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Aktuelles aus den Medien

Aktuelle Nachrichten zum Themenfeld Palliativmedizin / Palliative Care. Die Sammlung erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch spiegelt sie in jedem Beitrag die Position der DGP wider.

Archiv: Nachrichten, die unter "Aktuelles aus den Medien" erschienen sind.


Frankfurter Rundschau, 21.05.2020

Corona: „Wir haben gute Medikamente, die Luftnot und Angst nehmen“

Palliativmediziner Radbruch über Patientenverfügungen bei Covid-19 und die Frage, warum es sinnvoll ist, eigene Wünsche zu konkretisieren.

Frankfurter Rundschau: Corona: „Wir haben gute Medikamente, die Luftnot und Angst nehmen“


tagesschau.de, 20.05.2020

Sterbebegleitung in Corona-Zeiten "Die Menschen sind einsamer gestorben"

Der Weg am Lebensende ist ohnehin der schwerste. Erst recht, wenn man ihn einsam begehen muss. Der Palliativmediziner Matthias Gockel erzählt im tagesschau.de-Interview von seinen Erfahrungen und Wünschen in der Corona-Krise.

Tagesschau: Sterbebegleitung in Corona-Zeiten: "Die Menschen sind einsamer gestorben"


faz.net, aktualisiert 17.05.2020

Palliativpsychiatrie : Muss es immer Heilung sein?

Palliativpsychiatrie ist eine junge Disziplin in der Medizin. Ihr Ansatz geht davon aus, nicht jedes psychische Leid ausreichend behandeln zu können. Was hart klingt, könnte für manche Patienten eine große Hilfe sein.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Palliativpsychiatrie: Muss es immer Heilung sein?


Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, 13.05.2020

Angst vor COVID-19 verzögert Diagnose und Therapie bei KrebspatientInnen

Die Angst von PatientInnen vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann zu einer Verzögerung in der Diagnostik und Therapie anderer, lebensgefährlicher Erkrankungen führen. Das betrifft auch Krebserkrankungen. Deutsche Kliniken beobachten, dass PatientInnen erst in sehr fortgeschrittenen Tumorstadien kommen und die Zahl der in Tumorkonferenzen vorgestellten PatientInnen mit frühen Tumorstadien sinkt. Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. warnt, dass die Angst vor COVID-19 nicht dazu führen darf, dass die Früherkennung oder die Durchführung wirksamer Therapien verzögert wird. Der Schaden für PatientInnen wäre immens.

DGHO: Angst vor Covid-19 verzögert Diagnose und Therapie bei KrebspatientInnen


Süddeutsche.de, 12.05.2020

Sterben in Würde: Palliativ-Teams versorgen Covid-19-Patienten zu Hause

Die Bilder aus Italien von überlasteten Krankenhäusern haben auch in München dazu geführt, alle Anstrengungen darauf zu richten, ausreichend Behandlungsmöglichkeiten in der Intensivmedizin zu bieten. Doch wie werden Menschen versorgt, die wegen fortschreitenden, unheilbaren Erkrankungen eine intensivmedizinische Behandlung in der Klinik ablehnen, Menschen, die für sich beschlossen haben, dass sie bis zum Ende zu Hause bleiben wollen? Menschen in Pflegeheimen, die nicht mehr für ihre letzten Tage ins Krankenhaus verlegt werden wollen?

Süddeutsche: Sterben in Würde: Palliativ-Teams versorgen Covid-19-Patienten zu Hause


lifepr.de, 12.05.2020

Palliativmedizin in Zeiten von Corona

Oberärztin und Teamleiterin Kristina Meyer berichtet aus dem Arbeitsalltag des Ambulanten Palliativteams am Klinikum Darmstadt, das auch in Corona-Zeiten Hausbesuche macht und Menschen begleitet.

lifepr.de: Palliativmedizin in Zeiten von Corona


riffreporter.de, 10.05.2020

Patientenverfügung in Zeiten von Covid-19: Wie weit soll eine Behandlung gehen?

In einer Patientenverfügung legen Menschen fest, wie sie behandelt werden möchten, wenn sie sich nicht mehr selbst äußern können. Die Frage, ob künstlich beatmet werden soll, spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch welche Folgen hat ein „Ja“ oder „Nein“ in Zeiten von Covid-19? Und sollte man die eigene Patientenverfügung konkretisieren?

riffreporter: Patientenverfügung in Zeiten von Covid-19: Wie weit soll eine Behandlung gehen?


ZDF, Daniela Bach, 06.05.2020

Palliativmedizin in der Krise - Rechte Schwerkranker und Sterbender wahren

Menschen, die an einer schweren Krankheit leiden oder im Sterben liegen, trifft die Corona-Krise hart. Oft bleibt ihnen der Besuch von Angehörigen und Freunden verwehrt. Die Kontaktsperre in der Corona-Krise führt in Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu Unsicherheiten. Dabei ist für Palliativpatienten die Nähe zu Angehörigen oder Freunden besonders wichtig.

Es sind berührende Fälle, mit denen Professor Lukas Radbruch verdeutlicht, welchen Zwängen Patienten in der Corona-Pandemie unter Umständen ausgesetzt sind. Es sind die Fälle der Menschen, die auf Palliativmedizin angewiesen sind - eine Behandlung also, die nicht auf Heilung, sondern auf Linderung von Schmerzen und Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität zielt.

ZDF Palliativmedizin in der Krise - Rechte Schwerkranker und Sterbender wahren


Focus.de, 04.05.2020

"Ich spüre die Nähe": Palliativärztin erzählt, wie sich Angehörige in Corona-Krise verabschieden

Als Palliativmedizinerin betreut Wiebke Nehls Menschen, die im Sterben liegen. Im Gespräch mit FOCUS Online erklärt sie, wie die Corona-Pandemie die Sterbebegleitung verändert hat – und wieso körperliche Distanz nicht bedeutet, dass keine Nähe mehr besteht.

focus.de: Palliativärztin erzählt, wie sich Angehörige in Corona-Krise verabschieden


ZEIT.de, 01.05.2020

Wir sind auf Station: Die Mitarbeiter in Krankenhäusern leisten in der Corona-Krise Enormes. 100 Pfleger, Ärztinnen und Servicekräfte aus ganz Deutschland erzählen, was die Pandemie verändert.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Krankenhäuser im Ausnahmezustand. Für Krankenpfleger, Ärztinnen, Putzkräfte, Klinikköche und Techniker ist das Virus eine enorme Herausforderung. Wie erleben sie die Pandemie? Was halten sie von den Lockerungen? Und was muss sich nach der Krise ändern? Zum Tag der Arbeit erzählen hier 100 Krankenhausangestellte aus ganz Deutschland von ihrem Alltag auf Station.

zeit.de: Wir sind auf Station


Focus.de, 30.04.2020

Palliativmedizinerin berichtet: Sterben in Corona-Zeiten: „Es schmerzt, wie die Menschen Abschied nehmen müssen“

Claudia Bausewein (...): „Das ist kein Sterben, wie wir es uns wünschen.“ Bausewein leitet die Palliativstation der Münchner Universitätsklinik Großhadern. Während die meisten Ärzte gegen die Vergänglichkeit des menschlichen Körpers ankämpfen, konzentrieren sie und ihr Team sich darauf, die verbleibende Lebenszeit ihrer schwerkranken Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten; bestenfalls schmerzfrei und im Kreis der Angehörigen.

focus.de: Palliativmedizinerin berichtet: Sterben in Corona-Zeiten: "Es schmerzt, wie die Menschen Abschied nehmen müssen"


FAZ, 30.04.2020

Corona und Palliativmedizin: Leben und sterben lassen

Wenn Heimbewohner an Covid-19 schwer erkranken, geht es meist auf die Intensivstation. Dabei wollen viele gar nicht beatmet werden – doch über das Thema wird vorher kaum gesprochen.

FAZ: Corona und Palliativmedizin: Leben und sterben lassen


Deutsches Ärzteblatt, 29.04.2020

Diskussion um Besuchsregeln in Alten- und Pflegeheimen

Hannover – Die Pflegeverbände in Niedersachsen warnen vor einer Öffnung von Alten- und Pflegeheimen für Angehörige zum jetzigen Zeitpunkt. Im Augenblick sei dies für Mitarbeiter und Bewohner noch zu gefährlich. (...)

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) mahnte in diesen Zusammenhang, die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zur psychosozialen und spirituellen Un­ter­stüt­zung konsequent zu beachten und umzusetzen. „Belastete, schwerstkranke, ster­bende und trauernde Menschen brauchen jemanden an ihrer Seite“, sagte die Präsidentin der Kammer, Martina Wenker. (...)

Deutsches Ärzteblatt: Diskussion um Besuchsregeln in Alten- und Pflegeheimen


taz, 29.04.2020

Notfallmedizin für Corona in Deutschland: Warum Covid-19 tötet

30 Prozent der schwerst an Covid-19 Erkrankten sterben. Die Ursachen: Vorerkrankungen, Behandlungsdauer und das Fehlen eines Medikaments.

(...) Nun ist Deutschland nicht Großbritannien, wo Patienten häufig erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt der Erkrankung, in einem weitaus kritischeren Allgemeinzustand und damit mit einer von vornherein schlechteren Prognose erstmals Zugang zu Intensivmedizin erhalten. Und dennoch, mahnt etwa Bernd Oliver Maier, Chefarzt für Palliativmedizin und interdisziplinäre Onkologie am St. Josefs-Hospital Wiesbaden und daneben Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, sei es unerlässlich, Nutzen und Schaden, aber vor allem das Ziel einer Intensivtherapie für jeden Betroffenen individuell immer wieder abzuwägen (...)

taz: Notfallmedizin für Corona in Deutschland: Warum Covid-19 tötet


welt.de, 29.04.2020

Nordrhein-Westfalen: Beatmung von Corona-Patienten
„Das ist keine Situation, die man jemandem wünscht“

(...) Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin der Universität Bonn, sieht das anders. „Die Diskussion geht derzeit in die falsche Richtung“, ist er überzeugt. Zwar gebe es Situationen, in denen die Erfolgsaussichten einer Intensivbehandlung so schlecht seien, dass man darauf verzichten und den Patienten besser palliativmedizinisch begleiten sollte, räumt er ein. „Ich sehe es aber nicht so, dass alte Menschen überwiegend lieber sterben wollen als eine Intensivbehandlung durchzumachen.“

WELT: Beatmung von Corona-Patienten: "Das ist keine Situation, die man jemandem wünscht"


Zeitschrift für Palliativmedizin, 29.04.2020 (online)

Christof Müller-Busch, Friedemann Nauck, Raymond Voltz

„Eine Charta für Corona?“: 10 Jahre Charta in Deutschland – gerade in dieser Zeit so aktuell wie nie!

Als vor 13 Jahren die Idee einer „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ entstand, hat keiner von uns geahnt, dass Krankheit, Sterben und Tod einmal zu einem die Öffentlichkeit und auch uns selbst so beherrschenden Gesprächs- und Medienthema werden könnten, wie dies jetzt durch die Corona-Krise der Fall ist. (...) Klar war uns, dass wir Trägerorganisationen benötigen, und wir sind dankbar, dass wir die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Bundesärztekammer (BÄK) gewinnen konnten.

Aus der „Charta“ ist eine umfassende – und alle gesellschaftlichen Bereiche berührende – nationale Strategie entstanden, mit dem Ziel, die Wahrung der Würde eines jeden Menschen in der letzten Lebensphase im gesellschaftlichen und politischen Bewusstsein zu verankern und ein Sterben unter menschenwürdigen Bedingungen zu ermöglichen.

Zeitschrift für Palliativmedizin: "Eine Charta für Corona?": 10 Jahre Charta in Deutschland - gerade in dieser Zeit so aktuell wie nie!


Medical Tribune, 28.04.2020

Auch mit Corona zu Hause sterben dürfen

Eine Beratungs- und Koordinationsstelle für Patienten, Angehörige und Ärzte soll Schwerkranken mit COVID-19 ein Verbleiben im häuslichen Umfeld möglich machen. Das Wiesbadener Projekt könnte Schule machen.

Auch COVID-19-Patienten können palliativ in den eigenen vier Wänden betreut werden. Nach der bisherigen Erfahrung mit dem schnellen Verlauf der Erkrankung erfordert das aber ein besonders zügiges und koordiniertes Handeln. So sind neue Strukturen und Beratungsangebote für Patienten und Angehörige nötig.

In einem offenen Brief hatte sich Dr. Bernd Oliver Maier, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Anfang April an Gesundheitsminister Jens Spahn gewandt. (...)

Medical Tribune: Auch mit Corona zuhause sterben dürfen


Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V., 27.04.2020

Corona: Empfehlungen aus palliativmedizinischer Perspektive

„Empfehlungen zur Unterstützung von belasteten, schwerstkranken, sterbenden und trauernden Menschen in der Corona-Pandemie aus palliativmedizinischer Perspektive“ hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zusammen mit weiteren Verbänden erarbeitet und am 8. April veröffentlicht. Getragen werden die Empfehlungen von der DGP gemeinsam mit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), dem Bundesverband Trauerbegleitung (BVT), der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (PSO), der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) und der DGSF. Am Empfehlungstext mitgearbeitet hat Susanne Kiepke-Ziemes, stellvertretende Sprecherin der DGSF-Fachgruppe "Pflege".

DGSF: Corona: Empfehlungen aus palliativmedizinischer Perspektive


Deutsches Ärzteblatt, 23.04.2020

Triage: Medizinische Fachgesellschaften aktualisieren Empfehlungen

Berlin – Für eine Gleichbehandlung aller Patienten bei einer möglichen Triage im Rah­men der COVID-19-Pandemie sprechen sich erneut acht medizinische Fachgesell­schaften aus. Ein höheres Lebensalter, Grunderkrankungen oder Behinderungen seien keine Krite­rien, die zur Entscheidung herangezogen werden sollten, welche Patienten bei knappen Ressourcen intensivmedizinisch behandelt und welche palliativmedizinisch versorgt wer­den, betonen sie explizit in ihren überarbeiteten klinisch-ethische Empfehlungen. (...)

