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Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin verleiht Förderpreis an richtungweisende Studie mit erheblicher Bedeutung für Palliativpatientinnen und -patienten

PreisPalliativmedizinDGP-Präsident Prof. Dr. Lukas Radbruch (li) und Jurypräsident Prof. Dr. Norbert Frickhofen (re) freuen sich, den diesjährigen Förderpreis für Palliativmedizin an Prof. Dr. Gerd Mikus (2.v.li) und Dr. Marcus Geist überreichen zu können. Foto: stefan-zeitz.deDie Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat ihren diesjährigen Förderpreis für Palliativmedizin für eine Studie am Universitätsklinikum Heidelberg verliehen: DGP-Präsident Prof. Dr. med. Lukas Radbruch übergab den Preis im Rahmen des Festaktes zum 25-jährigen Jubiläum der Fachgesellschaft in Berlin an eine Autorengruppe, die sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin besonders verdient gemacht hat. Die multidisziplinäre Jury unter Leitung von Prof. Dr. med. Norbert Frickhofen entschied sich entlang inhaltlicher, wissenschaftlicher und formaler Bewertungskriterien für die Vergabe des Preises an folgende Arbeit:

Titel: Beeinträchtigung des Arzneimittelmetabolismus aufgrund verminderter Aktivität von Cytochrom P450 3A bei Palliativpatienten

Preisträger: Dr. med. Marcus Geist (M.A.), Prof. Dr. med. Hubert Bardenheuer, Dr. rer. nat Jürgen Burhenne, Prof. Dr. med. Dipl.-Phys. Gerd Mikus, Universitätsklinikum Heidelberg

Das Ziel der Studie beschreiben die Autoren wie folgt: „Eine Überprüfung der in der Palliativmedizin verwendeten Arzneimitteldosierungen ist von grundlegender Bedeutung für die erfolgreiche Behandlung von Symptomen. Darüber hinaus ist sie in Bezug auf die Sicherheit der Patienten unerlässlich. Aufgrund der Vielzahl an Medikamenten, die über das Leberenzym CYP3A verstoffwechselt und in der Palliativmedizin eingesetzt werden, erscheint eine Überprüfung dieser Enzymaktivität bei Palliativpatienten äußerst relevant.“ Weiter heißt es: „Um die Medikamentendosierungen in der Palliativmedizin nachhaltig zu optimieren, untersuchte die vorliegende Studie die CYP3A-Aktivität bei Palliativpatienten unter klinischen Routinebedingungen.“

In der Gesamtbewertung kam die Jury laut Professor Frickhofen zu folgendem Ergebnis: “Die Arbeit widmet sich einem wichtigen Thema. Die aus ihr gewonnenen Erkenntnisse verbessern die Effektivität und Sicherheit der Betreuung von Patienten am Lebensende. Die Arbeit wird als richtungsweisend für die Weiterentwicklung der Palliativmedizin, insbesondere auch der palliativmedizinischen Forschung gewertet. Sie ist methodisch mit hohem Aufwand umgesetzt und durchgeführt.“

Den Preis übergab Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), im Rahmen des Festaktes der DGP in Berlin, wobei er die Bedeutung der Arbeit hervorhob: „In der Palliativversorgung müssen Medikamente oft individuell angepasst werden, weil sonst die Wirkung nicht ausreicht oder die Nebenwirkungen zu stark sind. Die hier vorgelegte Arbeit beleuchtet einen wesentlichen Mechanismus, der diese Schwankungen erklärt. Diese zukunftsweisende Forschung ermöglicht damit eine bessere Einschätzung des individuellen Bedarfs.

Zur Förderung der klinischen Wissenschaft verleiht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. seit 1999 auf ihren Jahrestagungen den „Förderpreis für Palliativmedizin“ – dies in den vergangenen 20 Jahren unterstützt durch den Stifter Mundipharma, seit diesem Jahr aus eigenen Mitteln. Die Auswahl der Preisträger wird von einem Fachgremium vorgenommen. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben.

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