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Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und Deutsche Gesellschaft für Geriatrie etablieren gemeinsame Arbeitsgruppe „Geriatrie und Palliativmedizin“

Gemeinsamer Einsatz für Hochaltrige: Die  Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) haben eine fachgesellschaftsübergreifende Arbeitsgruppe „GERIATRIE UND PALLIATIVMEDIZIN“ etabliert. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, durch Wissens- und Kompetenztransfer zwischen den Fachgesellschaften die Lebensqualität, Würde und Selbstbestimmung in der palliativmedizinischen Versorgung von geriatrischen Patienten in allen ambulanten und stationären Versorgungsbereichen zu verbessern.

Darüber hinaus betonen beide Fachgesellschaften, dass es aufgrund der Schnittmengen der Fachrichtungen Geriatrie und Palliativmedizin überaus sinnvoll erscheint, die Zusammenarbeit dieser Fächer zu fördern. Beide Fachgesellschaften sehen die Versorgung dieser Patienten als ihre Aufgabe an, die mit den multiprofessionellen Angeboten der Geriatrie und Palliativmedizin ausreichend erfasst werden, und lehnen die Einführung neuer Spezial- oder Teilbereiche ab, wie zum Beispiel die „palliative Geriatrie“.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nimmt das Lebensalter und damit auch der Anteil der alten Menschen an den Verstorbenen in Deutschland immer weiter zu. Schon jetzt sind zwei Drittel der verstorbenen Frauen in Deutschland 80 Jahre und älter. Dabei steigt mit zunehmendem Alter die Komplexität von Multimorbidität und psychosozialer Probleme. Die Versorgung dieser vulnerablen Patienten stellt eine enorme Herausforderung dar. Im letzten Lebensabschnitt alter Menschen kommt es zur Überlagerung von funktionellen Beeinträchtigungen mit gleichzeitiger Zunahme von Symptomlast. Daraus kann sowohl ein geriatrischer als auch ein palliativmedizinischer Behandlungsbedarf entstehen.

Palliativmedizinische Versorgungsformen in geriatrischen Kliniken erfassen

In der Zusammenarbeit von Palliativversorgung und Geriatrie können die Kompetenzen aus beiden Feldern gebündelt werden. Grundsätzlich sehen die DGG und die DGP ein Spektrum an Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Alte Menschen mit belastenden körperlichen Symptomen oder psychischen, sozialen oder spirituellen Problemen können in den Einrichtungen der Palliativversorgung wie in geriatrischen Einrichtungen versorgt werden. Die Behandlungsführung kann in der Geriatrie oder der Palliativversorgung verankert sein oder geteilt werden. Aktuell planen die AG-Mitglieder aus Reihen der DGG und DGP eine Erfassung der verschiedenen Versorgungsformen in Deutschland. Ein Ziel der AG ist, zukünftig vermehrt wissenschaftliche Fragestellungen an der Schnittstelle von Geriatrie und Palliativmedizin zu bearbeiten. Die AG will dadurch den palliativmedizinischen Versorgungsbedarf in der Geriatrie genauer identifizieren.

Sprecher der Arbeitsgruppe:

Priv.-Doz. Dr. med. Mathias Pfisterer, Klinik für Geriatrische Medizin und Zentrum für Palliativmedizin am AGAPLESION ELISABETHENSTIFT gGmbH Darmstadt.

Dr. med. Gernot Heusinger von Waldegg, Klinik für Geriatrie und Klinik für Palliativmedizin im Klinikum Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg.

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