Vorstand der DGP heute klar, dass aus der LongCOV-RL keine grundsätzliche Pflicht zur Palliativversorgung aller genannten Patientinnen und Patienten resultiert, da nur dann Anspruch auf eine spezialisierte Palliativversorgung bestehe, wenn Menschen an einer nicht heilbaren, fortschreitenden und so weit fortgeschrittenen Erkrankung leiden, dass dadurch ihre Lebenserwartung begrenzt ist. Selbstverständlich schließt dies nicht aus, so die DGP, dass einzelne Patient:innen mit Long-COVID bzw. ME/CFS eine nicht heilbare, progrediente und weit fortgeschrittene Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung aufweisen können. Doch kann die palliativmedizinische Versorgung nicht der Regelfall für Menschen mit einer schweren Form von Long-/Post Covid oder ME/CFS sein, „auch wenn wir als DGP die sehr prekäre Versorgungssituation gerade von schwer- und schwerstbetroffenen Long-COVID- und/oder ME/CFS-Patient:innen sehen.“

    DGP STELLUNGNAHME ZUR LONG-COVID-RICHTLINIE DES GBA

    Deutsche Gesellschaft
    für Palliativmedizin e. V.
    Zimmerstr. 26/27
    10969 Berlin

  • DGP Jahrestagungen
  • Debatte Suizidassistenz / Suizidprävention
  • Presse & Medien
  • dasistpalliativ - eine Kampagne der DGP
  • Weiterbildung
  • Service
  • Wegweiser
  • DGP Anerkennungs- und Förderpreise
  • Wissenschaft
  • DGP Veröffentlichungen
  • Themen von A bis Z
  • Zertifizierung Palliativversorgung
  • Toolbox Sedierende Medikamente
  • Übersicht iSedPall
  • Übertherapie am Lebensende