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DGP verleiht zwei gleichwertige Anerkennungs- und Förderpreise für ambulante Palliativversorgung an „KOMMA“ und „Interkulturelle Hospizbegleitung“

Berlin, 16. September. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat in diesem Jahr zum zwölften Mal den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Im Rahmen des Festaktes zum 25-jährigen Jubiläum der Fachgesellschaft wurden in Berlin zwei gleichwertige erste Preise für die beiden Arbeiten vergeben, die sich nach Bewertung der DGP-Jury entlang der Kriterien Relevanz, Originalität, Realisierung und Qualitätssicherung als preiswürdig erwiesen haben. Der mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal GmbH gestiftet.

Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker betonte: „Die frühzeitige bedürfnis- und kultursensible Unterstützung von schwerkranken Menschen mit Migrationshintergrund wie auch von Angehörigen steht im Fokus zweier unterschiedlicher, gleichermaßen hoch relevanter und zu Recht mit dem Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung ausgezeichneter Arbeiten.“

Preis KOMMAKai Martens, Geschäftsleiter Grünenthal Deutschland, PD Dr. Sabine Pleschberger, Gerda Graf, Prof. Dr. Gerhild Becker, Jurypräsidentin, Dr. Christiane Kreyer, Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP (v.l.n.r.). Foto: stefan-zeitz.deErster Preis:

Gerda Graf, Dr. Christiane Kreyer, PD Dr. Sabine Pleschberger: KOMMA - Kommunikation mit Angehörigen. Projekt zur Entwicklung der Angehörigenarbeit in der häuslichen Hospiz- und Palliativversorgung.

Die eingereichte Arbeit beschreibt ein sehr gutes, innovatives und vor allem anwendungsorientiertes Konzept/Projekt, bei dem Angehörige und somit eine wesentliche Zielgruppe im Fokus stehen. Das Projekt hat Modellcharakter und kann Multiplikator für weitere Bereiche sein. Der Preis kann dazu dienen, das Projekt auszubauen und das Anliegen weiter voranzubringen.

HospizbegleitungProf. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der DGP, Anita Ptok, Prof. Dr. Gerhild Becker, Jurypräsidentin, Katja Goudinoudis, Ruth Burchard, Kai Martens, Geschäftsleiter Grünenthal Deutschland (v.l.n.r.). Foto: stefan-zeitz.de


Erster Preis:

Anita Ptok, Martina Schwingenstein, Ruth Burchard, Katja Goudinoudis: Interkulturelle Hospizbegleitung. Ein Gemeinschaftsprojekt des Caritas Projekts „Ehrenamtliche Kulturdolmetscher/-innen / Bürgerschaftliches Engagement“ und des Caritas Zentrums für Ambulante Hospiz- und PalliativVersorgung.

Das Projekt widmet sich einer relevanten und alltäglichen Herausforderung der Versorgung und ist innovativ, praxisrelevant und übertragbar. Besonders der Ansatz, nicht nur deutsche Hospiz-helfer*innen für die Kultur von Migranten zu sensibilisieren, sondern bei Menschen mit Migrationshintergrund anzusetzen und diese für die Hospizidee zu begeistern, ist positiv zu erwähnen und kann als Modell auch für andere Projekte dienen. Weiterhin ist auch die Nachhaltigkeit des Projektes positiv zu bewerten. Der Preis kann als Motor dienen, um das Projekt in die Breite zu tragen und in der Multiplikatorfunktion zu unterstützen.

Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, unterstrich, wie dankbar die DGP für die langjährige Förderung durch den Stifter sei, mit dessen Hilfe im Jahr 2019 ein Konzept ausgezeichnet werden könne, welches die Kommunikation mit den Angehörigen in den Fokus stelle: „Die Familie ist wesentlicher Quell der Unterstützung für den schwerkranken Menschen, gleichzeitig selbstverständlich aber ebenfalls sehr von der Situation betroffen.“ Das zweite Projekt ergänze in gelungener Weise die Bemühungen der DGP, auf ihrer in neun Sprachen zur Verfügung stehenden Online-Plattform „Wegweiser Hospiz- und Palliativversorgung Deutschland“ migrations-spezifische Angebote auf allen Ebenen auszuweisen.

Kai Martens, Geschäftsleiter des Stifters Grünenthal Deutschland, ist der Meinung, dass der Förderpreis ungeachtet vieler Fortschritte und verbesserter Rahmenbedingungen in der Palliativversorgung nichts von seiner Relevanz eingebüßt hat: „Immer noch ist häufig das individuelle Engagement der Menschen entscheidend, um die Palliativversorgung vor Ort ganz konkret voranzubringen. Deswegen ist es sehr erfreulich, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Preisträgerprojekte fördern und unterstützen können, deren Konzepte sich auch auf andere Regionen übertragen lassen.“

PRESSEINFORMATION

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