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Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin verleiht Förderpreis an hervorragende Studie zur Wirksamkeit einer multiprofessionell besetzten Atemnotambulanz

Klinikum der Universität München; v.L. Dr. Zulfiya Syunyaeva, Prof. Claudia Bausewein, Dr. Berger, Dr. Birgit Haberland, Dr. Susanne Tänzler, Dr. Michaela Schunk, Frau Sabine StreitwieserPreisträgerinnen des Klinikums der Universität München (v.l.n.r.) Dr. Zulfiya Syunyaeva, Prof. Claudia Bausewein, Dr. Berger, Dr. Birgit Haberland, Dr. Susanne Tänzler, Dr. Michaela Schunk, Sabine Streitwieser. © LMU Klinikum München, Bert WoodwardWiesbaden, 10. September 2020. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat ihren diesjährigen Förderpreis für Palliativmedizin verliehen: DGP-Präsident Prof. Dr. med. Lukas Radbruch gab im Rahmen des digitalen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin die Verleihung des Preises an eine Autor*innengruppe der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, LMU Klinikum München bekannt, die sich mit der bisher größten Studie im internationalen Vergleich zur Effektivität einer Atemnotambulanz um die Weiterentwicklung der Palliativmedizin besonders verdient gemacht hat.

Die multidisziplinäre Jury unter Leitung von Prof. Dr. med. Norbert Frickhofen entschied sich entlang inhaltlicher, wissenschaftlicher und formaler Bewertungskriterien für die Vergabe des Preises an folgende Arbeit: „Effectiveness of a specialized breathlessness service for patients with advanced disease in Germany: a pragmatic fast track randomized controlled trial (BreathEase)”

Preisträger*innen: Schunk M, Le L, Syunyaeva Z, Haberland B, Tänzler S, Mansmann U, Schwarzkopf L, Seidl H, Streitwieser S, Hofmann M, Müller T, Weiß T, Morawietz P, Rehfuess EA, Huber RM, Berger U, Bausewein C, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, LMU Klinikum München

Das Ziel der BreathEase-Studie war, so die Autor*innen, „die Evaluation der Wirksamkeit und der Kosteneffektivität einer multi-professionellen Atemnot-Ambulanz auf den Umgang mit und das Beherrschen von Atemnot und die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen chronischen nicht-malignen oder malignen Erkrankungen und deren Angehörigen.“ Dies vor folgendem Hintergrund: „Atemnot ist ein häufiges und stark belastendes Symptom bei fortgeschrittenen nicht-malignen und malignen Erkrankungen, insbesondere bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen, Lungenfibrose, pulmonaler Hypertonie, chronischer Herzinsuffizienz und Tumorerkrankungen.“

Dr. Michaela Schunk und ihre Mitautor*innen fassen zusammen: „Die eingereichte Studie ist die bisher größte Studie im internationalen Vergleich, die die Effektivität einer Atemnotambulanz beschreibt. Früher veröffentlichte Studien stammen v.a. aus England. Wir haben das in England entwickelte Modell einer Atemnotambulanz erfolgreich auf das deutsche Gesundheitssystem übertragen und haben mit der BreathEase Studie für Deutschland eine neue und umfassende Datengrundlage geschaffen.“ Die Studie wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

In der Gesamtbewertung kam die Jury laut Professor Frickhofen zu folgendem Ergebnis: “Die Autorinnen und Autoren widmeten sich einem palliativmedizinisch hoch relevanten Thema. Die Arbeit ist methodisch herausragend. Sie demonstriert, dass Studien in der Palliativmedizin wissenschaftliche Standards erfüllen können, die keinen Vergleich mit anderen Disziplinen scheuen müssen.“

Bei der virtuellen Preisverleihung von Wiesbaden aus hob Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP die Bedeutung der Arbeit hervor: „Das Ergebnis der umfassenden Studie, dass Patient*innen, die die Atemnot-Ambulanz besuchen, Erleichterungen im Umgang mit Belastungen infolge der Atemnot sowie eine verbesserte Lebensqualität erleben, kann die Fortentwicklung palliativmedizinischer Versorgungskonzepte wie auch die Etablierung weiterer Atemnot-Ambulanzen voranbringen.“

Zur Förderung der klinischen Wissenschaft verleiht die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. seit 1999 auf ihren Jahrestagungen den „Förderpreis für Palliativmedizin“ – seit 2019 aus eigenen Mitteln. Die Auswahl der Preisträger wird von einem Fachgremium vorgenommen. Der Preis in Höhe von 6.000 € wird jährlich ausgeschrieben.

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