Deutsches Ärzteblatt. Triage: Medizinische Fachgesellschaften aktualisieren Empfehlungen


Informationsdienst Wissenschaft, 24.04.2020

Triage bei COVID-19: „Wir entscheiden nicht nach Alter oder Behinderung“ – Klinisch-ethische Empfehlungen aktualisiert

Für die schwerste aller Entscheidungen sind Deutschlands Notfall- und Intensivmediziner vorbereitet: Sollten während der COVID-19-Pandemie Intensivbetten und Ressourcen knapp werden, müssen Mediziner im Fall der Fälle zwangsläufig entscheiden, welche Patienten intensivmedizinisch behandelt und welche palliativmedizinisch versorgt werden. Damit dies auf einer fundierten Grundlage geschieht, haben Experten aus acht Fachgesellschaften klinisch-ethische Empfehlungen erarbeitet, die jetzt in einer aktualisierten Fassung erscheinen.

IDW: Triage bei COVID-19: "Wir entscheiden nicht nach Alter oder Behinderung" - Klinisch- ethische Empfehlungen aktualisiert


SWR 2, 23.04.2020

Gespräch
Auf ein Sterbenswort. Wie geht eine alternde Gesellschaft mit dem Sterben um?

Es müsse, gerade mit Blick auf die alternde Gesellschaft, mehr Angebote geben, sich mit dem Thema Tod und selbstbestimmtes Sterben auseinanderzusetzen, so Adrián Carrasco Heiermann. Er ist Mitautor der Studie „Auf ein Sterbenswort. Wie die alternde Gesellschaft dem Tod begegnen will“, die vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung veröffentlicht wurde. Viele Deutsche empfänden es als Problem, dass die Gesellschaft den Tod noch zu sehr verdränge, so das Ergebnis der Studie.

SWR 2: Auf ein Sterbenswort: Wie geht eine altende Gesellschaft mit dem Sterben um?


The Lancet, 23.04.2020

The key role of palliative care in response to the COVID-19 tsunami of suffering

Coronavirus disease 2019 (COVID-19) has brought a tsunami of suffering that is devastating even well resourced countries. The disease has wreaked havoc on health systems and generated immense losses for families, communities, and economies, in addition to the growing death toll. Patients, caregivers, health-care providers, and health systems can benefit from the extensive knowledge of the palliative care community and by taking heed of long-standing admonitions to improve access to essential medicines, particularly opioids for the relief of breathlessness and pain.

The Lancet: The key role of palliative care in response to the COVID-19 tsunami of suffering


Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, 23.04.2020

Alternde Gesellschaft – Wie wollen wir sterben?
Repräsentative Studie gibt Aufschluss über Wünsche und Ängste zum Lebensende

(...) Was vielen Menschen als Privatangelegenheit erscheint, wird angesichts dieser Zunahme an Sterbefällen auch zu einem gesellschaftspolitischen Thema: Die Alterung der Bevölkerung fordert einen neuen Umgang mit dem Sterben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, der Körber-Stiftung und der Software AG – Stiftung. Mit einer repräsentativen Umfrage und vertiefenden Leitfadeninterviews gehen die Autoren der Frage nach, welche Wünsche, Ängste und Hoffnungen die Menschen mit ihrem Lebensende verknüpfen.

Auf ein Sterbenswort: Wie die alternde Gesellschaft dem Tod begegnen will

Pressekonferenz zur Präsentation der Studie »Auf ein Sterbenswort«
(youtube-Video PK, ab Minute 33: Heiner Melching, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin)

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Alternde Gesellschaft - Wie wollen wir sterben?


spiegel.de, 22.04.2020

Sterben an Covid-19: "Seine Frau sagte ihm übers Telefon, dass er jetzt gehen dürfe"

Ein Mensch stirbt, und niemand aus seiner Familie ist dabei? Die Berliner Ärztin Sandra Delis erzählt, wie Covid-19 Sterbebegleitung verändert und wie Angehörige sich jetzt von ihren Lieben verabschieden.

SPIEGEL: Sterben an Covid-19: Seine Frau sagte ihm übers Telefon, dass er jetzt gehen dürfe


Pneumologie, 21.04.2020 online publiziert

Therapie von PatientInnen mit COVID-19 Handlungsempfehlung aus palliativmedizinischer Perspektive[*]
Management of Patients with COVID-19 Recommendations from a Palliative Care Perspective

W. Nehls, S. Delis, B. Haberland, B. O. Maier, K. Sänger, G. Tessmer, L. Radbruch, C. Bausewein
Diese Handlungsempfehlung wurde erstellt durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP e. V.).

Pneumologie: Therapie von PatientInnen mit COVID-19 Handlungsempfehlung aus palliativmedizinischer Perspektive


Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften, 21.04.2020

Expertinnen und Experten zur Coronavirus-Pandemie (2020)

Anlässlich der globalen Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 und der durch den Erreger verursachten Atemwegserkrankung COVID-19 veröffentlicht die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine Liste von Expertinnen und Experten, die für Recherchen und Interviews zur Verfügung stehen.

Unter den 15 genannten Mitgliedern: Palliativmediziner Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

Leopoldina: Expertinnen und Experten zur Coronoavirus-Pandemie (2020)


Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, 20.04.2020

DGP-Aktuell: COVID-19 in der Palliativmedizin

Im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sprechen Dr. Sandra Delis, Fachärztin für Innere Medizin, Pneumologie und Palliativmedizin, und DGP-Vorstandsmitglied Dr. Wiebke Nehls, Fachärztin für Innere Medizin, Onkologie und Palliativmedizin, über die palliativmedizinische Versorgung von COVID-19-Patienten in Krankenhäusern und in Alten- und Pflegeheimen.

DGP Aktuell: COVID-19 in der Palliativmedizin


Süddeutsche Zeitung, 17.04.2020

Das Für und Wider der Beatmungstherapie
Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Die Diskussion darüber, wer beatmet werden sollte und wer nicht, flammt in der Corona-Krise immer wieder auf. Die Sorge ist weiterhin groß, dass Beatmungsplätze in den Krankenhäusern knapp werden könnten, wenn sich die Ausbreitung beschleunigt. Auch aus diesem Grund haben Fachgesellschaften Empfehlungen für Ärzte herausgegeben, was im Notfall als Kriterium herangezogen werden darf - und was nicht. (...)

Die Entscheidung darüber, ob schlussendlich Risiken oder Nutzen überwiegen, sei nicht schwarz-weiß, sagt Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Empfehlungen der Fachgesellschaften dürften nur als Hintergrundinformation für die Diskussion im Einzelfall dienen - und nicht "als Check-Liste".

Süddeutsche Zeitung: Das Für und Wider der Beatmungstherapie

STERN: An die Maschine oder nicht? Das Für und Wider der Beatmungstherapie

focus.de: An die Maschine oder nicht? Das Für und Wider der Beatmungstherapie für schwerkranke Corona-Patienten

Diverse weitere Medien haben den dpa-Text veröffentlicht.


Der Dom, 17.04.2020

Besuchsverbot: „Es ist ein Drama!“

Unterdessen hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften und Verbänden wie der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin und dem Bundesverband Trauerbegleitung Empfehlungen für die Betreuung von Sterbenskranken und ihren Angehörigen veröffentlicht. „Die Einschränkungen bei Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie sämtliche Konsequenzen der Isolation der Corona-Patientinnen und -Patienten sorgen bei vielen für erhebliche psychosoziale, aber auch spirituelle Belastungen“, sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Urs Münch, in Berlin.

Der Dom: Besuchsverbot: Es ist ein Drama


up-aktuell.de, 16.04.2020

Patienten brauchen Therapie – auch in Zeiten von Corona

Dr. Grabenhorst, Palliativmediziner, Vorstandsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

Auch in Zeiten von Corona brauchen Patienten Therapie – und er befürwortet ganz klar Alternativen, wie Videotherapie und telefonische Unterstützung, um so die Kontakte zu minimieren.

up aktuell.de Patienten brauchen Therapie - auch in Zeiten von Corona


Deutsches Ärzteblatt, 15.04.2020

COVID-19: Fachgesellschaften empfehlen Vorausplanung für ambulanten Notfall

Einen Leitfaden „Ambulante patientenzentrierte Vorausplanung für den Notfall“ haben sechs medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften vorgestellt. Er soll ambu­lant tätige Ärzte bei der Gesprächsführung sowie der korrespondierenden, krisentaugli­chen Dokumentation unterstützen.

„Wenn medizinische Notfälle eintreten, besteht häufig ein großer Handlungsdruck, der notfallmedizinisches Handeln mit dem Ziel der Lebenserhaltung gemäß den allerorts etablierten Standards wie automatisch ablaufen lässt, ohne dass der Wille der betroffe­nen Person bekannt ist“, heißt es darin.

Deutsches Ärzteblatt: Fachgesellschaften empfehlen Vorausplanung für ambulanten Notfall


br.de, 14.04.2020

Gespräch mit Prof. Bausewein und Prof. Schelling:
Palliativmedizinische Versorgung daheim und im Heim

In Zeiten von Corona werden immer wieder intensivmedizinische Behandlungen im Krankenhaus notwendig. Sterben aber möchten die meisten Menschen am liebsten zu Hause. Wie kann hier eine palliativmedizinsiche Begleitung aussehen? Wir haben mit einer Palliativmedizinerin und einem Hausarzt gesprochen.

Bayerischer Rundfunk: Gespräch mit Prof. Bausewein und Prof. Schelling: Palliativmedizinische Versorgung daheim und im Heim


Unionhilfswerk, 14.04.2020

 Zentrale Anlaufstelle Hospiz schaltet Sondernummer: Vorsorgeberatung für über 60-Jährige

So berichtet die vom Land Berlin geförderte Fach- und Spezialberatungsstelle „Zentrale Anlaufstelle Hospiz (ZAH)“, welche seit 2006 eine Patientenverfügungsberatungsstelle betreibt, von steigenden Nachfragen und dem Wunsch von Hilfesuchenden, sich hierzu auszutauschen und geeignete Dokumente zu erstellen. (...)

Fachgesellschaften wie die Fachgesellschaft Palliative Geriatrie (FGPG) und Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) fordern im Umgang mit Covid-19 Patienten dazu auf, den in einer Patientenverfügung vorausverfügten Willen zu berücksichtigen und umzusetzen.

Unionhilfswerk: Zentrale Anlaufstelle Hospiz schaltet Sondernummer


Frankfurter Rundschau, 11.04.2020

Covid-19: Brisanter Corona-Bericht aus Deutschland: Patienten wollen lieber sterben, als beatmet werden

(...) Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, beruhigte angesichts von Angst vor einem qualvollen Tod durch die vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. In einem Interview betonte Radbruch es gebe genügend wirksame Medikamente, um die Symptome von Covid-19 zu lindern - sowohl Schmerzen als auch Atemnot und Angst. Dies gelte auch dann noch, wenn Schwerstkranke nicht mehr zu retten seien.

FR: Brisanter Corona-Bericht aus Deutschland: Patienten wollen lieber sterben als beatmet zu werden

BILD: Pionier-Studie über die ersten Corona-Patienten Manche wollen lieber sterben als beatmet zu werden


SpringerPflege, 10.04.2020

Abschiednehmen in Zeiten von Corona

Isolierungsmaßnahmen und Besuchsverbote werfen aktuell erhebliche Probleme bei der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen auf. Palliativ- und Intensivmediziner legen jetzt Empfehlungen für eine angemessene Unterstützung vor. „Die Einschränkungen bei Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie sämtliche Konsequenzen der Isolation der COVID-19 Patientinnen und Patienten sorgen bei vielen für erhebliche psychosoziale, aber auch spirituelle Belastungen“, erläutert der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Urs Münch.

Springer Pflege: Abschiednehmen in Zeiten von Corona


Universität Tübingen, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, 10.04.2020

Trauer in Zeiten von Corona

Statistiken sagen uns, dass wir am Ende der Krise alle jemanden kennen werden, die oder der an Corona erkrankt war. Vermutlich werden wir nicht alle jemanden kennen, die oder der an Corona gestorben sein wird. Aber was bedeutet es für uns persönlich und als Gesellschaft, wenn in Zeiten von Ausgangssperre und social distancing ein Mensch stirbt? Eine Auseinandersetzung mit einem Familientrauerfall.(...)

Nach Fertigstellung dieses Beitrags hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin ein sehr ausführliches Empfehlungsschreiben veröffentlicht, dass alle Betroffenen (Patient*innen, Zugehörige, Ärzt*innen, Pfleger*innen und weitere Begleiter*innen) adressiert. Hier werden nicht nur die in diesem Beitrag aufgeworfenen Fragen diskutiert, sondern auch darüber hinausgehende Empfehlungen ausgesprochen.

Universität Tübingen, IZEW: Trauer in Zeiten von Corona


Deutsches Ärzteblatt, 09.04.2020

Empfehlungen zur psychosozialen und spirituellen Unterstützung Sterbender

Empfehlungen zur psychosozialen und spirituellen Unterstützung Sterbender in Zeiten von COVID-19 haben verschiedene Fachgesellschaften und Verbände unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) herausgegeben. Die Fachgesellschaft ergänzt damit ihre bereits erschienenen Handlungsempfehlungen zur Therapie und Symptomkontrolle.

„Die Einschränkungen bei Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern und Pflegeein­richtungen sowie sämtliche Konsequenzen der Isolation der COVID-19-Patienten sorgen bei vielen für erhebliche psychosoziale, aber auch spirituelle Belastungen“, sagte der DGP-Vizepräsident Urs Münch.

Deutsches Ärzteblatt: Empfehlungen zur psychosozialen und spirituellen Unterstützung Sterbender


Der Hausarzt.digital, 08.04.2020

Intensivbehandlung bei COVID-19: (Mehr) Beatmungsgeräte sind nur die halbe Miete

Die intensivmedizische Behandlung von COVID-19-Patienten ist herausfordernd, bei steigenden Fallzahlen drohen Ärzte zudem ethische Konflikte. Handlungsempfehlungen zur Therapie gibt es nun auch aus palliativmedizinischer Sicht.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat eine “Handlungsempfehlung zur Therapie von Patient*innern mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive” (AWMF-Reg.-Nr.: 128/002) herausgegeben.

