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Aktiv werden in der Suizidprävention: Alle, die Hilfe suchen, sollten Hilfe finden

Verbände weisen zum Welttag der Suizidprävention auf Versorgungslücken hin und fordern flächendeckende Angebote

Berlin, 03. September 2021 – Anlässlich des Welttages der Suizidprävention übergibt das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) auf einer Tagung einen umfassenden Bericht zur aktuellen Situation an das Bundesministerium für Gesundheit. Über 50 Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis haben eine klare gemeinsame Botschaft an die Politik: es braucht flächendeckend dauerhaft finanzierte Angebote für Menschen, die sich in suizidalen Krisen befinden. Dazu müssen vorhandene Hilfsmöglichkeiten ausgebaut und verstetigt werden.

Der Welttag der Suizidprävention

„Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 9.000 Menschen durch Suizid. Das sind mehr Todesfälle als durch Verkehrsunfälle, Mord und illegale Drogen zusammen“, erklärt Hannah Müller-Pein, Medienbeauftragte des NaSPro. Der Welttag der Suizidprävention macht seit 2003 jährlich am 10. September auf diese Problematik aufmerksam. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Aktiv werden und Hoffnung schaffen“. Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende setzen wollen, sind meist in existentiellen Notlagen. Verständnis, Unterstützung und Hilfe können dazu beitragen, dass sie wieder Hoffnung schöpfen. Wir alle sind aufgefordert, aktiv zu werden, die bestehenden Lücken im System zu schließen. „Bei Suizidalität heißt aktiv zu werden, mit den Menschen über ihre Probleme zu sprechen, sie zu verstehen und gemeinsam Alternativen im Leben zu finden“, sagt Barbara Schneider von der Leitung des NaSPro.

Suizidprävention Deutschland – Aktueller Stand und Perspektiven

Drei Jahre lang förderte das Bundesministerium für Gesundheit mehrere Projekte der Suizidprävention (www.suizidprävention2021.de). Darüber hinaus haben Expertinnen und Experten der Suizidprävention in Kooperation mit gesellschaftlich relevanten Einrichtungen im Rahmen des Projekts „Suizidprävention Deutschland – Aktueller Stand und Perspektiven“ die Lage von suizidalen Menschen in Deutschland genau unter die Lupe genommen. Der Bericht dieses Projekts wurde heute veröffentlicht. Demnach gibt es immer noch zu wenig Wissen über Hilfsmöglichkeiten bei Suizidalität und auch zu wenig spezielle Hilfsangebote in Krisen. Deshalb fordern die Autorinnen und Autoren eine bundesweite Informations- und Koordinationsstelle zur Suizidprävention. „Unter einer bundesweit einheitlichen Rufnummer sollen rund um die Uhr Menschen mit Suizidgedanken, ihre Angehörigen, aber auch Professionelle, die mit Menschen in Suizidgefahr in Kontakt kommen, kompetente Ansprechpersonen erreichen können“, ergänzt Reinhard Lindner, Leitung des NaSPro.

NASPRO PRESSEMITTEILUNG

BERICHT SUIZIDPRÄVENTION DEUTSCHLAND
(ab S. 190: Suizidprävention in der Hospiz- und Palliativversorgung)

Deutsche Gesellschaft
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10713 Berlin

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