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Preisverleihung III: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zeichnet drei Einrichtungen der stationären Altenpflege aus

A Erster PreisDie Freude über den ersten Preis ist groß beim Team des DRK Hauses Ravensberg. Links im Bild: DGP-Präsidentin Prof. Dr. Claudia Bausewein. v.r.: Jurypräsident Michael Nehls, Stifterin Dr. Anja Schulenburg. Mitte: Jurypräsidentin Michaela Hach. © DGPBremen, 30. September 2022. Erstmals hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) heute den „Förderpreis für Hospizkultur und Palliativkompetenz in Einrichtungen der stationären Altenpflege“ verliehen, und dies gleich an drei Einrichtungen: Der erste Preis in Höhe von 3.000 Euro geht an das DRK Haus Ravensberg, während sich das Kompetenzzentrum Bremer Heimstiftung und das Alten- und Pflegeheim des Hospitalfonds Montabaur den zweiten Preis mit jeweils 1.000 Euro teilen. Die Auszeichnung ist der Initiative der Sektion Pflege der DGP und einer privaten Stifterfamilie zu verdanken. Im Andenken an ihren Vater Prof. Dr. Alexander Sturm überreichte Dr. Anja Schulenburg stellvertretend für die Familie den Preis im Rahmen des 14. Kongresses der DGP in Bremen.

„Ein Signal für die auch zukünftige Bedeutung des Preises ist schon allein die Vielzahl von Einreichungen für diesen neuen Preis.“ so Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, welche den Stifter:innen wie auch der Sektion Pflege in der DGP für diese wichtige Initiative dankte: „Hochaltrige Menschen in Pflegeeinrichtungen an ihrem Lebensende aufmerksam und gut zu versorgen, stellt nicht erst in Zeiten des Pflegenotstands eine besonders große Herausforderung dar. Damit hoffen wir – auch mit Hilfe des Preises – etwas an der Haltung und der Kultur in den Häusern zu verändern.“

B Zweiter Preis Bremer Heimstiftung kopie5Auch das Team des Kompetenzzentrums der Bremer Heimstiftung freut sich sehr über den zweiten Preis. Links im Bild: Stifterin Dr. Anja Schulenburg. Hintere Reihe v.l.: Jurypräsidentin Michaela Hach, DGP-Präsidentin Prof. Dr. Claudia Bausewein, Jurypräsident Michael Nehls © DGPJurypräsidentin Michaela Hach und Jurypräsident Michael Nehls ergänzten, dass ein wesentlicher Punkt in der Bewertung der eingereichten Konzepte deren „Leuchtturmwirkung“ und Umsetzbarkeit für andere Einrichtungen gewesen sei. Bewertet wurden fünf Kategorien: die Kenntnisse und Qualifikation der Mitarbeitenden, die interne Versorgungs- und Behandlungskultur, der Umgang mit Trauer, die Kooperation und Vernetzung in der Region, die Strukturbildung und die Übertragbarkeit. Einstimmig entschied sich die Jury für die Auszeichnung dieser drei Pflegeeinrichtungen:

1. Preis: DRK Haus Ravensberg gGmbH

„Am Ende geht es um den Menschen, weil jeder Moment Leben ist“. Das Haus Ravensberg überzeugt durch den glaubhaften und reflektierten Ausdruck der Haltung zur Versorgung am Lebensende, die sich in dem Konzept und der Darstellung der Arbeit widerspiegelt. Ein Konzept, das es ermöglicht, dass die Menschen ihr Leben bis zuletzt dort leben, wo sie es sich wünschen.

C Zweiter Preis MontabaurDas Team des Alten- und Pflegeheims des Hospitalfonds Montabaur konnte den zweiten Preis leider nicht persönlich entgegen nehmen, sandte aber ein herzliches Dankeschön nach Bremen. © DGP2. Preis: Alten- und Pflegeheim des Hospitalfonds Montabaur

Das Alten- und Pflegeheim des Hospitalfonds Montabaur zeugt durch das hoch differenzierte Konzept, das zugleich als Leitfaden der hausinternen Hospiz- und Palliativkultur dient, von einer Haltung, bei der die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Pflege des Menschen im Mittelpunkt einer hospizlich-palliativen Versorgung stehen.

2. Preis: Kompetenzzentrum Bremer Heimstiftung

Das Kompetenzzentrum Bremer Heimstiftung verfügt über eine langjährige und tief integrierte Struktur von hospizlich-palliativer Arbeit und ein herausragendes Ethikkonzept. Es zeigt, dass Kontinuität und stetige Arbeit an der Hospiz- und Palliativkultur möglich sind, um den Bewohnerinnen und Bewohnern ein würdeorientiertes Lebens zu ermöglichen.

In der Laudatio würdigten Michaela Hach und Michael Nehls die Bereitstellung der Ressourcen durch die Einrichtungsträger, wie z.B. Freistellung von Mitarbeitenden für die Koordination einer internen Hospizkultur und Palliativkompetenz und die hochwertige engagierte Orientierung an den Bewohner:innen und Angehörigen.

Der über fünf Jahre jährlich vorgesehene Preis jeweils in Höhe von 5.000 Euro dient dazu, die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung in Einrichtungen der stationären Altenpflege in ihrer Vielfalt darzustellen und bekannter zu machen.

Förderpreis im Andenken an Prof. Dr. Alexander Sturm
Familie Sturm stiftet den Preis im Andenken an Prof. Dr. med. Alexander Sturm (*1930 +2020), ehem. Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Marienhospital Herne der Ruhruniversität Bochum (RUB), Gründer des Lukas-Hospizes in Herne, später Lehrbeauftragter der katholischen Fakultät der RUB und Ehrenvorsitzender des Lukas-Hospiz Fördervereins. Während seiner langjährigen Tätigkeit als Arzt begleitete er Menschen in allen Phasen des Lebens und Sterbens. Die zentrale menschliche Frage „Wie wollen wir sterben?“ beschäftigte Prof. Sturm viele Jahre. Neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Fördervereins des Lukashospiz Herne förderte er die ambulante Sterbebegleitung und Palliative Care-Ausbildung beruflich Pflegender in Alten- und Pflegeheimen nachhaltig.“

PRESSEMITTEILUNG

Förderpreis für Hospizkultur und Palliativkompetenz in Einrichtungen der stationären Altenpflege

 

 

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