Der Hausarzt digital: Intensivbehandlung bei COVID-19: (Mehr) Beatmungsgeräte sind nur die halbe Miete


Deutsches Ärzteblatt, 08.04.2020

Palliativmediziner raten zu Patientenverfügung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) empfiehlt angesichts der Coronakrise, eine Patientenverfügung aufzusetzen oder eine vorhandene zu aktualisieren.

„Wir begrüßen es, wenn sich Menschen gerade vor dem Hintergrund der Coronakrise Gedanken darüber machen, welche Therapien sie noch akzeptieren wollen und wo die rote Linie ist“, sagte Verbandspräsident Lukas Radbruch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland heute.

Deutsches Ärzteblatt: Palliativmediziner raten zur Patientenverfügung


Redaktionsnetzwerk Deutschland, Interview Szent-Ivanyi/RND, 08.04.2020

Interview Coronavirus RND exklusiv
Sterben in Corona-Zeiten: “Niemand muss qualvoll ersticken”

Durch die Corona-Pandemie ist der Tod auch in Deutschland allgegenwärtig.
Was können Palliativmediziner leisten? Wie sinnvoll ist eine Patientenverfügung?
Ein Gespräch mit dem Präsidenten der Gesellschaft für Palliativmedizin.

Berlin. Lukas Radbruch ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Die wissenschaftliche Fachgesellschaft engagiert sich für eine umfassende Palliativ- und Hospizversorgung. Der 61-Jährige ist Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn und Leiter der Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg. Außerdem lehrt er an der Universität Bonn. Ein Gespräch über das Sterben in Zeiten der Corona-Krise.

Szent-Ivanyi/RND: Sterben in Corona-Zeiten: “Niemand muss qualvoll ersticken”

Das Interview wurde auch von weiteren Medien aufgenommen, z.B.:

Evangelisch.de: Palliativmediziner empfehlen Patientenverfügung

Oberhessische Presse: Sterben in Corona-Zeiten: “Niemand muss qualvoll ersticken”


Der Tagesspiegel, 06.04.2020

Ein Plan für den Corona-Notfall „Jetzt ist die Zeit, eine Patientenverfügung aufzusetzen“

Der Medizinethiker Alfred Simon erklärt, welche Regelungen vor allem Angehörige von Risikogruppen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie treffen sollten. (...)

Welche Ziele könnten das sein? Bei einer schwerwiegend verlaufenden Covid-19-Erkrankung geht es konkret um die Frage, ob man diese mit einer intensivmedizinischen Behandlung überleben kann. Ich könnte also festlegen, dass die intensivmedizinische Behandlung unterbleiben soll, wenn die Überlebenschance von den Ärzten als sehr gering eingeschätzt wird. Das bedeutet nicht, dass ich damit eine solche Behandlung komplett ablehne. Solange eine realistische Überlebenschance besteht, soll diese weiterhin stattfinden. Dies gilt sowohl im Falle von Covid-19 als auch bei einer anderen Erkrankung. (...)

Tagesspiegel: Ein Plan für den Corona-Notfall „Jetzt ist die Zeit, eine Patientenverfügung aufzusetzen“


European Association for Palliative Care (EAPC), 06.04.2020

The calm before the storm – Germany prepares for the corona deluge

Lukas Radbruch, Professor of Palliative Medicine at the University Hospital Bonn, and President of the German Association for Palliative Medicine, and Claudia Bausewein, Chair for Palliative Medicine at Munich University and Director of the Department of Palliative Medicine at Munich University Hospital, Germany.

As of last night, 5 April, Germany has reported 98,765 corona infections, and 1,524 deaths from Covid-19. (1) The German healthcare system braces for the expected deluge. This does not only concern emergency departments, pulmonology wards and intensive care units, but also palliative care services, as a significant percentage of patients with Covid-19 and comorbidities will not be receiving intensive care. This may be because the prognosis is just too bad or because the patient does not consent to the intervention.(...)

EAPC: The calm before the storm - Germany prepares for the corona deluge


Domradio, 04.04.2020

Offener Brief von Palliativmedizinern an Minister Spahn

In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordern deutsche Palliativmediziner angesichts der Corona-Krise mehr ambulante Versorgung in der Wohnung von Patienten. "Mit dem Brief wollen wir deutlich machen, dass es nicht reicht, die Hochleistungsmedizin zu stärken", sagte Oliver Maier, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, im Interview der "Welt" (Samstag).

Domradio: Offener Brief von Palliativmedizinern an Minister Spahn


Die WELT, 04.04.2020

„Es ist nicht mehr die Frage, ob gestorben wird, sondern nur noch wie“

In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) fordern deutsche Palliativmediziner angesichts der Corona-Krise mehr ambulante Versorgung in der Wohnung der Patienten. Einer der Unterzeichner ist Dr. Bernd Oliver Maier. Er ist amtierender Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und seit 2013 Chefarzt am St. Josefs-Hospital in Wiesbaden. Im Interview erklärt er die wichtige Rolle der Palliativmedizin in Zeiten von Corona und warum sich das Leiden eines Covid-Patienten zu Hause und im Krankenhaus in gleichem Umfang lindern lässt.

Die WELT: Es ist nicht mehr die Frage, ob gestorben wird, sondern nur noch wie

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin unterstützt den offenen Brief aus Wiesbaden, dieser kann noch bis 17.4.20 von Palliativmedizinerinnen und Palliativmedizinern unterzeichnet werden:

DGP unterstützt Wiesbadener Initiative zur Palliativversorgung


Deutsches Ärzteblatt, 03.04.2020

Ressourcen in der Intensivmedizin: Orientierung an Erfolgsaussicht

„Sollten wir in die schwierige Situation kommen, zwischen Patienten entscheiden zu müssen, dann wollen wir gewappnet sein“, erklärte Prof. Dr. med. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), am 25. März in Berlin. An diesem Tag legte die DIVI gemeinsam mit sechs weiteren Fachgesellschaften – der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) sowie der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) – gemeinsame klinisch-ethische Empfehlungen zu „Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie“ vor. (...)

Deutsches Ärzteblatt: Ressourcen in der Intensivmedizin: Orientierung an Erfolgsaussicht


Presseportal, 02.04.2020

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Wer an Covid-19 stirbt, muss keine Qualen erleiden

Osnabrück. (...) Janssen arbeitet als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler bei Aachen. Er und Professor Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und als Chefarzt der Bonner Klinik für Palliativmedizin tätig, können beruhigen: Es gebe genügend wirksame Medikamente, um die Symptome von Covid-19 zu lindern, sowohl Schmerzen als auch Atemnot und Angst. Auch dann noch, wenn Schwerstkranke nicht mehr zu retten seien.

Presseportal: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Wer an Covid-19 stirbt, muss keine Qualen erleiden


Arte TV, 28 Minuten, 02.04.2020

Umgang mit den Toten während der Covid-19-Pandemie

Umgang mit den Toten während der Covid-19-Pandemie: Gespräch mit Damien Le Guay, Präsident der Nationalen Kommission für Bestattungsethik und emeritiertes Mitglied des wissenschaftlichen Rates der Französischen Gesellschaft für Palliativmedizin und Sterbebegleitung.

Beitrag beginnt ca. ab 12. Minute der Gesamtsendung:

ARTE TV Umgang mit den Toten während der Covid-19-Pandemie


br24.de, 02.04.2020

06.45 Uhr: Sterbende müssen keine Qualen erleiden

Wer an Covid-19 stirbt, der muss aus Sicht von Medizinern keine Qualen erleiden. Das haben die Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin betont. Nach ihren Worten gibt es genügend wirksame Medikamente, um die Symptome von Covid-19 zu lindern, sowohl Schmerzen als auch Atemnot und Angst.

br24.de Sterbende müssen keine Qualen erleiden


DGHO, 02.04.2020

COVID-19: Patienten mit aktiver Krebserkrankung testen

Das Dilemma ist groß: Die Angst vor einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 darf die lebensnotwendige Behandlung einer Krebserkrankung nicht verhindern, aber ein bereits infizierter Krebspatient oder -patientin soll auch nicht zusätzlich durch Komplikationen von COVID-19 gefährdet werden – und eine gesamte Praxis oder Station anstecken. (...) In diesem Zusammenhang fordert Prof. Dr. med. Hermann Einsele, Vorsitzender der DGHO und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg, die breite und wiederholte Testung von KrebspatientInnen mit Infektsymptomatik auf SARS-CoV-2.

DGHO Pressemitteilung


Der Tagesspiegel, 31.03.2020

Keiner muss qualvoll ersticken

Covid-19 ist neu und beunruhigend. Doch manche Befürchtungen sind von gestern. Wer diese Ängste schürt, rechnet nicht mit der modernen Palliativmedizin.(...)

„Wir verfügen über gute Hilfsmittel gegen Atemnot, und auch gegen die damit verbundene Angst und Unruhe“, versichert Wiebke Nehls, Oberärztin an der Lungenklinik Heckeshorn im Helios Klinikum Emil von Behring in Zehlendorf. Diese Symptome sind für Lungenspezialisten nicht neu. „Den Umgang damit beherrschen wir“, sagt Nehls. Wenn sich eine Beatmung als nicht (mehr) sinnvoll erweist, kommen Opioide zum Einsatz, die genau dosiert werden können, außerdem Beruhigungsmittel, die gegen Angst und Unruhe wirken.

Nehls leitet an ihrer Klinik den Bereich Palliativmedizin und arbeitet im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin mit. Ihre Fachgesellschaft macht sich seit Jahren dafür stark, dass Behandlung auch dort ernst genommen und flächendeckend angeboten wird, wo Heilung nicht möglich ist. Die Hilfe besteht dann in der Linderung der Symptome. Der Spruch „Ich kann nichts mehr für Sie tun“ gehört in den Krankenhäusern der Vergangenheit an – und sollte durch die Covid-19-Pandemie nicht wiederbelebt werden.

Der Tagesspiegel Keiner muss qualvoll ersticken


Health & Care Management, 31.03.2020

DIVI: Covid-19: Ethikregeln für den Ernstfall

Im Fall einer Masseninfektion mit dem Coronavirus könnte es bald mehr Patienten als Beatmungsgeräte geben. Doch Alter darf kein Kriterium bei der Verteilung der Ressourcen sein. Das sagen sieben medizinische Fachgesellschaften in ihrer jüngst veröffentlichten Ethik-Empfehlung.

Deutschlands Notfall- und Intensivmediziner bereiten sich auf die schwerste aller Entscheidungen vor: Welchen Patienten intensivmedizinisch behandeln und welchen palliativmedizinisch versorgen, wenn die Intensivbetten und Ressourcen im Rahmen der Corona-Epidemie knapp werden?

Health & Care Management: Covid-19 Ethikregeln für den Ernstfall


Rettungsdienst.de, 27.03.2020

Notfallmediziner legen Empfehlungskatalog vor

Berlin (DIVI) – Deutschlands Notfall- und Intensivmediziner bereiten sich auf die Frage vor, welchen Patienten sie im Fall der Fälle intensivmedizinisch behandeln und welchen palliativmedizinisch versorgen, wenn die Intensivbetten und Ressourcen knapp werden sollten.

„Sollten wir in die schwierige Situation kommen, zwischen Patienten entscheiden zu müssen, dann wollen wir gewappnet sein“, sagte Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am Donnerstag (26.03.2020) in Berlin. „Wir wollen am Ende dieses schwierigen, schmerzlichen Prozesses sagen können: Es war eine fundierte, gerechte Entscheidung.“

Es gelte der Gleichheitsgrundsatz. Janssens erklärt: „So ist es nicht zulässig, nach dem kalendarischen Alter oder nach sozialen Kriterien zu entscheiden!“ In Deutschland werde nicht dem 80-Jährigen von vornherein die Behandlungsmöglichkeit verweigert. „Wir haben uns ganz klar gegen das Kriterium „Alter“ entschieden und wollen sehr viel differenzierter vorgehen.“ Dabei spielen der Schweregrad der aktuellen Erkrankung sowie relevante Begleiterkrankungen wie zum Beispiel schwere vorbestehende Organdysfunktion mit prognostisch eingeschränkter Lebenserwartung eine wesentliche Rolle. Der Patientenwille sei naturgemäß fester und mandatorischer Bestandteil bei allen Entscheidungen, sagte der DIVI-Präsident.

Rettungsdienst: Notfallmediziner legen Empfehlungskatalog vor


DIVI.de, 26.03.2020

COVID-19: Klinisch-ethische Empfehlungen zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen veröffentlicht

Nach aktuellem Stand der Erkenntnisse zur COVID-19-Pandemie ist es wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in kurzer Zeit – und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen – nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen. So veröffentlichen heute sieben Fachgesellschaften – die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und die Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) – die „Empfehlungen zu Entscheidungen über die Verteilung notfall- und intensivmedizinischer Ressourcen im Kontext der COVID-19-Pandemie“. Das Paper ist in dieser Art und Weise noch nicht publiziert. Die Autoren bitten explizit um Kommentare und Diskussion.

DIVI.de: COVID-19: Klinisch-ethische Empfehlungen zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen veröffentlicht 

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, erläutert in einem Video die Empfehlungen: https://www.youtube.com/watch?v=v-Gsk3zBgts


RTL, 26.03.2020

Intensivkapazitäten werden durch Corona-Ansturm knapp
Deutsche Ärzte müssen bald über Leben und Tod entscheiden

Die Lage in den deutschen Krankenhäusern spitzt sich in der Corona-Epidemie weiter zu. Ärzte stellen sich einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge darauf ein, dass sie über Leben und Tod entscheiden müssen, wenn die Anzahl an Intensivbetten oder Beatmungsgeräten nicht mehr ausreichen sollte. Für diesen Fall haben sieben medizinische Fachgesellschaften einen Katalog mit Handlungsempfehlungen verabschiedet (...).

Die "Klinisch-ethischen Empfehlungen" wurden gemeinsam von den folgenden Organisationen verfasst: der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, der Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Akademie für Ethik in der Medizin.

