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Zum heutigen Welttag der Suizidprävention: „Darüber reden!“ Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin unterstützt Ausbau der Suizidprävention

Zum heutigen Welttag der Suizidprävention: „Darüber reden!“
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin unterstützt Ausbau der Suizidprävention
Sterbewünsche und Suizide belasten auch nahestehende Menschen erheblich: Das muss man nicht alleine durchstehen!

„Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 9.000 Menschen durch Suizid.“, so das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) bei Vorlage eines aktuellen Berichts anlässlich des heutigen „Welttages der Suizidprävention“. Und: Mittelbar sind mehr als 100.000 weitere Menschen betroffen. So bleiben Nahestehende in Trauer und mit ihren Fragen, Gedanken und Belastungen zurück, viele von ihnen werden durch Hilfsangebote nicht erreicht. „Es fehlen Informationen, dass man das nicht alleine durchstehen muss!“, betont das Netzwerk NaSPro.

Deshalb unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) dessen Forderung, eine bundesweite Informations- und Koordinationsstelle einzurichten, wie sie Prof. Dr. Reinhard Lindner, Leitung NaSPro, beschreibt: „Unter einer bundesweit einheitlichen Rufnummer sollen rund um die Uhr Menschen mit Suizidgedanken, ihre Angehörigen, aber auch Professionelle, die mit Menschen in Suizidgefahr in Kontakt kommen, kompetente Ansprechpersonen erreichen können“. Im Fokus steht: „Darüber reden!“

„Todeswünsche schwerkranker Menschen sind uns in der Hospiz- und Palliativversorgung ebenfalls vertraut“, erklärt DGP-Präsidentin Prof. Dr. Claudia Bausewein, „wobei diese von der Akzeptanz des eigenen Sterbens bis zu der Absicht reichen, das Leben zu beenden.“ Die Kunst der Kommunikation bestehe darin, die Intensität, Beständigkeit und z.T. hohe Ambivalenz des Sterbewunsches einschätzen zu lernen und diesem Menschen ein offenes Gesprächsangebot auf Augenhöhe machen zu können. Dies sollte insbesondere auch für die Angehörigen gelten, die dem Sterbewunsch des ihnen nahestehenden Menschen oft hilflos gegenüberstehen.

Für die Hospiz- und Palliativversorgung werden in dem Bericht folgende suizidpräventive Maßnahmen genannt: Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung, Kommunikationstraining im Umgang mit geäußerten Todeswünschen, Etablierung hospizlicher und palliativer Themen innerhalb des Nationalen Suizidpräventionsprogramms, Ausbau der Forschung zu wesentlichen Fragen des Todeswunsches und der Suizidalität in der Hospiz- und Palliativversorgung und Entwicklung einer bürgerschaftlichen Sorgekultur für Menschen am Lebensende.

Die Palliativmedizin versteht sich als ein Teil der Suizidprävention, da sie Sterbewünschen durch Linderung von Leidenszuständen, die ganzheitliche Begleitung der schwerkranken Menschen in ihrem Umfeld und eine Verbesserung der Lebensqualität in sehr vielen Fällen wirksam begegnen kann. Wichtig ist dabei auch, Begegnungen in der Trauer zu ermöglichen, wie z.B. heute bei einem Gedenkgottesdienst anlässlich des Welttages der Suizidprävention in der Berliner Gedächtniskirche.

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