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Sektion Geistes- und Sozialwissenschaftliche Berufe

Willkommen bei der Sektion Geistes- und Sozialwissenschaftliche Berufe! Die Sektion vertritt alle in der Palliativmedizin Forschenden, die einen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Hintergrund haben und sich hauptamtlich im Bereich Forschung verorten.

02.07.2021:

Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Zusammenarbeit mit der Sektion Geistes- und Sozialwissenschaftliche Berufe für eine Weiterentwicklung der Forschung in Palliative Care und zur Ausgestaltung einer Perspektive zur beruflichen Weiterentwicklung

Das Konzept von Palliative Care[1] verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der neben Beratung, Begleitung und Versorgung von schwersterkrankten und sterbenden Menschen auch die An- und Zugehörigen und das weitere soziale Umfeld (Community) einschließt. Ziel ist es, die Symptomlast der Erkrankten zu lindern, ihre Selbstbestimmung zu stärken und ihre Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern und ihre soziale Integration auch bei nicht-heilbaren Erkrankungen am Lebensende zu erhalten. In enger interprofessioneller und -disziplinärer Zusammenarbeit, werden die pflegerischen, medizinischen, psychosozialen und spirituellen Bedarfe und Bedürfnisse der Betroffenen wahrgenommen und die Versorgung daraufhin individuell gestaltet und angepasst.

Die Sektion „Geistes- und Sozialwissenschaftliche Berufe“ der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) vereint Berufsgruppen, die außerhalb der direkten Begleitung, Betreuung und Versorgung eines*r Palliativpatient*in und seiner*ihrer An- und Zugehörigen tätig sind.


Kompetenzprofil der Sektion:

Die Berufsgruppe der Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen zeichnet sich durch eine große Heterogenität aus und ist mit verschiedenen Schwerpunkten und Positionen vor allem in drei Bereichen vertreten: in der Forschung, der Fort- und Weiterbildung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit und politischer Meinungsbildung. Die Berufsgruppen der Geistes- und Sozialwissenschaften bringen verschiedene Komponenten des Wissens in den palliativen Diskurs ein und tragen zu deren Erweiterung bei:

  • Empirisches Wissen zur Wirksamkeit von Palliative Care und/oder zur Lebensqualität, zum Risikoverhalten oder zur Patientenzufriedenheit bis hin zur Mitwirkung an der Gesundheits- und Sozialberichterstattung.
  • Methodisches Wissen zur Durchführung von Forschungsprojekten im Gesundheitswesen mit bspw. klinischem, versorgungsbezogenem und sozialepidemiologischem Fokus.
  • Reflexionswissen zum Menschen als soziales Wesen und zur Vergesellschaftung von Patient*innen.
  • Handlungs- und Organisationswissen zur Rationalität in den vielfältigen Handlungsfeldern der Gesundheits- und Pflegeorganisation. Dazu gehören bspw. die Managementausbildung in Wohlfahrtsverbänden, das Management von stationären und ambulanten Einrichtungen und die psycho-soziale Begleitung der Sozialisation zu mündigen Patient*innen.

Ihre Kompetenzen umfassen analytische, koordinierende, gestaltende und evaluierende Qualitäten. Das gesamte Spektrum der Curricula von Geistes- und Sozialwissenschaften, von Fragen der Kommunikation über Themen der Interaktion bis zu Problemen der Institutionalisierung kommen zum Tragen.

Die Berufsgruppen der Geistes- und Sozialwissenschaften zählen mit ihren Aufklärungs-, Organisations- und Evaluationsqualitäten zu den Kernbereichen der (Weiterentwicklung von) Hospiz- und Palliativversorgung.


Ziel der Sektion:

Das übergeordnete Ziel der Sektion ist Relevanz und Notwendigkeit der geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen bei der (Weiter-)Entwicklung von Palliative Care in Deutschland sichtbar zu machen und diese systematisch und strukturell nachhaltig zu verankern. Die Mitglieder dieser Sektion verfolgen das Ziel, die Arbeitsfelder und den wesentlichen Stellenwert dieser Berufsgruppe für den Versorgungsbereich Palliative Care darzulegen und aufzuzeigen, wo Veränderungsbedarfe bestehen.


Sprecher*innen

Dr. disc. pol. Gabriella Marx
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Soziologin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin
Zentrum für Psychosoziale Medizin
Email: g.marx@uke.de

Dr. Farina Hodiamont
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Soziologin
LMU Klinikum, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin (München)
E-Mail: farina.hodiamont@med.uni-muenchen.de


Termine

Das nächste Sektionstreffen findet am 24. September 2021 während der DGP Mitgliedertage statt.

 Protokolle der Treffen finden Sie im internen Mitgliederbereich.

Der Stammtisch der Sektion Geistes- und Sozialwissenschaftliche Berufe

Die Sektion veranstaltet halbjährlich einen virtuellen Stammtisch für seine Mitglieder. Einer der Stammtische wird einem thematischen Fokus unterstellt sein, der andere soll den Mitgliedern als offener Raum des Austauschs und Kennenlernen dienen. Der Zoom-link wird den Mitgliedern zeitnah bereitgestellt

Mai-Stammtisch: Promovieren an einer medizinischen Fakultät für Nicht-Mediziner*innen

Termin: 19. Mai 2021, 17h30-19h00

Oktober-Stammtisch: Kennenlernen, Austausch und willkommen heißen neuer Mitglieder

Termin: 20. Oktober 2021, 17h30-19h00

 

[1] Palliative Care wird synonym mit den Begriffen Hospiz- und Palliativversorgung, Palliativ- und Hospizarbeit verwendet.

 

Deutsche Gesellschaft
für Palliativmedizin e. V.
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