RTL: Intensivkapazitäten werden durch Corona-Ansturm knapp


ZEIT ONLINE, 25.03.2020

Besuchsverbot in Krankenhäusern: "Es ist sehr still geworden bei uns"

Wiebke Nehls ist Ärztin in der Palliativstation einer Lungenklinik. Hier sagt sie, wie ihre todkranken Patienten auf Corona reagieren und ob sie einsam sterben müssen. In Zeiten von Corona gilt in vielen Krankenhäusern ein Besuchsstopp. Auch auf den meisten Palliativstationen – also in den Bereichen mit den schwerst kranken Menschen – können die Patientinnen und Patienten ihre Angehörigen nur noch eingeschränkt sehen, in der Regel eine Stunde am Tag. Die Oberärztin Wiebke Nehls ist Bereichsleiterin der Palliativstation der Lungenklinik Heckeshorn in Berlin. Mit 16 Pflegekräften, einer Stationsärztin und einem Psychologen, Sozialarbeiter und Physiotherapeuten betreut sie dort etwa 300 Patienten pro Jahr. Hier erzählt sie, wie sie sich auf Covid-19 vorbereiten und ob jetzt schon Patientinnen und Patienten einsam sterben müssen.

ZEIT ONLINE: Besuchsverbot in Krankenhäusern: "Es ist sehr still geworden bei uns"


Deutsche Welle, 24.03.2020

Wie Ärzte entscheiden

Medizinethiker zur Corona-Krise: "So handeln, dass die meisten überleben"

Mediziner und Pflegekräfte wollen alle Corona-Patienten bestmöglich versorgen. Aber was, wenn Beatmungsgeräte oder Intensivpflege nicht für alle reichen? Fragen an den Münchner Medizinethiker Georg Marckmann.

(...) Zudem haben wir ein gut funktionierendes System medizinischer Fachgesellschaften, die sehr aktiv sind. Es gibt schon eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin für die palliative Versorgung von schwerstkranken Patienten, die nicht mehr lebensverlängernd behandelt werden können. (...) Unsere Fachgesellschaft, die Akademie für Ethik in der Medizin, hat einige Empfehlungen und Materialien online gestellt und wird sich darum kümmern, welche Möglichkeiten der Ethikberatung für die Handelnden vor Ort angeboten werden können.

Deutsche Welle: Medizinethiker zur Corona-Krise So handeln, dass die meisten überleben


DocCheck, 24.03.2020

Corona-Leitlinie für Palliativmediziner

Seit kurzem gibt es eine S1-Leitlinie für die COVID-19-Pandemie aus palliativmedizinischer Sicht. Die Pandemie berühre diesen Teilaspekt der ärztlichen Arbeit an vielen Stellen, betont die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin. „Es gilt auf eine Häufung von Sterbefällen mit den Leitsymptomen Luftnot und Angst im Bereich der Akutmedizin vorbereitet zu sein“, so die Autoren. Die palliativmedizinische Versorgung müsse trotz aktuell erschwerter Rahmenbedingungen im ambulanten und stationären Sektor aufrechterhalten werden.

DocCheck: Corona-Leitlinie für Palliativmediziner


Wikipedia, 24.03.2020

COVID-19-Pandemie in Deutschland

Medizinische Fachgesellschaften haben begonnen, erste Handlungsempfehlungen zur Versorgung von COVID-19-Patienten zu erstellen. Empfehlungen zur intensivmedizinischen Therapie wurden von der Deutschen Gesellschaft für internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) herausgegeben.[432] Für die palliative Versorgung veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) entsprechende Empfehlungen.[433]

[433] Karin Dlubis-Mertens: Empfehlungen der DGP zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2). Abgerufen am 22. März 2020.

Wikipedia COVID-19-Pandemie in Deutschland Handlungsempfehlungen medizinischer Fachgesellschaften


Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 24.03.2020

Covid-19: Coronavirus und Besuchsverbote: Was heißt das für Sterbende?

Isolation ist wie „emotionales Verhungern“. Was Angehörige Alter oder Sterbender trotz Besuchsbeschränkungen in Heimen, und Kliniken tun können.

Neben dem Besuch der Liebsten sind es die kleine Wünsche und Wohlfühlmomente, die man todkranken Palliativpatienten ermöglichen möchte. „Aber auch auf Palliativstationen wird man keine Pseudonormalität aufrechterhalten können“, glaubt Bernd Oliver Maier, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

WAZ: Coronavirus und Besuchsverbote: Was heißt das für Sterbende?


Wiesbadener Kurier, 22.03.2020

Schröder trifft #01 – Dr. Bernd Oliver Maier

Warum machen Sie, was Sie machen? In der Pilotfolge seines Podcasts spricht Stefan Schröder mit dem Chefarzt für Palliativmedizin und Onkologie am St. Josefs-Hospital in Wiesbaden, Dr. Bernd Oliver Maier. Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin im Gespräch über die Verunsicherung durch den Coronavirus und über den palliativmedizinischen wie gesellschaftlichen Umgang mit COVID-19 und anderen schweren Erkrankungen.

Auch zu hören bei:
https://www.youtube.com/watch?v=B3c-OdfhWwM
https://open.spotify.com/show/6fsoegTZwptSsF0k7D3kU7
https://www.deezer.com/de/show/968182

Wiesbadener Kurier: Schröder trifft #01 Dr. Bernd Oliver Maier


European Association for Palliative Care (EAPC), 22.03.2020

From the front line: Palliative care in Bologna during the COVID-19 crisis

Dr Danila Valenti is Medical Director of UO Rete delle Cure Palliative (SC), a palliative care unit in Bologna, northern Italy, and a member of the European Association for Palliative Care (EAPC) Board of Directors. Here, she explains some of the main challenges facing us in health care during the coronavirus crisis and shares advice for others who are approaching a similar situation in their country. (...)

EAPC Blog: From the front line: Palliative Care in Bologna during the COVID-19 crisis


DIE WELT, 21.03.2020

Politik: Rüsten für die Katastrophe

Es ist jedoch nicht nur die Intensivmedizin, die Abstriche machen muss – auch die Palliativmedizin rüstet sich für den Notfall. „Die Teams müssen sich auf die erhöhte Ansteckungsgefahr einrichten und im ambulanten Bereich mehr telefonische Beratung machen“, sagt Claudia Bausewein, Chefärztin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am LMU-Klinikum München. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, in der Bausewein zum Vorstand gehört, erarbeitet derzeit Empfehlungen für die Kollegen etwa von der Intensivmedizin. Sie erklären, wie mit Atem-, Luftnot und Angst der Patienten umzugehen ist – die häufigsten Symptome bei schwerer Covid-19-Erkrankung. In Hospizen und Palliativstationen gelten mittlerweile sehr strenge Auflagen für Besucher: Ausnahmen gebe es nur für diejenigen, die im Sterben liegen. (...)

DIE WELT: Rüsten für die Katastrophe


Pharmazeutische Zeitung, 21.03.2020

Drei neue Leitlinien im Zusammenhang mit Covid-19

Bei der zweiten Leitlinie, die am 19. März publiziert wurde, handelt es sich um die neue S1-Leitlinie 128-002 »Handlungsempfehlung zur Therapie von Patient*innen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive« (Palliativmedizin).

Hierzu schreibt das Autorenteam der Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) als federführende Fachgesellschaft unter Leitung von Professor Dr. Claudia Bausewein: »Die COVID-19-Pandemie berührt die palliativmedizinische Versorgung an verschiedenen Punkten. Es gilt, auf eine Häufung von Sterbefällen mit den Leitsymptomen Luftnot und Angst im Bereich der Akutmedizin vorbereitet zu sein und die akutmedizinischen Strukturen in ihrer Kompetenz mittels klarer Handlungsempfehlungen und Beratung durch palliativmedizinische Spezialist*innen entsprechend zu stärken (Handlungsempfehlung 1). Zudem muss die palliativmedizinische Versorgung im ambulanten und stationären Sektor trotz erschwerter Rahmenbedingungen aufrechterhalten werden (Handlungsempfehlung 2).«

Pharmazeutische Zeitung: Drei neue Leitlinien im Zusammenhang mit Covid-19


Medizinische Hochschule Hannover, 20.03.2020

Coronavirus: Hinweise und Informationen für Ärztinnen und Ärzte zur medizinischen Versorgung
Umgang mit Onkologischen Patienten während der COVID-19 Pandemie

In der aktuellen Situation der SARS-CoV-2 Pandemie gibt es neben der Verunsicherung bei den Betroffenen auch zunehmend Unsicherheiten bei medizinischem Personal über den Umgang mit den sich ergebenden Risiken und Konsequenzen. Das Comprehensive Cancer Center (CCC) Hannover sichtet täglich die verfügbaren Quellen und Empfehlungen. Darüber hinaus haben sich unsere onkologischen Spezialisten bemüht, möglichst konkrete Hinweise zu erarbeiten, die Ihnen beim Umgang mit der Pandemie helfen sollen. Die Aktualisierung wird regelmäßig erfolgen.

DGP Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin
Handlungsempfehlungen zur Therapie von Patient*innen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive

MHH Coronavirus: Hinweise und Informationen für Ärztinnen und Ärzte zur medizinischen Versorgung


medonline, 20.03.2020

Leitlinien zur Behandlung von COVID-19-Patienten

Medizinische Gesellschaften und Gesundheitsorganisationen haben erste Leitlinien und Empfehlungen zur Behandlung von COVID-19-Patienten veröffentlicht. Hier finden Sie einen Überblick und Links zu den Empfehlungen. Die Liste wird laufend ergänzt. (...)

Handlungsempfehlung zur Therapie von Patient*innenmit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive
AWMF-Registernummer 128-002, Entwicklungsstufe: S1
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/128-002.html
https://www.dgpalliativmedizin.de/images/200318_DGP_Handlungsempfehlung_palliative_Therapie_bei_COVID-19_Update2.pdf

MED ONLINE: Leitlinien zur Behandlung von COVID-19-Patienten


European Association for Palliative Care (EAPC), 20.03.2020

Start thinking about palliative care in times of a pandemic: The case of corona

Professor Dr Christoph Ostgathe is President of the European Association for Palliative Care (EAPC), and a palliative care physician at the Universitätsklinikum Erlangen, Germany. Here he asks if palliative care teams are prepared for what may be their important role in the current crisis and calls for us all to share thoughts and experience on #pallicovid

EAPC: Start thinking about palliative care in times of a pandemic: The case of corona …


Deutsches Ärzteblatt, 19.03.2020

Palliativmediziner stellen Handlungsempfehlung zur Therapie von Patienten mit COVID-19 vor

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat eine Handlungs­empfehlung zur Therapie von Patienten mit COVID-19 vorgestellt. Grundlage der Empfehlungen ist die S3-Leitlinie Palliativmedizin.

„Wir müssen in der Akutmedizin auf eine Häufung von Sterbefällen mit den Leitsymp­tomen Luftnot und Angst vorbereitet sein. Die Palliativmedizin möchte mit ihren heute veröffentlichten Handlungsempfehlungen sowie individueller Beratung die Kollegen auf den Akutstationen unterstützen und stärken“, erklärte der Vizepräsident der Fachgesell­schaft, Bernd Oliver Maier, Chefarzt für Palliativmedizin und Onkologie in Wiesbaden. (...)

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111180/Palliativmediziner-stellen-Handlungsempfehlung-zur-Therapie-von-Patienten-mit-COVID-19-vor

Das Update der Handlungsempfehlung der DGP gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zur Therapie von Patienten mit COVID-19 finden Sie hier in Deutsch und Englisch:

https://www.dgpalliativmedizin.de/images/200401_DGP_Handlungsempfehlung_palliative_Therapie_bei_COVID-19_2.0.pdf

https://www.dgpalliativmedizin.de/images/DGP_Handlungsempfehlung_palliative_Therapie_bei_COVID18_V2.0_English_version.pdf

Als AWMF-Leitlinie:

https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/128-002l_S1_palliative_Therapie_bei_COVID-19_2020-04_1.pdf

https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/128_D_Ges_fuer_Palliativmedizin/128-002e_S1_palliative_Therapie_bei_COVID-19_2020-04.pdf


Management & Krankenhaus, 19.03.2020

Palliativversorgung von COVID-19 Patienten

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): Schwerstkranke und sterbende COVID-19- Patienten müssen bei Luftnot und Angst auch jenseits der Beatmung adäquat versorgt werden!

Akutkrankenhäuser müssen sich darauf einstellen, dass bei schwer oder mehrfach vorerkrankten Menschen die akute Ateminsuffizienz bei einer COVID-19-Infektion den Beginn des Sterbeprozesses markieren kann. DGP-Vorstandsmitglied Dr. Wiebke Nehls, Oberärztin der Lungenklinik Heckeshorn in Berlin und Bereichsleitung Palliativmedizin, betont: „Wir müssen zum frühestmöglichen Zeitpunkt Entscheidungen über mögliche Therapieeskalationen oder Therapielimitationen vor dem Hintergrund der Kenntnisse über Vorerkrankungen treffen. Das heißt, beim ersten Kontakt mit dem Patienten sind Inhalte von Vorausverfügungen regelhaft zu erfragen. Eine gut dokumentierte Festlegung zur Therapieeskalation kann Patienten vor Therapiemaßnahmen bewahren, die vor dem Hintergrund einer oder mehrerer schwerer Grunderkrankungen nicht zielführend sind.“ Gleichzeitig unterstütze dieses Vorgehen die sinnvolle Verteilung von medizinischen Ressourcen.

Management und Krankenhaus: Palliativversorgung von COVID-19-Patienten


coliquio - dialog für bessere medizin, 19.03.2020

Schwerstkranke Covid-19-Patienten

DGP-Handlungsempfehlungen für Palliativmediziner

Schwerstkranke und sterbende COVID-19-Patienten müssen bei Luftnot und Angst auch jenseits der Beatmung adäquat versorgt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin DGP gibt nun Handlungsempfehlungen zur Unterstützung der Kollegen auf den Akutstationen.

Coliquio: Schwerstkranke Covid-19-Patienten DGP Handlungsempfehlungen


Pharmakotherapie, Newsblog von Medizinredakteuren, 19.03.2020

Kategorie: Arzneimitteltherapiesicherheit
Palliativversorgung schwerstkranker Coronapatienten

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat Handlungsempfehlungen für die Behandlung von schwerstkranken und sterbenden Patienten mit COVID-19 herausgegeben. Sie fordert eine adäquate Behandlung auch jenseits der Beatmung.

Ein wichtiger Aspekt sind die medikamentöse Therapie von Atemnot und Angstsymptomen.

Behandlung der Atemnot: Die DGP empfiehlt als medikamentöse Therapie orale und parenterale Opioide, vorzugsweise in retardierter Form. Bei nicht mit Opioiden vorbehandelten Patienten sollte Morphin retard 10 mg morgens und abends angesetzt und zusätzlich Morphin-Tropfen bei Bedarf gegeben werden (bzw. andere Opioide in Äquivalenzdosierungen). Bei vorbehandelten Patienten rät die DGP zu einer Dosiserhöhung um 20%. Die parenterale Behandlung ist eine Option bei anhaltender Atemnot oder wenn der Patient nicht schlucken kann.

Behandlung von Angstsymptomen: Luftnot geht häufig mit Angst einher. Um diese zu lindern, kann Lorazepam oder alternativ bei mangelnder Wirksamkeit oder wenn der Patient nicht in der Lage ist, orale Arzneimittel anzuwenden, Midazolam zum Beispiel subkutan eingesetzt werden.

Pharmakotherapie: Palliativversorgung schwerstkranker Coronopatienten


medconweb, Fachportal Medizincontrolling, 19.03.2020

Handlungsempfehlung zur Therapie von Patient*innen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Die COVID-19-Pandemie berührt die palliativmedizinische Versorgung an verschiedenen Punkten. Es gilt auf eine Häufung von Sterbefällen mit den Leitsymptomen Luftnot und Angst im Bereich der Akutmedizin vorbereitet zu sein und die akutmedizinischen Strukturen in ihrer Kompetenz mittels klarer Handlungsempfehlungen und Beratung durch palliativmedizinische Spezialist*innen entsprechend zu stärken (Handlungsempfehlung 1). Zudem muss die palliativmedizinische Versorgung im ambulanten und stationären Sektor trotz erschwerter Rahmenbedingungen aufrechterhalten werden (Handlungsempfehlung 2).

medconweb: Handlungsempfehlung zur Therapie von Patient*innen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive


Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher, 18.03.2020

Aktuelles zum Corona-Virus

Das Corona-Virus stellt uns in diesen Tagen vor immer neue Herausforderungen. Auch wir handeln und agieren entsprechend der allgemeinen Empfehlungen. Dabei steht das Wohl unserer versorgten Kinder und Jugendlichen wie immer an erster Stelle. (...)

Außerdem hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin Handlungsempfehlungen zur Therapie von Patienten und Patientinnen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive veröffentlicht (Stand 17.03.2020). Diese finden Sie hier: Zu den Handlungsempfehlungen der DGP

Netzwerk für die Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher: Aktuelles zum Corona-Virus


MTA-Dialog, 18.03.2020

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Die Versorgung von schwerstkranken COVID-19-Patienten

Akutkrankenhäuser müssen sich darauf einstellen, dass bei schwer oder mehrfach vorerkrankten Menschen die akute Ateminsuffizienz bei einer COVID-19-Infektion den Beginn des Sterbeprozesses markieren kann.

(...) Sollte Atemnot trotz optimaler Therapie der Akuterkrankung bestehen bleiben, verweist Prof. Dr. Claudia Bausewein, Vorstandsmitglied der DGP, Chefärztin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am LMU Klinikum München sowie Leiterin der dortigen Atemnotambulanz, nachdrücklich auf medikamentöse Maßnahmen zur Symptomkontrolle, wie sie in der erst kürzlich veröffentlichten erweiterten S3-Leitlinie Palliativmedizin benannt werden: „So zählt zu den medikamentösen Maßnahmen mit guter Evidenz die Gabe von oralen oder parenteralen Opioiden. Retardierte Opioide mit einem kontinuierlichen Wirkspiegel zeigen eine bessere Linderung der Atemnot als nicht-retardierte Formen.“ Ebenso geht die von der DGP veröffentlichte Handlungsempfehlung auf in der Palliativversorgung etablierte Maßnahmen zur Behandlung der häufig mit Atemnot verbundenen Unruhe- und Angstsymptome ein.

MTA-Dialog: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin Die Versorgung von schwerstkranken COVID-19-Patienten


Krankenpflegejournal, 18.03.2020

Palliativmedizin: Schwerstkranke und sterbende COVID-19-Patienten müssen bei Luftnot und Angst auch jenseits der Beatmung adäquat versorgt werden!

„Wir müssen in der Akutmedizin auf eine Häufung von Sterbefällen mit den Leitsymptomen Luftnot und Angst vorbereitet sein. Die Palliativmedizin möchte mit ihren heute veröffentlichten Handlungsempfehlungen sowie individueller Beratung die Kolleginnen und Kollegen auf den Akutstationen unterstützen und stärken.“ erklärt der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) Dr. Bernd Oliver Maier, Chefarzt für Palliativmedizin und Onkologie in Wiesbaden, zur vorgelegten Empfehlung zur Therapie von Patientinnen und Patienten mit COVID-19. „Zudem muss die palliativmedizinische Versorgung im ambulanten und stationären Sektor trotz erschwerter Rahmenbedingungen aufrechterhalten werden.“ Beide Aspekte sind Gegenstand der zweidimensionalen Handlungsempfehlung der DGP.

Krankenpflegejournal: DGP veröffentlicht Handlungsempfehlung zur Therapie von Patienten mit COVID-19


Der Klinikarzt, 16.03.2020

Editorial Prof. Dr. Winfried Hardinghaus: Zehn Jahre Charta, schließen Sie sich uns an …

Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ setzt sich für eine gemeinsame Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung ein, damit schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in dieser letzten Lebensphase gut und umfassend versorgt werden.Träger der Charta sind die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Bundesärztekammer (BÄK). (...) Für die schwerstkranken und sterbenden Menschen, ihre Familien und ihnen Nahestehende ist entscheidend, die Charta in die Öffentlichkeit zu tragen, zu verbreiten und den Dialog über ihre Inhalte und Ziele zu fördern sowie die für Umsetzung der Charta-Leitsätze einzutreten.

Der Klinikarzt: Zehn Jahre Charta, schließen Sie sich uns an...


Allgemeine Zeitung, 10.03.2020

Palliativ- und Hospizversorgung: Nur ein Drittel der Patienten wird versorgt

Nur ein Drittel der Patienten, die eine palliative Versorgung bräuchten, werden auch entsprechend versorgt. Gründe dafür sind Personalmangel und Unwissen in der Bevölkerung.(...) Auch wenn die Angebote sich deutlich verbessert und verbreitert haben, gibt es nach Worten von Elke Bertels-Janett, Pflegefachleitung Palliativstation am Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster-Hiltrup, enormen Aufholbedarf. (...) Den Mangel spüren zuerst ländliche Regionen. Lokale Netzwerke von Anbietern und ehrenamtlichen Begleitern seien eine Lösung, die aber finanziert werden müsste, forderte der Bonner Palliativmediziner Professor Lukas Radbruch.

Allgemeine Zeitung: Palliativ- und Hospizversorgung: Nur ein Drittel der Patienten wird versorgt

Die Tagespost: Sterbehilfe-Urteil: Durchbruch oder Dammbruch?


Vorwärts, 09.03.2020

Kahrs zur Sterbehilfe: „Jeder Mensch soll für sich entscheiden"

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe ist die Politik erneut gefordert, eine verfassungskonforme Regelung zu finden. Johannes Kahrs hatte schon 2015 gegen ein Verbot des begleiteten Suizids gestimmt, das Vorgehen der Sterbehilfevereine hält er trotzdem für unethisch.

Vorwärts: Kahrs zur Sterbehilfe: „Jeder Mensch soll für sich entscheiden"

az-online.de: Uelzen: „Kein Suizid aus einer Angst heraus“


Junge Freiheit, 08.03.2020

Die Logik der Sterbehilfe

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 26. Februar 2020 das vom Bundestag 2015 beschlossene Verbot der „geschäftsmäßigen“ Suizidbeihilfe aufgehoben und Paragraph 217 Strafgesetzbuch (StGB) für verfassungswidrig erklärt. (...) Dieses Recht schließe, so das Gericht, die Freiheit ein, die von Sterbehilfevereinen angebotene Hilfe zum Suizid in Anspruch zu nehmen. Dem Gesetzgeber sei es zwar nicht verwehrt, die Suizidbeihilfe zu „regulieren“, aber er dürfe durch solche Regulierungen nicht das Recht auf Selbsttötung obsolet machen. Dieses Recht dürfe deshalb auch nicht von materiellen Kriterien wie dem Vorliegen einer unheilbaren Erkrankung abhängig gemacht werden.

Junge Freiheit: Die Logik der Sterbehilfe


Deutsches Ärzteblatt, 06.03.20220

Geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid: Paukenschlag aus Karlsruhe

(...) Bereits bei der Urteilsverkündung hatte BVerfG-Präsident Voßkuhle betont, dass Ärzte bislang nur eine geringe Bereitschaft zeigten, Suizidhilfe zu leisten. „Sie sind hierzu auch nicht verpflichtet“, erklärte er. „Aus dem Recht auf selbstbestimmtes Sterben leitet sich kein Anspruch gegenüber Dritten auf Suizidhilfe ab.“ Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts bestätigte auch, dass Ärzte bislang nur eine „geringe Bereitschaft“ zeigten, Suizidhilfe zu leisten. Prof. Dr. med. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), nennt einen Grund dafür: „Viele Menschen wissen gar nicht, welche Möglichkeiten sie haben, zum Beispiel mit dem Abbruch oder dem Verzicht von lebenserhaltenden Behandlungsmaßnahmen“, sagt er.

Deutsches Ärzteblatt: Geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid: Paukenschlag aus Karlsruhe

Der Tagesspiegel: Spahn lehnt Anträge auf Sterbehilfe weiter ab

Spiegel: Justizministerin Lambrecht strebt Sterbehilfe-Regelung noch in dieser Legislatur an


ÄrzteZeitung, 05.03.2020

Modellprojekt: Den Umgang mit Palliativpatienten lernen

(...) In kaum einem Bereich kommt es so auf die reibungslose Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegenden an wie in der Palliativmedizin. An der Universitätsklinik Aachen will man deshalb so früh wie möglich den Grundstein für eine gelungene Kooperation und Kommunikation der beiden Berufsgruppen legen. In einem Modellprojekt erproben Medizinstudierende und Auszubildende aus der Pflege ein interprofessionelles Lehrangebot zu palliativmedizinischen Themen.

ÄrzteZeitung: Modellprojekt: Den Umgang mit Palliativpatienten lernen


Wiesbadener Kurier, 04.03.2020

Interview zum Sterbehilfe-Urteil mit Bernd Oliver Maier

2015 hat der Gesetzgeber ihn ins Strafgesetzbuch eingeführt: den sogenannten Sterbehilfe-Paragrafen 217, der die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ untersagte – und damit die Suizidbeihilfe einschränkte. (...) Was das für seine Patienten bedeutet, darüber haben wir mit Dr. Bernd Oliver Maier gesprochen, Chefarzt der Palliativmedizin am St.-Josefs-Hospital (Joho).

Wiesbadener Kurier: Interview zum Sterbehilfe-Urteil mit Bernd Oliver Maier

Tag des Herrn: Suizid könnte zum Normalfall werden


WELT, 03.03.2020

Ökonomisierung des Sterbens

Das Verfassungsgericht hat das Verbot von organisierter Sterbehilfe gekippt. Es spricht nun Menschen das Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensende zu. Aus liberaler Sicht ist die Entscheidung unstrittig richtig. Aus konservativer Perspektive jedoch bedeutet das Urteil einen weiteren Einschnitt in eine auf Bejahung und Förderung des Lebens ausgerichtete Kultur.

WELT: Ökonomisierung des Sterbens

Deutsches Ärzteblatt: Mehr Sterbehilfefälle in Belgien registriert

Medical Tribune: Beihilfe zum Suizid: Was das Verfassungsurteil für Ärzte bedeutet

Vorwärts: Kerstin Griese zur Sterbehilfe: Keine Werbung für begleiteten Suizid


idw - Informationsdienst Wissenschaft, 02.03.2020

Nach Verfassungsurteil: Intensiv- und Notfallmediziner fordern klare Regelung gegen Kommerzialisierung der Sterbehilfe

„Die Sterbehilfe-Gesetzgebung ist lückenhaft und muss so schnell wie möglich präzisiert werden“, sagt Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Das Bundesverfassungsgericht hat vor wenigen Tagen klargestellt: Der Mensch hat ein Recht zu sterben – und der Staat darf dies nicht unmöglich machen. Das Gerichtsurteil stellt jedoch zugleich klar, dass der Staat zum Schutz des Lebens und der autonomen Willensbildung aller Bürger durchaus das Recht und die Pflicht hat, den Bereich der Suizidhilfe zu reglementieren.

idw: Nach Verfassungsurteil: Intensiv- und Notfallmediziner fordern klare Regelung gegen Kommerzialisierung der Sterbehilfe

Deutsches Ärzteblatt: Suche nach neuen Regelungen zur Suizidbeihilfe

Süddeutsche Zeitung: Eine Minderheit

ZEIT online: Schweizer Verein will Sterbehilfe in Deutschland leisten


kirche-und-leben.de, 28.02.2020

Stegemann: „Palliativ- und Hospizversorgung muss Vorrang haben“

(...) „Sterbenskranke Menschen sollen die Sicherheit haben, dass sie ihren letzten Weg nicht allein gehen müssen – sie dürfen in keiner Weise zum Suizid gedrängt werden“, erklärte die Vorsitzende der Laienvertretung, Kerstin Stegemann. Statt organisierter oder gar geschäftsmäßiger Suizidbeihilfe sei vielmehr eine verbesserte Palliativ- und Hospizversorgung – gerade auf dem Land – dringend geboten.

kirche-und-leben.de: Stegemann: „Palliativ- und Hospizversorgung muss Vorrang haben“

nordbayern.de: In Würde sterben: Nach Urteil ist vieles noch zu klären

Pro: Ethikrat und Mediziner kritisieren Urteil


Deutschlandfunk, 27.02.2020

Lob und Kritik für Sterbehilfe-Urteil

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sterbehilfe hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Kritik kommt insbesondere von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, aber auch vom früheren Gesundheitsminister Gröhe (CDU). Es bestehe die Gefahr, dass Selbsttötung zur Normalität werde, sagte Gröhe. Ähnlich äußerte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Griese.

Deutschlandfunk: Lob und Kritik für Sterbehilfe-Urteil

Selbstbestimmtes Sterben: Palliativmediziner nach dem Sterbehilfe-Urteil: Druck auf Ärzte wird steigen


Idw - Informationsdienst Wissenschaft, 26.02.2020 - 12:22 Uhr

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnt vor freier Bahn für Sterbehilfeorganisationen

Die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass das Verbot der „geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ gegen das Grundgesetz verstoße, eröffnet laut Deutscher Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) einen gefährlichen Spielraum: Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP, warnt vor „freier Bahn für Sterbehilfeorganisationen“. Dies begründet er wie folgt: „Die Äußerung eines Sterbewunsches als konkrete Handlungsaufforderung zu verstehen, ist viel zu kurz gegriffen!“ Vielmehr drücke dieser oftmals das Anliegen aus, über das Leiden unter einer unerträglichen Situation und die persönliche Hoffnungslosigkeit zu sprechen.

Idw: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnt vor freier Bahn für Sterbehilfeorganisationen

RBB Brandenburg Aktuell: Das Recht auf Sterben

Tagesschau.de: Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe ist gekippt

Arte TV: Verfassungsgericht kippt Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe

Deutsches Ärzteblatt: Gekipptes Sterbehilfeverbot löst heftige Reaktionen aus

Deutschlandfunk: Unterschiedliches Echo auf Bundesverfassungsgerichts-Urteil

Süddeutsche Zeitung: Dem Staat die Herrschaft über den Tod genommen

Süddeutsche Zeitung: Karlsruhe erlaubt Sterbehilfe

Medical Tribune: Bundesverfassungsgericht: Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe verfassungswidrig

Watson.de: Geschäft mit dem Tod oder Sterben in Würde? Urteil zur Sterbehilfe spaltet Experten

Spiegel.de: "Damit wird die Selbsttötung zur selbstverständlichen Therapieoption"

elk-wue.de: Sterbehilfe: July bedauert Richterspruch - Landesbischof sieht Sterbebegleitung als Lebenshilfe


RND - Redaktionsnetzwerk Deutschland, 26.02.2020 - 9:25 Uhr

Urteil zur Sterbehilfe: Das ist die Rechtslage – das könnte sich ändern

(...) Für Heiner Melching, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), wäre die Streichung von 217 problematisch. „Der Gesetzgeber hat Paragraph 217 ja eingeführt, um solche Fälle einzudämmen, in denen Ärzte über 200 Mal Medikamente verschrieben haben, die zum Tod führen.“ Das Verfassungsgericht entscheidet am Mittwoch über die Verfassungsmäßigkeit des Paragraphen, also über die Frage: Kann eine Tätigkeit, die jedem Menschen erst einmal erlaubt ist, in dem Moment verboten sein, wenn ein anderer daraus ein Geschäftsmodell macht? „Sollte das Gesetz gekippt werden, könnten sich natürlich vermehrt selbsternannte Sterbehelfer hervortun. Es wird meiner Meinung nach eine Tür in diese Richtung aufgehen. Das sorgt uns schon“, sagt Melching.

RND: Urteil zur Sterbehilfe: Das ist die Rechtslage – das könnte sich ändern


idw - Informationsdienst Wissenschaft, 25.02.2020

DGP hofft auf Klarstellung zum rechtlichen Spielraum in der ärztlichen Begleitung Schwerstkranker mit Sterbewunsch

(...) Zur für morgen erwarteten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum § 217 StGB hofft Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) „auf Klarstellung zum rechtlichen Spielraum für Ärztinnen und Ärzten in der Begleitung lebenslimitierend erkrankter Patienten mit einem Sterbewunsch.“ Radbruch betont: „Viele Menschen wissen gar nicht, welche Möglichkeiten sie haben, zum Beispiel mit dem Abbruch oder dem Verzicht von lebenserhaltenden Behandlungsmaßnahmen. Selbst eine künstliche Beatmung muss nach geltendem Recht beendet werden, wenn der betroffene Patient dies wünscht. Wir brauchen deshalb mehr Informationen über die bestehenden Möglichkeiten, keine offene Tür für geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid.“

idw: DGP hofft auf Klarstellung zum rechtlichen Spielraum in der ärztlichen Begleitung Schwerstkranker mit Sterbewunsch

Deutschlandfunk: Bundesverfassungsgericht urteilt: Wann soll Sterbehilfe strafbar sein?
Süddeutsche Zeitung: Bundesverfassungsgericht: Wer wann den Tod bringen darf
rbbInforradio: Religion und Gesellschaft: Straffreiheit für Sterbehilfe?
Focus: Sterben auf Wunsch? Sichtweisen zeigen, wie schwierig Urteil zu Sterbehilfe ist
Evangelische.de: Medizin-Ethikerin fordert Lockerung des Sterbehilfe-Verbots  

Kirche-und-leben.de: Bundesverfassungsgericht befasst sich am Mittwoch mit dem Paragrafen 217 Deutliche Mehrheit für ärztliche Hilfe beim Suizid


RT Deutsch, 23.02.2020

Portugal auf dem Weg zur legalisierten Sterbehilfe

Das portugiesische Parlament hat die Weichen für eine Legalisierung von Sterbehilfe gestellt. Proteste zu dem Vorhaben gibt es vor allem aus dem religiösen Lager. Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa könnte das neue Gesetz noch blockieren – aber nicht verhindern.

RT Deutsch: Portugal auf dem Weg zur legalisierten Sterbehilfe


Spiegel Familie, 23.02.2020

"Manche meldeten sich irgendwann gar nicht mehr"

Weil er Krebs hat, verliert Kathrin Holzapfel, 35, ihren Mann – und ihre Kinder verlieren den Vater. Wie verändern sich Freundschaften unter Erwachsenen, wenn ein Partner stirbt?

Spiegel Familie: "Manche meldeten sich irgendwann gar nicht mehr"


Deutsches Ärzteblatt, 21.02.2020

Mediziner mahnen anderen Umgang mit Sterben in der Gesellschaft an

Vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidbeihilfe verweist die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) auf eine große Verantwortung der Gesellschaft für schwerstkranke und alte Menschen. „Wie wir mit dem Sterbewunsch eines schwerkranken Menschen umgehen, sagt sehr viel über uns als Gesellschaft“, erklärte Präsident Lukas Radbruch heute in Berlin. Die Äußerung eines Sterbewunsches als konkrete Handlungsaufforderung zu verstehen, sei viel zu kurz gegriffen.

Deutsches Ärzteblatt: Mediziner mahnen anderen Umgang mit Sterben in der Gesellschaft an


idw - Informationsdienst Wissenschaft, 20.02.2020

DGP: „Wie wir mit dem Sterbewunsch eines schwerkranken Menschen umgehen, kennzeichnet unsere Gesellschaft!“

Zur mit Spannung für den 26. Februar erwarteten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe betont Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP): „Unabhängig davon, ob der §217 StGB bestehen bleibt, geändert oder gekippt wird: Wie wir mit dem Sterbewunsch eines schwerkranken Menschen umgehen, sagt sehr viel über uns als Gesellschaft!“ Den Sterbewunsch zu respektieren, mit auszuhalten und offen darüber zu sprechen, verlange eine tabufreie Annäherung. Gleichzeitig gelte: „Die Äußerung eines Sterbewunsches als konkrete Handlungsaufforderung zu verstehen, ist viel zu kurz gegriffen!“

idw: DGP: „Wie wir mit dem Sterbewunsch eines schwerkranken Menschen umgehen, kennzeichnet unsere Gesellschaft!“


Frankfurter Allgemeine, 20.02.2020

Portugal stimmt über Sterbehilfe ab

Die linke Mehrheit im portugiesischen Parlament will die Sterbehilfe entkriminalisieren. In der Bevölkerung ist nur rund die Hälfte dafür. Die meisten Bürger hätten lieber ein Referendum.

FAZ: Portugal stimmt über Sterbehilfe ab


o.netz.de, 20.02.2020

Würde bis zur letzten Stunde bewahren

Es beginnt als normales Frauenfrühstück des Dekanats Weiden, diesmal mit den Themen Palliativversorgung und Hospiz. Dann bricht eine Pflegekraft beim Erzählen über die hohen Anforderungen ihrer Arbeit in Tränen aus - vor Erschöpfung.

o.netz.de: Würde bis zur letzten Stunde bewahren


WDR.de, 19.02.2020

Streitfall Sterbehilfe – Wer bestimmt über mein Ende?

(...) Der Film von Erika Fehse begleitet über fast zwei Jahre Schwerstkranke, die sich einen „Notausgang“ wünschen, und Palliativmediziner, die verunsichert sind, wie weit sie in der Begleitung ihrer Patienten gehen dürfen.

WDR.de: Streitfall Sterbehilfe – Wer bestimmt über mein Ende?


ARD Audiothek, 19.02.2010

Quarks - Hintergrund: Sterbehilfe für psychisch Kranke in Belgien

In den BeNeLux-Staaten dürfen Ärzte Patienten unter bestimmten Bedingungen legal Sterbehilfe leisten. Das gilt auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Besonders in diesen Fällen ist das Gesetz umstritten. Anne Kleinknecht wirft einen Blick auf die Lage.

ARD Audiothek: Sterbehilfe für psychisch Kranke in Belgien


Deutschlandfunk, 19.02.2020

Kontroverse Debatte um aktive Sterbehilfe

In drei Ländern in der EU ist aktive Sterbehilfe derzeit zugelassen. In den Niederlanden, in Belgien und Luxemburg. Nun könnte Portugal folgen. Fünf Entwürfe liegen dem Parlament vor, die Linksparteien wollen damit ein Wahlversprechen einlösen. Konservative Kräfte fordern ein Referendum.

Deutschlandfunk: Kontroverse Debatte um aktive Sterbehilfe


Deutsches Ärzteblatt, 17.02.2020

Sterbehilfe: Urteilsverkündung am Aschermittwoch

Am Aschermittwoch (26. Februar) will das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seine mit Spannung erwartete Entscheidung über die geschäftsmäßige Förderung der Selbst­tötung verkünden. Der Bundestag wollte mit der 2015 verabschiedeten Regelung das Auftreten von Sterbe­hilfevereinen eindämmen. Diese haben ebenso wie Ärzte und Schwerkranke Verfassungs­beschwerden eingereicht – allerdings mit unterschiedlichen Stoßrichtungen.

Deutsches Ärzteblatt: Sterbehilfe: Urteilsverkündung am Aschermittwoch


pro Christliches Medienmagazin, 14.02.2020

Medizinethiker: „Bedarf an assistiertem Sterben wächst"

Ende Februar urteilt das Bundesverfassungsgericht über das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe. Ärzte wollen in der Frage Klarheit, ob ärztliche Suizidhilfe im Einzelfall straffrei bleibt. Nach Ansicht von Medizinern ist das nicht eindeutig geregelt. Alfred Simon, Leiter der Akademie für Ethik in der Medizin, erwartet, dass der Bedarf an assistiertem Sterben wächst.

pro Christliches Medienmagazin: Medizinethiker: „Bedarf an assistiertem Sterben wächst"


CNA Deutsch, 13.02.2020

Studie: Ältere Menschen äußern "veränderbaren" Sterbewunsch – oft wegen Einsamkeit

Nun sorgt eine neue Studie in den Niederlanden für Aufsehen, berichtet das Institut für Biomedizinische Ethik (IMABE). Laut der repräsentativen Umfrage geben rund 10.000 aller über 55-jährigen Niederländer den Wunsch an, dass sie ihr Leben frühzeitig beenden wollen – auch wenn sie an keiner ernsthaften Erkrankung leiden.
Aber warum? Mehr als die Hälfte leidet an Einsamkeit: 56 Prozent der Betroffenen nennen diese als Grund. 42 Prozent äußern die Sorge, anderen Menschen zur Last zu fallen, 36 Prozent haben Geldsorgen.

CNA Deutsch: Studie: Ältere Menschen äußern "veränderbaren" Sterbewunsch – oft wegen Einsamkeit


idw - Informationsdienst Wissenschaft, 12.02.2020

Hospiz- und Palliativversorgung ein wichtiges Betätigungsfeld auch für die Wilhelm Löhe Hochschule

Landkreis und Landkreisgemeinden unterzeichnen die Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“. Im Rahmen eines Festaktes im Sitzungssaal des Landratsamtes Fürth (Dienstsitz Fürth), in Anwesenheit der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, unterzeichneten Landrat Matthias Dießl und die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Landkreisgemeinden die Charta.

idw: Hospiz- und Palliativversorgung ein wichtiges Betätigungsfeld auch für die Wilhelm Löhe Hochschule


Main Post, 12.02.2020

Bamberg: Schulterschluss für ein Leben bis zuletzt

Zuletzt bot sich im Dominikanerbau ein hoffnungsvolles Bild: Die vielen Gäste des Festaktes zum 30-jährigen Bestehen des Hospizvereins Bamberg verbanden sich durch ein geknüpftes Netz aus grünen Bändern. Damit gaben sie ihrem Willen Ausdruck, gemeinsam für ein würdevolles Leben bis zum natürlichen Ende einzustehen.
(...) Höhepunkt der Feierstunde war die Unterzeichnung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“. (...) Franziska Kopitzsch, Leiterin der Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland, stellte diese Charta in Einzelheiten vor. (...) Träger der Charta sind die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und Palliativverband sowie die Bundesärztekammer.

Main Post: Bamberg: Schulterschluss für ein Leben bis zuletzt


Main Post, 12.02.2020

Auch die letzte Lebenszeit kann eine gute Zeit sein

Wenn sich das Leben dem Ende neigt, haben wir dann noch Grund, Humor zu haben? „Ja“, sagt die Ausstellung der Deutschen PalliativStiftung im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses, die noch bis 21. Februar zu sehen ist. Initiatorin Nadine Lexa, die laut Pressemitteilung selbst 15 Jahre lang in der Palliativmedizin tätig war, bestätigt: „Humor und Palliativ passen sehr gut zusammen.“ Humor sei der „Kurzurlaub von der Betroffenheit“, der Momente der Leichtigkeit bringe und damit den Alltag für die Betroffenen, die Angehörigen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Palliativmedizin leichter mache.

Main Post: Auch die letzte Lebenszeit kann eine gute Zeit sein


Deutsches Ärzteblatt, 12.02.2020

Spanien debattiert über Sterbehilfe

Das spanische Parlament hat gestern Abend eine gesetzliche Regelung für das individuelle Recht auf Sterbehilfe angemahnt. Mit 201 zu 140 Stimmen sprach sich eine klare Mehrheit der Abgeordneten dafür aus, eine entsprechende Gesetzesinitiative der sozialistischen Minderheitsregierung zu debattieren.

Ärzteblatt: Spanien debattiert über Sterbehilfe


BMFSFJ, 11.02.2020

Dialogveranstaltung - Familien mit unheilbar erkrankten Kindern besser unterstützen

Wie sieht die stationäre und ambulante Betreuung unheilbar erkrankter Kinder und ihrer Familien aus, welche Verbesserungen braucht es in der Kinder- und Jugendhospizarbeit? Anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit diskutierten rund 70 Fachleute diese Fragen bei einem Dialogforum im Bundesfamilienministerium.
In Deutschland leben rund 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer unheilbaren Erkrankung, an der sie frühzeitig sterben werden. Sie und ihre Familien stehen vor großen Herausforderungen. Zukunftspläne müssen angepasst werden, der Alltag muss neu gestaltet werden. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen, Eltern und Geschwister brauchen eine umfassende, professionelle Betreuung und Begleitung von der Diagnosestellung, im Leben wie im Sterben und über den Tod hinaus. Wie Familien in dieser Phase besser unterstützt werden können, war Thema einer Dialogveranstaltung am 11. Februar. Eröffnet wurde die Fachveranstaltung von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

BMFSFJ: Dialogveranstaltung - Familien mit unheilbar erkrankten Kindern besser unterstützen


FOCUS.de, 11.02.2020

Lebens- und Sterbebegleitung"Die ganze Familie ist bei uns zu Gast": Wie ein Kinderhospiz mit dem Tod umgeht

Einen Menschen im Hospiz zu begleiten, ist sowohl für die Angehörigen als auch für die Mitarbeiter eine schwierige Aufgabe. Wie geht man im Kinder- und Jugendhospiz in Olpe mit dem Thema Tod um? Weitreichender als man denken könnte.

DOMRADIO.DE: Der Tag der Kinderhospizarbeit heute soll das Thema "Tod und Sterben von Kindern und Jugendlichen" ein bisschen aus dem Tabu-Bereich holen. Wie geht man das am besten an?

Rüdiger Barth (Leiter des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar in Olpe): Zunächst einmal ist es ganz wichtig, dass man darüber informiert, was die Inhalte der Kinderhospizarbeit sind. Wo sind zum Beispiel die Unterschiede zur Erwachsenenhospizarbeit? Dann stellt man ganz schnell fest, dass Kinderhospizarbeit nicht nur mit dem schweren Wort Sterbebegleitung zu tun hat, sondern dass es vielmehr eine Lebensbegleitung über längere Zeit ist. Wir begleiten die Familien mit ihren Kindern, die schwer krank sind, schon ab der Diagnose, also schon viel früher als ein Erwachsenenhospiz.

FOCUS.de: Lebens- und Sterbebegleitung"Die ganze Familie ist bei uns zu Gast": Wie ein Kinderhospiz mit dem Tod umgeht


General-Anzeiger, 11.02.2020

„Das Wichtigste ist der Patientenwille“ - Podiumsgäste diskutieren in Königswinter über Sterbehilfe

Das Thema Sterbehilfe ist umstritten. Nicht umsonst steht eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum assistierten Suizid bevor. Und auch die Podiumsgäste im evangelischen Gemeindezentrum in Niederdollendorf, darunter Ex-EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider und seine Frau Anne, waren unterschiedlicher Meinung.
Es sind Fragen, die niemand ohne weiteres mit Ja oder Nein beantworten kann: Darf ein Mensch angesichts einer unheilbaren Krankheit und großen Leidens sein Leben selbstbestimmt beenden? Vor allem aber, soll es erlaubt sein, ihm dabei zu helfen? Und kann das Aufgabe des Staates sein?

General-Anzeiger: „Das Wichtigste ist der Patientenwille“: Podiumsgäste diskutieren in Königswinter über Sterbehilfe


DOMRADIO.DE, 10.02.2020

Malteser: Mehr Hilfe für Familien mit schwerstkranken Kindern - Belastung für Eltern und Geschwister hoch

Für Kinder und Jugendliche, die schwerst erkrankt sind und sich mit dem Sterben auseinandersetzen müssen, ist die Unterstützung der Familie unverzichtbar. Um diese Belastung tragen zu können, brauchen Eltern und Geschwister Unterstützung. Zum "Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit" am 10. Februar fordern die Malteser mehr psycho-soziale Unterstützung für Familien mit schwerstkranken Kindern.

DOMRADIO.DE: Malteser: Mehr Hilfe für Familien mit schwerstkranken Kindern


Sonntagsblatt, 09.02.2020

Woche für das Leben 2020 widmet sich "Leben im Sterben"

Unter dem Titel "Leben im Sterben“ will die Woche für das Leben, die vom 25. April bis 2. Mai 2020 stattfindet, dazu ermutigen, sich mit dem oft verdrängten Thema "Tod und Sterben“ auseinanderzusetzen. (...) Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, spricht ein Grußwort und Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universität München, wird in das Thema einführen.

Sonntagsblatt: Woche für das Leben 2020 widmet sich "Leben im Sterben"


Braunschweiger Zeitung, 09.02.2020

Forum in Braunschweig: Lernen, wie man mit Würde sterben kann

Mehr als vier Stunden lang reden über das Sterben – 200 Menschen kommen freiwillig. Es geht um ein Netzwerk der Palliativversorgung.
„Liebe Sterbliche ...“ – so beginnt der Palliativmediziner Dr. Reiner Prönnecke seinen Vortrag. Und damit könnte er ja eigentlich auch schon wieder beendet sein. Denn sterben müssen alle hier im Raum – früher oder später. Fragt sich nur wie – und unter welchen Umständen. Prönnecke kann sich noch erinnern, wie sie Sterbende noch vor wenigen Jahrzehnten in ein Badezimmer abgeschoben haben, weil es keiner aushalten konnte, die Profis nicht, die Angehörigen schon gar nicht. Das Sterben aber gehört zum Leben, sagt man so schön, ein Leben in Würde, also auch ein Sterben in Würde.

Braunschweiger Zeitung: Forum in Braunschweig: Lernen, wie man mit Würde sterben kann


Deutsches Ärzteblatt, 07.02.2020

Sterbehilferegeln sollen in der Schweiz auch in Gefängnissen gelten

Auch schwerkranke Häftlinge sollten nach Auffassung der für den Strafvollzug in der Schweiz zuständigen Behörden Sterbehilfe bekommen. Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) habe sich darauf geeinigt, dass der assistierte Suizid prinzipiell auch in Haftanstalten möglich sein müsse, sagte KKJPD-Generalsekretär Roger Schneeberger gestern. Die genauen Modalitäten müssten allerdings noch geklärt werden.

Deutsches Ärzteblatt: Sterbehilferegeln sollen in der Schweiz auch in Gefängnissen gelten


ÄrzteZeitung, 07.02.2020

Eine Taskforce für Demenz-Patienten

Wenn Demenz-Patienten palliativmedizinische Hilfe benötigen, stellt das Ärzte, Pflegekräfte und Angehörige vor große Probleme. Eine Taskforce aus Palliativmedizinern, Psychiatern und Nervenärzten sucht nach Lösungen.

Berlin. Die Einrichtung einer Taskforce signalisiert: Es besteht Handlungsbedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde sowie die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie haben eine solche Spezial-Arbeitsgruppe eingerichtet, um die Schnittstellen zwischen ihren beiden Fachgebieten zu beleuchten und Ansätze zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen in der letzten Lebensphase zu verbessern.

„In der Palliativmedizin sind die onkologischen Patienten nach wie vor das Hauptthema“, sagt DGP-Vizepräsident Urs Münch, Mitglied der Taskforce. „Wir haben die Situation, dass in der Palliativversorgung selbst das Wissen um psychiatrische Erkrankungen und den Umgang mit den Erkrankten nicht sehr ausgeprägt ist“, berichtet der psychologische Psychotherapeut und Psychoonkologe, der am Viszeralonkologischen Zentrum der DRK Kliniken Berlin Westend tätig ist.

Ärzte Zeitung: Eine Taskforce für Demenzpatienten


General-Anzeiger, 06.02.2020

Karneval im Krankenhaus : Bonner Prinzenpaar besucht Palliativstation

Prinz Richard I. und Bonna Katharina III. haben etwas Frohsinn in die Uniklinik gebracht. Darüber freute sich eine 62 Jahre alte Patientin ganz besonders. (...) Dass Prinz und Bonna auf ihrer Tour auch das Uniklinikum besuchen, hatte sich erst vor zwei Wochen entschieden – und sei nur durch gute Kontakte so kurzfristig möglich gewesen, sagte die Pressesprecherin des Klinikums, Susanne Wagner. Umso glücklicher sei man gewesen, den Patienten die frohe Botschaft verkünden zu können, sagte auch Klinikdirektor Lukas Radbruch: „Das hat uns von Herzen gefreut.“

General-Anzeiger: Karneval im Krankenhaus : Bonner Prinzenpaar besucht Palliativstation


CNA Deutsch, 06.02.2020

Kardinal ermutigt Einsatz, um Straffreiheit der Euthanasie zu verhindern

Aufklärung, Protest und das Aufzeigen der Alternative der Palliativmedizin statt Entkriminalisierung der Euthanasie: Dazu hat der Patriarch von Lissabon, Kardinal Manuel Clemente, angesichts der Parlamentsdebatte zur Straffreierklärung der Sterbehilfe ausgerufen, die für den 20. Februar angesetzt ist.

CNA Deutsch: Kardinal ermutigt Einsatz, um Straffreiheit der Euthanasie zu verhindern


ÄrzteZeitung, 06.02.2020

Gesundheitliche Versorgungsplanung - Bei der Einbindung von Ärzten in Heime hapert es

Ärzte laufen Gefahr, bei der gesundheitlichen Versorgungsplanung am Lebensende außen vor zu bleiben. „Das Angebot bietet gute Chancen für eine interprofessionelle Zusammenarbeit, aber im Moment werden die Ärzte etwas abgehängt“, sagte Professor Roman Rolke, Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Aachen, beim 111. Aachener Hospizgespräch in Stolberg. Notwendig sind seiner Meinung nach einheitliche Regeln für die Einbindung der Ärzte, gezielte Fortbildungen und eine bessere Honorierung der ärztlichen Leistungen.

ÄrzteZeitung: Gesundheitliche Versorgungsplanung - Bei der Einbindung von Ärzten in Heime hapert es


Spiegel online, 03.02.2020

Trauer am Arbeitsplatz "Es geht nicht ums Loslassen"

Ein Kollege stirbt: Wie kann man als Team damit umgehen? Was sollten Vorgesetzte tun? Martin Prein, Psychologe und Ex-Bestatter, gibt Rat - auch für den Umgang mit Trauernden. Martin Prein (45) startete seine berufliche Laufbahn als Kaminkehrer. Später arbeitete er als Bestatter und studierte Psychologe. Heute betreibt er das Institut für Thanatologie (der Wissenschaft vom Tod, der Sterblichkeit und der Bestattung ) und gibt unter dem Titel "Letzte Hilfe" Seminare zum Thema.

Spiegel online: Trauer am Arbeitsplatz "Es geht nicht ums Loslassen"


Süddeutsche Zeitung, 03.02.2020

Neu nachdenken über das Leben

Jeder Mensch soll möglichst autonom über seine Lebensumstände entscheiden können, das ist ein Glaubenssatz der niederländischen Gesellschaft. Auf dieser Basis ist die Praxis der Sterbehilfe oder Tötung auf Verlangen auf immer größere Gruppen ausgedehnt worden, von den tödlich Kranken über chronisch Kranke zu psychisch Kranken und Dementen. (...) Die moralischen und gesellschaftspolitischen Probleme sind demnach höher und das Bild ist diffuser, als es der bisweilen forsche Stil der Diskussion vermuten ließ.

Süddeutsche Zeitung, 03.02.2020: Neu nachdenken über das Leben


Blick aktuell, 03.02.2020

Für den guten Umgang mit dem Sterben

"Es geht voran“, stellte Professor Dr. Lukas Radbruch als einer der führenden Palliativmediziner in Deutschland fest. Vieles sei schon erreicht, aber es bleibe auch noch Vieles zu tun. Das zeigte sein Vortrag über „Herausforderungen in der palliativen Versorgung“. Dazu begrüßte Ulrike Dobrowolny als Vorstandsvorsitzende der ausrichtenden Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel den Hochschullehrer und Leiter der Klinik für Palliativmedizin am Uniklinikum Bonn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), der unter anderem auch Vorsitzender der ökumenischen Hospizgruppe Rheinbach-Meckenheim-Swisttal und der „International Association for Hospice and Palliative Care“ ist.

Blick aktuell: Für den guten Umgang mit dem Sterben


Focus, 03.02.2020

Mehr als nur Schmerzmedizin - Was kranke Menschen vor ihrem Tod wirklich brauchen

Palliativmedizin ist für todkranke Menschen ein wichtiger Aspekt, um mit den Schmerzen ihrer Krankheit zurechtzukommen. Für Palliativärztin Birgitta Behringer umfasst ihre Arbeit allerdings deutlich mehr als eine wirksame Schmerztherapie. Im Interview er klärt sie, wie sie ihre Patienten im Umgang mit dem Tod zusätzlich unterstützt.

Focus online: Mehr als nur Schmerzmedizin - Was kranke Menschen vor ihrem Tod wirklich brauchen


Süddeutsche Zeitung, 31.01.2020

Gericht spricht Mediziner in Prozess um Sterbehilfe frei

Sterbehilfe für psychisch Kranke führt in Grauzonen, nur zwei Länder gestatten diese überhaupt: Belgien und die Niederlande.
In Belgien waren nun drei Ärzte des Mordes angeklagt, weil sie im Jahr 2010 der 38 Jahre alten psychisch kranken Tine Nys beim Sterben geholfen hatten.

Süddeutsche Zeitung: Gericht spricht Mediziner in Prozess um Sterbehilfe frei


Evangelische.de, 31.01.2020

Eine Schatzkiste für die Zeit nach dem Tod: Sterbenskranke junge Eltern hinterlassen ihren Kindern Hörbücher

Früh verwaiste Kinder fragen sich oft, was ihre Eltern wohl erlebt oder gedacht haben. Ein bislang einzigartiges Projekt ermöglicht es schwer kranken Eltern, Hörbücher für ihre jungen Kinder aufzunehmen. (...) Bei dem Palliativmediziner Lukas Radbruch von der Bonner Uni-Klinik lief Grümmer offene Türen ein. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin sagte der Journalistin wissenschaftliche Unterstützung zu.

Evangelische.de: Eine Schatzkiste für die Zeit nach dem Tod: Sterbenskranke junge Eltern hinterlassen ihren Kindern Hörbücher


ÄrzteZeitung, 29.01.2020

Palliativversorgung - „Menschen brauchen professionelle Unterstützung“

Einen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung hat die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, Professor Christel Bienstein, gefordert. Der Umgang mit dem Sterben und dem Tod habe sich in den vergangenen Jahren zwar zum Positiven verändert, sagte die Pflegewissenschaftlerin beim Neujahrsempfang des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) und der DHP-Stiftung am Mittwochabend in Berlin.(...). Immer noch verstürben in Deutschland mehr als 50 Prozent der Menschen in Krankenhäusern, obwohl sich das Gros der Bundesbürger wünsche, „in der häuslichen Umgebung zu verbleiben, wenn es schwer wird und ans Sterben geht“, betonte Bienstein.

ÄrzteZeitung, 29.01.2020: Palliativversorgung - „Menschen brauchen professionelle Unterstützung“


MK Kreiszeitung, 29.01.2020

Wenn der Tod naht: Vortrag zum Thema Palliativmedizin - Ein Thema, das keiner gerne hört

(...) „Ziel unserer Arbeit ist es, das Leben bis zum letzten Atemzug lebenswert zu machen“, erläuterte Sonja Fürböter. Als Koordinatorin arbeitet sie im Palliativ-Team Landkreis Diepholz, einer gemeinnützigen GmbH, hervorgegangen aus einer regionalen Ärztegenossenschaft. Anspruch auf Leistungen der Palliativpflege hat nach ihren Worten jeder, der eine unheilbare Krankheit hat und in absehbarer Zeit stirbt. In der Mehrheit handelt es sich dabei um Krebspatienten, aber auch Schädel-, Hirn- oder Lungen- und Demenzerkrankungen können dem Sterbeprozess zugrunde liegen.

MK Kreiszeitung: Wenn der Tod naht: Vortrag zum Thema Palliativmedizin - Ein Thema, das keiner gerne hört


Deutsches Ärzteblatt, 28.01.2020

Krankenhausverband: Kliniken ambulante Versorgung ermöglichen

Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) hat Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßt, Kliniken stärker in die ambulante Versorgung einzubeziehen.
Nicht nur auf dem Land, sondern auch in bestimmten Fachbereichen wie der Palliativmedizin könnten Kliniken einen wichtigen Beitrag leisten, um Versorgungslücken zu schließen oder schnelleren Zugang zu einer fachmedizinischen Behandlung zu gewährleisten, erklärte Geschäftsführerin Bernadette Rümelin heute in Berlin.

Deutsches Ärzteblatt: Krankenhausverband: Kliniken ambulante Versorgung ermöglichen


Deutsches Ärzteblatt, 27.01.2020

Ärztekammer Westfalen-Lippe rügt Landesregierung für Infektionsschutz

Die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat die nordrhein-westfälische (NRW) Landesregierung aufgefordert, den Infektionsschutz im Bundesland neu aufzustellen und dabei die Vorschläge der „Initiative zur Optimierung des Infektionsschutzes in NRW“ aufzugreifen.(...). Scharfe Kritik übte Gehle an der bundesweiten Ausschrei­bung von Verträgen zur speziali­sier­ten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) durch die Krankenkassen.

Deutsches Ärzteblatt: Ärztekammer Westfalen-Lippe rügt Landesregierung für Infektionsschutz


Stadtanzeiger-ortenau.de, 25.01.2020

Palliativmedizin - Würde und Lebensqualität bis zum allerletzten Atemzug

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen", heißt es in der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Viele Menschen, die an einer schweren, unheilbaren Erkrankung leiden, wünschen sich ein möglichst selbstbestimmtes Leben bis zu ihrem Tod, nach Möglichkeit in der gewohnten Umgebung zu Hause. Diesen Wunsch zu realisieren, versucht die Palliativmedizin, die nicht als Sterbemedizin missverstanden werden darf.

Stadtanzeiger-Ortenau.de: Palliativmedizin - Würde und Lebensqualität bis zum allerletzten Atemzug


SR3 Saarlandwelle, 23.01.2020

Chefärzte widersprechen Organspende-Kritik

Mit ihren Äußerungen zur Organspende hat die Homburger Klinikseelsorgerin Sabine Hofäcker für Aufsehen gesorgt. Sie hatte gesagt, eine Palliativversorgung von Sterbenden mit einem potenziellen Spenderorgan sei nicht möglich. Palliativmediziner Sven Gottschling widerspricht.

SR3 Saarlandwelle: Chefärzte widersprechen Organspende-Kritik


Blick aktuell, 21.01.2020

Patienten haben zu selten Zugang zu einer guten Palliativversorgung

Wenn bei einem Menschen Heilung ausgeschlossen und die Lebenserwartung begrenzt ist, stehen Ärzte wie Professor Dr. Lukas Radbruch an der Seite eines Patienten.
Ihr Ziel ist es nicht mehr, eine Erkrankung zu heilen, sondern Schmerz und Leid in der letzten Lebensphase zu minimieren. Als einer der führenden Palliativmediziner in Deutschland, Leiter der Klinik für Palliativmedizin am Uniklinikum Bonn und Präsident der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin kommt er auf Einladung des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr am Dienstag, 28. Januar, um 18 Uhr nach Bad Neuenahr-Ahrweiler und spricht im Saal der „Kleinen Bühne“ am Kurpark über die „Herausforderungen in der palliativen Versorgung“. Dazu sprach er im Vorfeld mit dem Hospiz-Verein Rhein-Ahr.

Blick aktuell: Patienten haben zu selten Zugang zu einer guten Palliativversorgung


Springer Medizin, 21.01.2020

Deutscher Krebskongress (DKK) 2020

Kongresspräsident, Prof. Hochhaus fordert eine "optimale Versorgung für alle". Dafür braucht es eine interdisziplinäre Arbeitsweise – besonders auch in der Palliativmedizin, so Prof. Alt-Epping, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin in der DKG. Daher freut er sich, dass auch solche Themen im Kongressprogramm zu finden sind.

Springer Medizin: DKK 2020 - Palliativmedizin – was der DKK dazu bereit hält?

"Kontroverse und spannende Diskussionen" erwartet Prof. Dr. Petra Feyer, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie (AGSMO) in der Deutschen Krebsgesellschaft, auf dem Deutschen Krebskongress 2020. Im Gespräch blickt sie gemeinsam mit Kongresspräsident Prof. Dr. Andreas Hochhaus auf einige Highlights des diesjährigen DKK.

Springer Medizin: DKK 2020 - Highlights zu Schmerzmedizin, Palliativ- und Supportivtherapie


Süddeutsche Zeitung, 21.01.2020

Palliativmedizin: Verein plant ambulantes Hospiz-Zentrum

Der Christophorus Hospiz Verein (CHV) will ein ambulantes Hospiz-Zentrum schaffen. Ein vergleichbares Angebot gibt es in Deutschland bisher nicht.

Süddeutsche Zeitung: Palliativmedizin: Verein plant ambulantes Hospiz-Zentrum


halloherne, 16.01.2020

Palliativ-Zertifikat für Herne

Die Vorstandsmitglieder des Palliativ-Netzwerks Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel Karin Leutbecher, Brunhilde Schlachter und Christian Wald übergaben am Mittwoch (15.1.2020) ein Zertifikat an Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Stadtrat Johannes Chudziak. Das Zertifikat wurde von der Koordinierungsstelle für Hospiz-und Palliativ-Versorgung in Deutschland ausgestellt, da die Stadt Herne und Vertreter des Palliativ-Netzwerks die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland im November 2019 unterzeichneten.

halloherne: Palliativ-Zertifikat für Herne


Deutsches Ärzteblatt, 15.01.2020

Sterbehilfe: Belgien stellt drei Ärzte vor Gericht

Belgiens Justiz stellt erstmals seit der Legalisierung der Sterbehilfe in dem Land drei Ärzte wegen mutmaßlichem Fehlverhaltens vor Gericht. Der Prozess soll über­morgen mit der Verlesung der Anklageschrift in Gent beginnen, wie aus Justizkreisen verlautete. Den Medizinern wird vorgeworfen, bei der Tötung einer 38-jährigen Belgierin mit psy­chi­schen Problemen im Jahr 2010 die Entscheidung über die Sterbehilfe nicht genau über­prüft zu haben.

Deutsches Ärzteblatt: Sterbehilfe: Belgien stellt drei Ärzte vor Gericht


ZEIT Online, 13.01.2020

Mehr als hundert Sterbehilfeanträge abgelehnt

Seit 2017 wurde 102 Patienten der Zugang zu tödlichen Medikamenten verwehrt. Betroffene und Ämter warten nun auf das entscheidende Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Tagesspiegel: Spahn lehnte 102 Anträge auf Sterbehilfe ab

ZEIT Online: Mehr als hundert Sterbehilfeanträge abgelehnt

DIE WELT: „Moral steht nicht über dem Recht“

ntv: Sterbehilfe-Anträge wegen Spahn abgelehnt?

ARD Audiothek: Spahn lehnt mehr als 100 Anträge auf Sterbehilfe ab


Süddeutsche Zeitung, 10.01.2020

Onkologe Peter Schmidkonz: Ein Leben im Dienst seiner Patienten

Peter Schmidkonz hat die onkologische und palliativmedizinische Versorgung im gesamten Landkreis mit aufgebaut. Nun geht er in Ruhestand und blickt auf drei Jahrzehnte eines bewegten Arbeitslebens. (...). Er, der Arzt, der, so Landrat Martin Bayerstorfer, "die onkologische und palliativmedizinische Versorgung im Landkreis geprägt hat, wie wenige andere." Eine onkologische Praxis, eine Tumorkonferenz, ein ambulantes palliativmedizinisches Versorgungsteam, bald die Errichtung eines Hospiz - all das geht auch auf ihn zurück.

Süddeutsche Zeitung: Onkologe Peter Schmidkonz: Ein Leben im Dienst seiner Patienten


Deutsches Ärzteblatt, 08.01.2020

Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zu Sterbehilfe Ende Februar

Das Bundesverfassungsgericht will am 26. Februar sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe verkünden. Das teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit. Geklagt hatten schwer kranke Menschen, Ärzte und Sterbehilfevereine. (Az: 2 BvR 2347/15 und weitere). Ihre Verfassungsbeschwerden richten sich gegen den vor vier Jahren eingeführten Strafrechtsparagrafen 217, der die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ unter Strafe stellt.

Deutsches Ärzteblatt: Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zu Sterbehilfe Ende Februar


idw - Informationsdienst Wissenschaft, 07.01.2020

Anerkennungs- und Förderpreis für „Ambulante Palliativversorgung“ 2020 ausgeschrieben

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verleiht in diesem Jahr zum dreizehnten Mal den mit 10.000 € dotierten „Anerkennungs- und Förderpreis für Ambulante Palliativversorgung“. Stifter ist die Grünenthal GmbH. Anträge für den Preis können bis zum 31. März 2020 beim Präsidenten der DGP eingereicht werden.
Die Ausschreibung richtet sich an Personen, Gruppierungen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Qualitätsentwicklung der ambulanten Palliativversorgung verdient gemacht haben.

idw - Informationsdienst Wissenschaft: Anerkennungs- und Förderpreis für „Ambulante Palliativversorgung“ 2020 ausgeschrieben


Berliner Woche, 06.01.2010

Malteser Hilfsdienst bietet auch Trauerbegleitung an

Die Malteser bieten in Berlin auch Trauerbegleitung als wesentlichen Bestandteil der Hospizarbeit und Palliativmedizin an.(...).Die Unterstützung der Malteser gilt Hinterbliebenen, die den Tod ihres Kindes, des Partners oder der Eltern zu verkraften haben. Sie umfasst die Begegnung, Begleitung und Beratung. Eine von elf Helferinnen ist Regina Ehm. Die 38-jährige Berlinerin ist hauptamtliche Trauerbegleiterin und Koordinatorin in der Traueranlaufstelle der Malteser in Berlin.

Berliner Woche: Malteser Hilfsdienst bietet auch Trauerbegleitung an


Stadt Spiegel Herten, 05.01.2020

Erste Hilfe ist wichtig - letzte Hilfe auch

Was aber ist mit „Letzte Hilfe“ gemeint? „Der Umgang mit schwerkranken oder sterbenden Menschen fällt vielen Menschen schwer. Mit dem Letzte Hilfe Kurs möchten wir die Menschen sensibilisieren und ihnen Sicherheit bei der Sterbebegleitung geben.“ erläutert Bärbel Guhe-Hapig, die den Ambulanten Hospizdienst leitet, den Hintergrund dieses Angebotes. (...). 2015 hat das Projekt der Letzte Hilfe Kurse den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ der Gesellschaft für Palliativmdedizin erhalten und wurde als Teilnehmer des bundesweiten Wettbewerbs startsocial als einer der besten sozialen Projekte ins Kanzleramt eingeladen.

Stadt Spiegel Herten: Erste Hilfe ist wichtig - letzte Hilfe auch

 

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